Elisa Behr - Was soll's!

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"Was soll's?", denkt sich der 14-jährige Karl, «Was soll das ganze sich Anstrengen und Schuften, wenn man eh weiß, dass man ein Loser ist?»
Besser sich gleich damit abfinden, dass man seinem Überflieger von Bruder nie das Wasser reichen kann. Da helfen auch nicht die von der Mutter verordneten Hilfsprogramme wie Nachhilfe und psychologischer Beistand. Loser bleibt Loser. Das denkt er sich auch, als Lina neu in die Klasse kommt. Lina, die von allen bewundert wird. Was soll so eine schon von ihm wollen?

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„Hi, bist du schon lange da?“

Ich gucke ihn an wie ein Fragezeichen.

„Schon ne ganze Weile. War schon auf der Pipe.“

„Ach so“, antwortet er knapp und startet das nächste Spiel. Ich setze mich hin und lasse ihn neben mir zappeln. Wundere mich wirklich. Als er fertig ist, frage ich ihn: „Ist eigentlich alles klar bei dir?“

Er schaut kurz zu mir rüber, nickt.

„Ja, schon, klar ist alles klar. Warum fragst du?“

„Äh, nur so. Weil, wir haben schon lang nichts mehr gemacht. Bock auf ein bisschen Playstation zocken bei dir?“

Obwohl er im Moment nicht spielt, antwortet er nicht. Ich lasse ihm noch ein bisschen Zeit, bevor ich wieder anfange: „Also was ist? Ich hab noch ne Stunde, bevor ich heim muss.“

Jakob schaut abwechselnd zu mir und auf seine Handy und stammelt: „Weißt du, also im Moment, da ist, da geht... meine Eltern, die, wir …“

Ich schaue ihn irritiert an, wie er da neben mir sitzt, meinem Blick ständig ausweicht und vor sich hinstammelt. Dann muss ich lachen. Es sieht einfach zu komisch aus. Zuerst lacht er mit, dann steht er abrupt auf und geht zu seinem Fahrrad.

„Ich muss gehen.“

Ich bin total verwirrt. Jakob muss nie gehen. Seine Eltern sind die coolsten, die ich bisher kennengelernt habe. Jakob darf alles. Jakob darf zocken, wegbleiben und Freunde mit nach Hause nehmen, so oft und so lang er will, sogar schlecht in der Schule sein. Seine Mutter hat trotzdem immer gute Laune und sein Vater sagt zu dem Ganzen nur: „Mein Gott, dann machst du halt ne Lehre und später, wenn du es begriffen hast, kannst du ja immer noch über den zweiten Bildungsweg.“ Das nenn ich mal gechillt.

„Wohin musst du denn?“, frage ich verwundert.

„Weg halt.“

„Hoho, was ganz Geheimes“, frotzle ich.

Die anderen lachen. Jakob sagt nichts, hebt sein Fahrrad auf. Ohne noch einmal aufzublicken, verschwindet er. Irgendwas hat er. Ich brauche einen Moment, bis ich das begreife, schwinge mich dann auf mein Fahrrad und rase ihm hinterher. Kurz vor seiner Haustür hole ich ihn ein. Er ist gerade dabei, sein Fahrrad an die Hauswand zu lehnen, wirkt ganz versunken, als ihn meine quietschenden Bremsen aus seinen Gedanken holen. Langsam hebt er den Kopf.

„Was machst‘n du hier?“

„Hast du nicht doch Lust auf ein Spiel? Hab‘s nicht so gemeint.“

Er ist ein Stück näher an mich rangekommen, steht verloren vor mir und druckst rum: „Also, ich hätte irgendwie schon Lust, nur weiß ich nicht, ob das gerade so gut... meine Eltern, ich kann ja mal fragen.“

Was ist denn mit dem los? Der hat noch nie ein Spiel abgesagt, vor allem nicht gegen mich. Da besteht eine 100% Chance auf Gewinn. Die wird er sich doch nicht entgehen lassen. Aber er steht immer noch unentschlossen herum und scharrt mit der Fußspitze im Kiesweg.

„Was ist mit deinen Eltern?“, bohre ich nach.

„Naja, also, ich soll, ich mein, ich darf, sie haben es halt gerade nicht so gern, wenn ich jemanden mitbringe.“

Mir fällt erstmal nicht ein, was ich darauf antworten kann. Wir stehen blöd rum. Ich kapier einfach nicht, was da los ist.

„Seit wann das denn?“

Keine Antwort. Mittlerweile ist schon ein kleines Loch im Kiesweg entstanden, daneben das Häufchen Steine, die weggeschoben wurden. Ich schiebe mein Fahrrad zur Hauswand, er scharrt weiter. Als ich zur Haustür gehe und klingeln will, erwacht er aus seiner Lethargie und stürmt auf mich zu.

„Spinnst du, ich hab doch einen Schlüssel.“

„Na, dann schließ auf, du Pfeife.“

Er steht vielleicht noch so eine Minute unschlüssig vor mir und ich frage mich, ob es ihm jetzt auch peinlich ist, mit mir gesehen zu werden, bis er sagt: „Bei dir wird es schon irgendwie gehen.“

Dann fummelt er seinen Schlüssel aus der Hosentasche und sperrt die Tür auf. Es ist keine Musik zu hören. Das Erdgeschoss wirkt leer und trostlos. Irgendwas hat sich verändert. Genau, es fehlen Bilder und Möbel.

„Was ist denn bei euch los?“, frage ich neugierig, während ich wie gewohnt den Weg Richtung Küche nehme. Mal sehen, was Frau Brandt heute gekocht hat. Jakob stellt sich mir in den Weg.

„Geht dich nichts an.“

Im ersten Moment schlucke ich. So abweisend habe ich Jakob noch nie erlebt. Eigentlich will ich klein beigeben, entscheide mich dann doch dafür, ein bisschen für gute Laune sorgen zu wollen.

„Hey, schon vergessen? Wir sind Freunde.“

Jakob zuckt zusammen und schaut mich nur hilflos an.

„Kann ich trotzdem nicht sagen.“

Er steht da wie ein nasser Sack. Ich versuche über seine Schulter zu schauen und sehe, dass im Wohnzimmer statt des großen Flachbildfernsehers ein kleineres Modell dasteht.

„Lass uns nach oben gehen“, reißt er mich aus meiner Betrachtung und drängelt mich zum Treppenabsatz. Auf dem Weg nach oben schaffe ich es, noch einen Blick ins Wohnzimmer zu werfen. Die Vitrine, in der schrecklich kitschige vergoldete Tässchen gestanden haben, ist leer. Das ganze Haus wirkt gespenstisch, vor allem die Ruhe. Keine Musik, keine Frau Brandt, die singt. Während Jakob mich die Treppe hoch manövriert, frage ich, wo sie ist. Bekomme wieder keine Antwort. In seinem Zimmer ist alles wie immer. Er hat noch den gleichen Fernseher, die PSP, den Computer, keine Veränderung. Wie ferngesteuert geht er von Gerät zu Gerät und schaltet sie ein, setzt sich wortlos auf den Boden vor den Fernseher, drückt mir den Joystick in die Hand und startet das Spiel. Er ist absolut nicht zum Reden aufgelegt, wir fangen an zu spielen. Er zuckt wild neben mir und ich kann mich nicht auf das Spiel konzentrieren. In meinem Kopf toben lauter Fragen: Was ist hier los? Wo sind die ganzen Sachen hin? Warum ist Frau Brandt nicht zu Hause? Jakob gewinnt ein Spiel nach dem anderen. Als es ihm reicht, raunzt er mich an: „Was ist denn?... Du wolltest doch.. streng dich mal ein bisschen an, so macht das echt keinen Spaß.“

Ich versuch mir etwas mehr Mühe zu geben und bin gerade dabei, ein paar Punkte einzuheimsen, als es an der Tür klopft. Bevor Jakob irgendwas sagen kann, ist sie offen. Herr Brandt, Jakobs Vater, steht im Türrahmen. Er sieht ziemlich müde und durcheinander aus. Sein Hemd sitzt völlig schief unter dem Pullunder, der sein Markenzeichen ist. Seitdem ich ihn kenne, hat er diese etwas zu weiten, lässig sitzenden Pullunder in matten Farben an. Er sieht mich, glotzt mich völlig überrascht an, dann geht sein Blick zu Jakob und wird streng. Schnell gewinnt er wieder Fassung und begrüßt mich freundlich: „Ah! Hallo Karl, schön dich mal wieder zu sehen.“

Schlechter Schauspieler. Ich glaube ihm kein Wort. Gerne würde ich fragen, was los ist, traue mich aber nicht, sondern grüße nur freundlich zurück. Kaum habe ich fertig gesprochen, wendet er sich an seinen Sohn: „Jakob, kannst du bitte kurz kommen. Ich brauch dich mal eben.“ Jakob nickt, steht sofort und ohne Widerwillen auf.

„Bin gleich wieder da.“

Das Spiel läuft weiter. Er verschwindet mit seinem Vater und ich sitze alleine im Zimmer und schaue dem Geschehen auf dem Bildschirm zu. Spielen tu ich nicht mehr. Ich lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Hier ist wirklich alles wie immer. Ich stehe auf und gehe hin und her. Jakob bleibt ganz schön lange weg. Dann setze ich mich auf den Sessel, der am Schreibtisch steht, drücke die Lehne mit Kraft nach hinten, gebe nach, sodass ich nach vorne geschleudert werde. Nach ein paar Malen lasse ich es und starre auf die Sachen auf dem Schreibtisch. Lauter Schulzeug! Nichts Interessantes! Und schon gar nichts, was mir irgendeinen Hinweis darauf geben könnte, was hier los ist. Herr Brandt hat immer mit mir geredet, zumindest immer gefragt wie es mir geht. Heute nicht! Ich stoße mich vom Boden ab, sodass sich der Sessel zu drehen beginnt, hol mir immer mehr Schwung, nehme die Beine dann ganz hoch und lasse mich ausdrehen. Etwas schwindelig gucke ich zur Tür. Der könnte jetzt echt mal wieder kommen. Und mir vor allem erzählen, was hier los ist.

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