Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans-Georg Schumann - Der Chamäleonmann» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Chamäleonmann: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Chamäleonmann»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Kolbert wird als Kind mit einer außergewöhnlichen Haut geboren. Die Art seiner Pigmente ermöglicht es ihm, seine Hautfarbe fast beliebig zu ändern. Um weitgehend unauffällig zu bleiben, trägt er in der Regel ein Standard-Orangerosa, lernt aber mit der Zeit, Farbe und Oberfläche seiner Haut immer differenzierter zu verändern.
Er nutzt seine Hauteigenschaften mal als Abwehr, mal zur Tarnung, in Shows oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Er begegnet vielen normalen wie auch skurrilen Menschen, die seinen Eigenheiten teils bewundernd, teils ablehnend gegenüberstehen. Natürlich geht es auch um Liebe und Sex, Beziehungen und Jobs.

Der Chamäleonmann — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Chamäleonmann», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Vielleicht war dieser Kolbert gefährlich? Womöglich sogar eine Art Alien? Elmar spürte auf einmal, dass er Angst hatte. Und ohne weiter zu überlegen drehte er sich um und rannte mit einem kurzen Aufschrei aus dem Toilettenraum.

Die anderen Kinder unterbrachen erstaunt ihr Spiel, denn so ängstlich hatten sie Elmar noch nie erlebt.

»Er – ist…«, stotterte Elmar und rannte auf Denise zu, um bei ihr Schutz zu suchen. »Wer ist was?«, fragte die und sah ihn erstaunt an.

»Er, er...«, stotterte Elmar und zeigte auf die Tür zum Toilettenraum, »... ein Alien!«

Nun schauten alle zur Toilettentür, die sich langsam öffnete. Heraus trat Kolbert, sein Gesicht und seine Hände hatten eine inzwischen wieder orangerosa Farbe.

»Aber«, begann Elmar, »erst war er irgendwie grau, dann war er irgendwie blau!«

Die anderen Kinder lachten, zunächst nur einzelne, aber schließlich alle. Sie fühlten sich erleichtert. Und in ihr Lachen mischte sich Schadenfreude, dass endlich Elmar einmal der Gedemütigte war, und nicht eines von ihnen.

Der wusste nicht recht, wie er sich künftig Kolbert gegenüber verhalten sollte. Er hatte nicht übel Lust, ihn kräftig zu vermöbeln. Aber das mit der Hautfarbe irritierte ihn. Vielleicht sollte er diesen Kerl lieber meiden? Und Elmar beschloss, sich vorläufig von Kolbert fernzuhalten. Bis ihm etwas Besseres einfiel.

Ein weiteres Mal hatte Kolbert nun diese Erfahrung gemacht: Wenn er seine Hautfarbe änderte, konnte ihn das schützen. Es konnte einen Feind davon abhalten, dass er ihn fand. Und es konnte einen Feind davon abhalten, dass er ihn verletzte.

Als seine Haut in seinem Gefängnis grau wie die Wand wurde, hatte ihm das geholfen, von seinem Entführer nicht entdeckt zu werden. Und die Hautverfärbung im Toilettenraum hatte ihn vor Elmars weiteren Attacken gerettet.

Doch hatte seine besondere Eigenschaft nicht auch Angst erzeugt? Waren andere nicht zumindest verunsichert, als er nackt und grau vor ihnen stand? War nicht Elmar beim Anblick seiner türkisblauen Haut sichtlich verstört? Für Kolbert war die Verfärbung jedes Mal positiv, andere dagegen werteten sie durchweg als negativ – bis auf Lena.

Dass die ihm gerade jetzt wieder einfiel, machte Kolbert traurig. Er vermisste sie sehr. Nicht nur, weil Lena die einzige war, die seine Hauteigenschaften wirklich zu schätzen wusste. Sondern auch, weil sie ihm mehr Mutter geworden war als seine eigene Mutter.

7. Wiederbegegnung

Mittlerweile war Kolbert sechs Jahre alt geworden und besuchte die erste Klasse der Grundschule. Seine Mutter arbeitete währenddessen weiterhin als Sekretärin und war nachmittags zu Hause, wenn ihr Sohn von der Schule kam. Ein Kindermädchen hatten die Eltern seit Lena nicht mehr eingestellt.

Im Laufe der Jahre hatte Kolbert gelernt vieles allein zu erledigen. So fuhr er von Anfang an jeden Tag ohne Begleitung mit dem Bus zur Schule. Machte seine Hausaufgaben allein. Und traf sich dann mit Klassenkameraden zum Spielen.

Niemand wusste etwas von Kolberts Fähigkeit seine Haut zu verfärben. Glaubte er. Bis er eines Tages Elmar auf dem Schulhof sah. Geändert hatte sich bei dem offenbar nichts, ebenso wie schon im Kindergarten gab es auch hier genügend Opfer, die Elmar vor sich hertreiben oder denen er seine berüchtigte »Panzerfaust« verpassen konnte.

Als die beiden Jungen sich zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder über den Weg liefen, trafen sich nur kurz ihre Blicke. Dann ging jeder weiter. Wie es aussah, vermied Elmar auch hier den direkten Kontakt zu Kolbert, der ihm nie ganz geheuer gewesen war.

Nun gab es in der Schule jemanden, der über Kolberts Hauteigenschaften Bescheid wusste. Doch es sah nicht so aus, als würde Elmar dieses Geheiminis lüften. Weil Kolbert in der ersten und Elmar in der dritten Klasse war, hatten sie in der Schule nicht viel miteinander zu tun. Wenn sie sich auf dem Schulhof oder in den Gängen begegneten, gingen sie einfach aneinander vorbei, als würden sie sich nicht kennen.

Schon nach der ersten Begegnung war Kolbert aber nachdenklich geworden. Im Grunde genommen tat ihm Elmar leid. Keiner mochte ihn. Das hatte dieser Kerl sich zwar vorwiegend selbst zuzuschreiben, doch es schien für ihn auch keine Chance für eine Wende zu geben. Denn würde Elmar plötzlich sanftmütig und artig, wer würde ihm das abnehmen?

Für Kolbert war dieser Junge in seiner Tyrannenrolle gefangen. Ebenso wie die Kinder in seiner direkten Umgebung an ihren Part gekettet waren. Sie hatten Elmars Spiel mitzuspielen, waren seine Opfer und seine Feinde. Und ähnlich wie im Kindergarten warteten viele darauf, dass Elmar irgendwann für all die Demütigungen bestraft würde. Doch wer sollte die Rolle des Rächers übernehmen?

Kolbert erinnerte sich an die letzten Monate, die Elmar noch mit ihm zusammen im Kinderhort war. Bis zu seinem Wechsel zur Schule hatte er Kolbert gemieden, weil er keine Lösung fand (und vielleicht auch nie suchte), mit ihm umzugehen.

Während er also die übrigen Kinder weiterhin tyrannisierte, blieb Kolbert davon ausgenommen. So suchten manche Kinder Zuflucht in Kolberts Nähe, wenn sie sich von Elmar bedrängt fühlten. Doch Kolbert gefiel seine Rolle nicht, denn wirklich beschützen konnte er niemanden. Er selbst wollte ja eine Konfrontation mit Elmar vermeiden.

Doch irgendwann endlich hatte Elmar den Kinderhort verlassen. Kolbert blieb dort noch zwei Jahre, bis er selbst alt genug für den Wechsel zur Schule war. Die Zeit ohne Elmar verlief meistens ziemlich ruhig. Doch manchmal eben auch langweiliger.

Und nun traf Kolbert diesen Jungen wieder in derselben Rolle. Auch diesmal tyrannisierte er andere Kinder, Kolbert dagegen blieb von seinen Attacken auch jetzt verschont.

Was Kolbert dazu brachte, Elmar auf dem Schulhof zu beobachten, wusste er nicht. Vielleicht war es Mitleid? Ja, zuerst tat dieser Junge ihm leid, doch dann begann Kolbert, allmählich Verständnis und sogar Bewunderung für Elmar zu entwickeln.

War es die Konsequenz, mit der Elmar seine Ziele (und Opfer) verfolgte? War es die Übermächtigkeit, die Überlegenheit an Körperkraft, an der es Kolbert im Vergleich zu Elmar mangelte? Wollte er so wie dieser Junge sein? Wenigstens manchmal?

Kolbert war verwirrt. Irgendetwas in ihm sträubte sich dagegen, Elmars Verhalten positiv zu sehen. Irgendetwas in ihm stemmte sich auch gegen jegliches Mitleid oder Mitgefühl. Aber es gab auch etwas in Kolbert, das nach so etwas wie dem Guten in diesem Menschen suchte – allerdings bisher ohne Erfolg.

Eines Tages traf er Elmar an der Bushaltestelle. Kolbert hatte seinen Bus verpasst, der ihn von der Schule nach Hause bringen sollte. Er musste auf den nächsten warten. Das gleiche schien Elmar mit seinem Bus passiert zu sein. Oder hatte er auf ihn gewartet? Um es ihm endlich mal zu »besorgen«?

Eine Weile standen sie nun zu zweit an der Haltestelle, in einiger Entfernung, die Blicke auf die Straße gerichtet. Plötzlich drehte sich Elmar zu ihm und schaute ihn an.

Augenblicklich erstarb in Kolbert jedes mögliche Mitgefühl und wich einer langsam wachsenden Angst. Nicht nur, dass dieser Kerl die bisherige sichere Distanz durchbrochen hatte, nun wagte er es sogar, sich Kolbert direkt zuzuwenden.

Dies würde der Auftakt für kommende Schikanen sein. Nun würde auch er zu einem Jagdopfer. Und was hinderte Elmar daran, nun all das nachzuholen, was er aus seiner Sicht bei Kolbert versäumt hatte?

Er war so überzeugt davon, dass Elmar ihm nun einiges heimzahlen wollte, dass er nicht sofort verstand, was dieser zu ihm sagte. »Kannst du das immer noch, das mit der Hautfarbe?«, wiederholte Elmar.

Kolbert schluckte und spürte, wie seine Anspannung etwas von ihm wich. Er war überrascht und ein wenig erleichtert. Fürs erste.

»Ja«, sagte er heiser. »Und«, fragte Elmar nun weiter, »kannst du das in allen Farben?«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Chamäleonmann»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Chamäleonmann» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Chamäleonmann»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Chamäleonmann» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x