Joerg Kemp - TROST

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Nahe Zukunft. Ein älterer Herr, Jesus, tritt auf. Alles ist neu für ihn, aber er lernt erstaunlich schnell. Das Wunder scheint immer auf seiner Seite, das Wundern auf der anderen. Zusammen mit den Leuten eines Street-Service-Teams mischt er die ziemlich herunter gewirtschaftete Welt auf.

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Da die Cases Eigentum von H6H waren, hätte sich deren Security im Notfall genötigt gesehen einzugreifen, indes war ihnen diese Möglichkeit des Zeitvertreibs bis dato noch nie untergekommen. Die Männer der Gruppe gehörten zu der harmlosen Ausprägung der so genannten Fringes, womit gesellschaftliche Randerscheinungen aller Art gemeint waren. Es gab derer zahlreiche, wovon die meisten bewaffnete Banden waren, die Geschäfte plünderten, Autos klauten, Passanten überfielen und Banken ausraubten. Die Polizei - zu einem Heer herangewachsen und entsprechend ausgestattet - war zwar ebenso wie die zahlenmäßig noch größere Armada der Securities überall präsent, beklagte aber in ihren eigenen Reihen, ob der Militanz, welche die Gegenseite nicht minder denn die eigene an den Tag legte, fast täglich Verwundete und gar Tote und war nicht wirklich Herr der Lage. Der Gegner rekrutierte sich aus tausenden Einzelgrüppchen bis hin zum One-Man Attentäter oder Amokläufer, überall und jederzeit präsent im unauffälligen Look eines Jedermann. Wachdienste und Security-Services hatten entsprechend Hochkonjunktur, trotz der schlechten Bezahlung, punkteten allerdings, ob der Skrupellosigkeit der Gewalttäter eher mit vornehmer Zurückhaltung. Nach dem globalen Einbruch, der seine Anfänge 2012 - just als man, wie es im Nachhinein schien, aus lauter Verzweiflung und wohl auch Wut darüber, dass das Kartenhaus gewissermaßen implodiert war, die Vereinigten Staaten von Europa auf den Weg brachte - genommen hatte, folgte mit einsteinscher Unweigerlichkeit der große Welt-Zusammenbruch, der common collapse, den auch die United States of Europe, U.S.E. nur im Schutzkeller des Fatalismus zu überstehen vermochte. Überall im Land hatten sich Gruppen und Banden gebildet, Gegner von Irgendwas, zumeist zusammengesetzt aus der großen Heerschar der Erwerbslosen, der Aussätzigen, der Hungernden, der Kranken, der Süchtigen, der Verrückten, der Nichtse. Doch hatte auch jede der darüber liegenden Schichten ihren criminal intent, der alle darunter liegenden in ihre Schranken verwies. Die organisierten lower gangs standen oft unter dem Einfluss großbürgerlicher Personen, die ihre schützende Hand über die jeweilige Gruppe hielten oder gar direkt dieser vorstanden und einen beträchtlichen Teil der Ernte einstrichen. Die wirklich armen Leute, die nichts waren, gar nichts besaßen außer dem was sie am Leibe trugen und ein paar Sperrmüll-Habseligkeiten, die wirklich Ausgestoßenen lebten ausgestoßen unter anderem im Sektor 101, D101, im Süden der Stadt, hausten dort in zerfallenen oder dem Zerfall nahen ehemaligen Mietskasernen; im D94, in dem die wenigen noch verbliebenen Hallen und Gebäude des alten Gabriel-Werkes aus dem Meer der Blech- und Plastikhütten aufragten wie die düsteren Zeugen eines untergegangenen Reiches; und im Norden außerhalb der Stadt, wo das Wohncamp Seasons, zwischen einem eigens errichteten Vordeich und dem Hauptdeich, hinter dem sich die Villen der Reichen alarmanlagensicher duckten, gelegen, seinem Namen zum Spott gereichte. Die Deiche hatten derweil im anthropogen hochgemilderten Klima ihren Sinn vollkommen eingebüßt. Von solch unwürdigem outsidermäßigen Leben war die Gruppe in D43 weit entfernt, und die Leute der hier präsenten und doch meist unwahrnehmbaren Security hatten fürwahr einen langweilig lauen Job. Eine der unsinnig anmutenden Auflagen von H6H gegenüber der Gruppe, was deren Wirken als street-service an diesem Ort anbelangte, war also die 24/7 Rund-um-dieUhr-Anwesenheit von mindestens zweien derer Mitglieder sozusagen für die in-case-of Eventualität. Dass sich irgend Gesindel dem H6H-Gebäude auch nur näherte, war nahezu unwahrscheinlich Da eigentlich Kameras beziehungsweise Monitore beziehungsweise die Security, die im Normalfall sofort einschreiten würde, sobald sich von ihr als Scallies spezifizierte Personen auf den Überwachungsbildschirmen beziehungsweise durch Sattelite Q identifiziert ausmachen würden lassen, diesen Job erledigten, blieb dies der Nonsens schlechthin, welcher allerdings nicht hinterfragt sondern strikt eingehalten wurde. Sich darüber Gedanken zu machen, oblag niemandem. Der unternehmenseigene Wachdienst, die H6HS, konnte sich also die Weichteile schaukeln, hätte man annehmen können. Momentan standen derer vier, geradezu durchsichtig, vor dem Hauptportal, andere machten derweil geräuschlos die Runde, wieder andere waren drinnen auf mysteriöse Weise damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass nichts passieren konnte und würde. Und die, welche versuchten, ihnen das Leben schwer zu machen, waren sicherlich keine tunichtguten Scallies oder Bagger wie die, mit denen es die auf dem Vorplatz geduldete Gruppe hin und wieder tagsüber zu tun hatte und die gemeinhin durch gutes Zureden dazu zu bewegen waren, sich aus dem Staub zu machen. Mittellose Touristen, nannte der Gruppenälteste in seiner warmherzigen Art, Dinge zu verharmlosen, diese Leute. Wie jedes andere Unternehmen auch hatte die H6H - neben der offensichtlich allgegenwärtigen Angst vor Hacker-Angriffen sowie der, selber überwacht und abgehört zu werden - weniger Sorge, bebettelt oder bestohlen, als vielmehr in die Luft geblasen zu werden, von Konkurrenten, von Neidern, von irgendwelchen Sillies. Bomben beziehungsweise Detonationen aller Art waren zu jener Zeit an der Tagesordnung. Im Zuge der ersten und dann der zweiten, weitaus größeren - diesmal klima-orientierten - Flüchtlingswelle waren Millionen von Menschen hereingeströmt und hatten das System an den Rand des Kollaps gebracht. Die Grenzen waren eh so löchrig wie ein Scheunentor offen, obschon der Sicherheitswahn bereits seit der ersten Welle unmenschlich menschenunwürdige Züge angenommen hatte, und hereinspaziert kamen naturgemäß die, welche man nicht eingeladen hatte, und sie strömten in dieses Land, weil sie sich hier noch etwas erhofften, was im eigenen und oft auch anderswo todsicher nicht mehr zu finden war: Hoffnung. Noch im März desselben Jahres hatte eine Ministerin aus dem Gruselkabinett der neuen Kanzlerin - wieder eine Frau an der Spitze! - nachdem die alte wegen Weichherzigkeit vom aufgemoppten Wähler ausgeschaltet worden war, allen Ernstes vorgeschlagen, man könne die Arbeitslosen - Zusatz „und andere eh-ehe-eh ...“ - welcher Nationalität auch immer, womit sie das Gesindel, also die Scallies meinte - alle zusammen - in einer Stadt wie zum Beispiel Neu-G unterbringen, was den Umgang mit ihnen wesentlich erleichtere und die Kriminalitätsrate drastisch werde sinken lassen. Bis dato wäre solch eine Proposition undenkbar gewesen. Den Absender eines solchen Vorschlags hätte man augenblicklich in eine entsprechende Anstalt überwiesen. Das jetzige zur Normalität gewordene Desaster kannte man hierzulande nur aus den so genannten Dritte-Welt-Ländern, aus irgendwelchen Filmen, deren Realität noch weiter von der hiesigen entfernt gewesen war als die Länder selbst. Die Ministerin war mit einer kleinen vorsichtigen Rüge der Opposition davongekommen, aber ihr Vorschlag hatte sich in nicht wenigen Köpfen eingenistet - und früher oder später würde die absurde Unmenschlichkeit einer staatlichen oder gar übergeordneten U.S.E.-Notwendigkeit, einer unumgänglichen social need, weichen. Dass die Gruppe ausgerechnet hier gelandet war, ist womöglich Zufall. In der Nähe des Flughafens, im D61, oder am nördlichen Zubringer, D64, oder am K in Molize, D42, war mehr los, einfach mehr Verkehr. Die Frequenz hier war eher eine beschauliche, das Einkommen hätte nicht für alle gereicht, wäre nicht die Qualität der Kunden eine andere gewesen. Der Sterianer, also der in diesem Sektor seinem gut bezahlten Job nachgehende, war bereit, mehr für die von den Männern hier angebotenen Dienste zu zahlen als beispielsweise der eilige Passant am Airport oder der betulich anmutende im SüdSektor. Steria war quasi die edelste der Rebsorten im Weinkeller des Herrn, ein Hightech-Hochsicherheitstrakt, der damals seinesgleichen suchte. Außerdem war diese Örtlichkeit ein sentimentales Fleckchen, was die Erinnerung nicht nur des Gründers dieser Streetservice-Gruppe an bessere Zeiten, von denen hier allerdings nichts mehr zu sehen war, anbelangte. Ein beflecktes Sentimentchen, das, da es nun einmal grimmsche Dimensionen angenommen hatte, der Nimbus 2000 war, auf dem zu reiten die Helden, nach Einnahme einiger Tropfen preisgünstigen Rebensafts bei irgend exorbitanten Gelegenheiten als da wären Geburtstage, Jahres- oder Rekordfeiern, wahre Meisterschaft an den meist späten Tag zu legen pflegten. Oft bekamen sie anstatt des Geldes von den Autofahrern oder Passanten - allesamt in einem der Bürohäuser, den so genannten Loffs (16 Großkomplexe, jeweils 8 links und rechts der Hanseatic, alle grauweiß mit schwarzen Flachdächern, die in der Dunkelheit einen bläulichen Farbton annahmen, sogenannte Luxury-Roofs, welche Helligkeit absorbierten und in Energie umzuwandeln vermochten) beschäftigt - auch andere Dinge wie Zeitschriften, Dosensuppen, Krawatten und auch Tickets für ein Fußballspiel, für die U-Bahn, ja, sogar Kondome, Tampons, angebissenes Gebäck, jede Menge HT und allerlei Selbstgebasteltes. Niemand wunderte sich mehr über irgend etwas. Alles wurde gesammelt und untereinander aufgeteilt, somit musste zum Beispiel auch die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht aus eigener Tasche bezahlt werden. Andere Zuwendungen wie Kino- und Theaterkarten wurden, so niemand darauf Anspruch erhob, weiterverkauft, sodass man sich den Erlös teilen konnte. Wieder anderes - wie das Gebäck - wurde, trotz oft offensichtlichen Makels, von Werwillnochnicht-werhatschon verspeist. Das Entscheidende - im Unterschied zu vielen anderen Gruppen - war, dass die Einnahmen in einen Topf geworfen wurden, was jeden der Beteiligten mit Stolz erfüllte und erst gar keine Zankereien und Neid und Konkurrenzdenken aufkommen ließ. Und wenn man sich tatsächlich einmal zu keiner Entscheidung durchringen konnte, wer zum Teufel beispielsweise die Tampons behalten dürfe oder müsse, so machte der Älteste von seiner Funktion als Chef und Bestimmer Gebrauch, und basta.Читать дальше
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