Michael Schmidt - Zwielicht 10

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Zwielicht 10: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwielicht – das Horrormagazin – schon zum zehnten Mal.
Inhalt:
Geschichten
Michael Siefener – Die Messe für das besondere Buch
Julia Annina Jorges – Für immer Helena
Algernon Blackwood – Aileen /Old Clothes (1910)
Abel Inkun – Insel der Glückseligen
Christian Künne – Mona Usman T. Malik – Auferstehungspunkte /Resurrection Points (2014)
Michael Tillmann – Bemerkenswerter Bericht, welcher beschreibt, wie der ehrwürdige Bruder Michael gegen alle Widerstände der Welt seinen Seelenfrieden in einem Beinhaus fand
Ray Bradbury – Vielleicht ein Traum /Asleep in Armageddon (1948)
Sascha Dinse – Isabelle
Karin Reddemann – Die bessere Geschichte
Nicole Kudelka – Die Nacht des Kranichs
Artikel
Matthias Kaether – Schlottern zum kleinen Preis
Achim Hildebrand – Verbotene Bücher
Vincent Preis 2016
Horror 2016
Michael Schmidt – Streifzüge

Zwielicht 10 — читать онлайн ознакомительный отрывок

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„Kann seit Tagen nicht mehr schlafen. Habe schreckliche Albträume, seit ich die Karte besitze. Und dann diese Zeilen von Gerberus. Was ist falsch daran, etwas haben zu wollen? Etwas aufzubauen - wie meine Sammlung? Aber was ist mit mir los? Nachts irre ich durch gewaltige Räume, gehetzt von unnennbaren Wesen, und jede Nacht kommen sie mir näher. Sind die Pforten der Hölle wirklich aufgeschlossen? Sollte ich die Karte vernichten? Niemals. Sie stellt eine einmalige Gelegenheit dar. Der gute alte Delrio persönlich passt auf sie auf. Aber ist der Preis nicht doch zu hoch? Ich würde ihn bezahlen, das weiß ich. Habe mich wieder etwas beruhigt nach dem Besuch bei … Warum wollte er mir die Karte nicht freiwillig geben? Warum musste ich das tun? Jetzt ist doch alles egal. Gerberus, Gerberus, ich weiß, wovon du schreibst. Und du wirst es auch gewusst haben. Du warst ein bücherverliebter Abt, und du hattest eine Bibliothek, die ihresgleichen suchte. Woher hast du deine Bücher gehabt? Ich weiß es, du weißt es.“

Es ist durchaus verständlich, dass der Sammler inzwischen von seiner grässlichen Tat heimgesucht wurde. Sein Geist muss sich immer stärker umwölkt haben. In einem Buch, das ich ihm erst kürzlich verkauft hatte ( Commentatio de Crimine Coniurationis Spirituum von Johann Ernst Floercke, Jena 1721), hatte er notiert: „Traum des toten Friedens, kein Glück ohne Bücher, Glück ist Unglück, bald wäre es so weit. Ich habe gehört - habe so vieles gehört - die Tore der Hölle - der Preis ist zu hoch - muss ihn bezahlen - muss dorthin gehen - kann nicht anders - wäre der Tod nicht besser als die ewige Verdammnis? - es gibt keine Ewigkeit - keine Verdammnis - und wenn doch - ich muss mich davon abhalten - muss etwas dagegen tun muss muss muss.“ Was er tat, ist klar - er hat sich erhängt, damit er die Messe nicht besuchen und dort in Versuchung geführt werden konnte. Ein schrecklicher Schritt. Ich weiß inzwischen nicht mehr, was ich von alldem halten soll. Ich habe in das Innere eines immer stärker zerrütteten Geistes geblickt, doch zumindest die legendenumrankte „Messe für das besondere Buch“ ist ein Topos, der auch außerhalb der Wahnvorstellungen des Sammlers existiert. Und als ich las, dass er die Eintrittskarte offenbar im „Delrio“, also wohl in den Disquisitionum Magicarum Libri Sex des alten Jesuiten verborgen hatte, machte ich mich natürlich auf die fieberhafte Suche nach diesem Buch, einem Meilenstein der dämonologischen Literatur. Zwei Tage später fand ich es.

Das war heute Nachmittag.

Und in dem Folianten (Mainz 1603, die erste Ausgabe mit der bizarren radierten Titelbordüre, darstellend die biblischen Plagen) fand ich eine längliche Karte aus schwarzer Pappe mit dem goldenen Aufdruck „Messe für das besondere Buch. Eintrittskarte. Gültig zum einmaligen Besuch.“

Und auf der Rückseite standen in der gleichen verschnörkelten goldenen Schrift ein Datum und ein Ort.

Das Datum ist das des morgigen Tages.

Den Ort werde ich Dir, liebe Marie, nicht mitteilen.

Es ist nicht sehr weit von hier entfernt.

Es ist unmöglich, dass sich diese Angaben nicht von Anfang an auf der Rückseite der Eintrittskarte befunden haben; sie sind genauso eingedruckt wie der Text auf der Vorderseite. Dass der Sammler sie nicht wahrgenommen hatte, zeugt nur von seinem zerrütteten Geisteszustand.

Ich habe etliche Stunden überlegt, ob ich hingehen soll. Ich glaube nicht an all das wirre Zeug, das ich gelesen habe. Zuerst war ich erschrocken, dann fand ich es unheimlich, doch jetzt überwiegt etwas anderes. Ich muss gestehen, dass ich neugierig geworden bin. Nur neugierig, nicht gierig. Ich bin mir sicher, dass nichts hinter alldem steckt. Und vielleicht kaufe ich sogar ein Buch. Obwohl ich es nicht nötig hätte, jetzt da ich diese wunderbare Bibliothek angekauft habe, die mir lange ein gutes Auskommen sichert. Vermutlich wirst Du diese Zeilen nie lesen, Marie, und ich werde den Bericht, den ich in den letzten Stunden bis tief in die Nacht hinein verfasst habe, nach dem Messebesuch vernichten. Zumindest hatte ich bisher keine Albträume. Aber ich habe auch noch nicht geschlafen. Jetzt, wo ich alles niedergeschrieben habe, sind meine Ängste und Befürchtungen zurückgewichen und irrational geworden. Ich werde Dir mündlich in allen Einzelheiten von dieser seltsamen Veranstaltung berichten.

Morgen weiß ich mehr.

Es grüßt Dich (von wo?)

Dein Franz

Nachdem ich Franz Raabe zwei Wochen lang nicht erreichen konnte, habe ich mir mit dem Schlüssel, den ich mit seinem Einverständnis noch besitze, Zutritt zu seiner Wohnung verschafft. Ich fand das oben mitgeteilte Schreiben, nicht aber die rätselhafte Eintrittskarte; er scheint sie benutzt zu haben. Seitdem ist er verschwunden. Ich bitte jeden, der Aufschluss über den Verbleib von Franz Raabe geben kann, sich mit mir oder mit dem Verlag in Verbindung zu setzen.

Julia Annina Jorges – Für immer Helena

„Alles Gute zum Geburtstag, mein Schatz!“ Helena beugte sich zu Martha hinunter und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Die Haut unter ihren Lippen fühlte sich unangenehm rau an, als bedürfe sie dringend einer Pflegecreme. Dass Martha so wenig auf ihr Äußeres hielt! Vielleicht würde die Woche im luxuriösen Wellnesshotel, die Helena in Form eines Gutscheins auf den Gabentisch gelegt hatte, ihre Tochter auf den Geschmack bringen, doch insgeheim bezweifelte sie es. Anders als sie hatte Martha im Kampf gegen das Alter kapituliert. Es überlief Helena kalt, als sie spürte, wie knochig, wie zerbrechlich die schmalen Schultern ihrer Ältesten waren. Etwas zu rasch zog sie die Hände fort und überging Marthas Stirnrunzeln mit einem Lächeln. „Gesundheit, Glück und noch viele schöne Jahre!“

„Danke, Mutter, du wirst mich ganz bestimmt überleben“, kam es distanziert zurück. Durch die Gläser der Gleitsichtbrille schaut Martha zu ihr auf.

Zu ernst, viel zu ernst, dachte Helena verstimmt. Offenbar wusste Martha die für sie organisierte Feier nicht zu schätzen. Täuschte sie sich oder glänzten Tränen in den Augen ihrer Tochter? „Na, na, jetzt redest du aber Unsinn“, versuchte sie den drohenden Gefühlsausbruch abzuwenden.

„Unsinn?“, schnappte Martha und erweckte kurz den Anschein, als wolle sie sich aus dem Rollstuhl hochstemmen, um Helena ihre Meinung ins Gesicht zu schleudern. „Das glaubst du doch selbst nicht.“ Sie fing sich wieder und lächelte bemüht. „Aber vielleicht möchtest du mir ja endlich dein Geheimnis verraten, als Geburtstagsgeschenk sozusagen.“

Helena runzelte die Stirn, etwas, das sie selten tat. Gewiss hatte Martha schon vom Champagner gekostet, andernfalls hätte sie es nie über sich gebracht, die in Jahren gewachsene Übereinkunft des Stillschweigens zu diesem Thema zu brechen, an die sich das Gros der Verwandtschaft mittlerweile hielt. Ganz im Gegensatz zu früheren Jahren, als vornehmlich deren weibliche Hälfte Helena ständig das Geheimnis ihres makellosen Äußeren zu entlocken suchte. Entsprechend spitz fiel ihre Erwiderung aus. „Ach, Martha. Nimm es, wie es ist. Schau, nicht viele Frauen deines Alters sind in der glücklichen Lage, überhaupt noch eine Mutter zu haben, die sie darüber hinaus mit allen Annehmlichkeiten versorgt. Wärst du glücklicher, mir das Pflegeheim zu bezahlen?“

Die Flügeltüren des Festsaals schwangen auf und Marthas Kommentar ging unter in den bewundernden Ausrufen der Gäste, als vier Serviererinnen ein mehrstöckiges Tortenkunstwerk hereinrollten, auf dem aus Zuckerguss die „70“ prangte.

Perfektes Timing, dachte Helena dankbar und trat hinter ihre Tochter, um deren Rollstuhl aus dem abgeteilten Seitenbereich an den Ehrenplatz der Tafel zu schieben, wobei sie die Hilfe zweier heraneilender junger Leute energisch zurückwies. Das Gemurmel verebbte, Köpfe wandten sich der Jubilarin und, mehr noch, der sie überragenden Patriarchin zu. Zufrieden ließ Helena den Blick über die Häupter ihrer Lieben schweifen. Fünf ihrer sechs Enkel waren der Einladung gefolgt, begleitet von Ehegatten und Kindern. Die Geburt des jüngsten Sprosses der Sippe, Jonathan, hatte sie kürzlich zur Ururgroßmutter gemacht. Genau genommen sagte ihr dieser Umstand nicht sonderlich zu, doch wurde ihr Unbehagen gemildert durch die Gewissheit, dass niemandem einfallen würde, sie auch so zu nennen. Erfreulicherweise hatten die jungen Eltern dem Wunsch Helenas entsprochen und den kleinen Schreihals bei einem Babysitter gelassen, nachdem sie im Vorfeld auf Marthas Unverträglichkeit hohen Geräuschpegeln gegenüber verwiesen hatte.

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