Bernd Michael Grosch - Kurzgeschichten

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In diesem Band 32 Kurzgeschichten, wie das Leben selbst sie schreibt.
Sie führen den Leser über Deutschland in die Schweiz, nach Kamerun – ja selbst bis in das ferne Indien und gar Tibet.
Einige heiter, manche traurig, doch alle unterhaltsam und geeignet zum Nachdenken.
Der Autor bemüht sich um eine gefeilte, gehobene Sprache und ist weit entfernt vom heutigen, leider oftmals gebrauchten 'Telegramm-Stil'.

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„Ich habe,“ erwiderte der Alte, „die Milch getrunken und weiß, woher sie kommt. – Ich genieße darum auch jede der drei Speisen und erfreue mich an ihnen, ohne sie jedoch die eine wichtiger als die andere zu erachten. - - Wichtig ist allein die Quelle.“

„Ihr seid wahrhaftig ein weiser Mann, dem wir sehr viel zu verdanken haben. – Doch gebt uns

Antwort noch auf eine letzte Frage:

Wer seid Ihr – und was ist Euer Tun ?“

Der weise Alte erhob sich von seinem Sitze, - trat ganz nahe vor die gespannt Wartenden, beugte sich zu ihnen nieder und sagte mit leiser Stimme :

-- Ich bin ein Wächter der Quelle – und habe darauf zu achten,

dass ihr kein Unrecht geschieht...“

Titel

GRÜNE PLASTIKSANDALEN

Im Distrikt-Gefängnis 'Benares-Chowkaghat' sitzt Naim Ansara eine zehnjährige Haftstrafe ab, welche ihm für den Besitz und Handel von Opium zugesprochen wurde. –

Der Heute etwa Fünfzigjährige ist Moslem – und kann weder lesen noch schreiben – und gedachte, durch den Opiumhandel seine damals äußerst miserable finanzielle Situation, hervorgerufen durch langwierige Krankheit, zu verbessern.

Von Beruf Weber, fertigte Naim auf Auftrag Seidensaris, welcher Beschäftigung er während seiner Krankheit nicht mehr nachzugehen in der Lage war. –

So zumindest liest sich das Polizeiprotokoll der indischen Polizei in Benares. – Der Vater von drei Knaben und einer Tochter allerdings behauptet, dass er mit dem von der Polizei auf dem Dachboden des von ihm und seiner Vermieterin bewohnten Hauses gefundenen Opium nicht das Geringste zu tun habe. –

Diese seine Aussage scheint auf Wahrheit zu beruhen, denn zwei Jahre nach Naims Verhaftung wird die Hausbesitzerin ebenfalls wegen eines neuerlichen Fundes auf besagtem Dachboden verhaftet.....

Wie auch immer die Wahrheit ausschauen mag, - Naim Ansara wurde nicht aus der Haft entlassen, sondern muss weiterhin, trotz der nun festgestellten Schuld der Hausbesitzerin, im Gefängnis bleiben, da er zum Zeitpunkt der Verhaftung der Schuldigen bereits verurteilt war.

Die Aussagen unzähliger Zeugen, Welche bestätigten, dass Naim auch während seiner Krankheit vor dem Weberahmen saß, um seiner Arbeit nachzugehen, waren ohne jeden Belang, da der Verurteilte keinerlei Mittel besitzt, um sich, wie sonst in Indien üblich, aus dem Gefängnis freizukaufen.

Abfinden kann sich Naim Ansara freilich nicht mit seiner ungerechten Strafe, doch weiß er, dass ihm nichts Anderes übrigbleibt, als sich auf die gesamte Strafzeit einzurichten - wieder aus Gründen fehlender Mittel.

Drei lange Jahre sind bereits vergangen, als Naim Ansara zum Wächter des Hospitalbereiches ernannt wird, da der vorige Wachmann aufgrund verschiedener Unstimmigkeiten

zurück in eine der Baracken gebracht wurde.

Naim kennt diesen Bereich aufgrund eines früheren Lazarettaufenthaltes mit anschließender

Unterbringung in einer der vier Isolationszellen, da er von Lungentuberkulose befallen war – und er ist froh über die nunmehrige Abwechslung vom Einerlei des Barackenlebens.

– Seine Aufgabe besteht darin, einen Teilbereich der Begrenzungsmauer zu bewachen – und dafür zu sorgen, dass keiner der Patienten des Hospitals sich in dunkeln Ecken herumtreibt. –

Es ist ein gemütlicher Job, so dass der Wächter Zeit und Muße findet, in der nahen Kantine sowie der Hospitalküche sich nach Ess– und Trinkbarem umzusehen, damit es ihm hier am leiblichen Wohl weniger mangelt als zuvor.

Als Wächter kann er sich des Abends aus der Kantine kostenlos zubereitetes Gemüse zu seinen Fladenbroten erbetteln sowie Tee – und dann und wann auch ein Gebäck.

Also verbringt Naim nunmehr geruhsam seine Tage mit Essen, Trinken, Ausruhen und in den Nächten mit Schlafen in der Hospitalbaracke, bis eines Tages seine Frau über einen Mitgefangenen ein Paar Plastiksandalen schickt. –

Der Empfänger der Sandalen ist Noor-Ullah, der in der früheren Baracke des Naim Ansara schläft und nahezu täglich Besuch von seiner Familie erhält.

Noor-Ullah übergibt die neuen Sandalen Naim - doch Dieser muss feststellen, dass die von seiner Frau gekauften 'Chappal' zu klein für seine Füße sind. –

Was tun ? - Noor-Ullah, als gewiefter Geschäftsmann, weiß Rat: Er vermittelt die Sandalen Naim's an einen Gefangenen mit kleineren Füßen und bestellt bei seinem nächsten Besuch Chappal für

Naim Ansara sowie für einen weiteren Gefangenen mit Namen Anil, - einen der unzähligen

`Schreiber ́ des Gefängnisses.

Als die bestellten Sandalen eintreffen, stellen sich diejenigen für Anil als zu groß heraus, die für Naim jedoch wieder als zu klein!

Kurzerhand nimmt der verdrehte Noor-Ullah Naim's Sandalen für sich selbst - die Sandalen

Anil’s erhält Naim. – Diese sind lindgrüne Plastiksandalen. – Anil, der leer ausgegangen ist, bestellt sich nun selbst seine Sandalen bei einem Gefängnispolizisten. – Damit scheint Alles wieder in bester Ordnung zu sein....

Doch man hat nicht mit dem halbverrückten Vinod Yadov, einem Hindu, gerechnet, der ebenfalls bei Noor-Ullah Sandalen bestellt und diese auch richtig erhalten hatte. - Dessen Sandalen allerdings werden von einem weiteren Gefangenen, welcher zwei Tage darauf entlassen wird, in die Freiheit entführt, so dass Vinod sich wieder ohne Fußbekleidung findet.

Dies und andere Vorkommnisse bringen Vinod Yadov dazu, ganz verrückt werden zu wollen, um im `Mental-Hospital ́ außerhalb des Gefängnisses untergebracht zu werden. – Also macht er ein Mordstheater, - führt sich recht auf und beleidigt Gefangene und Polizisten, worauf er in das Gefängnislazarett überstellt wird. – Dort angekommen, legt er erst richtig los:

Er läuft nackt über das Gelände - versammelt einige weitere Verrückte um sich – und besetzt schließlich, immer noch nackt, eine Isolationszelle, deren Gittertüre offensteht – und ist durch nichts zu bewegen, die Zelle wieder zu verlassen, so dass schlussendlich die Decken des Tuberkulose-Patienten, welcher die Zelle rechtmäßig belegt, nach Draußen geschafft – und Vinod drinnen eingesperrt wird....

Auch aus der Zelle heraus mag Vinod Yadov keine Ruhe geben; - er beleidigt weiterhin Jeden, der vorübergeht, auf das Übelste und gibt dem armen Wächter Naim, der weder Ein noch Aus weiß, Befehl über Befehl.

- - Es muss noch gesagt werden, dass auch die Sandalen Vinod’s von lindgrüner Farbe waren und darum Dessen Aufregung, als er zum erstenmal die Sandalen an Naim’s Füßen erblickt, etwas verständlicher wird. – Doch dieses wird erst in zwei oder drei Tagen geschehen. –

Am Tage darauf wird der übergeschnappte Vinod in das Lazarett verlegt,wo er sich aber in derart wüsten Beschimpfungen gegen Jedermann vergeht, dass man ihn letztendlich gemeinschaftlich verprügelt und ihn wieder in die Isolationszelle zurückbringt.

- - Zwei Tage später ist es soweit: Der eingeschlossene Vinod Yadov erblickt durch die Gitterstäbe die grünen Sandalen an den Füßen des unschuldigen Naim Ansara und überhäuft deren Träger mit unwiedergeblichen Beleidigungen ! - - Es seien seine Sandalen, erzählt er Jedem, der neugierig des Weges kommt – und der Wächter sei ein Dieb – und Noor-Ullah ein Betrüger.

Man möge den Schreiber Anil kommen lassen, damit Dieser bestätigen könne, dass die grünen

Sandalen ihm, Vinod, gehörten. –

Anil kommt – und erklärt prompt, dass es sich bei den fraglichen Sandalen um seine eigenen handle, welche er von Noor-Ullah erhalten habe. –

- - Nun ist Vinod vollkommen aus dem Häuschen und beschimpft Gottes Familie und die Welt. – Noch schlimmere Beleidigungen, gemünzt auf Anil und Noor-Ullah, werden ausgestoßen. – Auch Naim bekommt wieder sein Teil ab – und sieht somit keine Verbesserung seiner Lage.

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