Joerg Kemp - TROST

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Nahe Zukunft. Ein älterer Herr, Jesus, tritt auf. Alles ist neu für ihn, aber er lernt erstaunlich schnell. Das Wunder scheint immer auf seiner Seite, das Wundern auf der anderen. Zusammen mit den Leuten eines Street-Service-Teams mischt er die ziemlich herunter gewirtschaftete Welt auf.

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„Anton, ich heiße Anton, Anton Esching.“ Der Fremde überlegte, fasste sich für dieses einigermaßen zeitraubende Unterfangen an das bartende Kinn. „ J e - s u s “, sagte er dann gedehnt und als sei es ihm gerade eingefallen. „Ah!“, machte der Erdling und ließ die Hand des Mannes los. Einer der Männer, in einiger Entfernung damit beschäftigt, sich aufs tägliche Einerlei vorzubereiten, Habseligkeiten aus den da stehenden Flightcases zu klauben, begann plötzlich zu summen, dann fielen die Kollegen, sich dabei den gleichen Tätigkeiten hingebend, ein, sangen. „Das ist dein Leben.“ „Freut mich“, sagte Anton Esching. „ F r e u t m i c h “, repetierte der Mann mit Namen Jesus. Dann zeigte er in Richtung der sich auf die Arbeit vorbereitenden Männer und die silbernen Kisten. „Das ist dein Leben.“ „Ja, da ham wir unsre Sachen drin, was man so braucht, Hosen, Hemden, Unterwäsche und eben Reinigungsmittel, Bürsten, Wischer, Schaber und so.“ „Schon halb abgebrannt.“ „Mh.“ „Und du,duhast nichts dabei?“ „ N i c h ts d a be i .“ „Das ist dein Leben.“ „Ich werd mal, meine, ich muss mal, also, wenn du auch mal, eh, musst, bitte, kommst du einfach mit.“ Mit diesen Worten machte Esching sich auf den Weg, begleitet von dem bärtigen Mann, der -etwas unsicheren Schrittes, die Augen auf den Boden heftend versuchte, mit ihm Schritt zu halten. „Wohin bist du gerannt.“ Sie überquerten rechterhand die Low, ließen den in der Mitte des Platzes angelegten kleinen Rundsee mit seinen orangenen Kieselsteinen links liegen, steuerten auf das blaue U zu, verschwanden in dessen Katakomben und traten in den großzügig gestalteten weißen Toilettenraum ein. Eschings Begleiter erschrak, als er inmitten dieses gekachelten Daseins eingeschlossen schien. „Was ist?“ „ W a s i s t .“ „Wie wär’s mit ... Wasser lassen!?“ „ W a s s e r l a s s e n .“ „Musst du eigentlich alles wiederholen?“ „ E i ge n t l i c h …“ Esching schüttelte den Kopf. „Na, geht doch.“ Jesus trat nahe an eines der Urinalbecken, verzog das Gesicht, blickte zu Anton, der seinerseits auf ihn blickte, stellte sich alsdann mit dem Rücken zum Pinkelbecken, begann etwas schamhaft, die Hose herunter zu ziehen. „He!“, schrie Anton. „Machst’n da, willst doch wohl nich!“ Jesus zog die Hose wieder hoch, harrte einer Erläuterung. „Hier das“, Anton stellte sich vor ein anderes Becken, zeigte was zu tun war, „ist nur zum Pinkeln, und zwar vorwärts, Mann!“ „Ah.“ „Und das da“, er zeigte auf die rechterhand vorhandenen Türen, „da sind die Toiletten.“ „ T o i l e t t e n .“ „Ja, für das große Geschäft.“ „ G e s c h ä f t .“ „Oh, Mann!“ Er ging zu einer der Türen, holte einen Chip hervor, hielt ihn vor die Scannzone, und die Tür öffnete sich. „Ohne Chip kein Geschäft, he, sind von H6H, sonst müssten wir einen Chip kaufen oder in die Büsche gehen.“ Dann erklärte er, wie das alles zu bewerkstelligen sei. „Oh, oh, ja, oh“, machte Jesus. „Stellst dich ja an wie der erste Mensch.“ „Mh.“ „Nu mach schon!“ Anton wartete in einiger Entfernung. Es dauerte. Dann die erlösende Druckluftspülung und dazu Jesus’ lautes Lachen, der anschließend grinsend durch die Tür trat. „Spaß gemacht?“ „Mh-mh“, lachte Jesus durch die Nase. Nachdem Esching gepinkelt hatte, erschrak der Begleiter aufs Neue beim plötzlichen Einsetzen des Airclean-Geräusches.“ „Automatisch, die Luft, kein übler Geruch.“ „ A u t o...“ „Zum Waschen gibt’s nur diese Feuchttücher“, Esching zeigte auf einen Kasten mit der Aufschrift freshs, „kosten aber.“ Als sie die Treppen hochstiegen, schockte das Geräusch der unterirSch dahin sausenden Bahn den Mann dermaßen, dass er einige Stufen hoch rannte, sich dann mit beiden Händen an die Wand drückte, so als werde das Biest gleich genau dort vorbeirasen. „Langsam, langsam! Mein Gott, das war die erste, die rauscht einfach durch, hält erst …“ „ D i e e r s t e .“ „Die erste U-Bahn, ja, hält erst, wenn sie wieder zurückkommt, dann kommen die ganzen Leute.“ „ G a n z e n L e u t e .“ „Na, die hier arbeiten, in den Loffs, dass sind doch alles Loffs hier, Büros.“ „ B ü r o s .“ „Sag mal, kann das sein, dass du irgendwie ...“ „N e i n.“ „Ja, was nein?“ „L a n g s a m.“ „Langsam?“ „ B i t t e !“ „Ooh - k a y .“ Beim Rasieren hing Jesus, nachdem das Geräusch, welches der Rasierapparat von sich gab, als Esching das Ding über sein Kinn führte, bei ihm Heiterkeit hervorgerufen hatte, weiterhin wie eine Klette an seinem neuen Freund, beobachtete jede Bewegung, als gelte es, anschließend eine Gebrauchsanweisung in Worte zu fassen. Dann überreichte Esching ihm den Rasierer, stellte die Schneideposition ein, und Jesus besah sich den Apparat, versuchte es seinem Vorgänger gleich zu tun, rasierte sich umständlich, lachte wie ein Teenager, Esching schüttelte den Kopf. Er hielt dem Anfänger das Handtuch hin, als dieser endlich sein Gesicht gewaschen hatte. Der hielt das weiße Baumwolltuch über Gebühr lange in den Händen, trocknete sich nach ausgiebiger Befühlung schließlich ab. Der Neuling wurde auf eine Tasse Kaffee eingeladen. Er erhielt einen dickwandigen Plastikbecher, den er beklopfte und an sein Ohr hielt, als könnten ihm Töne entweichen. Esching schmierte eine unidentifizierbare gelbliche Paste auf zwei Scheiben Brot, hielt die eine dem neuen Freund hin, biss in die andere hinein. „Gibt sich mir als Erdnussbutter zu erkennen, möchte ich meinen.“ Auch Jesus nahm einen herzhaften Bissen und gab mittels eines breiten Gesichtsausdruckes zu verstehen, dass es ihm gut schmeckte. Dann probierte er den Kaffee, verzog das Gesicht, lächelte aber sogleich wieder unter seinen dicken Augenbrauen hervor. „Du hast noch nie Kaffee getrunken?“ „Mh , n e i n “, sprach der Mann, der sich Jesus nannte, langsam, geradezu vorsichtig. „Totale Amnesie?“ Fragender Blick des Fremden. „Gedächtnisverlust.“ „ G e d ä c h t n i s - v e r l u s t .“ „Und manche Wörter, Begriffe, die hörst du wohl tatsächlich zum ersten Mal?“ „?“ „Tatsächlich. Aber dann bist du schnell von capé?“ „ T a t s ä c h l i c h .“ „Aha, meine, du bist nicht begriffsstutzig. Wenn du mal an etwas geschnuppert hast, dann fällt’s dir schnell wieder ein.“ „ S c h n e l l w i e de r e i n.“ „Mit einem Mal weißt du es.“ „ M i t e i n e m M a l .“ „Mit einem Mal.“ „Mh.“ „Mh.“ Immerhin gingen die Worte dem Fremden jetzt schon etwas flüssiger über die Lippen. „Gut, der Kaffee?“, wollte Esching wissen. „Gut“, repetierte der andere. Sie schwiegen eine Weile, standen sich direkt gegenüber, bissen ein jeder von der jeweiligen Scheibe Brot ab und nippten abwechselnd am jeweiligen Becher. Esching beobachtete, wie Jesus die jetzt ankommenden und vorbeifahrenden Autos argwöhnisch musterte, als seien sie futuristische Mobile aus einem Science-Fiction-Film. Die Neugier des Ungläubigen wurde immer größer. Er legte sein Brot beiseite und schüttelte erneut den Kopf. „Der Jesus?“, fragte er endlich. Mit einem knappen „Ja“ schien die Sache erledigt. Aber nicht für den wissbegierigen Esching. „Jetzt mal Spaß beiseite! Das ist doch ...?“ Die Straßen belebten sich langsam. Die U-Bahn-Station entließ die ersten Passagiere. An dem Rondell bildete sich infolge des zunehmenden Verkehrs aus nördlicher und westlicher Richtung bald stockender Verkehr, und die Männer konnten nun anfangen, ihrer Arbeit nachzugehen. Sie packten Reinigungszeug, Zeitungen, Sandwiches, Süßigkeiten und so weiter zusammen, begaben sich an den Rand der Fahrbahn, um ihre Dienste anzubieten. In Jesus’ Augen, die auf das Geschehen starrten, als handele es sich um die Erschaffung der Welt, war der Glanz kindlichen Staunens. Esching holte aus einem der Cases einen Scheibenwischer, ein Tuch und eine Flasche mit Glasreiniger der Marke W7, stellte sich dann wieder neben Jesus.

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