Heike Wenig - Hier bei uns - Dorstener Geschichten

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Mit dem Band «Hier bei uns» haben die Herausgeberinnen die nunmehr vierte Sammlung ortsbezogener Geschichten zusammengetragen: spannende und manchmal auch ein wenig gruselige Geschichten, Erzähltes, Überliefertes und Erfundenes.
Interessant ist die Mischung alleine schon deshalb, weil sie den Leser geradezu animiert, sich seinen momentanen Stimmungen hinzugeben und die dazu passenden Erzählungen zu wählen oder – als eine andere Variante – ein Stimmungstief mit einer der heiteren Erzählungen zu bekämpfen, Vielseitig, weil Freunde historischer Betrachtungen ebenso angesprochen werden wie Liebhaber historisierter Geschichten, heiterer Erzählungen und kleiner Gedichte.

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Würdevoll im Geiste, im äußeren Bild ein wenig abgeschabt und ohne Glanz, mit Pelerine und Bratenrock, mit schimmerndem Koks und Regenschirm, mit Hosen wie Ziehharmoniken und ewig rutschenden, amüsierlichen Röllchen, die in der Stunde wie trojanische Wächter das Katheder zierten, so schritten allmorgendlich die ehrwürdigen Professorengestalten über die Schwelle der kleinen Universitas der alten Stadt. Hannes kannte sie alle. Ihre Höhen und Tiefen. Er wusste von ihren Eigenheiten, von ihren menschlichen Schwächen, von ihrer Reizbarkeit, aber auch von ihrem Zorn. Wenn bei „Stoppen“ die Nasenflügel wie die Nüstern eines dampfenden Pferdes bebten, hielt jeder den Atem an, denn „Ungeheuerliches“ musste nunmehr geschehen. Er hatte einen Feuerkopf. Er war ein großer Lehrmeister und unter seinem Havelock schlug ohne Rast ein edles Wollen.

Der „Dicke“ hatte es nicht leicht. Seine Gichtknoten und Willi Strutmann machten ihm das Leben sauer. Er konnte bis zur Rührseligkeit sanft sein. Am Stammtisch vergaß er allen Kummer. „Lupus“ war eine Pfundsrübe. Sie hatten ihn alle gern. Seine Witze gingen in einen Wäschekorb nicht hinein. Er wusste die Stunden zu würzen. Das war nötig. Wie oft lief der lateinische Nachen bei „Seppel“ auf Sand. Das knirschte nur so. Er liebte die Trockenheit und war ohne Salz. Doch war er peinlich gerecht und säte reiches Wissen.

Auch „Brüsserken“, Hohenpriester und Schriftgelehrter, war ohne Saft. Das kam wohl, weil er unmusikalisch war. Für sein „Ite missa est“ gab es keine Noten. Tinte und Kreide strich er mit Vorliebe in seinen schwarzen Rock. Der glänzte wie ein Spiegel. Spritzig war der „Kleine“. Er hatte draußen wie drinnen immer eine gute Naht drauf. Er war der Obermaat im Ruderverein. Wer bei ihm die Aufsätze „gut“ schrieb, konnte Dichter werden. Immer gut angezogen war „Ohm Paul“. Wenn er stolz sein gepflegtes Haupt in den Nacken warf, hatte er etwas Aristokratisches an sich. Die Mathematik war sein Steckenpferd. Sie wurde vielen zum Verhängnis. „Spen“ war Turnlehrer. Wäre er General gewesen, hätte Deutschland den Weltkrieg gewonnen. Der Truthahn und „Bossel“ waren verwandte Seelen. Was für den einen das rote Tuch, war für den anderen jede hüstelnde Regung. Er konnte das Echo seiner „Pompom“ nicht vertragen. Sonst steckten in seinem Germanenleib Herz und Gemüt eines Kindes. Er liebte die Jagd und seinen Jagdhund „Rollo“. Beide waren unzertrennliche Freunde, aber – schlechte Jäger. „Bossel“ schoss immer zu weit, und „Rollo“ sprang immer zu kurz. Wenn sie müde Feld und Flur verließen, war der Rucksack leer.

„Ballon“ machte eifrig in vaterländische Geschichte und schrieb Heimatgeschichte. Er kannte alle Königreiche der Erde. Er wusste ganz genau, wann „Isabella die Neugierige“ geboren und „Karl der Herausforderer“ gestorben war. Es war erstaunlich. Seine Freizeit opferte er der großen Politik. Sie war für ihn Dienst am Vaterland. Ein hohes und ein lustiges Lied konnte man von jedem singen. Keiner glich dem anderen. Und doch konnte man alle über einen Leisten schlagen. Alle waren Paladine der Wissenschaft. Die letzten einer sterbenden Zeit, die in ihrem engen Raum mit ihrem Trödel an der Wand verstaubte. Sie besaßen die Freiheit des Geistes, aber der Geist knebelte ihre Sicht. Die innere Besessenheit formte ihr äußeres Bild. Ohne dass sie es wussten, steckten sie voll Humor. Überall blitzten goldene Angriffsflächen. Man musste danach greifen.

Wehe nur, wenn im Scherz nicht maßgehalten und die Schalous und ewigen Taugenichtse den Bogen überspannten. Dann fiel die klassische Ruhe dieser sonst gutmütigen Humanisten wie Kalk von der Wand, und in der Nacktheit ihres bürgerlichen Gewandes vergaßen sie ihre hohe Bildung und Haltung. O du unvergessene Penne. Aus dem Auf und Ab der alten Stadt bist du nicht wegzudenken. Du warst ihr geistiges Herzstück. Du standst wie eine brennende Fackel am Aufgang zum Leben. Zum großen leuchtenden Leben. Aus deiner Schatzkammer streutest du in überreicher Fülle goldbestaubte Samenkörner, die hundertfältige Frucht in sich bargen. Alles war an dir Licht. Deine Professoren, deine Hallen und Klassenzimmer, ja sogar der kleine Pedell Antonius Klingelberger hatte mehr Sonne als Schatten. Nur Hand in Hand mit seiner Getreuen war er mehr Schatten als Sonne. Vivant sequentes.

Heike Wenig

Theodericus Dorstenius

Neulich surfte ich im Internet und las auf der Dorstener homepage von einer interessanten Persönlichkeit: Theodericus Dorstenius. Eigentlich hieß er Theodericus Gluntz. Ein genaues Geburtsdatum lässt sich nicht mehr feststellen. Eine Quelle sagt: zwischen 1500 und 1505, eine andere benennt 1492. Er war der Diener des Arztes Hermani Dorstensi. Mit diesem zog er nach Erfurth. Hier schrieb er „sich als „Armer und wenig Zahlender“ 1521 mit dem Namen „Theodericus Gluntz de Dorsten, gratis, nam famulus d[octo]ris Hermani Dorstensis, 1 nivensem bedellis“ (Theodericus Gluntz aus Dorsten, unentgeltlich, nämlich der Diener des Doktors Hermann aus Dorsten) an der Universität Erfurtfür ein Medizinstudium ein.“ /Wikipedia). Er schloss sein Studium 1531 mit dem Magister ab.

Dann führten ihn seine Wege nach Marburg. Hier hatte 1527 Landgraf Philipp der Großmütige die Philipps-Universität Marburg als zweite protestantische Universität gegründet. Die Universität fing mit elf Professoren und vierundachtzig Studenten am 1. Juli 1527 mit dem „universale studium Marburgense“ an. Menschen, die im christlichen Glauben gebildet lebten, sollten als Prediger und Amtsleute ausgebildet werden. Aber es gab auch bereits eine Juristische, eine Medizinische und eine Philosophische Fakultät.

1531 wurde Theodorius Dorstenius unter dem Rektor Erhard SchnepfProfessor der Medizin. 1542 wurde er unter dem Namen Theodericus Gluntius Dorstenius als Vorsteher des Pädagogs und Universitätsprofessorim Universitätsregister von Marburg geführt. Er befasste sich sehr mit der Botanik und galt schon bald als ausgezeichneter Botaniker.

Er beschäftigte sich intensiv mit dem von dem Frankfurter Verleger Egenolff herausgegebenen Werk, das auf dem „Kreutterbuch von allem Erdgewächs“ des Frankfurter Stadtarztes Eucharius Rösslin basierte. Dies Buch wurde als „Kräuterbuch von aller Kräuter, Getier, Gestein und Metall Natur“ veröffentlicht. Theodor Dorsten überarbeitete und vervollständigte das Werk und übersetzte es ins Lateinische. Bei seinen Veröffentlichungen ließ er meist seinen Familiennamen „Gluntz“ unerwähnt, so dass sich der Name „Theodor Dorsten“ in der Wissenschaft eingebürgert hat.

Charles Plumier, ein französischer Botaniker im 17. Jahrhundert, der viele Reisen nach Südamerika, Brasilien und den Inseln Guadeloupe, Martinique und Santo Domingo im Auftrag Ludwig XIV machte, brachte eine große Menge unbekannter exotischer Pflanzen mit zurück. Er benannte die Gattung der Dorstenien, der Pflanzenfamilie der Maulbeergewächse(Moraceae) nach Theoderius Dorstenius ihm zur Ehre. Carl von Linné, ein schwedischer Botaniker des 18. Jahrhunderts übernahm später diesen Namen.

Zwei Söhne, Philipp und Jacob Dorstenius, haben, wie ihr Vater, an der Universität Marburg studiert.

Ab 1548 ließ Theodor Dorsten sich dann in Kasselals Arzt nieder. Warum er von Marburg wegzog, ließ sich nicht in Erfahrung bringen. Auch über sein restliches Leben fanden sich trotz intensiver Recherchen keine weiteren Angaben.

Er starb 1552.

Der Lebensweg dieser Persönlichkeit hat mich besonders berührt, weil er im 16. Jahrhundert seinen Weg von Dorsten über Marburg nach Kassel nahm, während ich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts genau den umgekehrten Weg ging, von Kassel, wo ich aufwuchs, über Marburg, wo ich Medizin studierte, nach Dorsten, wo ich seitdem als Ärztin arbeite.

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