Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann

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Kolbert wird als Kind mit einer außergewöhnlichen Haut geboren. Die Art seiner Pigmente ermöglicht es ihm, seine Hautfarbe fast beliebig zu ändern. Um weitgehend unauffällig zu bleiben, trägt er in der Regel ein Standard-Orangerosa, lernt aber mit der Zeit, Farbe und Oberfläche seiner Haut immer differenzierter zu verändern.
Er nutzt seine Hauteigenschaften mal als Abwehr, mal zur Tarnung, in Shows oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Er begegnet vielen normalen wie auch skurrilen Menschen, die seinen Eigenheiten teils bewundernd, teils ablehnend gegenüberstehen. Natürlich geht es auch um Liebe und Sex, Beziehungen und Jobs.

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Lena hatte ein ovales Gesicht wie Kolberts Mutter. Doch ihr Kopf war etwas kleiner. Lena hatte langes braunes Haar wie Kolberts Mutter. Hatte blaue Augen, die Augen von Kolberts Mutter waren graugrün.

Als er zum ersten Mal Lenas Haut fühlte, empfand Kolbert sie als weicher, aber die Haut seiner Mutter war ihm vertrauter. Sie war weniger weich als die von Lena, aber sie war zarter, Lenas Haut war etwas rauer. Doch diese Haut gefiel ihm, während die Haut der anderen Frau, deren Namen er vergessen hatte, sich kälter und spröder anfühlte.

Auch das neue Kindermädchen kümmerte sich um Kolberts leibliches Wohl, gab ihm zu essen und zu trinken, wechselte seine Windeln. Doch sie beschränkte sich nicht darauf, sondern widmete ihm auch sonst ihre Aufmerksamkeit.

So folgte sie Kolbert auf seinen Erkundungsgängen in einigem Abstand. Wechselte er vom Aufrechtgehen an der Wand zum Krabbeln, ging das Mädchen in die Knie und verharrte auf allen Vieren in seiner Nähe. Es sah aus, als ob eine Tiermutter auf ihr Junges aufpasste.

Kolbert achtete darauf, dass er sie nicht aus den Augen verlor, wenn er sich weiter entfernte. Ab und zu kroch er dann doch um eine Ecke, um zu kontrollieren, was sie nun unternehmen würde. Und schon nach kurzer Zeit bemerkte er, dass Lena ihm kriechend nachkam. So durchkrabbelte er die ganze elterliche Wohnung, während das Mädchen ihm ihn einiger Entfernung folgte. Immer wenn er innehielt, verharrte auch sie eine Weile.

Dann beschleunigte Kolbert sein Krabbeln. Schließlich wurde er so schnell, dass er glaubte, seine Beine würden durcheinandergeraten und unter ihm wegrutschen. Lena folgte ihm, holte ihn ein und hielt ihn vorsichtig fest. Kolbert gefiel das und er ließ ein glucksendes Lachen hören.

Aber bald ließ Lena ihn wieder los, und die Verfolgungsjagd begann aufs Neue. Diesmal aber blieb Lena in einiger Entfernung vor ihm stehen, als sie ihn fast eingeholt hatte. Sie kam nicht näher und hielt ihn nicht fest. Einen Moment schauten sich beide an. Kolbert wusste offenbar mit dieser für ihn jetzt neuen Situation nichts anzufangen. Er zögerte.

Plötzlich machte Lena einen Satz nach vorn und Kolbert erstarrte vor Schreck. Dann wendete er und krabbelte so schnell er konnte, um seiner Verfolgerin zu entkommen. Sobald Lena ihn erreicht hatte und festhielt, reagierte Kolbert mit seinem glucksenden Lachen.

Das Ganze wiederholte sich zahlreiche Male, bis Lena sagte »Schluss jetzt!« Und Kolbert verstand recht bald, dass diese kurzen Worte das vorläufige Ende ihrer Jagd bedeuteten. Aber er wusste auch, dass es ein nächstes Mal geben würde. Und darauf freute er sich.

Das Jagen war nicht das einzige Spiel, das Kolbert gern mit Lena spielte. Ein anderes war der »Turmbau zu Babel« wie Lena es nannte – für Kolbert hieß es nur kurz »Turm-Babel«:

Zuerst wurde die Kiste mit den Bauklötzen ausgeschüttet. Dann durfte Kolbert einen Stein vorlegen. Und Lena legte einen anderen Stein darauf. Nun kam wieder Kolbert an die Reihe. Wie Lena ihm anfangs gezeigt hatte, legte er seinen Klotz nun auf den ihren.

So ging es weiter, bis schließlich der mittlerweile gewachsene Turm einstürzte. Und nun kam für Kolbert das Beste: Er durfte gegen alle Steine des Turms schlagen, aus denen er noch bestand, sodass sie sich wild im Zimmer verteilten. Anschließend krabbelten beide herum, um die Klötze wieder einzusammeln.

Und dann ging der Turmbau von vorne los. Doch auch dieses Spiel beendete Lena irgendwann mit einem knappen »Schluss jetzt!« Und Kolbert half ihr beim Einräumen der Steine in die Kiste.

Stürze und kleinere Verletzungen blieben beim täglichen Spielen, Krabbeln und Laufen nicht aus. Aber Lena war ja da, setzte sich direkt neben Kolbert oder hielt ihn stumm in den Armen. Und obwohl sie ihn dabei niemals tröstete, hatte er das Gefühl, von ihr in seinem akuten Schmerz angenommen zu werden. Sie war einfach da und nah – und das genügte Kolbert. Mit dem Schmerz kam er allein zurecht.

Irgendwann nach vielen Stunden Bewegung war Kolbert müde, bekam seine Nachtwindel und seine letzte Flasche, bei der er oft einschlief. Lena legte ihn dann behutsam in sein Bettchen und warf noch einen letzten Blick auf das schlummernde Baby.

Wenn man ihr so zusah, wie sie sich während der Abwesenheit von Kolberts Eltern um ihn kümmerte, könnte man meinen, sie selbst sei seine Mutter – sosehr widmete sie sich diesem Kind. Nun aber, nachdem Kolbert im Bett lag und schlief, trennte sich Lena von dieser Rolle, holte sich aus der Küche etwas zu trinken und zu essen, und machte es sich im Wohnzimmer bequem.

Ungefähr eine Stunde später kamen Kolberts Eltern zurück. Selten zusammen, meist erschien Moritz Glaser zuerst. Während der ohnehin den ganzen Tag unterwegs war, begann Johanna erst am frühen Nachmittag mit ihrer Arbeit. So kamen beide erst gegen Abend zurück.

Nachdem einer von Kolberts Eltern wieder da war, konnte Lena selbst ihren Weg nach Hause antreten. Dort fand sie ihren Vater in der Regel betrunken vor, auf dem Sofa eingeschlafen, manchmal auch auf dem Teppichboden. Dort lag er dann auf dem Rücken oder mit dem Gesicht nach unten, nur selten auf der Seite.

Lena war bemüht ihn nicht zu wecken. Sie hatte keine Angst davor, denn ihr Vater war – ob nüchtern oder betrunken – fast immer sanft wie ein Lamm. Doch aus Erfahrung wusste sie, dass er am liebsten dort liegen blieb und weiterschlief, wo er gerade eingeschlummert war. War das am Boden, so legte Lena ihm bloß ein Kissen unter den Kopf.

Manchmal brummte er dabei etwas vor sich hin, worauf Lena nicht reagierte. Sie ging ohne ein Wort in ihr Zimmer, um sich auszukleiden und selbst schlafen zu gehen.

Ihr Vater Lukas Wagner war bereits mehr als ein Jahr arbeitslos. Zuvor hatte er einen Job bei einem Technologieunternehmen. Lena wusste selbst nicht, was genau diese Firma machte, nur dass es eben etwas mit »Technologien« zu tun hatte. Und dem Betrieb eigentlich eine große wachstumsreiche Zukunft bevorstand, an der ihr Vater mit Sicherheit teilhaben würde. So jedenfalls hatte er es seiner Frau und seiner Tochter nicht nur einmal erzählt.

Dann aber kam alles plötzlich ganz anders. Der Firmeninhaber war von einem Tag auf den anderen verschwunden. Und hatte zeitig dafür gesorgt, dass der Inhalt der Betriebskasse auf sein Konto geflossen war.

Die Angestellten der Firma mussten allesamt entlassen werden, denn der Laden steckte tief in den Schulden (auch weil sich ihr ehemaliger Chef so fürstlich bedient hatte). Einige fanden eine neue Stelle, nicht so Lukas Wagner. Nach Zahlung eines Übergangsbetrages bekam er Arbeitslosengeld.

Seitdem saß er zu Hause, konnte lange Zeit das Ganze nicht fassen. Zumal er sich doch so gut mit seinem Chef verstanden hatte und sogar per Du mit ihm war. Irgendwann war seine Frau – Lenas Mutter – verschwunden, hatte einen Zettel hinterlassen, auf dem eine Menge Text geschrieben stand. Sie wolle woanders neu anfangen und mit ihm sei das nun mal nicht mehr möglich. Sie hinterließ keine Adresse, aber sie verließ auch Lena.

Lukas Wagner nahm es hin, ihre eheliche Beziehung war auch zuvor schon auf einem Tiefpunkt. Zuerst war Lenas Vater in seinem Job für die neue Firma so aufgegangen, dass sein Familienleben weit in den Hintergrund rückte, ja eigentlich für ihn nicht mehr stattfand.

Und als Arbeitsloser beschloss Lukas, eine Opferrolle zu übernehmen: Einen neuen Job würde er sowieso niemals mehr kriegen, einen wie diesen schon gar nicht. Sein alltägliches Wehklagen verdross nicht nur Lenas Mutter, sondern auch sie selbst.

Dann verließ ihn seine Frau, seine damals 14-jährige Tochter blieb. Lena tat ihr Vater leid. Obgleich sie kein Verständnis für sein Gejammer hatte, wollte sie ihn doch nicht so allein lassen. Als seine Tochter sei sie ihm das schuldig, meinte Lena.

Außerdem wäre ihr Vater ohne sie hilflos. Früher war ihr das nie aufgefallen, aber seit ihre Mutter sich von ihm getrennt hatte, erlebte sie täglich, wie er nicht einmal mit den einfachsten Dingen im Haushalt zurechtkam.

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