Elisa Behr - Was soll's!

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"Was soll's?", denkt sich der 14-jährige Karl, «Was soll das ganze sich Anstrengen und Schuften, wenn man eh weiß, dass man ein Loser ist?»
Besser sich gleich damit abfinden, dass man seinem Überflieger von Bruder nie das Wasser reichen kann. Da helfen auch nicht die von der Mutter verordneten Hilfsprogramme wie Nachhilfe und psychologischer Beistand. Loser bleibt Loser. Das denkt er sich auch, als Lina neu in die Klasse kommt. Lina, die von allen bewundert wird. Was soll so eine schon von ihm wollen?

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Heute ist der letzte Tag der Ferien. Ich schaffe einen einfachen Bunny Hop, einen Cross up, ein Barspin, einen Footjam, irgendwann werde ich mal einen Tailwhip oder Decade hinkriegen, aber ich habe es nicht geschafft, mich in den Ferien hinzusetzen und zu lernen. Ich habe es probiert, auch weil Jakob seltsamer Weise nie Zeit hatte. Habe meine Sachen ausgebreitet, die Bücher, die Hefte, was man halt so braucht und dann in die Luft gestarrt. Irgendwann habe ich mein Zeugnis genommen, die ganzen Vierer gesehen, und mir vorgesagt, dass ich damit nicht durchfallen werde und das ist das Ziel. Jeglicher weitere Aufwand ist unsinnig.

2

Die Schule geht wieder los. Jeden Morgen der Kampf gegen das Monster der Schwerkraft, jeden Vormittag gegen die Langeweile und das Gefühl, dass man einfach nicht in diese Welt passt. Kastner hat ein wettergegerbtes, sonnenverbranntes Gesicht und ist vor Energie kaum zu bremsen. In der ersten Stunde nach den Ferien erzählt er von seiner Ski-Trekking-Tour durch Norwegen. Wie viele Kilometer sie täglich gegangen sind, wie viele Höhenmeter sie bezwungen haben, welchen Gefahren sie ausgesetzt waren und dass sie niemals, egal wie eisig der Wind, wie tief der Schnee, wie schrecklich das Wetter gewesen sei, nie, nie, nie haben sie aufgegeben. Sie haben allen Anstrengungen und Gefahren getrotzt. Und dass erwartet er jetzt auch von uns, denn ein bisschen was... Ich werde ihn für eine Mount Everest Expedition vorschlagen, denke ich mir, als er den Satz beendet, dann bin ich diesen Adrenalinjunkie wenigstens für ein Jahr oder so los. Als ich ihn gerade erfolgreich in die Bergwelt abgeschoben habe und mir vorstelle, wie er im dritten Basis-Camp noch schnell eine zehn Kilometer Trainingsrunde läuft, verwundert mich der Schatten, der auf meinen Tisch fällt.

„Noch ganz in den Ferien, was?“

Kastner steht neben mir. Wie ist der denn dahin gekommen? „Äh, ja“, stammele ich.

„Na, die müssen wohl ganz besonders gewesen sein?“

„Wer?“

„Na, deine Ferien.“

Ich zucke die Schultern.

„Was hast du denn gemacht?“

„Dies und das.“

„Du willst uns wohl nicht daran teilhaben lassen?“

„Ja.“

Er scheint nach Worten zu suchen, denn er sagt erstmal nichts, sondern fährt sich mit der Hand übers Kinn. Stimmt nicht. Er hält die Hand ans Kinn und bewegt den Kopf hin und her. Das dauert eine Weile und ich will schon wieder auf Standby schalten, als er freundlich sagt: „Na, hast ja Recht, wenn du nicht erzählen magst. Ist ja deine Sache.“

Richtig, meine Sache. So verkehrt ist er gar nicht. Also vielleicht doch nicht auf den Mount Everest schicken.

Nach der ersten Woche will er mit mir reden, von wegen warum ich mich so hängenlasse. Er könne sich das gar nicht mit anschauen. Ob irgendwas passiert sei, das mich fertig machen würde? Ich schüttele den Kopf, zucke die Schultern und nuschele ab und zu: „Äh ja, ne, ... keine Ahnung.“

Als er endlich am Ende ist, schaue ich ihn aufmunternd an und verlasse mit den Worten „Machen Sie sich mal keine Sorgen. Ich krieg das schon hin.“ das Klassenzimmer.

Er hat mir nicht geglaubt, denn ein paar Tage später, ruft er genau zur Abendessenszeit an. Meine Mutter rollt mit den Augen, ist schon halb aufgestanden und schimpft: „Ist ja typisch, gerade wenn man beim Abendessen sitzt.“

„Dann lass es halt klingeln“, versucht mein Vater sie zurückzuhalten.

„Und wenn es was Wichtiges ist?“

„Dann rufen die nochmal an.“

„Deine Ruhe möchte ich mal haben“, ist das Letzte, das sie zu uns sagt, bevor sie den Telefonhörer abnimmt. Als sie zurückkommt, seufzt sie: „Über dich kann man sich nur wundern, Karl.“

„Na, dann haben wir ja zwei Wunderkinder“, versucht mein Vater witzig zu sein, erntet aber nur einen eiskalten Blick. Max schaut mich anerkennend an, reckt den Daumen in die Höhe und haut mir seinen Ellenbogen in die Rippen. Ich verschlucke mich fast.

„Das war dein Klassenlehrer. Ich soll diese Woche noch in seine Sprechstunde kommen. Hast du vergessen, mir irgendetwas mitzuteilen?“, fragt meine Mutter genervt.

„Uns“, wirft mein Vater ein, „uns, ich bin ja auch noch da.“

„Dann kannst du ja auch hingehen“, fährt sie ihn an.

„Tut mir leid, du weißt, dass es bei mir vormittags nur in den allergrößten Notfällen geht und diese Woche, du weißt, wir stehen kurz vor dem Abschluss, da ist nichts zu machen.“

Sie lässt ihn einfach links liegen und nimmt mich wieder ins Verhör. „Also, hast du vergessen, mir irgendetwas mitzuteilen?“

Ich zögere einen Moment, weiß erstmal auch nicht, was er will. Dann fällt mir die Situation aus der Schule wieder ein.

„Ich glaub wegen den Noten und so.“

„Ich dachte, du wolltest daran was ändern“, schnaubt sie und schiebt ihre Lippen wieder so komisch nach vorne.

„Will ich ja auch.“

Erst ist kurzes Schweigen, man hört nur die Geräusche, die wir so beim Essen machen, also Schmatzen, Rülpsen, und Pupsen. Ist natürlich Quatsch. Außer ganz leisen Kaugeräuschen hat man nur gehört wie das Besteck auf den Tellern kratzt. Fast gespenstisch. Nach einer Weile geht sie in die nächste Runde.

„Man kann sich wirklich nur über dich wundern. Du hast die besten Voraussetzungen: eine intakte Familie, die dir jede Unterstützung gibt, die du brauchst, Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf. Du hast alles. Also, was verdammt nochmal ist mit dir los?“

Ich bin ihr die Antwort bis heute schuldig geblieben. Ich weiß ja selbst nicht, was mit mir los ist.

Im Unterricht habe ich mein Interesse für Maße und Gewichte wiederentdeckt. Ich weiß nicht, warum. Es war einfach da. Während die Lehrer vorne irgendetwas faseln, überlege ich mir, wer wie schwer und wie groß ist. Christian wiegt wahrscheinlich fast 60 Kilo, so muskelbepackt wie der ist. Jakob, den Kleiderständer, schätze ich auf 45 Kilo. Die Tafel ist zwei auf drei Meter, zugeklappt. Irgendwann habe ich begonnen mit dem großen Lineal alles nachzumessen. Sehr zur Belustigung meiner Klassenkameraden. Ich stehe mit dem Lineal vor der Tafel, hantiere herum, sage immer „aha“, oder „da lagst du ja völlig daneben“ und interessiere mich nicht für die anderen. Die glotzen nur blöde. Christian fragt: “Was soll das denn werden?“ Ich antworte nicht. Er stellt sich genau vor mich. „He, ich habe dich was gefragt! Was das werden soll, möchte ich wissen!“

„Erstens geht dich das einen Scheißdreck an und zweitens geh mir aus dem Weg.“

Aber er bleibt einfach stehen. Ich schiebe ihn zur Seite und will weiter messen, aber der Idiot packt mich an der Schulter und reißt mich rum. „Spinnst du jetzt völlig?“

„Wahrscheinlich“, sage ich ohne ihn anzugucken. Mir ist es tatsächlich egal, was er denkt. Keine Spur vom Rächer vorhanden. Den gibt es nicht mehr. Es gibt nichts zu rächen und nichts, was sich zu verteidigen lohnt, keine Ehre oder Ansehen oder so ein Blödsinn, von dem man meint, dass man es im Leben braucht. Das Einzige, was ich brauche, ist meine Ruhe und die Maße der Gegenstände, die ich vorher geschätzt habe. Mit so was kriegt man einen Schulvormittag schnell rum. Nur Christian gibt nicht nach, steht mir immer noch im Weg und dagegen muss ich etwas unternehmen. Ich hole mit dem Lineal aus, schwinge es in seine Richtung, treffe ihn und zack hängt er an der Tafel. Das hat er natürlich nicht auf sich sitzen lassen können. Im nächsten Moment springt er wie ein wildgewordener Habicht auf mich zu, hängt sich an mich dran und zieht mich zu Boden. Ich lasse es einfach geschehen. Als ich unter ihm liege, den harten Linoleumboden im Rücken und seinen Pfefferminzatem ganz nah an meinem Gesicht spüre, wird unser Kampf durch Kastners Schrei unterbrochen.

„Was ist denn hier los? Auseinander sofort!“ Er zieht Christian hoch und schiebt ihn von mir weg zur Tafel. Dann hält er mir die Hand hin, um mir beim Aufstehen zu helfen. Ich drehe mich zur Seite, knie mich hin und komme alleine wieder auf die Beine. Hilfe brauche ich wirklich nicht. Als wir dann da stehen, Christian rechts von ihm, ich links, wiederholt er seine Frage: „Was war da los?“

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