Susanne Holzer Sybille Maier-Ginther - Hand aufs Herz

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Die perfekte Mutter gibt es nicht, schon klar! Aber Hand aufs Herz – habt ihr euch nicht zumindest heimlich auch schon mal gedacht, ihr könntet es vielleicht doch schaffen, wenn ihr euch nur genug anstrengt und ganz fest daran glaubt?
Wir zumindest haben das … und sind kläglich daran gescheitert. Unsere Geschichten erzählen, wie es abseits des Rosa-Brillen-Babyglücks nun mal wirklich ist. Unser Ziel? Dass andere Mamas zwischen Babybrei und Windeleimer zumindest mal kurz lachen können – und sei es nur darüber, dass es da noch zwei Frauen gibt, die das alles offensichtlich noch viel weniger auf die Reihe bekommen als sie selbst…

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Was mir jedoch nicht wirklich weiterhalf, waren die vielen Kurse, die ich im exzessiven Schwangerschaftswahn einen nach dem anderen belegte. Beim Schwangerschafts-Ernährungs-Workshop wurde ich nicht von den Socken gehaut von der Erkenntnis, dass ich jetzt mehr Gemüse und weniger Schokolade essen sollte und beim Schwangerschafts-Yoga kamen mir ernste Zweifel, als mir beim Versuch, eine Kerze zu machen, mein Bauch ins Gesicht fiel.

Als mir meine Ärztin in der 30. Schwangerschaftswoche eröffnete, dass ich lieber kein Yoga mehr machen sollte, war ich also nicht allzu traurig – alleine schon deswegen, weil ich jeden Kurs in der ständigen Angst durchlebte, dass dieses Mal ICH die Schwangere sein könnte, der beim „Herabschauenden Hund" ein lauter Furz entwich.

Nahtlos wechselte ich also vom Yoga-Kurs zum Geburtsvorbereitungskurs, der dem Ganzen in gewisser Weise die Krone aufsetzte. Ich hatte ja schon zahlreiche Schauergeschichten von Gruppen-Hecheln und frischen Plazentas gehört, die als Schauobjekt extra aus dem Kreißsaal herangebracht wurden, deshalb ging ich zum ersten Treffen gelinde gesagt mit gemischten Gefühlen.

Der Eindruck wurde nicht unbedingt besser, als ich gemeinsam mit 10 anderen Schwangeren in einem Keller ohne Sitzgelegenheiten (Schwangere müssen nicht sitzen, das wird überbewertet!) erst mal 20 Minuten auf die Kursleiterin warten musste. Als sie endlich herbeirauschte, nahm die weitere Desillusionierung ihren Lauf.

Wir wurden in einen miefenden Gymnastikraum gescheucht, in den wir uns alle selber einen schweren Holzsessel tragen durften (Schwangere können ruhig schwer tragen, das wird überbewertet!) und bildeten dort einen Sesselkreis. Reihum stellten wir uns vor und jede erzählte ein wenig vom bisherigen Verlauf ihrer Schwangerschaft. Nachdem ich mit keinen besonderen Wehwehchen oder tollen Geschichten glänzen konnte, beschloss ich, mich auf andere Weise hervorzutun – das Mittel meiner Wahl war natürlich wie immer das nächstbeste Fettnäpfchen.

Als die Schwangere neben mir also berichtete, dass es ihr eigentlich recht gut gehe und sie lediglich mit dem Pupp-Syndrom zu kämpfen habe, lachte ich laut los. Von der durchaus unangenehmen Hautkrankheit hatte ich noch nie etwas gehört und stattdessen „Pups-Syndrom“ verstanden – ich dachte einfach, dass sie ihre Schwangerschafts-Blähungen lustig umschrieben hätte...! Als die anderen im Raum alle betretene Gesichter machten, merkte ich zwar schnell, dass ich offensichtlich etwas falsch verstanden hatte und tarnte meinen Lachkrampf als Hustenanfall, aber am liebsten wäre ich in Wahrheit schon in diesem Moment schreiend aus dem Gebäude gelaufen.

In Anbetracht der Tatsache, welche Geschichten danach folgten, wäre das wohl auch die bessere Wahl gewesen – denn weder die 80er-Jahre Schautafeln über den Geburtsvorgang, die Berichte über Einläufe, Dammrisse und Saugglocken, noch das Plastik-Becken, durch das eine Babypuppe gepresst wurde oder die liebevoll aus Wolle gestrickte Plazenta nahmen mir die Angst vor der Geburt, im Gegenteil.

Für meinen Geschmack war die leitende Hebamme einfach ein Stück zu ehrlich: Ich hätte mir gewünscht, dass sie uns liebevoll die Hand tätscheln und dabei versichern würde, dass wir das alles locker schaffen würden – stattdessen verkündete sie uns in ihren Glitzerstiefeln und engen Röhrenjeans (na warte, du wirst auch noch mal schwanger und fett!!), dass das schon alles ziemlich schlimm werden würde.

Auch die Besichtigung des Kreißsaals führte bei mir nicht zur Gewissensberuhigung, sondern zu mittelschweren Panikattacken. Während die anderen interessiert alle Geräte beäugten und schlaue Fragen stellten, wippte ich schweißgebadet auf meinem Petzi-Ball und versuchte, irgendwie auszublenden, dass im Kreißsaal nebenan gerade eine Frau schrie, als würde ihr bei lebendigem Leib ein Bein ausgerissen („Ah, die dürfte gerade in den Presswehen sein", klärte uns unsere Kursleiterin wissend auf).

Egal wie bunt die Vorhänge, wie schön der Ausblick, wie liebevoll die Einrichtung war: Das nächste Mal, wenn ich diesen schrecklichen Raum von innen sehen würde, wäre ICH diejenige, die um ihr Leben schrie – und das beruhigte mich in keinster Weise!

In gewissem Sinne war der Geburtsvorbereitungskurs für mich also komplett sinnlos: Während ich für den Kaiserschnitt in den OP geschoben wurde, brauchte ich weder an Presswehen noch an Dammrisse oder Atemtechniken zu denken, aber irgendwie war er trotzdem nicht komplett umsonst. Allein schon deswegen, weil er mein „Schwanger 2013 – I did it“-Paket auf wunderbar kuriose Art komplettiert hat...

Die Kraft der Visualisierung

Ich empfinde gleichermaßen Faszination und Ekel gegenüber Partnern, die mit Videocam oder Panorama-Shot-geeichtem Smartphone einfach draufhalten, wenn das Wunder Geburt seinen Lauf nimmt, nicht selten begleitet von euphorischem Anfeuerungsgejohle: „Du schaffst das! Du hältst dich toll, Schatzi! Ja, press! Ja, mach, jaaa, ich seh schon den Kopf...!“ Mich persönlich hätte so etwas ganz ernsthaft dazu veranlasst, jemandem einen Schuss ins Genick zu jagen und zwar aus nächster Nähe – das heißt, wenn ich zufällig in meiner Ernstfalltasche zwischen all die rosa Strampler auch einen Revolver gepackt hätte.

Ich konnte es in der tatsächlichen Nahkampf- oder besser Nahtod-Situation nicht einmal ertragen, als die Hebamme mit Engelsgeduld meinte, ich solle doch mal meine Schenkel mit den Händen umklammern. Statt ihrer Anweisung zu folgen, brüllte ich ihr mit Inbrunst (oder zumindest dem letzten Quäntchen Energie, das meinem Körper noch innewohnte) entgegen, dass sie doch wohl selber sehe, dass ich gelähmt sei – und das meinte ich todernst!

Allerdings habe ich besagten Bewegtbild-Sadisten tatsächlich irgendwie zu verdanken, dass ich das „Wunder Geburt“ halbwegs glimpflich überstanden habe. Wie das, fragst du? Nun ja, mein Mann arbeitet im Fußball. Und im Sport ist Visualisierung eine hilfreiche Methode, sich Spielabläufe einzuprägen.

Das hat mich in der 36. Schwangerschaftswoche dazu veranlasst, meiner Angst vor dem bevorstehenden Großereignis den Kampf anzusagen und mich dem Thema Geburt auf Youtube zu stellen. Ziel war es, wenigstens ein Video zu finden, das mir würdig genug erschien, es zu visualisieren und bei meiner Niederkunft in die Tat umzusetzen.

Vorneweg muss man vielleicht sagen, dass ich mir die Geburt insgeheim ungefähr so vorgestellt hatte: Ein blütenweißes Tuch auf den Schenkeln und ein kompetenter Arzt (und, na gut, wenn es unbedingt sein musste auch noch eine Hebamme), der mir furchtbar dezent und professionell dort unten Unterstützung leistet. Kurzum: Ich wollte das Ganze so ästhetisch wie möglich gestalten („Arabische Geburt“ meinte meine Wunschhebamme dazu) – bei einer Privatversicherung, die einen an den Rand des finanziellen Ruins treibt, sollte das doch wohl kein unmögliches Unterfangen sein!

Natürlich versuchte ich auch, den ganzen Natürlichkeits-Klimbim zu verstehen. Blut und Käseschmiere (mein Mann hat sich allein bei dem Wort schon fast erbrochen) waren mir durchaus ein Begriff und ich ließ mir auch einreden, dass meine Kleine nicht vorher gewaschen wurde, bevor sie mir zum Kuscheln auf das blütenweiße Lieblingshemd gelegt wurde – so verschroben war die Frau Akademikerin ja dann auch wieder nicht.

Warum ich nicht gleich einen Kaiserschnitt gewählt habe? Glaub mir, nach eingehender Youtube-Recherche mehrerer Kaiserschnitt-Videos konnte ich voller Überzeugung sagen, dass ich mir das nicht freiwillig antun wollte. Splitternackt aufgebahrt werden, sich überhaupt nicht bewegen zu können und dann auch noch aufgeschlitzt werden – ne du, das klang für mich ungefähr so glamourös wie eine Hämorrhoiden-Entfernung.

Aber zurück zu meinem Projekt „Visualisierung“: Bewaffnet mit einer Tasse Tee und ein paar Keksen machte ich es mir also vor dem Computer gemütlich und tippte hochmotiviert „Geburt“ in das Youtube-Suchfenster ein... und wurde mit dem puren Grauen konfrontiert.

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