Hannelore Wulff - Die Egomanin

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Die Autorin schickt ihre Figuren in die 1946 zerstörte Stadt Hamburg, in der die Hauptfigur rücksichtslos mit dem Mut der Verzweiflung um ihr Leben kämpfend zur egozentrischen, neiderfüllten Person wird, die über Leichen geht und quasi alles erreicht, nur eines nicht: Ihre große Liebe.

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„Ich verstehe“, sagte Pfeiffer und deutete nach hinten, „aber hier können Sie jetzt nicht raus. Sie müssen schon wieder durch den Garten zu Ihrer Wohnung gehen, denn hier muss erst die Spurensicherung alles durchsuchen und danach wird sowieso abgesperrt.“

Gerda Hausschild sah sich um und bemerkte: „Wo ist denn der Hund geblieben? Ich hatte ihn doch auf meinen Arm, als ich hierherkam. Und wer wird für das Tier aufkommen? Wir können ihn nicht nehmen, ich bin allergisch gegen Katzen- und auch Hundehaare.“

Pfeiffer folgte der Frau bis zur Terrasse, holte ein Tempo-Taschentuch aus seiner Jackentasche und tupfte sich die Schweißperlen von der Stirn. Tief Luft holend krächzte er mehr zu sich selbst: „Die hat doch weiß Gott noch die Heizung laufen.“

Nachdem soweit alles aufgenommen wurde, löste sich allmählich alles auf. Die Tote wurde von den Helfern des Amtsarztes abtransportiert und nach Eppendorf in die Uniklinik gebracht. Hans und Gerda Hausschild gingen nach oben in ihre Wohnung und Berger und Pfeiffer begaben sich vorerst zu ihrem Fahrzeug, das in der Einfahrt des Hauses stand. Berger machte sich Notizen und sagte so nebenbei zu Pfeiffer, der mit langgestreckten Beinen auf dem Beifahrersitz saß und den inzwischen eingetrudelten Menschenauflauf beobachtete:

„Wir müssen gleich noch mal hoch und uns den Schreibtisch der alten Dame vornehmen. Ich glaube, dass wir dort so manches vorfinden, das uns die Beweise für einen Mordmotiv liefert. Merkwürdig ist nur, dass der Täter nicht danach gesucht hat? Vielleicht wurde er gestört?“

„Daran dachte ich auch schon, als ich mich am Schreibtisch flüchtig umsah. Wir werden jede Menge Arbeit haben, um nach etwas Brauchbarem fündig zu werden. Die Wohnung ist total zugemüllt. Nicht nur von allerhand Krimskrams, sondern auch von Unterlagen, Belegen und Quittungen jeglicher Art. Sie scheint nichts weggeschmissen zu haben. Da stehen allein drei dicke Ordner mit Prozessunterlagen über die Gerichtsverhandlungen mit dem Hauswirt Hausschild. Sie muss viel Geld gehabt haben, um all die Jahre prozessieren zu können. Anwälte kosten eine Menge Geld, und das wollen sie im Voraus haben. Ich meine: Wenn jemand einen Grund hat, sie zu töten, dann ist es Hausschild.“

Sie gingen durch den gepflegten Vordergarten, die Stufen hoch und diesmal von vorne in die Wohnung im Hochparterre. Berger hatte den Schlüssel in einer Plastiktüte steckend. Beide trugen Untersuchungshandschuhe, um möglichst keine Fingerabdrücke zu hinterlassen.

„Heute können wir sowieso nichts mehr machen. Es ist Sonntag, die Spurensicherung kommt erst morgen und bevor die antanzen, werden wir längst hier sein. Jetzt werden wir hier vorne und hinten zum Garten alles abschließen und ein Siegel anbringen.“ Und während er das sagte, sich noch mal umblickte, kroch unten vom Sofa verängstigt der Hund hervor. „Ja, wen haben wir denn da“? beugte sich und hob das Tierchen hoch, „ ich denke, du bist oben bei Hausschilds, was sollen wir mit dir machen?“ Und zu Pfeiffer gewandt: „Ich denke die Hausschild hat ihn mitgenommen, wir können ihn doch nicht hier alleine lassen.“

Sie war Westfälin

Ella Bolle war keine Hamburgerin. Sie war Westfälin und in Dortmund geboren. Nach Hamburg kam sie kurz nach dem Krieg, als die Stadt noch in Schutt und Asche lag. Dortmund musste sie Hals über Kopf verlassen, weil sie Dreck am Stecken hatte. Niemand wusste warum. Wie gesagt, es war kurz nach dem Krieg, und schwer zu ermitteln, ob jemand kriminell oder auch nicht war. Jedenfalls munkelte man im Nachhinein, dass sie ihren aus der Kriegsgefangenschaft kommenden Mann, der durch einen Kopfschuss schwer verwundet und deshalb unzurechnungsfähig war, umgebracht hat.

Hochschwanger stand sie an einem Sonntagmittag im April 1946 auf dem nur teilweise betriebsfähigen Hamburger Hauptbahnhof mit einem kleinen schäbig wirkenden Koffer in der Hand und wusste nicht wohin. Ihr war speiübel. Den ganzen Tag über hatte sie nichts gegessen. Es hätte nicht viel gefehlt und sie wäre ohnmächtig geworden, wenn sie nicht zufällig an einem Bretterverschlag die in großen Lettern handschriftliche Anzeige „Bahnhofsmission“ gesehen hätte. Mühsam, den kleinen Koffer hinter sich schleppend, machte sie sich auf den Weg dorthin. Die Helfer in der provisorisch eingerichteten Mission erkannten sofort die Dringlichkeit und riefen die Ambulanz aus dem nächstgelegenen Krankenhaus St. Georg. Und gleich, als sie in der Notaufnahme angekommen war, setzten die Wehen ein. Sie schrie wie am Spieß. Und auch jetzt hatte sie Glück. Der behandelnde Arzt, der längst hätte im Ruhestand sein müssen, sah die verkrüppelte Wirbelsäule der jungen Frau und diagnostizierte, dass es keine normale Geburt sein würde. Sie kam schnellstens in den Kreißsaal, wurde mit Äther narkotisiert und das Kind kam per Kaiserschnitt zur Welt.

Nach vierzehn Tagen wurde sie entlassen. Das Kind behielt man noch in der Klinik. Ihr war es recht so, denn sie wusste selbst alleine nicht wohin, und mit dem Kind? Sie kannte sich in Hamburg nicht aus und so steuerte sie – noch ziemlich wackelig auf den Beinen – wieder den Bahnhof an. Ihre Lage war alles andere als gut, eher ziemlich brenzlig. Ohne Geld, ohne Zuhause und noch halbkrank setzte sie sich auf eine Bank. Eigentlich sah sie nicht schlecht aus. Sie war ziemlich klein geraten, nicht mal 1,40 m groß, hatte ein niedliches, rundes Puppengesicht, das von blonden Naturlöckchen eingerahmt war und wäre für so manch einen Mann die richtige Wellenlänge. Wenn nur nicht das deformierte Rückgrat wäre. Früher sagte man Buckel dazu. In der Schule, in ihrer Umgebung, in der Familie wurde sie nur „die Bucklige“ genannt. Sogar von ihrem eigenen Vater als sie noch ein kleines Kind war. Von ihm bekam sie dazu noch brutale Schläge, die ihre Verkrümmung austreiben sollten. Sie konnte sich nicht wehren. Nicht körperlich. Dafür aber mit ihrem Mundwerk. Bereits als Kleinstkind, kaum dass sie laufen konnte, hatte sie sich den Hinterhofjargon ihrer Spielkameraden angeeignet. Nein, auf den Mund war sie nicht gefallen.

Es war noch früh am Morgen. Im Krankenhaus forderte man sie auf, das Bett frei zu machen, weil andere, dringende Fälle untergebracht werden mussten. Der Bahnhof war voll. Voller Menschen, die keine Bleibe hatten oder sogenannter ´Nachtschwärmer´, die immer noch, meistens ziemlich angetrunken, einem Abenteuer hinterherjagten. Sie wurde beobachtet. Der Mann kam aus der Bahnhofskneipe, die rund um die Uhr geöffnet hatte und in der er, wie jeden Morgen, einen `Ab-Seiler´ nahm. Max Becker war Nachtclubbesitzer, oder besser gesagt: Bordellbesitzer, in dem größtenteils Schwarzmarktschieber verkehrten. In seinem Etablissement konnte man alles von Waffen bis Penizillin gegen entsprechende harte Währung oder andere wertvolle Tauschmittel erstehen. Sein Bordell würde sich nicht Club nennen dürfen, wenn nicht auch eine Bar dabei wäre. Nur mit der Bedienung dieser Bar hatte er bisher nicht besonders viel Glück. Anfangs wurden die Gäste von einem Barmixer bedient, der, wie sich später herausstellte, schwul war und somit wie ein Magnet Homosexuelle und Lesben anzog, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sein Lokal als Schwulenkneipe bekannt geworden wäre. Also musste er ihn, obwohl er gut war, schweren Herzens entlassen. Dann wurde die Bar zunächst von seinen `Damen´ geführt, das aber auch nicht so hinhaute, weil sie immer öfter in die eigene Tasche wirtschafteten. Außerdem wollte er auch nicht jemanden hinter dem Tresen stehen haben, die nicht abgeneigt war für einen Quickie mal schnell zu verschwinden. Jetzt dachte er nur noch an Schlaf und ging in Richtung Kirchenallee, um sich nach etwas Fahrbarem umzuschauen.

Ella war nicht zu überhören. Neben ihr auf der Bank saß ein nicht gerade attraktiver, heruntergekommener Typ, der im Begriff war, sie anzumachen. „Wenn du Penner, du besoffenes Schwein nicht bald deine dreckigen Pfoten von meinem Koffer nimmst, dann hau´ ich dir deinen eigenen Schwanz um die Ohren, und deine Eier kannst du nur noch in der Gosse suchen“, schrie sie in einem Ton, der die Umherstehenden amüsiert aufhorchen ließ. Auch Max Becker kam nicht drum herum sich dieses Spektakel anzusehen. Zuerst sah er nur übergroße Füße, die an zu kurzen Beinen baumelten und die überhaupt nicht zu diesem Zwergwuchs passten. Dann bemerkte er den Höcker auf ihren Rücken und sah in das von blonden Löckchen umrahmte Puppengesicht. ´Mein Gott´, dachte er, ´wie kann man nur so aussehen, das ist ja die reinste Jahrmarktsfigur´? Und plötzlich hatte er eine Idee. Er ging auf Ella zu, schob den Penner zur Seite und fragte: „Was hat dich denn hierher verschlagen“? „Was geht dich das an, du Arschloch, hau´ ab!“ Er überhörte es und sagte in einem ruhigen beinahe flüsternden Ton: „Suchst du Arbeit?“ Ella, von der leisen, dominierenden Art des Fremden überrascht, antwortete: „Ja, aber nicht als Klofrau.“ „Dann komm´ heute Abend ab acht ins „Chez Nous“, erhob sich und ging. Sie wollte noch fragen „wo“, aber er war nicht mehr zu sehen, also stand auch sie auf und begab sich zur Bahnhofsmission, um eventuell einen Teller Suppe zu ergattern.

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