Bernd Michael Grosch - Kurzgeschichten

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In diesem Band 32 Kurzgeschichten, wie das Leben selbst sie schreibt.
Sie führen den Leser über Deutschland in die Schweiz, nach Kamerun – ja selbst bis in das ferne Indien und gar Tibet.
Einige heiter, manche traurig, doch alle unterhaltsam und geeignet zum Nachdenken.
Der Autor bemüht sich um eine gefeilte, gehobene Sprache und ist weit entfernt vom heutigen, leider oftmals gebrauchten 'Telegramm-Stil'.

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Der neue Machthaber war ein überaus ehrgeiziger Mann, der aus seinem Lande nunmehr einen `Vorzeigestaat ́ zu machen gedachte – und sein Lieblingswort war: `Reinigen. ́

Das Land von unliebsamen Elementen reinigen – das hatte bisher jedes Regime versucht; - doch der neue Despot wollte mehr: Die Bürger seines Landes sollten zur Führungsmacht der gesamten Welt erzogen werden und heranwachsen! - In geheimen Sitzungen wurde ein Zweijahresplan erörtert, in welchem es unter Anderem darum ging, die Bewohner Awadistan’s umzuerziehen.

Zwangsweise sollte jeder Einzelne unterrichtet werden. Staatliche Schulen für Erwachsene würden zu diesem Behufe neben den bereits existierenden, gewöhnlichen Schulen, ins Leben gerufen werden. – Alle Bürger würden, anhand schon bestehender – oder noch zu erstellender Listen registriert – und auf ihre Eignung und Tauglichkeit getestet und erfasst werden, denn der Machthaber war fest entschlossen, eine neue – alle anderen dominierende – Rasse heranzuziehen. –

Reinigung; - Reinigung von innen und von außen. – Hygiene – Alles betreffend. – Das

Unbrauchbare würde ausgemerzt werden ! - -

- Zu jenen Unbrauchbaren zählten Behinderte, Krüppel, Kriminelle, Lernunwillige und

des Lernens Unfähige – wie beispielsweise Geistesschwache und Idioten.....

Titel

DIE QUELLE

Einst saßen in einer Herberge drei Kaufleute beim Mahle und stritten sich über der Frage, welche denn wohl die Beste der Religionen sei.

Ein hochbetagter, ehrwürdiger Greis, der etwas abseits saß, folgte aufmerksam dem Gespräch und lächelte dabei still in seinen langen, weißen Bart.

Da nun die Drei sich gar nicht einigen wollten und der Streit immer heftiger wurde, wandte sich schließlich der jüngste der Kaufleute an den Alten:

„Sagt, ehrwürdiger Patriarch; Ihr habt mittlerweile ein gesegnetes Alter erreicht – und im Leben gewiss so manche Erfahrung gemacht, welche uns noch nicht beschert wurde; könnt Ihr vielleicht unseren Streit schlichten – und die Lösung zu unserem Problem geben?“

„Nun ja,“ räusperte sich der Gefragte, strich über seinen Bart und rückte näher zu den Streitenden heran, „die Lösung zu Eurem Problem müsst Ihr wohl schon selbst zu finden wissen - doch will ich Euch gerne eine Geschichte erzählen, welche Euch vielleicht dieser Lösung näher kommen lässt.“

„So ist’s recht,“ stimmten auch die beiden Anderen erfreut diesen Worten zu, „kommt, Vater; nehmt an unserem Mahle teil – es ist reichlich vorhanden – und erzählt uns Eure Geschichte.“

So geschah es denn auch. Dem Alten wurde vorgesetzt; zum bequemeren Sitzen ihm weitere Kissen gereicht - und er begann:

„Ein Vater hatte drei Söhne - und alle Drei waren sie wohlgeraten und folgsam. –

Nur in einer einzigen Sache wollten sie gar nicht übereinstimmen: Einmal im Monat nämlich

begaben sie sich gemeinsam in einen entfernten Ort, in welchem Markt abgehalten wurde, um Lebensmittel einzutauschen.

Ein Jeder der Drei aber hatte eine besondere Vorliebe für eine ganz bestimmte Speise, für welche wiederum die anderen Beiden einen Abscheu empfanden:

Der älteste Bruder nämlich aß für sein Leben gerne Joghurt - der Zweite war nur für Käse zu begeistern – und der Dritte schwur Stein und Bein, dass einzig und alleine Butter das Richtige sei.

So erhandelte sich denn jeder Einzelne der Brüder seine Ware und sah mit Widerwillen den beiden Anderen zu.

„Wie kann man nur Käse und Butter essen,“ rief der Älteste voller Ekel, „es schmeckt nicht und man kann gar krank davon werden!“

„Unsinn,“ riefen die beiden Gescholtenen jeder für sich, „von Joghurt und Butter“ – und:

„von Käse und Joghurt wird man krank!“

Ein Wort gab das andere und sie zerstritten sich tüchtig und traten Jeder für sich – mit Groll im Herzen – den Rückweg an.

Zuhause angekommen, versuchte Jeder neuerlich, seine Brüder von seiner eigenen Ansicht zu überzeugen; doch Keiner war bereit, nachzugeben oder ein Zugeständnis zu machen.

Jeder war felsenfest davon überzeugt, er – und nur er – habe recht – und die Brüder täten schweres Unrecht, eine solch’ ekle Sache zu essen.

Eines Tages nun; - es war wieder Markttag gewesen - stritten sich die Brüder so arg, dass ihr alter Vater sich einmischte und ihnen Ruhe gebot:

„Wisst ihr eigentlich,“ schalt er, „wo jene Dinge, für welche ihr eine solche Vorliebe habt, her kommen?“

„Ei freilich, Vater,“ rief der Jüngste, „vom Markte bringen wir sie uns halt mit!“

„Freilich vom Markte,“ lachte der alte Mann, „aber wisst ihr auch, von woher sie auf den Markt gelangen? Wie man angefertigt hat, was ihr gar so gerne esst?“

Für eine kleine Weile herrschte Schweigen in der Stube - dann meldete sich der zweite Sohn:

„Nun, ich denke doch, dass mein Käse auf Bäumen in irgendeines Bauern Garten wächst.

Von daher wird Dieser ihn auch auf den Markt bringen, wo ich ihn erstehen kann.“

„Auf Bäumen,“ höhnte der Älteste, irgendein räudiger Hund wird ihn wohl ausgebrütet und gleich noch sein Ungeziefer darinnen gelassen haben!“

„Still,“ rief der Vater, da der Streit von Neuem auszubrechen drohte, „sag’ du mir doch, wie

wohl dein Joghurt beschaffen ist, der dir ja gar so wohl bekommt!“

Doch auch der Älteste konnte keine Auskunft geben; - genausowenig der Jüngste – aber dennoch wollte Keiner von seiner Überzeugung auch nur eine Handbreit abweichen.

Traurig schüttelte der greise Vater sein Haupt:

„Es ist meine Schuld; ich hätte euch besser lehren sollen. – Aber was ich versäumt habe, will ich beim nächsten Markttage nachholen.“

Damit ließ er die drei Brüder alleine.“

- Der Erzähler hielt inne und ließ seinen Blick in die Runde schweifen.

Nachdenklich und still saßen die drei Kaufleute und warteten, dass der Alte seine Geschichte zu Ende erzähle. Dieser fuhr denn auch fort:

„Am nächsten Markttage begleitete der Vater seine Söhne und führte sie auf dem Markte zu einem Mann, welchen die Söhne bisher noch nie gesehen hatten. Mit Diesem sprach der Alte; jedoch so

leise, dass die drei Neugierigen kein Wort des Gespräches verstehen konnten.

Danach wandte sich der Vater ihnen zu:

„Meine Söhne; - ich werde euch nun verlassen, meine Besorgungen erledigen und danach wieder nach Hause gehen. Ihr aber werdet hierbleiben - und wenn der heutige Markt zu Ende ist, mit diesem meinem Freunde gehen, um für die Dauer von einer Woche bei ihm zu bleiben. Er wird euch Etwas lehren, was für euch sehr wichtig ist. Nach Ablauf dieser Frist kommt wieder zu mir nach Hause.“

Mit diesen Worten verabschiedete sich der Greis und ging seiner Wege.

Die Brüder aber taten wie geheißen und kamen richtig nach Wochenfrist gemeinsam wieder in des Vaters Haus.

„Nun, meine Söhne, - habt ihr nun gelernt, wie die wichtigen Dinge des Lebens beschaffen sind ?“

Beschämt ließen die Drei die Köpfe hängen und wussten gar nichts zu sagen....

„Seht ihr, meine Kinder, - ihr habt jetzt selbst erfahren, dass so verschiedene Speisen wie Käse, Butter und Joghurt alle aus dem gleichen Stoffe sind und tatsächlich von einem einzigen Tiere kommen. ----- So – und ähnlich, steht es auch mit vielen weiteren Dingen auf dieser Welt - und nur die Geschmäcker der Genießenden sind zuweilen verschieden.....

Merkt euch diese Worte gut und nutzt euer neuerworbenes Wissen auf euerem weiteren

Lebenswege.“

-- Damit beendete der Patriarch seine Geschichte.

„Auch uns seht Ihr beschämt, ehrwürdiger Weiser. Wir verstehen wohl den Sinn Eures Gleichnisses – und erkennen nun, dass w i r die Toren waren, welche Ihr so treffend beschrieben habt. Doch sagt; - so genießt Ihr selbst wohl keine der drei Speisen ?“

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