Elisa Behr - Was soll's!

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"Was soll's?", denkt sich der 14-jährige Karl, «Was soll das ganze sich Anstrengen und Schuften, wenn man eh weiß, dass man ein Loser ist?»
Besser sich gleich damit abfinden, dass man seinem Überflieger von Bruder nie das Wasser reichen kann. Da helfen auch nicht die von der Mutter verordneten Hilfsprogramme wie Nachhilfe und psychologischer Beistand. Loser bleibt Loser. Das denkt er sich auch, als Lina neu in die Klasse kommt. Lina, die von allen bewundert wird. Was soll so eine schon von ihm wollen?

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„Und wenn nicht?“, ängstigt sich Mama.

Nono beruhigt, man solle es halt jetzt erstmal mit Nachhilfe probieren, das sei ja mittlerweile Usus. Er höre das von vielen Leuten, Nona pflichtet ihm bei, und meint noch, dass man mich jetzt nicht zu sehr unter Druck setzen dürfe, sonst gehe es womöglich nach hinten los. Disziplin und Struktur habe noch keinem geschadet, klinkt Opi sich in die Diskussion ein. Omi ist ganz seiner Meinung. Ein paar Minuten höre ich mir an, was ich brauche, dann trete ich auf Zehenspitzen den Rückzug in mein Zimmer an. Haue mich aufs Bett, verstecke mich vollständig unter der Decke. Was ich brauche, was ich brauche, ich brauche ganz einfach eine neue Matrix. Unter der Decke ist es dunkel und warm, es gibt keine Geräusche, nichts. Das gefällt mir. Nichts tun müssen und es trotzdem warm haben. Irgendwann kriege ich keine Luft mehr und stecke zumindest den Kopf oben raus. Und dann dauert es auch nicht lange und ich schlafe ein.

Am nächsten Tag haben alle so getan, als ob sie sich gestern nicht über mich unterhalten hätten. Waren schon fast übertrieben freundlich. Trotzdem ist mir klar gewesen, dass das nicht ewig so bleibt. Am Abend dann, die Großeltern sind gerade in ihre Autos eingestiegen und abgefahren, ich zittere vor Kälte, weil wir einfach viel zu lange draußen gestanden sind beim Verabschieden, will ich mich in mein Zimmer verdrücken, ist sie da gewesen, die Stunde der Wahrheit! Kein Entkommen mehr, da hilft auch der Rächer nicht. Da kannst du dich warm anziehen.

Als ich mich die Treppe hoch drücken will, hält mich Mama zurück.

„Moment mal, Freundchen, wir haben noch einiges zu besprechen.“

Ich tu nicht wissend.

„Äh,… ach… was denn?“

„Tu nicht so ahnungslos. Wir haben noch kein Wort über dein Zeugnis geredet.“

„Können wir nicht morgen…?“

„Nein. Da arbeite ich. Das weißt du doch.“

„Und abends?“

„Hör auf zu handeln. Wir sprechen jetzt“, bestimmt sie entschieden. Ich sehe ein, dass sich meine Chancen verschlechtern, wenn ich jetzt weiter diskutiere und willige ein.

„Ich hole mir nur noch schnell einen Pulli.“

Dann flitze ich nach oben. Warm anziehen, wie gesagt.

Sie ist nicht allein, Papa sitzt auch im Wohnzimmer. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Max, dann ist das Familiengericht komplett. Zögerlich nähere ich mich der Couchgruppe. Ich finde mein Zeugnis gar nicht so schlecht. Mama lächelt mich einladend an, Untertitel „Nun komm mein Sohn, so schlimm wird es nicht werden, wenn du kooperierst.“

So stelle ich mir sie auf ihrer Arbeitsstelle vor. Sie ist Personalentwicklerin, weiß also wie man Menschen motiviert und zu Höchstleistungen antreibt. Als ich sitze, fängt sie gleich an.

„Was sagst du denn zu deinem Zeugnis?“

Ihr Mund ist ganz klein und die Lippen nach vorne gestülpt. So schaut sie immer aus, wenn sie was richtig ankäst.

„Ja, äh, nichts.“

Ihr Mund wird noch kleiner und runder.

„Bist du zufrieden?“

Was soll denn diese blöde Frage, denke ich. Vor allem weiß sie ja schon die Antwort, die sie hören will.

„Naja.“

„Was heißt `naja`?“

„Naja eben.“

„Mein Gott, jetzt lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen.“

Ich stelle mir vor, wie sich meine Mutter über mich beugt und mir jedes Wort aus der Nase zieht. Die Buchstaben sind wie bei diesen Happy Birthday- Bändern aneinandergereiht. Gerade kommt das n aus meiner Nase geploppt, das a, das j, das a und mein schönes Wort hängt zwischen ihrer Hand und meiner Nase an einer Schnur. Klar, dass ich kichern muss. Ich versuche es zu unterdrücken.

„Was ist daran bitte witzig?“, schnappt sie. Hat nicht geklappt mit dem Unterdrücken. Ich werde wieder ernst, tu schuldbewusst.

„Nichts.“

„Also zurück zum Thema.“

„Ja.“

„Also, was hast du vor, damit sich die Noten ändern?“

„Lernen?“

„Und wie soll das aussehen?“

„Na, lernen eben.“

„Das hast du doch bislang auch schon gemacht. Und wir haben ja gesehen, was dabei rausgekommen ist.“

Mein Vater räuspert sich, wie als wolle er sie zurückhalten. Bis jetzt hat er die ganze Zeit daneben gesessen und so getan, als ob er zuhört, aber ich glaube, er ist mit Gedanken ganz woanders. Alle paar Minuten schlägt er ein Bein über das andere.

„Na, was soll ich denn sonst machen?“, frage ich genervt.

„Kannst ja mal überlegen.“

Das hasse ich am meisten, wenn sie mir Fragen stellt und mich überlegen lässt, obwohl sie längst weiß, was zu tun ist, es aber nur zu gerne hätte, wenn ich selber auf ihre Idee komme. Ich tu so, als würde ich überlegen. Nehme mir eines der Sofakissen und knautsche es zusammen, lasse es sich langsam wieder entfalten, knautsche wieder, flop, es dehnt sich aus. Dazu mache ich ein angestrengtes Gesicht, sieht ziemlich nach Nachdenken aus, glaube ich.

„Ich finde, es wird Zeit, dass du Nachhilfe bekommst“, sagt sie ganz ruhig, und lehnt sich im Sessel zurück. Mein Vater nickt.

„Das ist doch eine gute Maßnahme, oder Karl? Lass dir helfen“, beteiligt er sich jetzt auch mal am Gespräch.

„So schlecht ist mein Zeugnis doch gar nicht“, werfe ich schnell ein. Meine Mutter schaut mich mit strengem Blick, Untertitel ,Das meinst du nicht ernst‘ an. Also füge ich noch schnell hinzu: „Andere Eltern wären froh, der Jakob zum Beispiel...“

„Jetzt miss dich doch bitte nicht am Jakob. Da erwarte ich schon etwas mehr Ehrgeiz.“

Also doch mit Max vergleichen oder was, denke ich. Am besten, ich sag nichts mehr. Nur noch eins muss ich loswerden: „Nachhilfe mach ich nicht. Das könnt ihr vergessen.“

Dann verkriech ich mich in meinen Pulli, ziehe die Kapuze tief ins Gesicht und die Ärmel so lang, dass meine Hände verschwinden. Wir schweigen. Ich schau aus dem Fenster und sehe nur tiefe schwarze Nacht.

„Setz mal wenigstens diese dämliche Kapuze ab. Ist ja lächerlich, hier drin“, unterbricht meine Mutter das Schweigen. Mechanisch setze ich die Kapuze ab, ärgere mich im gleichen Moment und will sie wieder aufsetzen.

„Danke“, sagt sie sanft. Ich guck sie an wie ne Kuh, lass die Hände sinken. Das ist ihre andere Seite. Freundlich, verständnisvoll, sanftmütig und damit kriegt sie mich fast immer.

„Schau mal, Karl, mittlerweile hat fast jeder Nachhilfe. Das ist doch gar nicht mehr zu schaffen, mit G8 und den hohen Anforderungen...“

Und Max?

„Es macht also nichts, wenn du dir ein bisschen unter die Arme greifen lässt.“

Und Max?

„Wir unterstützen dich gerne.“

„Ich halte das auch für eine gute Idee“, sagt mein Vater artig seinen Text auf.

„Ich nicht.“

Meine Mutter wird wieder ungeduldig. „Jetzt sei doch nicht so stur.“

Vater ebenfalls. „Wäre doch schade, wenn du weiter absinken würdest.“

Beide: „Lass dir doch helfen.“

„Nein. Das schaffe ich allein.“

Ich warte noch einen kurzen Moment bis sie den nächsten Versuch starten, aber es kommt nichts. So richtig glauben kann ich das noch nicht, beide sind ruhig, warten auf eine Reaktion von mir.

„Das schaff ich schon. Entspannt Euch!“, versuch ich ihnen klar zu machen, stehe auf und gehe Richtung Ausgang. Alle paar Schritte drehe ich mich um und erkläre: „Fang gleich morgen an. -Werdet es schon sehen- Ich schaff das.“

Am besten ist das Gefühl, wenn das Rad in die Biegung fährt. Ein Kribbeln arbeitet sich vom Unterbauch bis unter die Brust hoch, das Rad verlangsamt mit jedem Meter, den die Pipe wieder ansteigt. Jedes Mal will ich noch höher kommen. Cool ist es, wenn ich mich mit dem Vorderrad oben einhängen kann und für einen Moment in der Luft hänge. Eine falsche Bewegung, erst kippt das Gleichgewicht, dann das Rad. Ich bleibe oben, ziehe den Lenker hoch, drehe das Rad in der Luft und sause hinunter, ein kurzes Stocken, das Kribbeln und auf der anderen Seite wieder hoch.

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