Lothar Beutin - Muttis Erben

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Berlin im November 2015. Als der angepasste Pharmamanager Herbert Hintersinn auf dem Weg in seine Firma einen Zwergpudel überfährt, ahnt er nicht, dass sein Leben damit eine entscheidende Wendung nimmt. Ausgerechnet er wird dazu bestimmt, Geschäftsbeziehungen mit der syrischen Pharmaunternehmen Erkalaat anzuknüpfen. Herbert merkt schnell, wer hinter diesem Betrieb steckt. Ein Fabrikant von Chemiewaffen, der an Substanzen zur Herstellung des Nervengifts Tabun interessiert ist. Im Spagat zwischen seinem Gewissen und der Loyalität zu seiner Firma versucht Herbert, dieses Waffengeschäft zu verhindern. Seine Freunde Frank und Harry, die gegensätzlichen politischen Lagern angehören, drängen ihn dabei zu sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Die Liebe zu seiner Kollegin Elsa gibt Herbert die Kraft, auf sich selbst zu vertrauen und sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Bei der entscheidenden Begegnung mit einem skrupellosen Terroristen beweist Herbert seine wahre Größe.

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„Warum hast du ihn denn nicht gleich mitgebracht, Frank?

„Ich sagte doch vorhin, wir müssen vorher ein paar Dinge klären.“

„Spricht er Deutsch?“

Frank verzog das Gesicht. „Woher denn? Er spricht Englisch! Natürlich auch Arabisch, aber das Letztere bringt dir nichts, oder?“

Die Kellnerin kam mit meiner Bestellung. Ich fragte mich, ob sich durch den Latte macchiato mein Sodbrennen womöglich noch verstärken würde. Den Blaubeermuffin rührte ich vorerst nicht an.

„Du hast Schaum auf der Oberlippe“, grummelte Frank. Es schien ihn zu irritieren.

„Also …“, begann er.

Ich fuhr mir mit der Zunge über die Lippen und unterbrach ihn. „Geht es um Geld? Ist es das, was du mit klären meintest? Ich kann ihn nicht aus eigener Tasche bezahlen und eine Anstellung bei Sündermann & Lange ist nicht möglich. Das hast du selbst gesagt.“

Frank verzog das Gesicht. „Du denkst immer nur an Geld! Und da ich das weiß, hatte ich an etwas anderes gedacht.“

Ich sah ihn fragend an.

„Ich dachte an Solidarität! Er ist zurzeit in einem Flüchtlingsheim untergebracht und sucht dringend eine Wohnung. Ich dachte, wo du allein in deiner großen Wohnung bist, könntest du ihn doch bei dir unterbringen, gewissermaßen als Gegenleistung für seine Hilfe, Herbert.“

„Also, ich weiß nicht so recht …“

„Herbert, ich muss dir da mal etwas erklären. In einer Flüchtlingsunterkunft gibt es keinerlei Privatsphäre, da bekommt jeder mit, was der andere macht. Und die Spitzel Assads und seiner Helfer sind überall. Nein, um dir in dieser Sache beistehen zu können, braucht er Schutz in der Anonymität.“

Ich konnte mir nicht vorstellen, in meiner Wohnung mit jemand zusammenzuleben, der mir in jeder Hinsicht völlig fremd war. „Ich weiß nicht, Frank! Hat er dir erzählt, warum er verfolgt wurde? Ich meine, wenn es nachher einer vom islamischen Staat ist?“

Er sah mich an, als hätte ich ihn gerade vor das Schienenbein getreten. „Darauf habe ich nur gewartet, Herbert! Der SOGENANNTE islamische Staat heißt es! Das Ganze hat doch mit dem Islam nichts zu tun! Merkst du nicht, dass du der russischen Propaganda und den Rechtspopulisten auf den Leim gehst? Alle, die gegen das Assad-Regime sind, sind doch nicht beim IS! Unser Mann gehört zur demokratischen Opposition.“

Ich überlegte, woher er das so genau wissen konnte. Nachdem, was ich gelesen hatte, gab es eine Vielzahl von Gruppen in Syrien, die gegen die Regierung kämpften. Manche dieser Gruppen bekämpften sich auch untereinander und welche politische Einstellung die im Einzelnen hatten, wusste man nicht so genau. Aber sicherlich hatte Frank durch seine Verbindungen bessere Möglichkeiten, um die Vertrauenswürdigkeit seines Mannes einzuschätzen. Außerdem hieß es doch, nur ein winziger Bruchteil der Flüchtlinge wären eingeschleuste Terroristen. Die Menschen in Deutschland müssten sich daher keine Sorgen machen. Es sei viel wahrscheinlicher, Opfer eines Verkehrsunfalls als eines Terroranschlags zu werden. Statistisch gesehen mochte das wohl stimmen. Trotzdem gefiel mir die Vorstellung nicht, mit einem wildfremden Menschen in meiner Wohnung zusammenzuleben. Noch dazu, wenn ihm seine Religion sehr wichtig war. Ich hatte Erika vor Augen und dachte daran, wie bereitwillig sich meine emanzipierte Ehefrau dem Islam als Lebensinhalt unterworfen hatte.

„Ich muss erst darüber nachdenken, Frank.“

Er schlug die Hände vor seinem Kopf zusammen. Es wirkte theatralisch, aber es war nur ein Auftakt für Vorwürfe, die jetzt auf mich niederprasselten.

„Herbert, ich biete dir das jetzt und nur einmal an! Es ist schon ein Gebot der Menschlichkeit, dass du ihm hilfst, selbst wenn du nicht davon profitieren würdest. Das sind schließlich Schutzsuchende, die zu uns kommen. Kannst du nicht einmal über den Tellerrand deiner egoistischen Bequemlichkeit blicken? Kannst du dir nicht vorstellen, wie das ist? Sich nur mit dem Notwendigsten auf ein unsicheres Boot über das Mittelmeer, und dann auf den langen und gefährlichen Weg nach Deutschland zu machen!“

Ich traute mich nicht, nach den Gründen zu fragen, warum Kriegsflüchtlinge erst ein halbes Dutzend friedliche Länder durchquerten, nur um nach Deutschland zu gelangen. Ich hätte auch gerne gewusst, warum er dem syrischen Ingenieur kein Obdach bei sich angeboten hatte. Aber wahrscheinlich hatte Frank bereits Flüchtlinge aufgenommen und alles getan, was in seiner Macht stand. Außerdem konnte man durch solche Fragen schnell als Nazi abgestempelt werden. Helfen würde er mir dann auch nicht mehr. Zum Glück hatte ich ihm nie von Harry und dessen Ansichten erzählt.

Ich musste zerknirscht ausgesehen haben, denn nachdem Frank mich eine Weile angesehen hatte, sprach er zu mir wie zu einem bockigen Kind: „Denk doch nur einmal darüber nach!“

Moralisch gesehen stand er auf der richtigen Seite. Seine Partei, die lange in der Oppositionsecke verharrt hatte, gehörte heute zu den Ideengebern des politischen Tagesgeschäftes. Sie war als kleines Rinnsal gestartet, um als mächtiger Fluss in den Mainstream der deutschen Politik einzumünden. Dieser Fluss trieb die anderen Parteien wie Treibholz vor sich her. Die Regierung, die Parteien, die Gewerkschaften und die Kirchen, alle hatten sich für eine Willkommenskultur ausgesprochen. Presse, Rundfunk und Fernsehen hielten das ständig am Kochen mit immer neuen Meldungen über Dramen, die sich um die Flucht der Menschen herum abspielten.

Wenn man das auch nur in Frage stellte, galt man als fremdenfeindlich und zudem als herzlos. Der Riss in der Gesellschaft wurde deutlich, die Wortwahl der beiden Lager schärfer und Argumente spielten kaum noch eine Rolle. Es war ein Bauchgefühl, das die Menschen zu der einen oder anderen Seite tendieren ließ.

Ich hatte das bisher aus der Warte des Beobachters verfolgt. Es war schon schwierig genug, sich möglichst aus allem herauszuhalten. Die Gefahr, mit einer falschen Äußerung anzuecken, war groß. Jetzt war ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mich stellen musste. Frank hatte mich festgenagelt, und mir wurde flau bei der Vorstellung, Position beziehen zu müssen.

Er beobachtete, wie es in mir arbeitete. Als er erneut sprach, war es, als hätte er meine Gedanken gelesen. „Herbert, es ist doch nur für eine kurze Zeit. Ein paar Wochen, nur solange, bis wir eine Wohnung für ihn gefunden haben!“

Ich musste wie ein geprügelter Hund ausgesehen haben, so schlecht fühlte ich mich in diesem Moment. „Versprichst du mir das, Frank?“

„Aber natürlich, Herbert!“

Plötzlich war bei mir die Luft raus. Ich dachte, wie einfach es doch wäre, alles so zu belassen, wie es war. So wie Sündermann & Lange es wollten. Für wen machte ich mich eigentlich verrückt? Warum war ich überhaupt hier? Schließlich war es die Verantwortung der Firma, mit wem sie Geschäfte machte und nicht meine!

Doch Frank war mir gedanklich wieder ein Stück vorausgeeilt.

„Weißt du eigentlich Herbert, dass du viel mehr in der Klemme steckst, als es dir bewusst ist? Wenn du dich nach den Vorgaben deiner Firma richtest, wird man dir früher oder später vorwerfen, du hättest Assads schmutzigen Krieg aktiv unterstützt. Stell dir doch nur mal vor, die produzieren bei Erkalaat wieder Chemiewaffen, setzen die auch ein, und du hast daran mitgewirkt! Und dann stell dir vor, die ganze Welt erfährt davon!“

Mein Blut sackte mir in die Magengrube. Wollte er mich etwa erpressen? Ich musste sehr blass ausgesehen haben, so wie ich ihn anstarrte.

Er lächelte und klopfte mir auf die Schulter. „Nur Mut! Für diesen Fall ist die Kooperation mit einem anerkannten Regimegegner doch deine beste Rückversicherung! Außerdem stehen ich und meine Partei an deiner Seite.“

Frank hatte ins Schwarze getroffen. Er lehnte sich entspannt zurück und schaute zur Decke. Als ich weiterhin schwieg, fügte er noch hinzu: „Oder aber, du kündigst fristlos bei deiner Firma und bist damit raus aus dem ganzen Spiel!“

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