Hans.Joachim Steigertahl - Silber

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Die Landgrafen von Thüringen aus dem Geschlecht der Wettiner versuchen im vierzehten Jahrhundert, aus ihren verstreuten Ländereien einen einheitlichen Staat zu formen, der den Frieden und das Einkommen des Fürsten sichern kann. Widerstand erhalten sie vom thüringischen Adel, der um seine Privilegien fürchtet; Unterstützung gibt es von den Fürsten der umgebenden Gebiete, die das gleiche Ziel wie die Wettiner haben. Einige wenige Adlige unterstützen jedoch die Landgrafen. Einer ist Cuonrad von Steigerthal, der nach langen Lehr- und Wanderjahren eher ein frühneuzeitlicher Bürger zu sein scheint als ein Ritter: er herrscht nicht, er wirtschaftet und macht damit sein Lehen und die Landgrafschaft wohlhabend. Doch Ketzerverfolgungen, Fehden, Kriege und die Pest verschonen auch Steigerthal nicht – und Conrad zieht seine Konsequenzen…

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Die Nacht war laut, kurz und sehr weinhaltig. Cuno erlebte zu ersten Mal das Wiedersehen alter Freunde.

Als die Sonne über den Kamm des Hügels im Osten gestiegen war, bestiegen sie ihre Pferde, nun eine stattliche Truppe von fünf Rittern,sieben Knechten, und mittendrin Cuno, und machten sich auf den Weg nach Erfurt.

Für Gernot und die Freunde war es ein Ritt in die alte Zeit der Knappenschaft. Für Cuno war es der Beginn des Neuen, denn er hatte bisher weder Bruder noch Vater nach Erfurt begleiten dürfen. Von Nordhausen ging es am Hang des Paßbergs über die Windleite nach Süden. Ein Mittagsimbiss beim Herrn der Jechaburg, den sie von früher gut kannten, ließ sie wieder beschwingter den Weg über den Urbach nehmen, immer den Übergang der Unstrutt als Ziel, die sie am nächsten Tag an der Straussfurt überqueren wollten. Dort angekommen, wurde das erste Nachtlager im Freien bezogen. Die Knechte versorgten die Pferde und banden sie dann in einem Wäldchen nahe des Lagerplatzes an. Der mitgebrachte Proviant reichte für ein abwechslungsreiches Mahl; geräuchertes und getrocknetes Fleisch, Brot, Speck, Wein; die Unstrutt lieferte das Wasser für Cuno, die Knechte und die Pferde. Die Ritter wollten sich im Lauf der Nacht als Wachen ablösen, wann immer der Wachhabende die Augen nicht mehr aufhalten konnte.

Der Junge hatte schon manche Nacht im Freien verbracht, wenn er Vater und Bruder zur Jagd, nach Hohnstein oder zu anderen Burgen begleitet hatte. Er suchte sich ein Plätzchen in der Nähe das Feuers, rollte seine Satteldecke zusammen, legte den Kopf darauf, deckte sich mit seinem Mantel zu und war eingeschlafen, bevor die anderen noch ausgetrunken hatten.

Lautes Wiehern, Heulen aus vielen Kehlen und raues Bellen riss ihn aus dem Schlaf. Günter von Schwarzburg, der Wache hatte, brüllte „Wölfe!“, riss einen brennenden Ast aus dem Feuer und stürmte zu den Pferden, die angstvoll auf die Hinterbeine stiegen und laut wieherten. Auch die anderen sprangen nun auf und suchten nach brennendem Holz, um die angreifende Meute abzuwehren. Cuno entzündete einen trockenen Zweig und lief hinüber in das Wäldchen, wo er eher die Szene beleuchtete als die Pferde verteidigte: Sieben oder acht große, graue Wölfe versuchten, auf die Rücken der Pferde zu springen, von wo aus sie dann die Kehlen der stampfenden und steigenden Pferde zerbeißen konnten. Ein Packpferd lag schon blutend am Boden und die zwei großen Hunde, die ganz offensichtlich zum Rudel gehörten, versuchten, Stücke herauszureißen. Weniger das Geschrei der Männer als die Flammen versetzten die Angreifer in Angst, die wohl größer war als der Hunger; sie ließen von den Pferden ab und verschwanden im Schatten des Waldes. „Das war knapp“ sagte Bodo von Schwarzburg zu seinem Bruder, „doch gut, dass wir die Wachen verteilt haben.“ Sie klopften sich gegenseitig auf die Schultern und widmeten sich dann beruhigend ihren Gäulen, während die beiden Knechte herauszufinden versuchten, ob dem verwundeten Packpferd noch zu helfen sei. Und wirklich hatte es zwar eine große Fleischwunde, aber die würde wieder verheilen und dazu am Morgen Spitzwegerich suchen, um die Heilung zu beschleunigen. Allerdings würde man die Ladung auf alle andern Pferde verteilen müssen.

Als Cuno zum Lagerplatz zurückging, fiel sein Blick auf ein Häufchen grau und beige geflecktes Fell. Als er sich danach bückte, bewegte es sich und es schaute ihn ein Welpe mit großen dunkelgrauen Augen an. „Schaut mal, ist der nicht putzig?“ Er nahm ihn am Nacken hoch und zeigte ihn den Rittern. „Der gehört sicherlich zu dem Rudel, das wir gerade vertrieben haben.“ „Dann lass ihn da, wo du ihn gefunden hast, vielleicht findet er selbst den Weg oder seine Mutter holt ihn zurück. Wir wollen wegen dem Vieh doch keinen neuen Angriff riskieren…“ Cuno sah ein, dass Heinrich von Hohnstein recht hatte und legte den Welpen ins Gras zurück. Gernot, der seinen kleinen Bruder gut genug kannte, wusste, wie schwer das Cuno fiel und setzte deswegen hinzu: „Wenn er morgen früh noch da ist, kannst Du ja immer noch überlegen, was wir mit ihm machen!

Die wenigen Stunden bis zum Sonnenaufgang nutzten alle bis auf Gernot, der die Wache übernahm, und Cuno, um noch etwas zu schlafen. Cuno schaute immer wieder vorsichtig in die Richtung des Welpen. Es wäre doch schön, wenigstens ein Wesen in Böhmen zu haben, das noch aus der Heimat kam!

Als nach dem Frühstück – Reste des Abendessens und ein frischer Schluck aus dem Fluss – das Lager abgebrochen wurde, hatten bis auf die beiden Steigerthals alle den Welpen vergessen. Cuno nahm ihn vor sich in den Sattel; der Kleine war schon so entkräftet, dass er das Pferd nicht sehr beunruhigte, obwohl er natürlich so roch wie die nächtlichen Angreifer. Gernot schaute herüber: „Decke deinen Mantel ein bisschen über ihn. Sobald wir an einen Bauernhof kommen, musst du versuchen, etwas Milch zu erwerben, sonst bringst du ihn nicht durch!“

Die Sonne brannte schon früh vom Himmel, so dass Reiter und Pferde froh waren, als sie nach einigen Stunden bei dem Dorf Vippach in den dichten Buchenwald kamen, der sich bis zur Residenzstadt Weimar erstreckte. Bei einem kurzen Halt im Dorf machte sich Cuno auf die Suche nach Milch. Er hatte sich von Gernot einen Heller geliehen und tatsächlich konnte er damit einer Bäuerin einen Krug mit Ziegenmilch abkaufen. Als er ihr erzählte, wofür er die Milch brauchte, gab sie ihm noch ein Stück Tuch mit und erklärte ihm, wie er damit den Welpen füttern könnte. Zeit hatte er genug während des Weiterritts, und der Kleine saugte gierig, was ihm Cuno vor das Maul hielt. Mehr als Flüssigkeit konnte er aber noch nicht aufnehmen, wie Cuno deutlich erfahren musste, als das Tier ihm ein Stückchen Brot wieder entgegenspuckte, das Cuno in Milch getaucht und dem Welpen ins Maul geschoben hatte.

Der Weg war wenig aufregend, es ging über den weichen Waldboden im Schatten mit friedlichem Trab weiter und weiter, und schon bald konnten die Reiter die Silhouette von Weimar, das die fünf Ritter nur zu gut kannten, erkennen: den wuchtigen Turm der Stadtkirche, noch übertroffen vom Friedturm der Burg. Es ging am Asbach entlang zum Gerbertor. Die Wachen fragten nach dem Begehr und als ihnen Antwort gegeben war, zog die kleine Schar dann durch die Rittergasse zum Zeughaus. Dort empfing Eginhard v. Weimar-Orlamünde, der Zeugmeister des Landgrafen, von Cuonrad von Hohnstein schon ins Benehm gesetzt, sie herzlich und wies ihnen entsprechende Schlafplätze zuwies: Cuno bezog mit dem jungen Eginhard, dem etwa gleichaltrigen Sohn des Grafen, eine Kammer im kleinen Turm des Zeughauses, ein Stockwerk über der Kemenate. Als er den Welpen mitbrachte, war Eginhard begeistert, denn er durfte keine Tiere im Haus halten, und wollte alles über den Kleinen wissen.

Die fünf Ritter bezogen das Gästehaus der Markgrafen von Weimar, die ja nun auch Landgrafen von Thüringen waren; die Knechte entluden die Pferde, verbanden das verletzte noch einmal mit zerstampftem Spitzwegerich und verzogen sich dann mit den anderen Stallburschen in den Gesindebereich.

Der Abend war noch einmal die Gelegenheit, Speis und Trank zu würdigen und dem Gastgeber und seiner Gemahlin mit manch frohem Lied zu danken. Eginhard und Cuno gaben vor, müde zu sein und schlichen mit Milch und einigen Leckereien nach oben, weil sie fürchteten, der Welpe würde sich bemerkbar machen. „Du musst ihn Wolf nennen“, beharrte Eginhard, nachdem sie festgestellt hatten, dass es ein Männchen war. „Stell dir vor, ihr seid unterwegs, du fühlst dich unsicher, rufst ‚Wolf‘ und er kommt mit Geheul in deine Richtung – da bist du doch gleich viel sicherer!“ „Wolf –Wölfchen!“ Der Welpe schaute Cuno an, rollte sich an seine Seite und schlief leise behaglich knurrend ein und die Burschen mit ihm.

Am nächsten Morgen ging es über die Sternbrücke weiter in Richtung Sonnenaufgang – die Ritter müde und verkatert, die beiden Knechte, die die halbe Nacht mit den anderen Knechten geredet hatten, nur müde. Cuno war putzmunter, den Welpen vor sich auf dem Sattel und einen Schlauch aus Ziegenleder mit nahrhafter Suppe, die ihm Eginhard organisiert hatte, hinter sich.

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