Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann

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Kolbert wird als Kind mit einer außergewöhnlichen Haut geboren. Die Art seiner Pigmente ermöglicht es ihm, seine Hautfarbe fast beliebig zu ändern. Um weitgehend unauffällig zu bleiben, trägt er in der Regel ein Standard-Orangerosa, lernt aber mit der Zeit, Farbe und Oberfläche seiner Haut immer differenzierter zu verändern.
Er nutzt seine Hauteigenschaften mal als Abwehr, mal zur Tarnung, in Shows oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Er begegnet vielen normalen wie auch skurrilen Menschen, die seinen Eigenheiten teils bewundernd, teils ablehnend gegenüberstehen. Natürlich geht es auch um Liebe und Sex, Beziehungen und Jobs.

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Lena setzte sich auf einen Stuhl, der neben seinem Bett stand. Sie war ganz offensichtlich verwirrt. Dieser kleine Kerl, den sie in wenigen Wochen liebgewonnen hatte, besaß eine außergewöhnliche Fähigkeit. Eine Eigenschaft, von der sie nie zuvor etwas gehört oder gelesen hatte.

Sie wusste, dass es Tiere gab, die in der Lage waren, ihre Hautfarbe zu verändern. Das Chamäleon fiel ihr als erstes ein. Lena musste lächeln: Aber ein Chamäleon war Kolbert ganz gewiss nicht. Seine Haut war im Gegensatz zu der eines solchen Reptils sehr zart und fühlte sich wunderbar weich an. »Und das mit jeder Farbe«, sagte Lena vor sich hin.

Sie kam überhaupt nicht auf die Idee, Kolbert wegen seiner Hautverfärbungen als abstoßend zu empfinden. Sie war bereit, ihn anzunehmen wie er war – gleich welche Hautfarbe er hatte oder haben würde. Im Gegenteil: Sie bewunderte seine Fähigkeit.

Aber sie empfand diese Eigenschaft durchaus auch als Furcht einflößend. Möglicherweise konnte dieser kleine Kerl seiner Haut alle denkbaren Farben geben. Und einige davon wären für sie dann unangenehm oder gar abscheulich.

Lena begann sich auszumalen, welche Farben da in Betracht kommen würden: Rot wie geronnenes Blut? Braun wie übelriechender Kot? Gelb wie ekelerregender Eiter?

Sie hielt inne. Merkte, dass sie dabei war, aus ihrer anfänglichen Bewunderung für Kolberts neue Hautfarben eine mögliche Abneigung entstehen zu lassen. »Ich mag ihn«, betonte sie deshalb mit gedämpfter Stimme, »Und das mit jeder Farbe!«

Lena war und blieb fasziniert von Kolberts eigenartiger Fähigkeit. Und der merkte das und bemühte sich vor ihr um immer neue Farbmischungen. Bis er schließlich so erschöpft war, dass er abrupt aufhören musste. Und manchmal reichten seine Kräfte nicht einmal mehr, zur Standard-Hautfarbe zurückzukehren. Dann blieb er beim zuletzt erreichten Hautton, als er einschlief.

So kam es, dass seine Mutter eines Abends nach Hause kam und ihn schlafend mit fliederfarbener Haut vorfand. Johanna Glaser war unsicher, was Lena schon von der »Krankheit« ihres Sohnes wusste. Am liebsten hätte sie alles verschwiegen, aber irgendwann mussten Kolberts Hautveränderungen auch Lena auffallen – zumal sie ja häufig mit ihm zusammen war.

Und nun war wirklich eingetreten, was die Mutter befürchtet hatte. Aber Lena schaute auf den lilahäutigen schlafenden Kolbert und betonte, dass es ihr nichts ausmachen würde. Und Johanna Glaser war beruhigt, sie musste kein neues Kindermädchen suchen. Das war ihr sehr recht, zumal sie mit Lena zufrieden war.

Auch Lena wollte diesen Job behalten, was noch am selben Abend auf die Probe gestellt wurde. Es war noch hell, als sie auf dem Nachhauseweg war.

»Warte mal!«, hörte sie da plötzlich eine Stimme. Lena blieb nicht stehen und antwortete nicht. Zu oft war sie schon von Männern angemacht worden.

»Warte mal, ich will mit dir reden!« Nun blieb sie doch kurz stehen und drehte sich um. »Was wollen Sie?«, fragte sie, hob ihre Hand und streckte sie dann wie ein Stoppzeichen in seine Richtung. »Bleiben Sie auf Abstand.«

»Okay, okay«, sagte der Mann und stand jetzt in einigen Metern Entfernung vor ihr. Er war untersetzt und hatte eine Halbglatze. Und er versuchte vertrauenserweckend zu lächeln. Lena sah dass er etwas in der Hand hielt, das aussah wie eine kleine Karte.

Ein Ausweis? »Ich bin Journalist«, meinte der Mann, »ich will nur ein paar Informationen.« »Journalist?« »Ja, hier ist mein Ausweis.«

Nun kam Lena etwas näher, um den Ausweis als solchen erkennen zu können. »Amadeus?«, fragte sie und musste lächeln, »Wie Mozart?« Dann wurde sie wieder ernst: »Worum geht es?«

»Du arbeitest doch bei den Glasers?« »Woher wissen Sie das?« »Ich bin Journalist. Und ich recherchiere im Allgemeinen gut. Mich interessiert alles Außergewöhnliche.«

»Außergewöhnlich? Ich bin nicht außergewöhnlich«, erwiderte Lena, doch sie ahnte bereits, worum es ging. Irgendwie hatte dieser Mann herausgefunden, dass etwas mit Kolberts Haut war. Und die nächste Frage bestätigte, dass sie richtig vermutete.

»Was ist mit der Haut dieses Babys?«, fragte Amadeus direkt und zeigte ihr einen Geldschein, den sie als 100-Mark-Note erkannte. »Ich zahle gut für Informationen, und das wäre dann nur der Anfang.« Und er wedelte mit dem Schein.

Lena zögerte nur kurz. Geld konnte sie immer gebrauchen. Aber nicht so. »Was soll mit dem Baby sein?« »Man hört, dass es seine Hautfarbe ändern kann«, erwiderte Amadeus, »Das interessiert mich. Was weißt du darüber?«

Lena schüttelte den Kopf. »Hautfarbe ändern?«, wiederholte sie fragend und tat verwundert, »Wie kommen Sie darauf?« »Es gibt Leute, die es gesehen haben wollen. Du nicht?« Noch einmal schüttelte Lena ihren Kopf. »Davon weiß ich nichts.«

Der Mann wedelte erneut mit dem 100-Mark-Schein. »Das Baby kann seine Hautfarbe nicht verändern?« »Hören Sie«, sagte Lena, »ich könnte das Geld gut gebrauchen. Aber ich weiß nichts von dem, was Sie da sagen. Und wie soll das möglich sein, seine Hautfarbe zu ändern?«

Amadeus merkte wohl, dass er so nicht weiterkam. »Okay«, sagte er und steckt den Hunderter wieder ein, »Dann noch einen schönen Abend.« Drehte sich um und ging. Und ließ eine nachdenkliche Lena zurück.

In den folgenden Wochen und Monaten geschah es noch häufiger, dass Kolbert Lena mit neuen Hautfarben überraschte. Mit der Zeit hatte er gelernt, dass eine gleichmäßige Aktivierung aller Pigmentzellen die Farbe hervorbrachte, die Lena »Grau« nannte. Und je nachdem wie stark er die Pigmente einsetzte, sprach Lena mal von »Hell« und mal von »Dunkel«.

Immerhin vermochte Kolbert mit gut anderthalb Jahren, seine Hautfarbe nach Lenas Anweisung aufzuhellen oder abzudunkeln. Außerdem wusste er, wie er die Intensität für jede Gruppe von Farbzelltypen einzeln regeln konnte. Das befähigte ihn, einige Grundfarben gezielt zu erzeugen. Ihren Namen erfuhr er durch Lena, die sie immer und immer wiederholte, je nachdem welche Chromatophoren er einzeln oder paarweise eingesetzt hatte: Purpur, Rot, Gelb, Grün, Türkis und Blau.

Lena war vom Spiel mit den Farben derart fasziniert, dass sie sich Informationen aus einer Bibliothek besorgt hatte. Bisher war sie immer der Überzeugung, Rot, Blau und Gelb seien die drei Basisfarben. So jedenfalls hatte es ihr Kunstlehrer in der Schule erzählt. Nun erfuhr sie aber von Lichtfarben und von Körperfarben, bei denen jeweils eine andere Kombination von Grundtönen nötig war, um eine Mischfarbe zu erzeugen.

Im einen Falle ging es um die Farben, die von einer Lichtquelle wie der Sonne ausgestrahlt wurden. Hier mischten sich rote, grüne und blaue Strahlen zu weißem Licht. Gab es kein Licht, war es schwarz. Seltsam fand Lena, dass Gelb aus einer Mischung von rotem und grünem Licht entstehen sollte.

Körperfarben wurden die Farben genannt, mit denen man malen oder drucken konnte. Hier gab es zwar Gelb, aber kein echtes Rot und Blau, sondern ein bläuliches Rot und ein grünliches Blau. Die Namen klangen seltsam: Wie es schien entsprach Zyan am ehesten einem Türkisblau, und Magenta in etwa einem Purpurrot.

Mischte man Gelb und Zyan, so erhielt man eine grüne Farbe, Gelb und Magenta ergaben Rot, Zyan und Magenta Blau – also genau die drei Grundfarben des Lichts.

Sosehr Lena von dieser Farbenlehre beeindruckt war, ganz begreifen konnte sie sie nicht. Vielleicht hatte ihr Kunstlehrer doch recht? Von Licht- oder Körperfarben hatte er nie etwas erzählt, sondern nur von Malfarben. Und die waren eben Rot, Gelb und Blau.

Trotzdem vermutete Lena richtig, dass Kolbert wohl über drei verschiedene Gruppen von Farbzellen in seiner Haut verfügen musste. Und sie hatte vor ihn dazu zu bringen, immer mehr Farben gezielt zu erzeugen.

Vielleicht war er schließlich imstande, sich wie ein Chamäleon seiner Umgebung anzupassen? »Kamelion«, so nannte sie ihn deshalb zärtlich, »mein Kamelionbaby!«

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