Susanne Holzer Sybille Maier-Ginther - Hand aufs Herz

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Die perfekte Mutter gibt es nicht, schon klar! Aber Hand aufs Herz – habt ihr euch nicht zumindest heimlich auch schon mal gedacht, ihr könntet es vielleicht doch schaffen, wenn ihr euch nur genug anstrengt und ganz fest daran glaubt?
Wir zumindest haben das … und sind kläglich daran gescheitert. Unsere Geschichten erzählen, wie es abseits des Rosa-Brillen-Babyglücks nun mal wirklich ist. Unser Ziel? Dass andere Mamas zwischen Babybrei und Windeleimer zumindest mal kurz lachen können – und sei es nur darüber, dass es da noch zwei Frauen gibt, die das alles offensichtlich noch viel weniger auf die Reihe bekommen als sie selbst…

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Die einzige Ausnahme stellte hier die Diskonter-Strandmuschel dar, die wir nach unserem letzten Ausflug zum See natürlich auch unbedingt haben mussten. Nein, Noah hat sich nicht brav hineingesetzt und dort wie ein Engel mit seinem neuen Spielzeug gespielt. Aber immerhin saß er – für diese Zeit ein wahrer Rekord – für bestimmt eine ganze Stunde lang grinsend zufrieden und brüllfrei in seiner Wippe, während er seinen studierten Akademiker-Eltern hämisch dabei zusah, wie sie verzweifelt die testweise im Wohnzimmer aufgebaute Strandmuschel nur mehr mithilfe von drei Youtube-Tutorials wieder zusammenlegen konnten.

Forenlos glücklich

Einen Tag nach dem positiven Schwangerschaftstest (übrigens durchgeführt mit dem ersten Morgenurin um exakt 03:23 Uhr früh), bekam ich plötzlich Anzeichen einer Regelblutung. Ich geriet in Panik und ließ mich sofort ins Krankenhaus einliefern – und das am Ostersonntag! Ich hatte so lange darauf gewartet und nun sollte es nicht bleiben wollen? Das konnte doch nicht sein! Kurzerhand erklärte ich der ratlosen Ärztin, sie solle bitte IRGENDETWAS tun, schließlich sei ich Privatpatientin! Sie erklärte mir aber nur geduldig, dass sie noch nicht mal feststellen könne, ob ich überhaupt schwanger sei.

Am Ultraschall sieht ein befruchtetes Pünktchen nämlich anfangs genauso aus wie der Uterus vor der Regelblutung. So kamen drei bange Wochen des Wartens auf mich zu, in denen ich immer wieder Blutungen hatte und mir jedes Mal von den Ärzten sagen lassen musste, sie könnten (noch) nichts sehen und erst recht nichts sagen. Obwohl mir das wahnsinnig weh tat, glaubte ich ganz fest weiter an die Schwangerschaft – den Gedanken eines möglichen Abgangs konnte ich einfach nicht ertragen.

Wie so oft suchte ich Rat in einem der zahlreichen Internetforen zum Thema Kinderkriegen. Und ganz ehrlich, solche Foren sind das Schlimmste überhaupt, um nicht zu sagen der digital gewordene Schwangerschafts-Antichrist! Wenn man unbedingt ein Kind möchte, kann man offensichtlich wirklich ALLES analysieren und gemeinsam mit den anderen totdiskutieren. Das geht von Bildern des Zervixschleims bis hin zur Analyse der Blähungsattacken der werten Mitstreiterinnen. Bei jedem kleinsten Anzeichen, dass diesmal etwas anders sein könnte, drückt man sich die Daumen und wünscht sich im Kollektiv ganz fest, dass es geklappt hat.

Ich schreibe zwar sehr abschätzig über diese Foren, war aber selbst Teil dieser Parallelwelt, wenn auch meist nur als passiver Spanner. Haargenau erfährt man dort, wie oft und wie und wieso überhaupt man mit seinem Partner „sexeln“ darf (so heißt das nämlich bitte im Forum!) und ist am Boden zerstört, wenn man wider besseren Wissens gegen eine der gefühlt 3.492 Verhaltensregeln verstoßen hat.

"Keksi1981" meinte jedenfalls ohne mit der digitalen Wimper zu zucken, meine unbegründete Euphorie vor den Tagen sei ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Tage keine Tage werden, also eines der gefühlt 567 Anzeichen für eine Schwangerschaft. So weit so gut – und sie sollte recht behalten, verdammt noch mal! Als ich endlich den nächsten Termin beim Frauenarzt bekam, schlug da plötzlich das mikroskopisch kleine Herz meiner Tochter auf dem Bildschirm.

Der Arzt wusste nichts von meiner Krankenhaus-/Forumodyssee und meinem großen Bangen und meinte nur ganz lapidar: „Jawohl, hier schlägt es, das kleine Herz!“ Er war ganz schön überrascht, als ich ihn daraufhin ohne Vorwarnung mit Tränen in den Augen ganz fest drückte! Ich war schwanger!!

Und damit fing der Spaß erst richtig an: Von einem Tag auf den anderen durfte ich vom Online-Forum der Werden-Wollenden ins Forum der Bange-Zitternden wechseln. Und während man noch denkt „Endlich!“, stolz den Mutter-Kind-Pass wie die goldene Mitgliedskarte zum Billionaire‘s Club in Händen hält und sich ständig sanft übers Bäuchlein streicht, weil man glaubt, die Pizza Calzone vom Vortag sei schon der Ansatz eines Babybäuchleins, bekommt man im Forum erst mal eingebläut, dass da noch lange nix im Trockenen sei. Bis zur 12. Woche bräuchte man ja gar nicht dran zu denken, sich überhaupt als schwanger zu bezeichnen, das wäre quasi so dreist wie eine Verlobung ohne Ring oder ein Parisbesuch ohne Eiffelturm.

Endlich glaubt man, man wäre jetzt „drin“, dabei könnte es laut den anderen Forumsteilnehmerinnen mit jedem Bauchzwacken vorbei sein mit der ganzen Freude! „Was, du hast Ausfluss?? Das könnte Fruchtwasser sein und dein Baby könnte im Begriff sein zu sterben!“ Auch wenn es schwer fällt, sollte man in so einer Situation nicht gleich in Panik verfallen. In den meisten Fällen geht alles gut. Das muss man sich nur immer wieder sagen, denn sonst macht man sich ganz und gar verrückt.

Leider gibt es natürlich sehr wohl den Fall, dass genetisch etwas schiefläuft und sich ein kleiner Wurm nun mal nicht weiterentwickelt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie weh das in dem Moment tun muss und vielleicht gibt es in solchen Augenblicken auch gar keine Worte des Trostes – schon gar nicht Mediziner-Standardfloskeln wie „Die Natur regelt das ganz gut, was nicht lebensfähig ist, wird abgestoßen“. Ich frage mich, wie man mithilfe solcher Phrasen wieder Mut finden soll. Viel eher würde mich vielleicht der Gedanke beruhigen, dass mein Körper zumindest fähig ist, ein Kind zu zeugen, nur dass eben diesmal etwas schief gelaufen ist. Beim nächsten Mal kann durchaus alles klappen – und deswegen darf man nie die Hoffnung aufgeben!

Will ich‘s wirklich wissen?

Ich glaube, beim nächsten Mal werde ich mir das Geschlecht meines Kindes nicht mehr sagen lassen. Warum? Wenn man noch nicht weiß, was es wird, hat man alle Möglichkeiten: Eine kleine Ballerina, ein wilder Fußballer – es könnte alles sein, bis es dann plötzlich heißt: „Was denken Sie denn, was es wird?! Ich: „Das Bauchgefühl sagt ja ein Mädchen, aber ein Bub wäre …“ Und noch bevor ich es aussprechen konnte, sagte mir der Herr Doc schon, dass es ein Mädchen wird.

Mein Mann stieß einen Seufzer aus und meinte, er hätte es ja gewusst. Ob das nun positiv oder negativ war, weiß ich bis heute nicht, aber viel wichtiger ist wohl die Frage, wie sich das für mich anfühlte! Positiv, negativ, ich konnte es gar nicht so genau sagen. Irgendwie hatte ich jedenfalls das Gefühl, irgendetwas beraubt worden zu sein, was immer das auch sein sollte. Vielleicht der Möglichkeit, einen kleinen Fußballer im süßen Dress mit Papa über den Rasen tollen zu sehen?

Ein Mädchen, oh Gott, ich würde also eine Tochter bekommen. War das gut? Konnte so eine Mutter-Tochter-Beziehung nicht unglaublich kompliziert sein? Konnte man da nicht richtig viel Schaden anrichten? Konnte ich das, eine Tochter haben?? In den ersten Stunden nach dem Arztbesuch machte ich mich völlig verrückt mit solchen Gedanken. Zig Mal nervte ich meinen Mann mit Fragen wie: „Hättest du nicht gerne einen kleinen Fußballer?“ Er: „Ist sie aber nicht“ Ich: „Aber bist du jetzt traurig"? Er: „Nein, sie war ja nie ein Fußballer, es ist ein Mädchen.“

Ich konnte aber einfach keine Ruhe geben und zermarterte mir den Kopf mit diversen Was-wäre-gewesen-wenn-Szenarien. Wie immer blieb mein Mann pragmatisch und meinte: „Schatz, niemand auf der Welt könnte dir hier und jetzt garantieren, dass der Bub, wenn er denn einer geworden wäre, mal nicht Friseur oder Balletttänzer geworden wäre, also krieg dich bitte wieder ein! Es ist, was es ist, ein tolles, süßes Mädel!“. Natürlich hatte er recht, aber irgendwie fühlte es sich trotzdem nach Verlust an, eigenartig. Gott sei Dank sind solche Verlustgefühle aber auf einmal komplett verschwunden, wenn das Baby geschlüpft ist. Denn dann sind solche Gedanken plötzlich absolut relativ. Dann ist es, was es ist und es ist gut!

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