Heike Wenig - Hier bei uns - Dorstener Geschichten

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Mit dem Band «Hier bei uns» haben die Herausgeberinnen die nunmehr vierte Sammlung ortsbezogener Geschichten zusammengetragen: spannende und manchmal auch ein wenig gruselige Geschichten, Erzähltes, Überliefertes und Erfundenes.
Interessant ist die Mischung alleine schon deshalb, weil sie den Leser geradezu animiert, sich seinen momentanen Stimmungen hinzugeben und die dazu passenden Erzählungen zu wählen oder – als eine andere Variante – ein Stimmungstief mit einer der heiteren Erzählungen zu bekämpfen, Vielseitig, weil Freunde historischer Betrachtungen ebenso angesprochen werden wie Liebhaber historisierter Geschichten, heiterer Erzählungen und kleiner Gedichte.

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Clemens Schröder

Das Ende des Weltkrieges im Frühjahr 1945

Zerstörung Dorstens durch 3 schwere Angriffe- Besetzung Dorstens durch die Amerikaner ( Tagebuchaufzeichnungen, Mai 1945)

Im Jahre 1945 standen wir bereits im sechsten Kriegsjahre. Schon im Anfang dieses Jahres nahm für uns das Kriegsgeschehen einen ungünstigen Verlauf; als es unseren Feinden gelang, an der französischen Küste Truppen zu landen. Es hat nicht lange gedauert, dass es dort gelang, festen Fuß zu fassen und in verhältnismäßig kurzer Zeit weiter in Frankreich vorzudringen und auch nach Holland und in Deutschland vorzustoßen. Während nun der Russe zu gleicher Zeit unsere östlichen Provinzen erobern konnte, machten die Amerikaner und Engländer bald auch im Westen so gewaltige Fortschritte, dass sie schon nach einigen Monaten ohne großen Widerstand das Gebiet des Niederrheins besetzen konnten. Als der Feind im Monat März die Orte Kleve, Emmerich, Xanten und Geldern und zuletzt auch Wesel besetzt hatte, war er in unmittelbare Nähe gekommen, die genannten Städte waren von den Feinden schon vor ihrer Besetzung durch gewaltige Luftangriffe fast vollständig vernichtet worden.

Diese Tatsache erfüllte auch die Bewohner von Dorsten und Umgebung mit Furcht und Sorge. Die Luftangriffe nahmen für uns im Monat März mit jedem Tage an Zahl und Heftigkeit zu. Tiefflieger bombardierten und beschossen zu jeder Tageszeit unsere Eisenbahnzüge wie auch andere Ziele. Aus diesen Gründen verließen vorsichtige Leute von Dorsten die Stadt, wenigstens bei Tage. Manche Leute fuhren auch zu Bekannten oder Verwandten in Westfalen und Rheinland oder nach Lippe-Detmold.

Wir waren der Meinung, dass es für uns nicht gut sein würde, unser Haus zu verlassen. Wir hatten schon seit einigen Wochen mit allen Mann im Keller geschlafen. Auch haben wir unsere Rucksäcke bereitgelegt, falls uns keine Kellerwohnung mehr zur Verfügung stünde und wir somit zur Flucht gezwungen würden. Am 9 . März fand ein Luftangriff auf Dorsten statt, der schweren Schaden in der Stadt anrichtete. In erster Linie wurden hierdurch das Franziskanerkloster nebst Kirche und die Zeche Fürst Leopold in Hergest.-Dorsten getroffen. Leider mussten hierdurch viele Menschen wie auch Fürst Leopold ihr Leben lassen. Besonders beklagen wir den Tod von Herrn Wilhelm Hoffrogge am Eingang des Franziskanerklosters, von Herrn Pater Reinhold und Herrn Busjan (im Dienste auf Fürst Leopold). Das Franziskanerkloster wurde durch diesen Angriff noch schwerer als bei dem bereits vor einem halben Jahr auf das Kloster erfolgen Angriff getroffen, daher konnte die Franziskanerkirche vorläufig nicht benutzt werden. Am 12.3., montags, folgten wiederum zwei schwere Angriffe, in denen Bombenteppiche auf Dorsten abgeworfen wurden. Durch den ersten an diesem Tage gegen 12 Uhr erfolgten Luftangriff wurde besonders die Feldhauserstraße schwer getroffen. Sehr viele Häuser wurden durch diese Angriffe vernichtet, darunter auch die Schule, die durch drei Treffer schwere Schäden erlitt. Am Nachmittag dieses Tages fand gegen 17 Uhr ein zweiter Angriff statt, durch den besonders viele Häuser an der Grenzstraße furchtbar zerstört wurden. Leider ist bei diesem Luftangriff der liebe Herr Duwenbeck, mit dem ich morgens noch in dem Pastorat Geld gezählt hatte, zu Tode gekommen. Er war bei Beginn der Bombenwürfe mit seinem Schwiegersohn aus dem Hause gelaufen, wo er mit diesem umgekommen ist, während seine Tochter und Schwieger-tochter im Keller am Leben geblieben sind.

Die Luftangriffe haben natürlich allgemein und besonders auch auf der Körnerstraße ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir waren bei allen Angriffen in unserem Keller, der noch in letzter Zeit durch sechs neue Stützen von Nachbarschulte in Ordnung gebracht worden war. Unser Dach hatte großen Schaden erlitten, auch sind sehr viele Fensterscheiben zertrümmert. Leider ist auch unsere Bleivergasung zum größten Teil ein Opfer des Angriffs geworden. Viele Türschlösser funktionieren seit dieser Zeit nicht mehr. Außerdem haben die Decken unseres Schlafzimmers und des Bades sehr gelitten. Die bis dahin durch die geschilderten Angriffe auf Dorsten entstandenen Schäden und Zerstörungen waren schlimm, aber immerhin noch ein Kinderspiel im Vergleich zu dem schweren Luftangriff, der am 22.3. gegen 15 Uhr auf Dorsten stattgefunden hat.

Mich ergreift Grauen und Entsetzen, wenn ich nach Kriegsende Näheres hierüber berichte.

Noch gerade rechtzeitig hatten wir unseren Luftschutzraum erreicht, als ein furchtbarer Luftangriff auf Dorsten erfolgte, in dem Bombenteppich auf Bombenteppich auf die Stadt abgeworfen wurden. In diesen nun folgenden 17 Minuten hat man dann die ganze Altstadt Dorstens mit seinen Kirchen und Klöstern zerstört. Auch hat man es nicht unterlassen, Brandbomben und Phosphor auf die Stadt zu werfen. Wir trauten unseren Augen nicht, als die ganze Stadt brannte. Wir sahen nur Rauch und Trümmer. Die schöne alte Stadt Dorsten ein Trümmerhaufen, ein Flammenmeer. Von Turm und Kirche der ehrwürdigen Pfarrkirche sind nur noch Ruinen übrig geblieben. Auch sind das Ursulinenkloster wie auch die Kirche und das Kloster der Franziskaner vollständig ausgebrannt. Am schlimmsten sind die Essener- und die Lippe Straße betroffen worden. Die Häuser an den Gräben sind wie Kartenhäuser zusammengestürzt.

Nur noch einzelne Häuser der Altstadt werden in Zukunft wieder bewohnbar gemacht werden können. Die Zerstörung der Altstadt war derartig, dass selbst nach vielen Wochen nach dem Angriff kaum die Hauptstraße der Stadt wieder passiert werden konnte. Es hat Monate gedauert bis das Wegräumen des Schuttes in der Altstadt soweit unter Mithilfe der Anwohner erfolgt war, dass die Straßen der Stadt wieder passiert werden konnten. Wie viele Leute durch diesen Angriff obdachlos und arm geworden sind, kann ich nicht angeben. Das konnte bis heute noch nicht endgültig festgestellt werden. Auch haben Hoffrogge, Kuhlenbäumer und Allekotte ihr Haus verloren. Allekotte wohnt zurzeit bei Teupe, der froh war, dass er Hilfe bekommen hat, während seine Familie von Lembeck inzwischen nach Dorsten zurückgekehrt ist. Frau Hoffrogge und Frau Lettmathe wohnen beim Schwager Bauer Hoffrogge in Hervest-Dorsten. Kuhlbäumer sind bei ihren Verwandten in Lüdinghausen. Herr Storek ist am Herzschlag gestorben. August Kuhlenbäumer bewohnt jetzt deren Wohnung. Fräulein Lehrerin Witte und ihre Schwester sind beim vorletzten Luftangriff bei Schmied Albers ums Leben gekommen. Familie Meibaum ist bei diesem Angriff noch lebend aus dem Schutzbunker gekommen.

Sie sind, nachdem sie dann in der Feldmark bei Schlüter einen weiteren schweren Bombenangriff erlitten hatten, zu Ostern 1945 bei uns untergekommen. Die Küche ist in unserem Erkerkeller eingerichtet worden. Russen haben nach dem vorletzten Angriff unser Dach wieder repariert. Die entstandenen Dachschäden sind auch inzwischen fast ganz behoben, von den Scheiben konnten bislang erst nur ein Teil wieder eingesetzt werden. Dies ist aber bei der augenblicklich guten Luft und Wärme verhältnismäßig erträglich. Leider haben wir noch keinen Strom und kein Gas. Gott sei Dank aber haben wir seit gut 8 Tagen wieder Wasser. Das Wasser Schlange stehen vor der nächsten Pumpe war lästig und zeitraubend. Trotz der Zerstörung unserer Kirchen und Kloster ist es gelungen, für unsere kirchliche Betreuung gut zu sorgen.

Ich gehe in den nachfolgenden Zeilen auf die Besetzung Dorstens durch die Amerikaner ein. Während der letzten schweren Luftangriffe auf Dorsten am Donnerstag nach dem Passionssonntag hat die Besetzung von Dorsten an dem folgenden Donnerstag, dem 29.3. in der Karwoche, stattgefunden. Der Artilleriebeschuss aus Richtung Wesel hatte in diesen Wochen mit jedem Tag zugenommen. Wegen der damit verbundenen Gefahren haben wir es für besser gehalten, möglichst zu Hause zu bleiben. Wir sind nur an dem auf den schweren Angriff folgenden Freitag, am 23.3., bei Baukholt gewesen und abends wieder nach Hause gegangen. Am folgenden Samstag aber war der Artilleriebeschuss bereits so stark, dass wir nicht mehr wagten, fort zu gehen. Auch in der Nacht hielt das Schießen an. Am nächsten Mittwoch in der Karwoche wurde erzählt, der Feind sei bereits bis Ridderbusch auf der Hard vorgedrungen, wohin wir uns absetzen wollten.

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