Heike Wenig - Hier bei uns - Dorstener Geschichten

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Mit dem Band «Hier bei uns» haben die Herausgeberinnen die nunmehr vierte Sammlung ortsbezogener Geschichten zusammengetragen: spannende und manchmal auch ein wenig gruselige Geschichten, Erzähltes, Überliefertes und Erfundenes.
Interessant ist die Mischung alleine schon deshalb, weil sie den Leser geradezu animiert, sich seinen momentanen Stimmungen hinzugeben und die dazu passenden Erzählungen zu wählen oder – als eine andere Variante – ein Stimmungstief mit einer der heiteren Erzählungen zu bekämpfen, Vielseitig, weil Freunde historischer Betrachtungen ebenso angesprochen werden wie Liebhaber historisierter Geschichten, heiterer Erzählungen und kleiner Gedichte.

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Am Gründonnerstag früh hörten wir von der Goethestraße Rufe: „Hurra, hurra“. Nach wenigen Minuten kam ein Amerikaner in unsere Wohnung und sagte zu uns: „Kommen sie heraus!“ Wir standen dann am Eingang unseres Hauses. Der Amerikaner ging hierauf weg, kam aber nicht wieder. Erst nachmittags um eineinhalb Uhr erschienen fünf Amerikaner an unserer Tür und forderten uns mit dem Revolver in der Hand auf, mit ihnen zu kommen. Wir wurden dann wie eine Herde weiter getrieben bis zum Keller von Schelle an der Uhlandstraße. Es war uns verboten worden, Taschen und anderes mitzunehmen. Im Keller von Schelle waren schon mindestens hundert Leute versammelt. Hier wurden wir als dann - Männer und Frauen gesondert - verhört. Die Männer wurden insbesondere danach gefragt, ob sie Mitglieder der Partei seien. Kurz darauf wurde Herr Artmann zum Bürgermeister gewählt. Er hat den Posten ungern angenommen. Nach einigen Wochen ist es ihm aber geglückt, diesen Posten wieder los zu werden, den nunmehr Herr Weber angenommen hat. Als die Amerikaner den Keller verließen, sagten sie, wir müssten dort bleiben, bis sie zurückkommen würden. Wir warteten bis zum Abend, aber kein Amerikaner ließ sich sehen. Im Keller, der überfüllt war, herrschten missliche Verhältnisse. Ich musste mit Mutter einen Stuhl teilen. Dabei waren wir dauerndem Artilleriebeschuss ausgesetzt. Unter diesen Verhältnissen wurde es dunkel und Nacht, in der an Essen und Schlaf nicht zu denken war. Ich habe dort Frauen getroffen, die seit dem frühen Morgen kein Stück Brot gegessen hatten. Endlich war die lange Nacht vorbei, doch unsere Hoffnung, bei Tageslicht erlöst zu werden, ging zu Nichte. Erst um 10 Uhr konnte ich mit Magda zum Wasserholen nach Hause gehen. Wir mussten leider feststellen, dass vor jedem Haus auf der Körnerstraße ein amerikanischer Wagen stand. In unserem Hause hatten die Amerikaner wie die Wandalen gehaust. Sie hatten in allen Räumen alles losgerissen und durcheinander geworfen. Magda und ich gingen zum Keller von Schelle zurück. Nach kurzer Zeit konnten dann alle, die im Keller von Schelle eingesperrt waren, wieder nach Hause gehen. Zu Hause war es zunächst unsere Aufgabe, alles wieder in Ordnung zu bringen und festzustellen, was der Feind mitgenommen hatte. An Lebensmitteln und Kleidungsstücken hatte man sich nicht vergriffen, aber an Gold und Silber ist allerlei mitgenommen worden, besonders Uhren, Broschen und alte Münzen. Magdas Fotoapparat war auch verschwunden, es fehlten auch verschiedene Schlüssel. Auch hat ein Amerikaner Vergnügen daran gehabt, das amtliche Prüfungszeugnis von Paul, ausgestellt von der Universität Bonn, mitzunehmen. Gott sei Dank habe ich noch eine amtliche Bescheinigung, dass Paul diese Prüfung bestanden hat. Auch hat es ein Amerikaner für angebracht gehalten, meine langen Ehrensäbel und die mir von Maria geschenkte aus Tepliz stammende lange Pfeife mitzunehmen. So schmerzlich es auch sein mag, die angegebenen Sachen zu verlieren, so haben wir trotzdem allen Grund, zufrieden zu sein, besonders wenn man erfahren muss, was man anderen Leuten weggenommen hat. Es ist nun schon eine Zeit vergangen, seitdem die Amerikaner bei uns sind. Viele Wagen der Amerikaner fahren täglich durch die Straßen unserer Stadt. Sie besetzen Häuser, wenn sie es für nötig halten und wenn sie ihnen gefallen. Die Bauern in der Umgebung von Dorsten haben sehr unter dem Plündern der Russen zu leiden. Man hört darüber fast täglich neue Klagen. Es vergeht kaum eine Nacht, in der nicht ein Bauer von Russen heimgesucht worden ist. Bei Frerick, Goethestraße, ist ein Bürgeramt eingerichtet worden. Es ist später nach Kamp, Alter Postweg, verlegt worden. Inzwischen ist der größte Teil der fünf Ämter wieder nach Hervest-Dorsten verlegt worden. Nachdem sich Maibaum drei Wochen an unseren Tisch gesetzt haben, haben sie nunmehr eine eigene Küche in unserem Erkerkeller. Herr Weber hat Fräulein Glassmeier widerrechtlich gekündigt. Sie wohnt nunmehr bei uns und teilt jetzt mit Regina ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Aus Kuhlenbäumers Wohnung ist viel gerettet worden, wozu auch wir beigetragen haben. Frau Teupe senior und ihre Tochter Lisbeth mit Kind waren lange Zeit in Langenhorst und sind von dort wieder heimgekehrt Sie waren bange, dass sie in Dorsten ihre Wohnung verlieren würden. Wie erzählt wird, soll nun Friede sein. Der Priester kann wieder ein freies Wort sprechen, und der Aufbau kann wieder beginnen. In einem stehen gebliebenen Flügel des Ursulinenklosters ist ein großer Saal, in dem täglich heilige Messen gelesen werden. Auch haben die Franziskaner schon wieder auf dem Hof von Franz Brei eine Kapelle hergerichtet. Ferner werden bei Maas-Timpert an Sonntagen und Werktagen je eine heilige Messe gelesen. Wir können in dieser Beziehung im Vergleich mit anderen Orten sehr zufrieden sein. Man will jetzt daran gehen, die Trümmer der Stadt wegzuräumen, leider sollen die meisten Leute sich nicht daran beteiligen. Einige Straßen sind bereits gut aufgeräumt. Es sollen noch Leichen und Kadaver unter den Trümmern liegen. Wegen der großen Seuchengefahr, besonders beim Ursulinenkloster, ist die Bevölkerung zu energischem Eingreifen aufgerufen worden. Hoffentlich wird es gelingen, die Gefahr zu bannen und dadurch eine Evakuierung der Bevölkerung zu vermeiden. Man weiß noch nicht, ob es möglich sein wird, die Stadt wieder aufzubauen. Ich bedaure es sehr, wenn demnächst die Kinder nach Hause kommen und die Stadt nicht wieder finden können. Wer hätte das gedacht, dass dem lieben Dorsten mit seinen ehrwürdigen Klöstern dies passieren musste. Wahrscheinlich ist der „Brückenkopf Dorsten“ daran schuld oder man hat in Dorsten viele Soldaten vermutet. Ich bin dem lieben Gott sehr dankbar, dass ich so viel Glück gehabt habe, indem ich mein Haus behalten konnte. Die nächsten Bomben sind gefallen hinter unserer Mauer im Garten auf Schuhs Grundstück, ferner auf die Goethe- und Uhlandstraße. Seit einigen Tagen liegt auf unserer Straße kein Schutt mehr. (Gronovers, Tüshaus, Hollmeier sind noch nicht wieder zurück, ihre Wohnungen sind natürlich besetzt. Man sagt, dass Herr Ridder in den nächsten Tagen von Brochterbeck zurückkommen werde. Er wird sich wundern, wenn er sieht, dass in seinem Hause ein Lebensmittelgeschäft eingerichtet worden ist. Die Franziskaner haben ihre Wohnung bei Holtkamp bezogen.

Wer den Bericht liest, bekommt immerhin wenigstens eine kleine Vorstellung, von dem, was sich hier in letzter Zeit ereignet hat. Die Besatzungszeit von Dorsten und Umgebung scheint bald zu Ende zu gehen. Nur noch wenige Wagen fahren täglich durch die hiesige Gegend. Wie man sagt, werden wir bald eine dauernde englische Besatzung bekommen. Zum Schluss will ich noch bemerken, dass sich Dorsten etwa 8 Tage lang bis zum Einrücken des Feindes bei Tag und Nacht unter Artilleriebeschuss befunden hat. Die Granaten der Artillerie haben in der Stadt nicht unbedeutenden Schaden angerichtet. Ich war an einem dieser Tage zum Hause unseres Nachbarn Bernhard Weber herüber gegangen, um dort die zurzeit wohnende Familie Buchholz zu besuchen. In dem Moment schlugen dort zwei Granaten ein, die das Haus erheblich beschädigten. (Clemens Schröder, geb. 18.8.1870)

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