Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann

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Kolbert wird als Kind mit einer außergewöhnlichen Haut geboren. Die Art seiner Pigmente ermöglicht es ihm, seine Hautfarbe fast beliebig zu ändern. Um weitgehend unauffällig zu bleiben, trägt er in der Regel ein Standard-Orangerosa, lernt aber mit der Zeit, Farbe und Oberfläche seiner Haut immer differenzierter zu verändern.
Er nutzt seine Hauteigenschaften mal als Abwehr, mal zur Tarnung, in Shows oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Er begegnet vielen normalen wie auch skurrilen Menschen, die seinen Eigenheiten teils bewundernd, teils ablehnend gegenüberstehen. Natürlich geht es auch um Liebe und Sex, Beziehungen und Jobs.

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Und so nahm er auf seinen täglichen Erkundungsreisen auf allen Vieren oder auch mal auf zwei Beinen reichlich die Gelegenheit wahr, die »Haut« anderer Gegenstände zu erspüren. Niemals jedoch fand er darin nur annähernd dieselbe Befriedigung wie bei einer Berührung der mütterlichen Haut, die früher einmal seine eigene, zweite Haut gewesen war.

3. Lena

Mittlerweile beherrschte Kolbert weitgehend das Spiel mit den Farbzellen in seiner Haut. Aktivierte er nur eine Sorte seiner Chromatophoren, nahm seine Haut ein helles bis dunkles Purpurrot, Schwefelgelb oder Türkisblau an. Und kombinierte er jeweils zwei Arten von Farbzellen mit gleicher Stärke, so ergaben sich daraus feuerrote, froschgrüne oder stahlblaue Hautverfärbungen.

Mit allen Pigmentzellen zusammen variierte er seine Hautfarbe vom hellen fast glasigen Grau bis zum rußigen Anthrazit. (Jedoch gelang ihm weder eine reine Transparenz wie bei seiner Geburt noch eine vollständige Schwärzung seiner Haut.)

Natürlich konnte Kolbert inzwischen den Wirkungsgrad jedes Farbzelltyps getrennt regeln. Sonst wäre er nicht imstande gewesen, eine Hautfarbe anzunehmen, die unter den Menschen um ihn herum verbreitet war. Für ein zartes Orangerosa musste er nur sanft die Purpurzellen aktivieren. Aus dem entstandenen Hauch von Pink ließ sich dann über die Intensität der Gelbzellen der erforderliche Orangeton mischen.

Für Kolbert gestaltete sich jede Veränderung seiner Hautfarbe allerdings noch recht mühsam. Zumal er derzeit nicht in der Lage war, einzelne Farbzellen eines Typs zu beeinflussen, sondern immer nur alle zusammen. So war er eigentlich froh, die Farbintensität seiner Chromatophoren nicht allzu oft steuern zu müssen. Hatte er erst einmal einen Farbton erreicht, brauchte er sich um seine Erhaltung nicht zu kümmern. Anstrengung kostete ihn nur die Veränderung.

Johanna Glaser war Kolberts Fähigkeit, seine Hautfarbe zu verändern, nie ganz geheuer. Sie liebte ihren Sohn und fühlte sich angezogen, denn sie bewunderte seine Eigenschaft. Und sie fürchtete ihn und fühlte sich abgestoßen, denn seine Eigenschaft machte ihn fremd.

Ihr Mann Moritz sah das Ganze gelassener: »Seine Standardfarbe ist nun mal grau, so wie andere Kinder auch mal fast weiß oder dunkelbraun sein können. Und draußen gibt er sich doch Mühe, dass seine Haut so gefärbt ist wie die Haut der meisten anderen Kindern auch.«

»Aber«, meinte seine Frau, »wenn das nur immer so bliebe!«. Denn Kolbert neigte nicht selten zu (absichtlichen oder versehentlichen) Hautverfärbungen. In seinem Bemühen sich anzupassen orientierte er sich an dem, was er an Haut zu sehen bekam. So nahm seine eigene Haut auch mal eine dunklere oder hellere Tönung an. Oder sie ging mehr ins Rötliche oder ins Gelbliche. Das fiel aber entweder nicht auf oder niemand wunderte sich darüber.

Da Kolberts Haut im Farbbereich zwischen Rosa und Orange keine besondere Aufmerksamkeit mehr auf sich zog, war er zunehmend bestrebt, seine Hautfarbe möglichst wenig zu ändern. Er hatte begriffen, dass es in seinem noch jungen Alter besser war, sich an seine Umgebung anzupassen und den Wunschvorstellungen der Eltern zu entsprechen.

Farbliche »Ausrutscher« unterliefen Kolbert meistens unter Stress, bei Gefühlsausbrüchen oder Angstzuständen. War er im Ungleichgewicht und hatte sich seine Hautfarbe vom »Normalton« entfernt, kostete es ihn einige Anstrengung, die alten Zustände wiederherzustellen. Und wenn er sich in solchen Situationen elend oder schwach fühlte, gelang ihm das eben nicht immer.

So ergab sich manche peinliche Situation, die vor allem Kolberts Mutter zu schaffen machte. Und auch seinem Vater gingen allmählich die Schlagfertigkeiten aus, wenn Kolbert einmal eine völlig abweichende Hautfarbe bekam.

Es ließ sich nicht vermeiden, dass eines Tages auch ein Journalist von Kolberts Eigenschaften erfuhr. Nachdem seine penetranten Versuche mehr herauszufinden bei Kolberts Eltern auf Granit gestoßen waren, hatte er offenbar fürs erste aufgegeben. Was jedoch nicht hieß, dass er von seinem Vorhaben Abstand nehmen würde, mehr über Kolberts Hauteigenschaften zu erfahren.

Mit der Zeit verließen beide Eltern immer seltener am Tag mit Kolbert das Haus. Lediglich abends nach Einbruch der Dämmerung gingen die Eltern mit Kolbert spazieren. Und das immer nur zu zweit.

Johanna hatte zuerst ihren Mutterschaftsurlaub verlängert, nun sehnte sie das Ende herbei. Um sich endlich wieder verstärkt ihrem Beruf als Sekretärin widmen zu können. Immerhin hatte ihr Chef die Stelle ein Jahr lang für sie freigehalten.

Ihr Mann Moritz war Softwareentwickler bei SAP. Er hatte sich vor Kolberts Geburt einige Wochen Urlaub genommen. War täglich in die Klinik gefahren und blieb auch später noch mehrere Tage zu Hause, um sich zusammen mit seiner Frau dem gemeinsamen Baby zu widmen.

Als dieser Urlaub vorbei war, verschwand sein Vater auf einmal, und Kolbert bekam ihn oft nur abends kurz zu sehen. Dann wirkte er müde und abgespannt und war nach einer kurzen Begrüßung bald ins Bett gefallen und dort eingeschlafen.

»Er muss halt viele Überstunden machen«, hörte Kolbert seine Mutter seufzen, ohne diese Worte zu verstehen. Aber den Wortlaut kannte er genau: »Über-Stunden«.

Manchmal tauchte der Vater tagelang nicht auf. Kolberts Mutter sprach dann von »Geschäfts-Reise«. Auch dieses Wort verstand Kolbert erst später, aber er kannte jetzt schon den Zusammenhang zwischen diesem Begriff und dem langen Fernbleiben seines Vaters.

Bevor Johanna Glaser ihren früheren Beruf wieder aufnahm, kam mehrere Tage vorher eine junge Frau vorbei. Die lächelte Kolbert immer nur zu und wedelte mit einer Hand vor seinem Gesicht herum. Kolbert war das unangenehm, aber er fügte sich und nahm es auch hin, als die Frau eines Tages mit ihm allein blieb, während seine Mutter verschwand.

Immerhin sorgte diese Frau dafür, dass er zu essen und zu trinken bekam. Und sie verpasste ihm auch ab und zu eine frische Windel. Ansonsten saß sie meistens im Wohnzimmer des elterlichen Hauses, schaute in diesen Kasten mit den bunten beweglichen Bildern oder sprach in ein Gerät, das Kolberts Mutter schon mehrfach »Tele-Fon« genannt hatte.

Er selbst unternahm derweil einige Wanderungen durch die anderen Räume, wenn eine Tür offenstand. Meist geschah dies mehr krabbelnd als laufend. Doch mit der Zeit fiel es Kolbert immer leichter, sich hochzuziehen und an den Wänden oder Möbeln entlangzugehen.

Kam es dabei einmal zu einem Sturz (und das war beileibe nicht selten), so rannte die Frau sogleich herbei, kaum hatte Kolbert begonnen zu schreien. Sie sprach dann so schnell vor sich hin, dass er in diesem Schwall keinen Wortfetzen wiedererkennen konnte.

Dann packte sie Kolbert, zog ihn hinter sich her ins Wohnzimmer und setzte ihn in den Laufstall, wo er noch mehr schrie. Aber das schien die Frau nicht zu stören. Sie ging in die Küche, schloss die Tür zum Wohnzimmer und ließ Kolbert allein.

Das ging gerade mal eine Woche so weiter, dann war die Frau plötzlich verschwunden. Und seine Mutter blieb wieder öfter und länger zu Hause. Schließlich nahm sie Kolbert mit in das Büro, in dem sie arbeitete. Dort durfte er manchmal so lange herumkrabbeln, bis seine Mutter ihm das Wort »Nein!« zurief. Dann musste er kehrt machen und weiter an eine andere Stelle krabbeln. Meist jedoch verbrachte er seine Zeit im Laufstall, mit dem er sich inzwischen abgefunden hatte.

Keine Woche später tauchte eine neue Person auf. Diesmal ein Mädchen, deutlich jünger als die nun wohl für immer verschwundene Frau. Deren Namen hatte Kolbert wohl gehört, aber wieder verworfen. Nun jedoch vernahm und merkte er sich den Namen seiner neuen Aufpasserin: Lena. Schon nach kurzer Zeit nämlich hatte ihn ein Gefühl der Sympathie für dieses Mädchen ergriffen, während er für ihre namenlose Vorgängerin nur Apathie empfand.

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