Lothar Beutin - Muttis Erben

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Berlin im November 2015. Als der angepasste Pharmamanager Herbert Hintersinn auf dem Weg in seine Firma einen Zwergpudel überfährt, ahnt er nicht, dass sein Leben damit eine entscheidende Wendung nimmt. Ausgerechnet er wird dazu bestimmt, Geschäftsbeziehungen mit der syrischen Pharmaunternehmen Erkalaat anzuknüpfen. Herbert merkt schnell, wer hinter diesem Betrieb steckt. Ein Fabrikant von Chemiewaffen, der an Substanzen zur Herstellung des Nervengifts Tabun interessiert ist. Im Spagat zwischen seinem Gewissen und der Loyalität zu seiner Firma versucht Herbert, dieses Waffengeschäft zu verhindern. Seine Freunde Frank und Harry, die gegensätzlichen politischen Lagern angehören, drängen ihn dabei zu sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Die Liebe zu seiner Kollegin Elsa gibt Herbert die Kraft, auf sich selbst zu vertrauen und sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Bei der entscheidenden Begegnung mit einem skrupellosen Terroristen beweist Herbert seine wahre Größe.

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Nachdem wir verabredet hatten, uns morgen am gleichen Ort zur gleichen Zeit mit dem syrischen Ingenieur zu treffen, war ich gegangen. Ich hatte Frank zuvor fest versprechen müssen, den Syrer, solange es notwendig war, bei mir zu Hause aufnehmen.

Der kalte Ostwind blies mir ins Gesicht. Doch das Schneegestöber hatte aufgehört, und mein Auto stand immer noch unversehrt am Platz. Ich nahm es als Zeichen, dass am Ende alles gut werden würde. Mir blieben noch genug Essensvorräte zu Hause, um heute nicht einkaufen zu müssen. Mein Sodbrennen war nach dem Blaubeermuffin stärker geworden, es war sowieso besser, das Abendbrot ausfallen zu lassen. Während der Fahrt durch die Innenstadt zogen meine Zukunftsängste mir so schnell durch den Kopf, wie der Straßenverkehr um mich herum. Was blieb, war ein Gefühl des Unbehagens. Ein Gefühl, in der Klemme zu sitzen und nicht weiter zu wissen.

Wegen des Syrienprojekts bei Sündermann zu kündigen, war für mich ausgeschlossen. Eine entsprechende Stelle in einer anderen Firma würde ich nie bekommen. Jeder neue Arbeitgeber würde sich zuerst bei Sündermann & Lange nach mir erkundigen. Frank hatte das alles von Anfang an einkalkuliert. Ich war erpressbar, ein Bauernopfer in einer Schachpartie, die Thomas Sündermann und Frank Koestner spielten. Ich konnte mir nur selbst helfen. Zuerst musste ich mehr wissen. Über Syrien, den Bürgerkrieg, Erkalaat , die Flüchtlinge und mögliche Geschäftsbeziehungen der Firma Sündermann in Syrien aus der Zeit vor dem syrischen Bürgerkrieg. Vielleicht gelang es mir irgendwann, den Spieß umzudrehen.

*

Im Hausbriefkasten lag ein Brief an mich. Er war unfrankiert und ohne Absender. Ich las die Zeilen, während ich die Treppe langsam emporstieg. Hinter Frau Steckenborns Tür war nur ein verhaltenes Knurren zu hören. Ich nahm es als Fortschritt gegenüber dem üblichen Gekläff. Als ich im vierten Stock angekommen war, hatte ich Brenneckes Brief zu Ende gelesen. „… meine Großmutter wird von einer Anzeige absehen, wenn Sie mir 1.500 Euro zur Beschaffung eines neuen Zwergpudels übergeben …“

Inzwischen war ich in meiner Küche angelangt. Ich legte den Brief auf die Anrichte. Brennecke konnte viel schreiben, aber eine Erklärung der geschädigten Großmutter enthielt sein Brief nicht. Und wenn sie trotzdem auf Schadenersatz klagte, auch nachdem ich ihm das Geld übergeben hatte? Warum hatte er den Brief nicht per Post verschickt, sondern sich sogar Zugang zum Haus verschafft, um ihn persönlich einzuwerfen? Ich bereute es inzwischen, ihm meine Adresse genannt zu haben.

Ich sah mich in meiner Wohnung um. Sie erschien mir plötzlich fremd. Die Vorstellung, sie bald nicht mehr für mich allein zu haben, gefiel mir nicht. Ich machte eine Runde durch alle Zimmer, ging ins Bad und zuletzt zurück in die Küche. Drei Monate vor der Scheidung hatte Erika die Trennung unserer Betten vollzogen und sich eine Schlafstatt im Arbeitszimmer eingerichtet. Es würde unserer Ehe neue Impulse geben, behauptete sie. Danach hatten wir nur noch einmal miteinander geschlafen. An den Streit danach konnte ich mich bis heute erinnern. Für mich war es das tatsächliche Aus unserer Ehe gewesen. Die drei Monate bis zur Scheidung zogen sich hin. Von den Überstunden, die ich in dieser Zeit anhäufte, konnte ich noch lange Zeit zehren. Das Wohnzimmer hatte ich nach der Scheidung so belassen, wie es gewesen war.

Für die Unterbringung des syrischen Ingenieurs kam nur Erikas ehemaliges Schlafzimmer in Frage. Die in Rosa gehaltene Tapete mit Blümchenmuster war nicht mein Geschmack, aber vielleicht würde sie meinem neuen Mitbewohner gefallen. Bei ihrem Auszug hatte Erika nur ihre persönlichen Sachen und den kleinen Schreibsekretär mitgenommen. Das rotlackierte Bett, ein Stuhl und der Kleiderschrank waren im Zimmer verblieben. Somit war ein Schreibtisch das Einzige, was noch zur Einrichtung eines Gästezimmers fehlte.

Im Wohnzimmer ließ ich mich auf das Sofa fallen. Ich verspürte ein Gefühl der Leere. Automatisch schaltete ich den Fernseher an, unterdrückte den Ton und zappte mich durch die wechselnden Bilder auf den verschiedenen Kanälen. Bis auf das leichte Summen der Heizung war es still, doch die sonst geliebte Ruhe nach Feierabend empfand ich nun als bedrückend. Ich war allein mit meinen Gedanken, die sich im Kreis drehten.

Punkt zwanzig Uhr wechselte das Fernsehprogramm zur Tagesschau. Der Einblendung des Nachrichtensprechers mit dem Pokerface folgten Sequenzen von Flüchtlingstrecks, die sich an der griechisch-mazedonischen Grenze stauten. Die Szene wechselte abrupt in den Bundestag. Im Fokus stand das Rednerpult, dahinter die mit einem grünen Blazer bekleidete Kanzlerin. Grün war die Farbe der Hoffnung. Ich stellte den Ton an. „… und ich sage Ihnen nochmals, dass wir es schaffen werden, wenn wir es wollen. Es ist eine Herausforderung, der wir uns in Deutschland stellen werden. Wir tun das nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa.“

Ich stellte den Ton wieder ab. Hatte Sündermann nicht auch von einer Herausforderung gesprochen? Es schien das Wort der Stunde zu sein. Das Fernsehbildbild wechselte ins Hauptstadtstudio. Der Kommentator stand, seinen Mund in stummer Rede geöffnet, neben einem Schreibtisch, gegen den Sündermanns Büromöbel wie aus einem Spielzeugladen entnommen schienen.

Ich schaltete den Fernseher vollständig aus und starrte auf die schwarze Mattscheibe. Harry hatte mir von einem Trödler in Kreuzberg erzählt, bei dem man gebrauchte Büromöbel erstehen konnte. Ich rief bei Harry an und ließ es lange klingeln, bis er endlich abhob. Er klang etwas überdreht, als hätte er schon Einiges getrunken.

Als ich ihn nach dem Büromöbel fragte, juxte er herum. Warum ich mir denn einen zweiten Schreibtisch anschaffen wollte? Ob ich etwa doppelt so viel Arbeit hätte, oder wir etwa wieder zu zweit in der Wohnung wären? Harrys scherzhafte Fragen genügten, um bei mir eine Flut von Worten auszulösen. Ich begann damit, alles zu erzählen, was mich in den letzten beiden Tagen beschäftigt hatte.

Zuerst hörte er zu, doch dann bremste er mich. „Weißt du, ich habe gerade Besuch“, sagte er leise. Im Hintergrund hörte ich Musik und eine fragende Stimme, die zu einer Frau gehörte. „Ich muss jetzt aufhören, wenn ich nicht unhöflich sein möchte.“

Harry sprach nicht viel von seiner Freundin und ich kannte sie auch nicht. Nach seinen Worten war sie unglücklich verheiratet und suchte bei ihm etwas, das sie bei ihrem Mann nicht fand. Offenbar gab es viele Frauen, wie Erika es gewesen war. Wir verabredeten uns für Samstagvormittag, um den Trödler in Kreuzberg aufzusuchen. Am Nachmittag müsste er wieder Taxi fahren, meinte Harry noch, bevor wir Schluss machten.

Mir blieb die Enttäuschung, nicht mit ihm reden zu können, bevor ich Frank und den Syrer traf. Denn wenn ich mit Harry diskutierte, wurde ich mir meiner eigenen Gedanken und Gefühle bewusster. Dabei spielte es keine große Rolle, ob wir in der Sache einer Meinung waren oder nicht.

Mein Sodbrennen war abgeklungen und nach einer Weile ging ich in die Küche, um doch noch etwas zu essen. Ich dachte an den vegetarischen Brotaufstrich. Tomate mit Olive stand auf der kleinen Metalldose. Als ich sie gerade öffnete, klingelte mein Handy. Ich hoffte, es wäre Harry. Vielleicht hatte sich sein Damenbesuch schon früher verabschiedet.

„Harry?“

„Guten Abend, Herr Hintersinn.“

Ich überlegte, woher ich die Stimme kannte.

„Brennecke hier. Sie haben ja meinen Brief inzwischen bekommen. Wie sieht es aus bei Ihnen? Wann und wo treffen wir uns zur Geldübergabe?“

Ich fühlte plötzlich, wie mein Herz klopfte. Ich log nicht gern und sagte lieber gar nichts anstatt der Unwahrheit. Aber ich wollte mir von diesem aufdringlichen Menschen nicht mein Handeln bestimmen lassen. „Ich weiß nichts von einem Brief, Herr Brennecke. Ich bin unterwegs.“

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