Alexandra Caragata - Im Leben der Geschichte vom Dasein

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Es handelt sich hierbei um einen Roman mit dem Titel: Im Leben der Geschichte vom Dasein. Dieser Roman erzählt die Hypnoseerfahrung des psychisch-labilen Hauptprotagonisten Glathener Kyrias, der eine Faszination für das Wortzählen hat. Im Laufe dieser Hypnoseerfahrung durchlebt der Hauptprotagonist die Reisegeschichte in eine unbekannte Parallelwelt, die in diesem Sinne als Papierwelt bezeichnet wird. Die Papierwelt besteht aus symbolischen Leidenschaften. Im Zuge dieser Erlebnisse verwandelt sich Glathener in den Wortzähler, da seine größte Leidenschaft dem Wortzählen gilt. Während des reisegeschichtlichen Verlaufs begegnet der symbolisierte Wortzähler mehreren verabscheuten Gefühls- und Gemütsvorstellungen (Freude, Konvention, geschlechtliches Neutrum), die sich dem Hauptprotagonisten in menschlicher Form zur Überwindung offenbaren. Im Verlauf der Reisegeschichte gibt es deshalb verdeckte Benennungen für bestimmte Aspekte, etwa allmächtigwissende Mobilitätsgeräte für Smartphones, der religiöse Reformator für Martin Luther oder der große Diktator während der Hungerrevolution für Mao Zedong.
Die symbolische Reisegeschichte schließt mit der Ankunft des Wortzählers im Papierschloss. Dort begegnet er der Staubkönigin als Herrscherin zwischen Vergangenheit und Zukunft. Durch die Begegnung mit der Staubkönigin schließt der Wortzähler Frieden mit sich selbst und mit dem zeitlichen Geschehen – er löst sich von den zeitlichen Normen und von der Uhrzeit, er durchlebt die Zeit-Entschleunigung und findet so die eigene Zeit, die als eine Einheit zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fungiert. Der Roman endet damit, dass Glathener aus der Hypnoseerfahrung wieder zum Bewusstsein erwacht und die Reisegeschichte, die er als Wortzähler durchlebte, zu Papier bringt.

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Ungeachtet dieser belastenden Fragestellungen entschied sich der Wortzähler, seine Lieblingsbeschäftigungsinnenwelt weiter zu verfolgen, und zu entdecken. Der Blick erfreute sich an den vielen Schriftzügen der Wolken, des Himmels, der Natur. Da trat ihm ein Wesen entgegen, es besaß die menschlich-anatomische Urform, aber eine Haut aus weißem Papier, durchzogen von unzähligen reihenförmig gegliederten Schriftzügen, sodass der wortzählende Geist des Neuankömmlings augenblicklich verstummte. Das Wesen stellte sich ihm als der gnädige Gelehrte vor. Der Wortzähler erwiderte nicht den Gruß, gedankenverloren schien er einem frischen, noch nie dagewesenen Kummer verfallen zu sein.

„Warum Sie nicht antworten?“, wollte der gnädige Gelehrte wissen.

Immer noch keine Antwort.

„Sie scheinen wohl den Blick steinfest auf meine schöne Schrifthaut gerichtet zu haben, Herr Wortzähler? Nun kennen Sie denn auch den Sinn hinter all´ diesen Schriftzügen, die meine Haut bedecken?“

Der Wortzähler kämpfte mit dem Missgeschick seiner Gedanken. „Nein, verehrter Gelehrte der Gnade, ich kenne nur meine Unfähigkeit, Ihre Schriftzüge zusammenzuzählen.“

Der gnädige Gelehrte stoß ein schadenfrohes Lachen aus. „Die Schriftzüge auf meiner Haut beherbergen eine Geschichte, meine eigene Geschichte. Ich bin urgekleidet im eigenen Lebensverlauf. Heben Sie den Blick vom Boden, betrachten Sie die neue Umgebung, fühlen Sie sich so frei, Herr Wortzähler!“

Und der Wortzähler hob seinen schamvollen Blick vom Boden – zum ersten Mal besah er die anderen umliegenden Wesen der Bäume, Pflanzen, Tiere, des Himmels und der Wolken. Alle Wesen, die er sah, trugen einen Schriftzug aus un-un-unzähligen Buchstaben und Wörtern, deren Sinn und Anzahl der leidenschaftliche Wortzähler nicht erfassen konnte.

„Alle Wesen in unserer Papierwelt tragen ihre eigene Geschichte am Leib. Die unendlich lang scheinenden Schriftzüge auf der Hautoberfläche dieser Wesen, das ist ihr Lebensverlauf, ihre Geschichte.“

Die Wörter des gnädigen Gelehrten verstummten nach dieser Aussage, er entfernte sich rasch, ohne ein Wort des Abschieds. Der Wortzähler nahm sein Verschwinden nicht wahr, zu beschäftigt waren seine Blicke damit, den Himmel zu analysieren. Er suchte nach Sonne, nach Sternen und fand sie nicht – er fand nur den Himmel oder zumindest das, was wie ein Himmel aussah, eine Nachahmung des Himmels vielleicht, eine länglich-blassfarben-beschriftete Papierwand dort oben; da drängte sich ihm die Frage auf, warum es sie hier nicht gebe, die Sonne, den Himmel, die Nacht und den Tag. Der Himmel zeugte nur von einer papiernen Blässe der Schriftzeichen, nichts weiter. Und der Wortzähler drehte sich bei dieser Erkenntnis um, seine Blicke begaben sich auf die Suche nach dem gnädigen Gelehrten, er hatte eine Frage, einen ersten Mangel entdeckt – erst da wurde ihm bewusst, dass der Gelehrte längst verschwunden war. Da stoß der Wortzähler seine Frage in die papierraschelnde Luft hinaus; warum es sie hier nicht gebe, die naturbelassenen Beweismittel dafür, dass die Zeit, seine Zeit vergeht, das wolle er wissen, so die ausgebrüllte Aufforderung.

Ein Geräusch wurde ihm kurz danach vernehmbar, sein Gemüt verlangsamte sich, der Wortzähler wartete auf weitere Geräusche, verfolgte sie mit den Ohren. Vergeblich. Nur Stille. Da wurde sich der Wortzähler dem Schmerz der Hilfslosigkeit bewusst – das Geräusch entstammte seiner eigenen Stimme, es war der Schall davon. Und je länger sich der zeitliche Faden ausbreitete, umso größer wurde die Wunde Einsamkeit . Der Wortzähler besann sich allmählich nicht mehr auf seine Begabung, das Wortzählen. Ihm blieben die Fragen übrig, unzählige, langausdehnte Fragen, ohne Antworten. Warum es diese Welt gab? War sie ein Erzeugnis seiner eigenen Fantasie oder eine parallele Wirklichkeit? Wie lautete der Sinn dieser Welt aus Papier? Warum gab es hier keine Himmelsgestirne? War er, der Wortzähler, tot? Oder hielt er sich in einer anderen Wirklichkeit auf? Vielleicht in einer Wirklichkeit der spielenden Worte? Ruhelosigkeit. Fieberhafte Fragen. Selbstgespräche mit der Stille. Erfreulich-beängstigend. Keine Gegenreaktionen, keine Gegenwehr. Vollkommenster Zuhörerkreis. Die Stille unterbrach nicht, vergab keine Antworten.

Krampfhaft suchte der Wortzähler weiter, suchte nach dem Sinn des Lebens, suchte nach Antworten für unerklärliche Fragen, gab sich dem Gedankenfluss hin. Orientierungslos, ziellos, verschmäht, angekommen in den vollkommenen reaktionsträgen Frieden. Hier durfte der Wortzähler seine Leidenschaft ausleben: die Wörter und ihre Zahlen.

Ein süßlich-welker Duft berührte die Nasenwurzel, der Wortzähler folgte mit den Schritten in die Richtung des Geruchs. Seine Sinne hatten ihn nicht getäuscht, dem Anschein nach schienen Pflanzen, gediehene Pflanzen den Duft erzeugt zu haben. Seine Augen fingen unkrautähnliche Pflanzen ein, Landschaften überwuchernd wie Efeu – launische Vegetation im Humus eines kleinen Waldes, von herrlichem Grün umwoben. Die Schritte raschelten über das herrliche laubgrüne Papier der Mutter Natur , und als er raschelte wurde sich der Wortzähler den Geräuschen bewusst, seinen eigenen Geräuschen. Er nahm sich anerkennend wahr, erkannte seine Existenz an den Schritten, denn er war diese Schritte, die verloren durch das Papier stapften, Spuren, die im Irgendwo vom Nirgendwo übrigblieben, in der Papierwelt, seiner eigenen Zeit, umgeben von bunten Landschaften aus papiernen Schriftzügen, Papierdüften, Papierfarben und den Geschichten aller Wesen, die diese Landschaften bevölkerten und bevölkern. Die Lebensgeschichten, die sich als Schriftstücke überall verankerten und verankern. Die eigene Zeit, der schönste Fund im Leben, denn alle erdenklichen Zeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – waren, sind und werden in ihr verankert sein, in der eigenen Zeit. Bei diesem Gedanken flimmerte ein kleiner Funken Lebensgeschichte, eine kleine verdunkelte Fenstertür, die immer näher rückte, vor dem Auge, den kein Blick erfassen kann.

Die eigene Vergangenheit tauchte als blasser Erinnerungsfleck auf, eine Plage des Gelebt-Worden-Seins: es war das, was hinter ihm lag. Schnell setzten die Gedanken auf Abwehr gegen die Qualen des Gelebt-Worden-Seins. In der Hülle eines Körpers. Die Selbstinszenierung für die Umwelt. Körpersprache, Äußerlichkeiten. Eine menschliche Vorstellung der besonders alltäglichen Art, Selbstexposition, nach außen bestimmte Lebenspräsentation. So schwimmen die Gedanken im Fluss der Vergangenheit des gesellschaftskonformen Gelebt-Worden-Seins, letzte Erinnerungsflecken tauchen auf.

Die Vergangenheit, ein schwindender Traum, der immerfort heller aufleuchtete, ein schwindender Traum, der sich zu einem Bild vereinigte und zur rasenden Wirklichkeit wurde und die Gedanken entblößte. Gesetzeskonformität, Regeln, Überwachung, Todesangst. Ja, es gab Ansatzstellen in dieser ehemals durchlebten Wirklichkeit… Ansatzstellen, wo die eigene Freiheit endete, weil die Freiheit des Stärkeren anfing… Es gab Ansatzstellen in dieser Wirklichkeit, wo nur Anpassung und Selbstbetrug zählten. Die Anpassung an die Anpassung der anderen Existenzen, weil die anderen Existenzen, die Gesellschaft diese Anpassung so verlangte, und nicht das Selbst, das wahre individuelle Ich… Deshalb wird die Evolutionstheorie immer und überall ihren Bestand finden... Denn überall, wo die physische Materie existiert, überleben nur die Bestangepassten … Darwins Grundsatz gilt überhaupt für alles Leben, das physisch, organisch, materiell ist. Der Fluch des menschlichen Verlassen-Seins, des Nicht-Dazugehören-Könnens, der inneren Kälte in kalter Realität, dieser Fluch fand einen Namen. Durch Darwins Hand. Es ist die Evolution und ihre herzliche natürliche Auslese. Der natürlichste Schrecken im Leben. Und an dieser Stelle setzt der Erinnerungsfleck des Wortzählers an das, was einmal war, an die wechselnden Zeiten der Vergangenheit.

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