Ralph Ardnassak - Drecksmaden

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"Dabei musste sie jedoch beständig darauf achten, dass ihr keine weitere Jägerin in die Quere kam. Denn mit Argusaugen beobachtete sie ihre Mitbewerberinnen, die in reizenden Tenniskleidern, die ihre Reize gleichfalls optimal zur Geltung brachten, auf ihren Stühlen am Rande des Rasens saßen, wie Jäger auf ihren Ansitzen.
Die geladenen Waffen der Damen, das waren ihre Dekolletees, ihre nackten, gebräunten, langen Beine, ihre schmalen Fesseln, ihre reizenden Knie, ihre makellosen und glatten Hälse, ihre blutroten Lippen und der stechende und durchdringende Blick ihrer Augen und der seidige Glanz ihres Haares, in dem sich tausende kleiner Reflexe des Sonnenlichtes spiegelten, ähnlich den Tautropfen an den Gräsern einer morgendlichen Wiese.
Sie sah die taxierenden Augen ihrer Mitbewerberinnen, wie sie forschend und abschätzend auf die Tennis spielenden Herren gerichtet waren und dabei tatsächlich den Augen von Jägern vor dem Schuss glichen. Sie sah die Busen ihrer Mitbewerberinnen dabei vor Erregung wogen, während sie nun gleichfalls Witterung aufnahmen. Und sie meinte das brunftige Geschlecht all ihrer Konkurrentinnen regelrecht zu riechen, durch all die feinen seidenen und spitzenbesetzten Höschen und zwischen den elegant und scheinbar züchtig übereinander geschlagenen langen schmalen und braunen und durchtrainierten Beinen hindurch.
Sie sah all die Damen dort drüben, die Vierzig-, die Fünfzig-, die Sechzigjährigen unter ihnen, die sich bemühten, das Äußere von Siebzehnjährigen anzunehmen und auszustrahlen.

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Niemand wagte die bange Frage zu stellen, ob oder überhaupt wann sie jemals heimkommen würden. Schon aus schierer Angst heraus, die Antwort könne lauten, sie müssten hier in Russland sterben.

Und als ein Kamerad doch einmal mit zitternder Stimme und in gebrochenem Russisch einen Wachmann fragte, sagte diese, wenn Russland vollständig wieder aufgebaut sei, erst dann kämen sie heim, was gut zwanzig, dreißig oder auch vierzig Jahre andauern könne, so dass sie allesamt hier sterben müssten.

Die ernüchternde Antwort, die auf bange und trostlose Monate hinaus jede Hoffnung in ihnen ausgelöscht hatte, während die Zeit wie in Betäubung an ihnen vorbei gegangen war, wurde durch die Beobachtung verdrängt, dass man offensichtlich schwer Kranke nach Hause entließ.

So war Schmittke dazu über gegangen, sich Schmutz und Dreck und den Eiter von Kameraden immer wieder in die eigenen Wunden zu schmieren.

Mit Erleichterung nahm er daher schließlich zur Kenntnis, als ihm mitgeteilt wurde, er litte unter Tuberkulose und laufe Gefahr, das ganze Lager anzustecken.

Nur notdürftig auskuriert entließ man ihn daher endlich in die Heimat.

In der unzerstört gebliebenen Gertraudenkirche seiner Heimatstadt warf sich Schmittke aus purer Dankbarkeit gegenüber dem Allmächtigen platt auf den Boden und lag dort weinend auf den kalten Steinfliesen, wie ein Mönch beim Profess.

Er beschloss, über alles, was er erlebt und während des Krieges getan hatte, zeitlebens zu schweigen und sich niemals wieder politisch zu betätigen.

Wie er es bei den Männern in Russland gesehen hatte, so ließ auch Schmittke sich einen Vollbart wachsen.

IV

Kläre Schattling und Karlheinz Schmittke, die sich bei der Christmette in der Gertraudenkirche begegnet waren, waren schließlich einander näher gekommen.

Sie gingen miteinander, wie es damals hieß.

Tatsächlich verband sie mehr, als bloße Äußerlichkeiten, denn beide standen bald in dem Ruf, gewaltige Geheimniskrämer zu sein, die irgendetwas zu verbergen hatten und die sich nicht gern in die Karten schauen ließen.

Zweifellos reizte Schmittke der Wunsch, eine Frau zu besitzen. Eine Frau, das war schließlich der Traum aller Träume gewesen, die sie in den Monaten und Jahren ihrer Kriegsgefangenschaft in den hölzernen Baracken bei Tag und bei Nacht geträumt hatten.

Vor allem reizte ihn ihre vornehme Reserviertheit, als wäre sie aus geradezu königlichem Hause. Ihre vornehme und dezente Zurückhaltung, die mitunter den Eindruck erweckte, als sähe sie mit Verachtung auf andere Menschen herab.

Schmittke war zeitweilig sogar der Illusion aufgesessen, das blutleere dürre Mädchen mit dem scharf geschnittenen schmalen Gesicht und den stets ein wenig hervor quellenden Augen müsse unter ihrer eiskalten Schale ein regelrechter Vulkan der Leidenschaften sein.

Kläre Schattling schließlich, die den Laden jetzt wieder mit einer Aushilfskraft führte, eine Kriegerwitwe und Evakuierte, konnte einen Mann im Laden gut gebrauchen. Ohnehin herrschte Männermangel, denn wer nicht gefallen oder vermisst war, der steckte womöglich noch irgendwo in der Kriegsgefangenschaft, wobei eine Rückkehr bis zuletzt ungewiss blieb.

Auch war sie sich sicher, dass ein ehemaliger SS-Mann wie Schmittke, der im Osten die Juden in Schach gehalten haben musste und daher wusste, wie man ihnen umzugehen, wie man ihnen Angst einzuflößen hatte, möglicherweise doch noch auftauchenden Angehörigen der Familie Hirschmann wirksam würde Paroli bieten können.

Mit einem ehemaligen SS-Mann an ihrer Seite, der ja quasi so etwas wie ein früherer Polizist zu Pferde war, fühlte sie sich ganz einfach sicherer und geborgen. Er gab ihr Halt und Sicherheit in jenen Zeiten und außerdem hatte er vor dem Kriege auch die Handelsschule besucht und verstand daher etwas von Buchhaltung.

Und als es schließlich hieß, bei Kläre Schattling sei ein Kind unterwegs, da wurde geheiratet.

Kläres Brautkleid war aus alten Gardinen zusammen genäht wurden. Und der Anzug des Bräutigams war eine ehemalige Paradeuniform, die man angepasst und schwarz gefärbt hatte. Aber das alles spielte keine Rolle. Mit der Eheschließung kam nun alles in Ordnung und alles hatte jetzt seine Richtigkeit im Leben der Kläre Schattling, deren Ehemann Karlheinz den Nachnamen Schattling angenommen hatte.

Es war ihm recht, wenn auf diese Weise der einstige Unterscharführer der Reiter-SS, Karlheinz Schmittke, zumindest nominell von der Bildfläche verschwinden und alle möglicherweise doch noch einsetzenden Nachforschungen nach diesem im Sande verlaufen würden.

Und für das Geschäft war es besser, wenn es unter dem Namen Schattling weiter geführt wurde, unter dem es schließlich eingeführt war und zumindest hier, im Westend, einen gewissen und durchaus nicht unerheblichen Bekanntheitsgrad genoss.

In den 1950er Jahren kam Hanne zur Welt, die einzige Tochter von Kläre und Karlheinz Schattling.

Es war eine schwere Geburt, die sich auf fast 48 Stunden erstreckte und die Kläre viel Kraft kostete.

Es hieß, das Becken der jungen Mutter sei zu schmal gebaut und ihre Geburtswege seien zu eng für das Kind, so dass immer wieder unter der Geburt ein Kaiserschnitt erwogen worden war. Doch hatte der die Geburt leitende Arzt, aus Angst vor einer möglichen Verletzung der Harnblase, der Harnleiter, des Darmes oder auch der Nervenbahnen der Mutter, zuletzt doch noch auf diesen Eingriff verzichtet und Hanne war auf natürliche Art und Weise zur Welt gekommen.

Kläre hatte später, auch gegen den Wunsch von Karlheinz, darauf bestanden, keine Kinder mehr bekommen zu wollen. Die Angst vor den Schmerzen der Entbindung hatte sie lebenslang gezeichnet.

Und immer wenn Karlheinz darauf verwies, dass so ein kleines Brüderchen, ein Würmchen, wie er sich auszudrücken pflegte, auch der Hanne gut tun würde, so fuhr ihn Kläre barsch an:

„Du weißt gar nicht, was es bedeutet, ein Kind entbinden zu müssen! Du müsstest erstmal zentnerweise Backsteine scheißen, um hier überhaupt mitreden zu können! Es gibt kein zweites Kind, finde Dich damit ab! Ich will nicht unter der Geburt verrecken müssen, wie die Frau dieses russischen Leutnants, die mit ihren Zwillingen im Bauch neben mir im Kreissaal lag und die ganz jämmerlich geschrien hat, bis zuletzt! Es gibt kein zweites Kind! Basta!“

Kläre war also mit sich im Reinen. Und wenn sie in diesen Jahren etwas störte oder ihre Seele belastete, so war es nur ihre eigene jugendliche Dummheit, die sie dazu getrieben hatte, jene Tasche der Frau Hirschfeld mit den Alben und Etuis voller Goldmünzen von der eisernen Hubbrücke mitten in den Strom zu werfen.

Tag und Nacht kreisten in jenen bitteren Jahren des Aufbaus nach dem Kriege ihre Gedanken um das Gold mitten im Strom, während sie das Kind stillte oder mit umgebundener Schürze hinter dem Tresen in ihrem Laden stand, um die Kunden zu bedienen.

Das Gold hätte ihnen jetzt gute Dienste leisten und sie wirtschaftlich ein ganzes Stück weit nach vorn bringen können. Sie hätte den Karlheinz damit gut und gerne nach Westberlin schicken können, um Südfrüchte einzukaufen oder eine moderne Registrierkasse! Auch ein neuer Lieferwagen hätte ihnen jetzt gut zu Gesicht gestanden!

Wie Krimhild im Nibelungenlied, so gierte Kläre nach jenem Gold im Strom, dass sie durch Dummheit und durch unüberlegtes und voreiliges Handeln verloren hatte.

Nur, dass sie Krimhild und Hagen von Tronje zugleich und in einer Person war, denn sie hatte sich eigenhändig des Goldes beraubt.

Immer wieder versuchte sie daher, in Erfahrung zu bringen, wie tief der Strom an jener Stelle unterhalb der alten Hubbrücke wohl sei und wie stark die dortige Strömung, die es zweifellos geben musste.

In geradezu plastischer Deutlichkeit meinte sie die alte karierte Tasche der Jüdin auf dem Kies des Grundes liegen zu sehen. Im trüben Wasser, wie sie sich langsam bemooste, so musste die Tasche dort liegen, während die Strömung Trüb- und Schwebstoffe vorüber trieb, die Fische gründelten und die gewaltigen Schatten der Schubeinheiten von der Oberfläche herunter schimmerten, die Kies und Kohle, Zement und Getreide auf dem Wasserwege bis zur Nordsee brachten.

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