Joerg Kemp - TROST
Здесь есть возможность читать онлайн «Joerg Kemp - TROST» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:TROST
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
TROST: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «TROST»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
TROST — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «TROST», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Die sechs Männer, die hier übernachtet hatten, schickten sich an, ihre Decken und Matten in einen der sechs silbernen Flightcases - wobei es sich bei einem derer um eine Kühlbox handelte - die hinter der Gruppe ein Mäuerchen bildeten, unterzubringen; weitere sechs trudelten dann fast gleichzeitig gegen 05.30 Uhr ein, man begrüßte sich. Vier von ihnen trugen einen Mundschutz, den sie bei ihrem Eintreffen abnahmen. Der Fremde starrte sie an. Erstere bedeuteten mit ihren Weiß-nicht-Gesichtern, dass auch sie keine Ahnung hatten, wer der war und was er hier wollte. Also machten sich die Ankömmlinge daran, die von ihnen in Plastiktüten jeweilig mitgebrachten Mitbringsel - als da wären Hemden, Hosen, Handtücher einerseits und irgendwelche Reinigungspasten etcetera andererseits - in eine der jeweils dafür vorgesehenen Silberkisten zu packen. Derweil war es rasch so hell geworden, dass der Fremde eine infantile Freude daran zu haben schien, die hochragenden Gebäude um ihn herum zu beäugen, als könne er gar nicht genug bekommen von soviel-Schönheit? Ja, man konnte den Eindruck haben, dass er sie - angelegentlich faltete er gar die Hände - gleich anzubeten gedachte. Derjenige, der des nachts das Licht gesehen hatte, ließ den Mann nicht aus den Augen. „Äh“, sagte einer zu ihm, deutete mit dem Kopf auf den Stauner, „plemplem, hähä.“ „Pscht!“, zischte jener. „Der hat doch nich mehr ...“ „Er sieht sich die Gegend an.“ „Heilige Scheiße, aber wie!“ „Als sähe er sie zum ersten mal.“ „Als hätte er sie verdammt noch mal selber erschaffen, hähä.“ Ein Dritter trat hinzu. „Was’n los?“ „Mh.“ „Kann mir was Schöneres vorstellen, hähä, als diese abgefuckte Ge...“ „Muss jeden Moment kommen.“ „Heilige ...!“, brüllte der eine. Ein summendes Motorengeräusch flog heran. Es war Punkt sechs. Daran behaftet schoss ein Auto auf die Gruppe zu. In der Nacht hatte es hier überhaupt keinen Autoverkehr gegeben, lediglich durch die Ferne war angelegentlich der Pinseltupfer eines elektrofarbenen Geräuschs gehuscht. Ein Lieferwagen, darum handelte es sich, Vorbote des Stoßverkehrs, kam, hupte, parkte am Rand der Gruppe, und das unmenschliche Geräusch erlosch. Der Fremde war drauf und dran wegzurennen, das heißt, tatsächlich rannte er einige Schritte in Richtung des Eingangs zu dem großen, noch im Schatten liegenden rückwärtigen Gebäude, als werde man ausgerechnet dort Mama spielen für den kleinen Bub, der aus einem Alptraum in ihren Schoß zu flüchten gedachte, so einen Schreck jagte das Vehikel ihm ein. „Bloß’n Auto“, rief sein neuer Aufpasser leise. Der Lieferant, „Das ist F“, stieg aus, grüßte mit einem „Morn“, öffnete die Heckklappe, holte einen großen, wasservollen Kessel heraus, dann eine Box, die mit allerlei Essenssachen gefüllt war, „Reste der gehobenen Gesellschaft, welche jene verschmäht hat, von Global F “ - letzteres stand groß und weiß und schnörkellos an dem silbernen Wagen - „eingesammelt, werden nun an die überall in den Randgebieten der Stadt eh sich verteilenden Tagelöhner, Peons, so nennt man uns, vielleicht schon ma gehört, verkauft, Ware gegen Bares.“ Eine Kühlbox, gefüllt mit etwa 2 Dutzend frischen Sandwichs, Süßigkeiten, Erfrischungsgetränken. Zuletzt - und während der Fremde sich langsam dem Ungetüm, das sein neuer Bekannter „Auto“ genannt hatte, näherte -warf der Fahrer, ein junger Mann mit kahl geschorenem Kopf und einer Uniform, die ihn, bis auf das fehlende Käppi, aussehen ließ wie den Kapitän einer Fluggesellschaft, ein Bündel Zeitungen aus dem Wagen, ebenfalls sofort zu bezahlen genauso wie alles übrige. „Wenn wir irgendwas benötigen, zum Beispiel Schuhcrème, Toilettenpapier, Kaugummis, Kraftriegel, Obst oder Ähnliches, teilen wir es dem Fahrer mit, und am nächsten Tag bringt der das Gewünschte.“ Der Fremde ergab sich einer silbernen Faszination. „Der Fahrer nennt den Preis, und wir akzeptieren es oder lassen es bleiben.“ Endlich stellte er ihnen noch einen Wasserkanister vor die Füße sowie eine Tüte mit allerlei Spraydosen. „Hab nich das Gefühl“, sagte jemand von hinten, „dass der überhaupt zuhört.“ Derjenige, welcher dem Aussehen nach der älteste der Gruppe zu sein schien, hielt ihm den dafür üblichen Gegenwert in Euro hin, den der andere sogleich einsteckte. Die Männer verstauten alles in die im Hintergrund bereit stehenden silbernen Kisten. Die Unterschrift auf dem Zettel, der sich Lieferschein schimpfte, zu leisten, behielt sich ebenfalls der Älteste vor, nicht ohne die gelieferte Ware mit den auf dem Wisch verzeichneten Posten verglichen zu haben. Der Fremde betastete derweil den Lack des Ungetüms, war scheint’s ganz zufrieden, besah sich, den Schirm seiner Hände über die Augen gehalten, den Wageninnenraum, klopfte an die Scheiben und scharwenzelte behutsam um das schlafende Monster herum. Das allmorgendliche Ritual, das wie ein Relikt aus vergangener Zeit anmutete, dauerte keine zwei Minuten, dann - der begeisterte Begutachter hatte sich flugs ein paar ängstliche Schritte rückwärts begeben - heulte der Motor des Lieferwagens sanft auf, um sich mit einem kurzen Hupen zu verabschieden. „Sod you!“, rief ihm einer hinterher, während der Wagen das Rondell bereits in westlicher Richtung verlassen hatte.
Die, welche die Nacht hier verbracht hatten, gingen nun ihren üblichen Beschäftigungen nach, deren Anfang die Morgentoilette machte. Zähneputzen mittels altmodische anmutender Zahnbürsten, Waschen aus einer Gemeinschaftswasserschüssel, wobei sie mit dem Wasser äußerst penibel umgingen. Auf Seife wurde verzichtet. Der neue Beistand des Fremden hielt sich vornehm zurück, um, nachdem er seine Brille mit dem Saum seines Hemdes geputzt hatte, mit jenem zusammen das Geschehen zu betrachten, ihm womöglich dies und das zu erklären. „Rasierer“, sagte er und unterstrich dies mit einer entsprechenden Geste, als ein Rasierapparat die Runde machte und adäquate Verwendung fand. Anschließend verschwanden die Männer einer nach dem anderen in den Tiefen des nahe gelegenen U-Bahnhofs, der sein Dasein mit einem großen blauen U ankündigte. „Die gehen aufs Klo, da, in der U-Bahn.“ Der Angesprochene stand da, die Arme ineinander verschränkt, besah sich die Gegend, dann wieder das Treiben der rückkehrenden Männer, setzte sich, stand wieder auf, drehte sich um, kratzte sich am Dreitagebart, zog die Brauen hoch, schüttelte den Kopf, stemmte die Hände in die Hüften, betrachtete die Gebäude, die Gegend, gar den Boden, nickte, verlegte das Gewicht auf das andere Bein, verschränkte die Arme, nickte, gab keinen Ton von sich. „Mh“, machte der Adjutant. Er musste grinsen. „Hab was Komisches geträumt“, sagte er als rede er mit einem alten Kumpel. „Wir saßen, meine Freunde und ich, muss zu unserer Schulzeit gewesen sein, wir waren jung, eh, saßen vor dem alten Segh auf dem schmalen Stück Rasen zwischen omnes omnia omnium und der Straße, als sich einer in unsere Mitte setzte, einfach so, womöglich ein neuer Mitschüler, ein neuer Nachbar, ein Junge in unserem Alter. Wir fanden das komisch, merkwürdig, befremdend, wie auch immer, aber der Neue war einer, der schnell Freundschaften schloss, ging offen auf einen jeden zu, und schwupps hockte er bei mir oben im Dachzimmer, und wir lasen uns aus Steppenwolf vor. Dann saß er im Klassenraum neben mir, und sein Latein war besser als das aller anderen. Und dann gingen wir schwimmen, und dann himmelten wir Mädchen an, und dann fuhren wir Rad, und dann sahen wir uns die Sterne an. Und dann, eh, sagte jemand, Bernd, so hieß der Junge, komme nicht mehr, nie mehr. Und tatsächlich tauchte er nicht mehr auf. Und dann saßen wir wieder da, und alles war, als sei Bernd nie da gewesen. Welcher Bernd?, fragte jemand. - Hälst'n davon?" Der fremde Mann stand ihm nun gegenüber und sah ihm direkt und freundlich in die Augen. Da wich das Grinsen mit einem mal vom Gesicht des Einheimischen, denn der Blick dieses Menschen hatte ihn offenbar getroffen, als hätte man einen Eimer Musik über ihn gegossen. Ihm wurde regelrecht schwindlig, und der Fremde reichte ihm die Hand, hielt ihn fest, lächelte. „Das ist“, und der beinahe Strauchelnde sah dabei auf seine Hand und die des Fremden, „etwas aus der Mode gekommen, ich eh meine, jemandem die Hand zu zu geben, anzufassen, also seit, seit, die Keime, Viren, Epidemien, du verstehst.“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «TROST»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «TROST» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «TROST» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.