Hannelore Wulff - Die Egomanin

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Die Autorin schickt ihre Figuren in die 1946 zerstörte Stadt Hamburg, in der die Hauptfigur rücksichtslos mit dem Mut der Verzweiflung um ihr Leben kämpfend zur egozentrischen, neiderfüllten Person wird, die über Leichen geht und quasi alles erreicht, nur eines nicht: Ihre große Liebe.

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„Nein, nein, ich trinke nicht. Ich bin keine, die an der Flasche hängt. Es wird mir nichts ausmachen, trocken zu bleiben. Ganz im Gegenteil. Wann soll ich anfangen?“

„Sofort. Ich zeige dir nur schnell dein Zimmer und dann gehen wir runter. Wir werden bald öffnen müssen. Gerd, der Mixer wird bereits da sein und alles Weitere übernehmen.“

Sie ging noch eine Stiege höher hinter ihm her. Die Kammer, mit nur einer Liege und daneben ein Tischchen, war winzig. In einer Ecke stand ein Kleiderständer und wie sie erleichtert feststellte, ein kleines Waschbecken für fließendes Wasser. Die schrägen fensterlosen Wände mit nur einer Luke nach draußen gaben nicht mehr her. Für sie jedoch, war es ein Himmelreich.

„Das kostet fünfhundert Mark Miete im Monat.“

„Wie bitte? Für diese miese Absteige so viel Geld? Das habe ich nicht, das tut mir leid.“

„Was sind in der heutigen Zeit schon fünfhundert Mark? Die Deutsche Reichsmark ist doch nichts mehr wert. Der Preis ist nur noch symbolisch. Unten an der Bar wird nur noch in ausländischer Währung bezahlt. Vorwiegend in Englische Pfund oder Dollars. Wie gesagt, Gerd wird dich einweisen, er kennt auch die jeweiligen Tageskurse. Etwas rechnen wirst du schon müssen, aber du hast ja in einer Bank gearbeitet. Also dürfte es für dich nicht schwierig sein. Ach ja, hier hast du den Schlüssel für die Dachkammer. Nach Feierabend, und das ist meistens so gegen 6 Uhr früh, kommst du mit Gerd zuerst zu mir zum Abrechnen. Nach der gesetzlichen Sperrstunde brauchen wir uns nicht zu richten, wir werden von den Besatzern toleriert.“

Sie gingen runter, über die Toreinfahrt ins nächste Haus zu dem Lokal, das noch einen ziemlich verschlafenen Eindruck machte. Der Barmixer stand schon hinter dem Tresen und wunderte sich, dass sein Chef nicht wie üblich alleine kam. Max Becker begrüßte ihn mit einem Handschlag, stellte Ella vor und gab ihm ohne Widerrede zu verstehen, dass er eine reibungslose Zusammenarbeit wünsche. Gerd musterte Ella von Kopf bis Fuß und die gegenseitige Antipathie war nicht zu übersehen. ´Was soll dieser abgebrochene Zwerg hier anstellen? Die steht doch nur rum und vergrault mir die Gäste`, dachte er und sah seinen Chef fragend an, der darauf nicht reagierte, im Gegenteil , er war damit sogar zufrieden, weil er so annehmen konnte, dass ein Miteinander – wie auch immer – von vorn herein ausgeschlossen war.

Ella sagte nichts. Sie stand nur da, machte absichtlich auf unbeholfen, auf schüchtern und registrierte alles haargenau. Sie zählte die Tische, die Sitzecken und sah, wie zwei Musiker ihre Instrumente auspackten und gierig auf ihre obligatorischen Drinks warteten. Sie stellte fest, dass es für den Anfang gar nicht mal so übel war. Es hätte schlechter kommen können. Und was die zwei Männer betrifft, die neben ihr standen und ohne von ihr Notiz zu nehmen diskutierten, sie wie Luft behandelten, denen würde sie es bald zeigen, wer hier das Sagen hat. Nur, das Kind bereitete ihr Sorgen. Wohin damit?

Max Becker ging zurück in sein Büro. Und Ella stand immer noch an einem Barhocker gelehnt vor dem Tresen. Sie wollte an Gerd vorbei nach hinten zu ihrem Arbeitsplatz, doch der machte keine Anstalten, sie vorbeizulassen. Er stellte sich quer, so dass für sie kein Platz war, um an ihn vorbeizukommen. `Okay, ich kann auch anders´, dachte sie, stellte sich dicht hinter ihm und kniff ihn mit aller Kraft gekonnt in die Genitalien, so dass er vor Schmerzen laut aufschrie und vornüber haltesuchend nach der Zapfanlage griff. Er wollte sich umdrehen und ihr eine runterhauen, doch sie war schneller, sie wich ihm aus und mit beinahe flüsternder Stimme sagte sie ruhig: „Das nächste Mal reiß ich dir den Sack ab, kapiert?“ Er kam nicht mehr dazu, darauf zu reagieren, denn die beiden Musiker kamen, um das ihnen vor Arbeitsbeginn zustehende Bier zu trinken. Wenig später kamen die ersten Damen und das Lokal begann sich schnell zu füllen.

Der erste Abend war die reinste Enttäuschung. Sie saß in der Ecke hinter dem Tresen auf einen Barhocker und wurde von keinem der Gäste bemerkt. Wenn, dann gingen sie direkt zum Barmixer, den sie kannten und bestellten bei ihm ihre Drinks. Es sah wirklich so aus, als würde sie die Gäste vergraulen, als würde sie sich langweilen bei all den sich gegenseitig mit Alkohol und Drogen animierenden Menschen. Doch es täuschte. Sie beobachtete das sich ihr bietende Milieu bis ins kleinste Detail. Sie wusste wann und mit wem die jeweilige Dame in die dafür bestimmten Gemächer verschwand. Sie merkte sich jede Sektflasche, die in Kübeln auf den Tischen standen und die von den Kellnern serviert wurden. Und sie sah wie so manch ein Schieber unter den Tischen mit Schwarzmarktware handelte.

Je später es wurde, desto mehr Menschen, überwiegend Männer, kamen ins Lokal und desto ausschweifender benahmen sich die angetrunkenen Gäste, von denen viele Ausländer, sogar Besatzer waren. Ella, die sich einbildete vieles zu kennen musste zugeben, dass dieses hier neu für sie war, dass dies hier anders war und in keinem Vergleich zu den einheimischen Kneipen in Dortmund stand.

Sie registrierte alles. Sie nahm das Rings-Um-Sie-Herum wahr, nicht etwa für ihren Chef, der sie damit beauftragt hatte, nein . . . sie hatte eine Idee. Und diese, bereits am ersten Abend aufgetauchte Idee wollte auch später nicht aus ihrem Kopf weichen. Max Becker ließ sich öfter mal blicken. Er setzte sich auch auf eine Zigarette zu Ella an den Tresen. Trinken tat er nicht. Und er unterhielt sich auch nicht mit ihr.

Gegen Morgen war sie wie gerädert. Das ganze Remmidemmi in dem Bordell dauerte immerhin bis nach 6 Uhr früh. Sie schlief keine drei Stunden. Denn sie wollte, das heißt sie musste ins Krankenhaus, um die Sache mit dem Kind ins Reine zu bringen. Die ganze Nacht hatte sie Zeit gehabt, um zu überlegen, was sie sagen wird, damit der Säugling zumindest fürs erste noch ein paar Tage in der Klinik bleiben kann. Gleichzeitig wollte sie darum bitten, ob es nicht eventuell eine Möglichkeit gäbe, das Kind in ein Waisenhaus oder zu Pflegeeltern zu geben, wo es allemal besser aufgehoben sein würde, als mit ihr quasi auf der Straße. Nun ging sie die Lange Reihe runter bis zur Lohmühlenstraße zum Krankenhaus St. Georg. Und immer wieder fragte sie sich: `Warum habe ich dusselige Kuh mich damals bei Nacht und Nebel mit dem besoffenen Typen, von dem ich noch nicht mal weiß, wie er heißt, eingelassen? Jetzt habe ich ein Balg am Hals und weiß nicht wohin damit´.

So leicht, wie sie es sich vorgestellt hatte, war es nicht. Im Krankenhaus wollte man ihr das Baby gleich mitgeben. Es zeigte sich, dass niemand dafür zuständig war, auf ihr Anliegen einzugehen. Sie wollte schon resigniert aufgeben, als per Zufall der ältere aus der Notaufnahme kommende Arzt ihr auf dem Flur über den Weg lief. Sie erkannte ihn nicht. Doch er erinnerte sich spontan an die körperbehinderte, schwangere kleine Frau, die er damals in den Kreißsaal schickte. „Hallo, wie geht es Ihnen? Wie ich sehe, haben Sie alles gut überstanden. Doch wo ist das Baby?“ Ella reagierte sofort, brach, wie auf Kommando, in Tränen aus und schluchzte herzzerreißend. Er setzte sich neben sie auf die Bank, zog ein Tuch aus seiner Hosentasche, gab es ihr und sagte: „Was ist denn mit dem Kind? Doch nicht etwa . . .?“ „Nein, nein, mit dem Kind ist alles in Ordnung, es ist ein strammer Junge, aber . . ., sehen Sie Herr Doktor, ich habe kein Dach überm Kopf, ich schlafe im Bahnhof in einer Ecke auf bloßem Fußboden. Das Baby wird sterben, wenn ich es jetzt mitnehme. Ich weiß auch nicht, wie ich es ernähren soll, ich habe keine Milch. Ich brauche dringend Arbeit, aber wie soll ich die bekommen, gehandikapt wie ich bin und dann noch mit einem Säugling im Arm? Bitte Doktor, helfen Sie mir.“

„Das würde ich gerne tun, aber wie? Mir sind die Hände gebunden, ich weiß wirklich nicht, was man da machen könnte.“

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