Susanne Holzer Sybille Maier-Ginther - Hand aufs Herz

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Die perfekte Mutter gibt es nicht, schon klar! Aber Hand aufs Herz – habt ihr euch nicht zumindest heimlich auch schon mal gedacht, ihr könntet es vielleicht doch schaffen, wenn ihr euch nur genug anstrengt und ganz fest daran glaubt?
Wir zumindest haben das … und sind kläglich daran gescheitert. Unsere Geschichten erzählen, wie es abseits des Rosa-Brillen-Babyglücks nun mal wirklich ist. Unser Ziel? Dass andere Mamas zwischen Babybrei und Windeleimer zumindest mal kurz lachen können – und sei es nur darüber, dass es da noch zwei Frauen gibt, die das alles offensichtlich noch viel weniger auf die Reihe bekommen als sie selbst…

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Bei einem Wien-Besuch – mein Bauch war da noch relativ gut kaschierbar – schaute er in der U-Bahn einen jungen Mann, der den letzten freien Sitzplatz ergattert hatte, vorwurfvoll an und meinte: „Sehen Sie nicht? Meine Frau...?!“ Ich weiß nicht, was der Bursche damals dachte, was mit mir los sei, jedenfalls räumte er (für Wien eigentlich relativ untypisch) ohne Murren seinen Platz.

Bei einer Polizeikontrolle steckte mein Mann dem verdutzten Beamten statt des Führerscheins dann tatsächlich meinen Mutter-Kind-Pass entgegen und meinte: „Sie sehen ja, meine Frau...!“ Dieser wusste nicht ganz, wie ihm geschah und hatte ein riesiges Fragezeichen im Gesicht. Um der Situation ein würdiges Ende zu bereiten, streckte ich meinen 6-Monats-Bauch demonstrativ nach vorne und stöhnte wohl etwas lauter als beabsichtigt. Der junge Mann in Uniform dachte sich jedenfalls bestimmt: „Ooch, lieber mal kein Risiko eingehen!“ und winkte uns durch. Ich bin nur froh, dass es 2010 noch keine Rettungsgasse gab – nicht auszudenken, was mein Mann bei solchen Gelegenheiten noch alles angestellt hätte!

Ein wenig peinlich war mir dann allerdings die Situation bei einer Veranstaltung. Es gab dort zwar keinen roten Teppich oder Ähnliches, aber dennoch war der Eingang schön beleuchtet und mit zwei Türstehern in Uniform dekoriert. Auch zwei amtsbekannte Fotografen warteten, dass die örtliche Lokalprominenz mit dem Wagen vorfuhr, der daraufhin selbstverständlich von einem Concierge übernommen wurde. Der Pöbel (also wir) musste hingegen mit einem abgelegenen Parkplatz (ja, ihr ahnt es schon!) Vorlieb nehmen.

Als wir auf dem Weg zum Eingang von zwei Parkplatzwächtern angewiesen wurden, mit unserem Auto auf besagte Abstellfläche auszuweichen, kurbelte mein Mann kurzerhand das Fenster herunter und meinte: „Meine Frau ist hochschwanger, wir müssen hier durch!“ Die Beamten warfen einen kurzen Blick auf meinen Bauch und erwiderten ganz geschäftstüchtig: „Ah ja ok, junger Mann, hier lang, dann gerade aus, dann wieder rechts und dann sehen Sie schon das große, blaue Schild mit dem H!“ Während ich mir noch den Kopf darüber zerbröselte, was genau das große „H“ mit der Veranstaltung zu tun haben sollte – Schwangerschaftsdemenz und so – bog mein Mann schon mit Karacho in den Eingangsbereich und überließ den Schlüssel seines alten A4 dem Concierge – all das unter den verdutzen Blicken der beiden Parkplatzwächter, schäm, schäm!

Bei unserem letzten gemeinsamen Urlaub ohne Kind allerdings – ich war gerade im sechsten Monat – sollte der Schuss nach hinten losgehen. Bei der Rückreise stand am Flughafen eine für Pauschalreisende typische, schier unendliche Schlange vor dem Economy Check-In-Schalter. Da half auch meine sonst gern gezückte goldene Senator Card nix, denn der Billigflieger war natürlich kein Star Alliance Partner. Klar, dass das für meinen Mann gar nicht ging!

Wieder fingerte er zielstrebig mein gelbes Wunderbüchlein aus dem Handgepäck und stakste damit geradewegs zum freien Business-Schalter. Der für einen Mann ganz schön viel Mascara tragende Herr dahinter war aber seltsamerweise völlig immun gegen den energisch vorgetragenen Zauberspruch meines Mannes: „Sie sehen ja, meine Frau ... und das geht doch nicht, dass sie in diesem Zustand so lange... wenn Sie doch so liebenswürdig wären... !“ Ohne mit der Wimper zu zucken ließ er eine Art Betriebsärztin, Typ russische Angela Merkel in Arztuniform, antanzen, der wir mühsamst beibringen mussten, dass ich ja erst im sechsten Monat und damit für alle gängigen Fluglinien noch transportfähig war.

Zu allem Überfluss musste sogar noch mein Frauenarzt eine schriftliche Bestätigung auf Englisch faxen, damit die Sache endlich erledigt war! Und das alles nur, damit wir uns dann letzten Endes doch wieder hinten anstellen mussten…Wenigstens war die Schlange inzwischen auf ein erträgliches Maß geschrumpft. Wäre da nur nicht Mascara-Man gewesen, der uns von der Seite sein schadenfrohstes Lächeln schenkte...

Entbindung: Die Qual der Wahl

Das Privatkrankenhaus, in dem ich niederkommen durfte, hatte ich schon lange ausgesucht, bevor meine Tochter überhaupt nur ein Gedanke bei sachdienlichen zwischenmenschlichen Aktivitäten war. Neben der „Wellness-Hotel-Atmosphäre“ warb das besagte Etablissement nämlich unter anderem auch mit der Möglichkeit, sich seine „persönliche“ Hebamme bei einem „informellen Kennenlern-Abend“ aussuchen zu dürfen. Ich würde mir übrigens noch wünschen, der Abend wäre etwas formeller verlaufen, aber dazu später mehr…

Zu dem Kugelbauch-Event waren natürlich auch die angehenden Papis geladen. Zu meiner Belustigung waren die meisten von ihnen sowas von co-schwanger, dass sie neben ihren unförmigen Partnerinnen gar nicht weiter auffielen. Manche von ihnen rutschten unbehaglich auf den harten Plastikstühlen herum (so viel zur Wellness-Hotel-Atmosphäre!), andere schauten nur verlegen durch die Gegend oder unter vorgehaltener Hand Laola.tv auf dem Handy. Ganz findige Exemplare (ein paar Streber gibt es immer) stellten natürlich artig Fragen, die die sechs Hebammen mit Engelsgeduld – oder besser gut getarnter Genervtheit – beantworteten.

Mein Mann kam erst mal eine halbe Stunde zu spät. Für mich war das völlig ok, ich war froh, dass wir es überhaupt gemeinsam geschafft hatten, bei dem Arbeitspensum, das wir beide zu der Zeit hatten. Von der Eventleiterin wurde er aber natürlich mit hochgezogenen Augenbrauen bedacht – und ich mit den mitleidigen Blicken der brütenden Mitstreiterinnen.

Leider fand in den ersten 30 Minuten nur eine allgemeine Vorstellungsrunde der Hebammen statt, sodass mein Mann die Chance verpasste, dem nachfolgenden Highlight des Happenings zu entkommen: dem Wunder Geburt in Bewegtbild, in schön ausgeleuchteter Panoramaansicht mit exzellent authentischer Tonübertragung. Letztere war noch dazu quasi im asynchronen Echo zu hören, da im Kreißsaal nebenan gerade das Real-Life-Szenario im Gange war und die Wände offensichtlich dünn wie Papier (diesmal war der Hotelcharakter durchaus authentisch).

Während die meisten Frauen die Vorführung mit stoischer Ruhe an sich vorbeiziehen ließen, wären die Männer allesamt – und zwar auch die Streber – wohl am liebsten geschrumpft und gasförmig durch den Türspalt entwichen, da bin ich mir ganz sicher. Nach einer kurzen allgemeinen Schockstarre stellten sich die „persönlichen Begleiterinnen“ dann dem Face-to-Face-Gespräch. Wer noch nicht komplett fertig war, durfte sogar mit der Dame seiner Wahl noch den Kreißsaal besichtigen und einen Termin für den persönlichen Geburtsvorbereitungskurs vereinbaren.

Im Nachhinein glaube ich, dass man den Kreißsaal wirklich nicht vorher sehen muss. Denn eigentlich reicht vollkommen, was man bereits aus dem Fernsehen kennt – das Bild jenes Stuhls, der neben dem elektrischen wohl als einer der unbehaglichsten seiner Klasse gilt. Die kleine Badewanne, für die ich mir extra einen schicken Bikini besorgt hatte, dient meines Erachtens ohnehin nur zur Dekoration – die Lust aufs Plantschen ist zumindest mir in der Sekunde vergangen, als mir eröffnet wurde, dass ein Einlauf durchaus zum Standardprogramm einer Privatklinik mit Wellness-Hotel-Atmosphäre gehört.

Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass persönliche Geburtsvorbereitungskurse total überbewertet werden. Nachdem ich meine persönliche Hebammen-Favoritin auserwählt hatte, dachte ich, ebendiese würde sich geehrt fühlen, sich eingehend mit mir und meinen Wehwehchen beschäftigen zu dürfen. In meiner Vorstellung würde sie mir voller Stolz quasi die Hand halten, bis ich selbst als frischgebackene, talentierte Wundermutti das Ruder übernehmen und mich mit meinem kleinen, strahlenden Bündel den Herausforderungen und Freuden des Elterndaseins hingeben würde. Wehmütig würde sie uns noch einmal zuwinken, während sie sich insgeheim dachte, dass ich wohl die beste und tapferste Schwangere war, die sie je „persönlich begleiten“ durfte.

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