Heike Wolter - SILENCIO

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Was passiert, wenn Sie etwas sehen oder hören, was Sie nicht hätten sehen oder hören sollen?
Dieses Problem entwickelt sich für Molly Flannagan zu einer echten Überlebensfrage. Denn als sie zufällig Zeugin eines Treffens zwischen ihrem Ex-Mann, einem abtrünnigen Beamten des A (Alkohol) T (Tabak) F (Firearms = Schusswaffen) und Luciano Carpetti – einem Waffenhändler und Mafiaboss – wird, fühlt sie sich plötzlich förmlich vom Pech verfolgt.
Völlig ahnungslos tappt Molly von einem Unglück ins nächste …
Ein Schmunzel-Krimi über einen kleinen toten Kanarienvogel, falsche Annahmen, eine offensichtliche Pechsträhne und talentlose Mafiosi

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Doch wie so häufig in ihrem Leben legte sich ihre Empörung schnell. Denn Molly hatte in den letzten Monaten in der Einsamkeit ihrer vier Wände über viele Dinge nachgedacht. Die stets dem Zusammenbruch einer Beziehung folgende Phase des Selbstmitleids war vergangen und der ihr eigenen Logik gewichen.

Selbstkritisch, wie sie nun einmal war, erkannte sie ihre eigenen Versäumnisse. Es hätte ihr schon viel früher auffallen müssen, dass wichtige Geschäfte nur sehr selten an verlängerten Wochenenden getätigt wurden. Die Vielzahl der Kurzreisen ihres Ex-Angetrauten im letzten Jahr ihrer Ehe hätte sie stutzig machen müssen. So langsam löste sich der Nebel ihrer gewollten Unwissenheit grausam auf, sie gab sich selbst gegenüber schonungslos zu, dass sie beide Augen fest zugedrückt hatte, um nicht aus ihrem Traum erwachen zu müssen.

Wenn man's genau betrachtete, war sie an der Misere zumindest ein klein wenig selber schuld. Sie hatte schließlich keinerlei Anstrengungen unternommen, für Steven besonders attraktiv zu sein. Sie war einfach davon ausgegangen, dass sie seinem Wunschtyp für die ewige Liebe mit all ihren offen liegenden Fehlern und Mängeln entsprach. Offenbar hatte sie sich da grundlegend geirrt.

Vielleicht hätte sie doch auf ihre Schwester hören und sich etwas herausputzen sollen. Vielleicht sollte sie nun endlich wenigstens für die Zukunft damit anfangen. Zumal sie Steven damit zeigen könnte, was er verloren hatte.

Ja, dieser Gedanke übte einen nicht zu unterschätzenden Reiz auf Mollys verwundete Seele aus. Zumindest solange sie noch für seine Firma arbeitete und ihm eventuell über den Weg lief, konnte sie's ihm zeigen.

Noch während sie zu ihrer alten Rostlaube lief, nestelte sie ihr Handy aus der Tasche. Sie würde sich am besten gleich mit ihrer Schwester verabreden, bevor sie den Mut dazu wieder verlor.

***

"Brigid, bitte! Wir sind jetzt schon seit Stunden unterwegs. Ich kann einfach nicht mehr, mir tun die Füße weh und ich hab einen Mörderdurst. Ich brauche eine Pause." Molly redete sich den Mund fusselig, um ihre Schwester zum Aufhören zu bewegen. Beinahe kam sie sich vor, als sei sie mitten in das Gedicht vom Zauberlehrling gerutscht. Die Geister, die ich rief …

Unermüdlich war Brigid seit ihrem Anruf mit ihr durch die Boutiquen gezogen. Molly besaß jetzt Kleidungsstücke, die sie von allein nie im Leben anprobiert, geschweige denn gekauft hätte. Aber sie musste zugeben, das Zeug sah wirklich toll an ihr aus. Als Brigid sie nun aber auch noch in ein Dessousgeschäft schleppte und in rauen Mengen Seidenunterwäsche von den Ständern pflückte, legte Molly ein deutliches Veto ein. Wozu die gut sein sollte, war ihr absolut nicht klar, denn die würde Steven ja gar nicht zu sehen bekommen - mal ganz davon abgesehen, dass das Zeug sauteuer war. Was sprach gegen die gute alte weiße Baumwolle?

Genervt schnaubte Brigid und verdrehte die Augen. "Ganz ehrlich, Schwester ... manchmal frage ich mich, von welchem Planeten du stammst. Du hast anscheinend keine Ahnung, worum es hier überhaupt geht. Wenn du gut aussehen willst, dann reicht es nicht, wenn du einfach andere Klamotten über deine Unaussprechlichen ziehst. Das Untendrunter ist genauso wichtig wie das Obendrüber. Du sollst nicht nur sexy aussehen, du sollst dich auch so fühlen ! Also mach jetzt keine Zicken und probier die Teile hier an. Du wirst merken, was das für einen Unterschied macht."

Ungerührt drückte Brigid Molly den ganzen Stapel seidig-sündiger Unterwäsche in die Hand und schob die Unwillige in Richtung Umkleidekabinen. "Außerdem geht's nicht nur darum, dass Steven die Augen aus dem Kopf fallen. Andere Mütter haben auch schöne Söhne, die nicht blind sind - wobei natürlich klar ist, dass nicht nur Äußerlichkeiten zählen sollten. Aber Männer reagieren nun mal zuerst auf das, was sie sehen. Und du siehst mit der neuen Frisur und dem Make-up einfach klasse aus, deine neuen Klamotten stehen dir prima. Jetzt mach auch den ganzen Schritt und sorg dafür, dass deine Unterwäsche zum Gesamteindruck passt."

Auch wenn Molly bei weitem nicht so überzeugt von den Auswirkungen der Einkaufs- und Verschönerungsorgie war, der sie sich gerade unterzog, seufzte sie ergeben. Vielleicht hatte Brigid ja tatsächlich Recht. Die Frisur war wirklich schick und das Make-up grandios, auch wenn sie sich wahrscheinlich die Ohren bei dem Versuch brechen würde, das gleiche Ergebnis wie der erkennbar schwule König der Scheren und Pinsel zu erzielen. Aber okay ... vielleicht machte ja dabei die Übung den Meister. Sie war ja im Prinzip willig, es zumindest zu versuchen. Eine gute Stunde später verließ sie gemeinsam mit der nun zufriedenen Brigid und einer weiteren großen Tüte den Laden und gab sich der irrwitzigen Hoffnung hin, dass dieser ganze Einkaufswahnsinn nun bald ein Ende finden würde. Ein Trugschluss. Brigids Shoppingeifer war immer noch ungebrochen.

Was Molly in ihrer Resignation über die Gnadenlosigkeit ihrer einkaufswütigen Schwester völlig und Brigid keineswegs entging, waren die schon vor der endgültigen Metamorphose Mollys von der Raupe zum Schmetterling bewundernden Blicke der männlichen Passanten, die an den beiden diskutierenden Schwestern vorbeizogen. Brigids feine Antennen registrierten erfreut, dass der eine oder andere die in Jeans und T-Shirt gehüllte Molly gerne aus den Klauen ihrer Schwester entführt und an einen weit angenehmeren Ort gebracht hätte, um sich intensiv deren Eroberung zu widmen.

'Guck mal einer an, hab ich doch wieder den richtigen Riecher gehabt.' '

Innerlich zutiefst von Stolz über ihre Leistung durchdrungen, ließ sich Brigid nach dem hundertsten Gnadengesuch ihrer Schwester schließlich erweichen und versprach Molly ein baldiges Ende ihrer Einkaufstour. Nur noch in den Schuhladen, dann sei sie erlöst … zumindest für heute.

Mit einem abgrundtiefen Seufzer ergab sich Molly in ihr Schicksal und trottete tütenbeladen und müde hinter ihrer resoluten Schwester her. Höchstens noch zwei oder drei Paar Schuhe, und dann war Schluss. Unwiderruflich!

8

Wo Weiber sind, da ist Verwirrung

(Indische Weisheit)

Die Grillparty zu Ehren von Patrick Flannagan Senior, der sich seit heute im wohlverdienten Ruhestand befand, war bereits seit zwei Stunden in vollem Gange. Der große Garten der Flannagans war fröhlich bunt geschmückt, Lampions hingen in den Obstbäumen und gaben sanftes Licht ab. Riesige Bottiche voller Eis hielten eine reichliche Menge an verschiedenen Getränken kalt, die Salate auf dem Büffet waren lecker und den großen Grill verließen nach und nach wunderbar zarte Steaks.

Etwa dreißig Polizisten, der überwiegende Teil mit ihren Frauen oder Freundinnen, saßen auf Gartenstühlen, die die Flannagans in der Nachbarschaft organisiert hatten, und genossen, was die Freiluft-Küche hergab. Der DJ - einer ihrer Kollegen, der diesen Job auch bei anderen Feierlichkeiten schon übernommen hatte - begann so langsam mit der musikalischen Unterhaltung, die Sonne senkte sich glutrot, der Himmel war absolut wolkenlos und es wehte eine warme, sanfte Brise.

Patrick und sein bester Freund Warren hatten sich bereits die Bäuche vollgeschlagen und standen nun mit einem eiskalten Bier in der Hand am Rand der Veranstaltung, um in Ruhe zu verdauen, bevor man dann später noch das Tanzbein auf der großen Terrasse schwingen würde.

"Sag mal, Patrick, was ist das denn für ein Püppchen dahinten? Kennst du die? Blöde Frage, klar kennst du sie. Schließlich ist sie ja auf eurem Grillfest." Warren Peters blickte interessiert in die Richtung, die ihm die beste Aussicht auf die vollbusige Elfe in dem roten Ledermini versprach. Allein die Beine schienen endlos zu sein, und das bei einem bestenfalls mittelgroßen Persönchen mit einer Taille, die er garantiert mit seinen Händen hätte umspannen können.

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