Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann

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Kolbert wird als Kind mit einer außergewöhnlichen Haut geboren. Die Art seiner Pigmente ermöglicht es ihm, seine Hautfarbe fast beliebig zu ändern. Um weitgehend unauffällig zu bleiben, trägt er in der Regel ein Standard-Orangerosa, lernt aber mit der Zeit, Farbe und Oberfläche seiner Haut immer differenzierter zu verändern.
Er nutzt seine Hauteigenschaften mal als Abwehr, mal zur Tarnung, in Shows oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Er begegnet vielen normalen wie auch skurrilen Menschen, die seinen Eigenheiten teils bewundernd, teils ablehnend gegenüberstehen. Natürlich geht es auch um Liebe und Sex, Beziehungen und Jobs.

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Wichtig für ihn war es, dieses Gitter zu erreichen und zu öffnen. Er tastete die Wände ab und fand an einigen Stellen Vertiefungen. Die hatte Bruno (selbst nicht allzu sportlich) an einer Wandseite der Grube in kürzeren Höhenabständen für sich angelegt. Und die nutzte nun Kolbert, nachdem er sie entdeckt hatte, um selbst nach oben zu gelangen. Was Bruno ganz offensichtlich nicht einberechnet hatte.

Kolbert begann die feuchtkalte Wand hinaufzuklettern, stürzte in der Mitte jedoch wieder herunter. Und landete unbeschadet auf der Matratze. Erst mehrere Versuche brachten ihn dem Gitter immer näher, bis er es berühren konnte.

Es war zum Glück nicht allzu schwer für Kolbert, es mit einer Hand ein wenig zu verschieben. So entstand mit der Zeit ein Spalt, der breit genug für ihn war, um hindurch zu schlüpfen. Und endlich diese ihm unheimliche Grube zu verlassen. Bis es allerdings so weit war, musste Kolbert noch einige Male herunterfallen und wieder hinaufsteigen, wobei er sich Ellbogen und Knie aufschürfte.

Kaum war er endlich aus der Grube geklettert und unter dem darüber gestellten niedrigen Tisch hervorgekrochen, da hörte er ein Geräusch. Es war Bruno, gerade auf dem Weg zum Versteck, um nach dem Jungen zu sehen und eines seiner Kleidungsstücke mitzunehmen.

Kolbert hatte die Wände als graufarbig erfasst, weil hier etwas mehr Licht vorhanden war. Was sollte er tun? Orientierungslos wie er war, rannte er auf eine der grauen Wände zu, um seinen schmächtigen Körper dort anzupressen.

Im ersten Moment war es furchtbar kalt, aber die Angst hielt Kolbert an dieser Wand fest. Dann tastete er sich an ihr entlang bis in eine der Ecken. Das Herz schien ihm stillstehen zu wollen, als er hörte, wie jemand sich näherte. Dabei neutralisierten sich seine Chromatophoren, sodass seine Haut eine Farbe annahm, die dem Grauton der Wände täuschend ähnelte. Dazu kam der Umstand, dass sein kurzgeschorenes Haar ohnehin grau war.

Als Bruno den Schrank zur Seite geschoben hatte und durch das Loch in der Wand gestiegen war, richtete er seine Taschenlampe auf die Grube und knipste sie an. Sofort bemerkte er den leicht verschobenen Tisch und das versetzte Gitter. Der Schrecken fuhr ihm durch alle Glieder, sein Fuß trat den Tisch und das Gitter zur Seite. Mit der Lampe leuchtete er die Grube ganz aus, konnte aber nur Kolberts Kleider und seine Windel entdecken, die dort verstreut herumlagen.

Wild fluchend sprang Bruno in die Grube. Er wollte nicht glauben, dass ihm sein Opfer entwischt war. Unterdessen klebte Kolbert mit heftigem Herzklopfen in seiner Ecke, schien regelrecht mit ihr verwachsen, als ob er und die Wand eins wären.

Kurze Zeit später hatte Bruno die Grube wieder verlassen – mit Kolberts Pullover in der Hand. Er spähte die Wände entlang, während Kolbert ihm den nackten Rücken zukehrte. Selbst viel zu erregt kam Bruno nicht auf die Idee, Wand für Wand genau abzuleuchten.

Im Glauben, Kolbert sei bereits aus dem Raum geflüchtet, rannte er in Panik hinaus, das offene Wandloch hinterlassend. Natürlich konnte er Kolbert auch in der Umgebung der Hausruine nicht finden. Wenn aber dieses Kind frühzeitig zu seinen Eltern zurückkehrte, war alles umsonst! Und Bruno müsste zurück zu Lukas und seinen Flaschen, weiter mit ihm das öde ziellose Leben teilen, das jener führte – und immerzu führen würde.

Seine anfängliche Verzweiflung wandelte sich zunächst in maßlose Wut, um dann aber einer gewissen Zuversicht zu weichen. Warum sollte er nicht versuchen, früher an das Lösegeld zu kommen? Obwohl Kolbert ihm ganz offensichtlich entwischt war. So könnte er längst mit den Scheinen über alle Berge sein, wenn Kolbert irgendwo aufgegriffen würde. Schnellstmöglich sollte er daher eine Telefonzelle aufsuchen, um bei Kolberts Eltern auf eine frühere Geldübergabe zu drängen.

Lange Zeit, nachdem Bruno wieder von Kolberts Aufenthaltsort verschwunden war, wagte es dieser, sich aus seiner Ecke weg zu rühren. Er drehte sich um, erkannte das Loch in der Wand, bewegte sich darauf zu und stieg vorsichtig hindurch. Kam dabei zu Fall, aber landete sicher auf der anderen Seite der Mauer neben dem Schrank, der in diesem Raum als einziges Möbelstück stand.

Hier war auch mehr Licht, sodass Kolbert sich besser orientieren konnte. Als er schließlich draußen vor dem verlassenen baufälligen Haus stand, das bis vor kurzem sein Gefängnis gewesen war, blendete ihn das grelle Tageslicht.

Aber Kolbert war das gleichgültig. Er wollte nur noch zu Lena und nach Hause. Verwirrt eilte er in Richtung Straße, wo er Geräusche von Autos hörte. Nach Lena zu rufen wäre hier wohl sinnlos gewesen.

Zuerst fuhren nur Autos an ihm vorbei, es waren nur wenige, denn die Straße war nahezu unbelebt. Keiner der Insassen schien ihn weiter zu beachten.

Als ihm die ersten Passanten begegneten, rief Kolbert ihnen zu: »Hallo! Nach Hause!« Doch die Vorübergehenden – ein paar Jugendliche – starrten ihn nur an und kicherten, blieben aber nicht stehen. Dann kam eine ältere Frau, kreischte entsetzt und ging eilig weiter.

Kolbert war verstört. Warum reagierten die Menschen so? Seiner Nacktheit war er sich zwar bewusst, aber er fand nichts Schlimmes daran. Bei all der Aufregung hatte er jedoch bis jetzt gar nicht bemerkt, dass seine Hautfarbe noch immer grau war. Doch das ließ sich leicht korrigieren. Innerhalb kurzer Zeit hatte seine komplette Haut ein wieder unauffälligeres Orangerosa angenommen.

Bald darauf hielt ein Auto und zwei Männer in Uniform stiegen aus. Sie fanden einen kleinen Jungen vor, der vollkommen nackt war und »Nach Hause!« sagte.

Die kreischende Frau von vorhin war plötzlich wieder da und rief: »Die Haut! Seine Haut!« »Was ist mit seiner Haut?«, fragte einer der Polizisten. »Grau!«, bekam er zur Antwort, »Sie war grau!« »Aber jetzt ist sie rosa!«, betonte der Polizist. »Vorhin war sie grau!«

Kopfschüttelnd nahm sein Kollege Kolbert an der Hand und brachte ihn zum Auto. Dort umwickelte er ihn mit einer Decke. »Was ist passiert? Hast du dich verlaufen? Wie heißt du denn?«, fragte er. Drei Fragen auf einmal. Kolbert beschloss, nur die letzte zu beantworten und sagte brav seinen Vor- und Nachnamen auf.

Inzwischen hatte der eine Polizist die Frau nochmals befragt. Und die blieb bei ihrer Behauptung, dass die Haut dieses Jungen tatsächlich grau gewesen sei. »Wenn das stimmt«, meinte der Mann zu seinem Kollegen, »dann haben die Ärzte einen neuen Fall!«

Ohne lange zu überlegen, fuhren die beiden Polizisten mit Kolbert in die nahegelegene Klinik. Erst von dort aus benachrichtigten sie seine Mutter. Die war am anderen Ende der Leitung hörbar erleichtert, dass ihr Sohn in Sicherheit war.

6. Verlieren und finden?

Gleich nach dem ersten Telefonat mit Bruno hatte Kolberts Vater die Polizei davon in Kenntnis gesetzt. Etwas später war ein Mann zu den Eltern nach Hause gekommen, der sich als Kommissar Herbst vorstellte.

Noch während der mit den Eltern das weitere Vorgehen besprach, rief jemand aus einer Klinik an und berichtete, dass Lena auf dem Weg vom Kindergarten einen Schlag auf den Kopf erhalten habe und Kolbert verschwunden sei.

Bald darauf erhielten die Glasers einen erneuten Anruf von Bruno, der es plötzlich auffallend eilig hatte. Er wollte das Lösegeld nun sofort, also noch heute. In Absprache mit dem Kommissar stimmte der Vater von Kolbert zu, schnellstmöglich zum vereinbarten Treffpunkt zu fahren, sobald er das Geld von der Bank geholt hatte.

Der Plan von Kommissar Herbst sah vor, dass einige Polizisten dem Entführer unauffällig folgen sollten, sobald er das Lösegeld übernommen hatte. Zuschnappen würde man erst, wenn Kolbert außer Gefahr sei.

Moritz Glaser war längst auf dem Weg zu Bruno, als ein weiterer Telefonanruf kam, den Kolberts Mutter entgegennahm. Sie erfuhr, dass ihr Sohn wohlbehalten in einer Klinik angelangt und damit dem Entführer entkommen war. »Er wird von den Ärzten noch untersucht«, meinte der Polizist am Telefon, »auch weil da irgendwas mit seiner Haut gewesen sein soll«.

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