Elisa Behr - Was soll's!
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Besser sich gleich damit abfinden, dass man seinem Überflieger von Bruder nie das Wasser reichen kann. Da helfen auch nicht die von der Mutter verordneten Hilfsprogramme wie Nachhilfe und psychologischer Beistand. Loser bleibt Loser. Das denkt er sich auch, als Lina neu in die Klasse kommt. Lina, die von allen bewundert wird. Was soll so eine schon von ihm wollen?
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Christian sieht mich wütend an und zetert:
„Der ist jetzt völlig durchgedreht! Ich sag‘s Ihnen, ich schwör. Der haut hier mit dem Lineal in der Gegend rum. Das war reine Notwehr.“
Kastner hat sich ihm zugewandt, die Hand mal wieder am Kinn, aber jetzt geht der Kopf nicht hin und her, sondern rauf und runter. Er dreht sich zu mir.
„Und wie ist deine Sicht der Dinge?“
„Äh ja, keine Ahnung, wenn der auch so dämlich im Weg rumsteht.“
Kastner zieht die Augenbrauen nach oben und runzelt die Stirn.
„Wobei im Weg steht?“
„Beim Messen.“
Er beißt sich auf die Lippen, neigt den Kopf nach rechts und links. Sieht aus, als ob er schwer nachdenkt.
„Was wolltest du denn messen?“
„Na die Tafel und so.“
„Warum?“
„Warum nicht?“
„Du gibst einem echt Rätsel auf.“
Bestraft hat er uns nicht, aber abgemahnt. So etwas solle nicht wieder vorkommen, man könne doch über alles reden. Kann man das? Also ich kann das nicht.
Ich habe mich jedenfalls nicht davon abhalten lassen, weiter zu messen. Das Lineal und ich sind richtig gute Freunde geworden. Keiner macht es mir streitig. Alle, auch Christian, haben es einfach akzeptiert, dass ich der Spinner mit dem Lineal bin. Zwischen den Stunden ist es meins. Mal spaziere ich durch den Raum und nutze es als Stock, mal kauere ich mich hinter meine Bank und ziele auf alles, was rumläuft. Wer sich bewegt, ist tot. Es hat etwas gedauert, bis ich Jakob überredet hatte, mit mir zu kämpfen. Er mit Zeigestock, ich mit dem Lineal und dann aufeinander los wie die Musketiere und sich einen ordentlichen Fechtkampf liefern. Die anderen halten Abstand, haben wohl Angst, dass sie eine drüber kriegen. So viel Respekt habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt, glaube ich zumindest. Berühmt bin ich auch für mein Timing, genau mit der Schulglocke das Klassenzimmer zu betreten. So bin ich keine Minute zu früh, keine zu spät. Niemand kann mich aufschreiben. Denkste! Kastner hat es meist durchgehen lassen. Aber die dicke Wollenweber, die ich eh hasse, begrüßt mich immer mit: „Karl, du bist zu spät.“
„Wieso? Ich bin doch da.“
„Aber noch nicht mit vorbereiteten Sachen am Platz und bereit für den Unterricht.“
„Von mir aus können Sie anfangen.“
Die anderen lachen. Ich genieße es. Ich bin wer.
Die Wollenweber schnaubt wie ein Walross, dabei setzt sich ihr ganzer Körper, jedes einzelne Röllchen inklusive in Bewegung und schaukelt bedenklich. Dann wischt sie sich ihre grundsätzlich schweißnassen Hände an der Seite ihres Kleides ab, schnauft laut, schüttelt den Kopf und dann legt sie los mit ihrem unsagbar langweiligen Unterricht: Mathe. Und ich suche mir neue Gegenstände, die ich schätzen kann. Alles andere ist mir egal. In einer Englischstunde steht Kastner vor mir und will wissen, wie man das Present Perfect bildet. Er hat mich aus einer komplizierten Schätzung gerissen. Ich brauche einen Moment bis ich die Frage kapiere, dann schaue ich ihn gelangweilt an und sage: „Sie wissen doch eh, dass ich es nicht weiß. Warum fragen Sie mich dann immer wieder?“ Ihm bleibt die Spucke weg. Er schaut zu mir, atmet, zieht die Augenbrauen hoch. Na, komm lass deinen Spruch ab.
„Bei dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren.“
Jetzt hat er es auch verstanden und ich habe einen Punkt mehr auf der Versagerkarte. Klappt gut. Man muss nur wollen. Wäre nur meine Mutter nicht gewesen. Die hat mir schon vor den Ferien nicht geglaubt, dass ich mich alleine hinsetze und lerne. Das Gespräch mit Kastner hat ihr den Rest gegeben und so sitze ich jetzt nach diversen Gesprächen, die alle ungefähr so abgelaufen sind wie das erste und mit denen ich euch nicht langweilen will, bei einer Nachhilfelehrerin. Und die, die bringt mich wirklich um. Ich weiß nicht, wo meine Mutter die gefunden hat, auf der Resterampe oder was? Wo sie doch sonst so auf Qualität bedacht ist, da darf es auch ein bisschen teurer sein, wir können es uns ja leisten. Also Frau Herger, ich dürfte sie auch Anja nennen, tu es aber aus Trotz nicht, ist jung. An sich ist das ja schon mal gut, also könnte es sein. Sie sieht aus als ginge sie in meine Parallelklasse, klein, zierlich, lange, braune, kerzengerade Haare bis auf die Schultern und rotlackierte Nägel. Wenn ich etwas hasse, dann sind das lackierte Nägel. Jedes Mal, wenn sie mir die Tür aufmacht, muss ich lachen, nicht, weil sie komisch aussieht, sondern weil ich immer an Hägar denken muss. Das ist so eine Comicfigur, die mir mein Vater mal gezeigt hat. Der ist dick, bärtig und ungehobelt, denkt immer nur an Kämpfen, Essen, Saufen und Spaß haben - und dann steht sie vor mir klein, gebildet, humorlos. Sie öffnet die Tür, schaut mich nur kurz an, dann sofort auf ihre Uhr. Ich muss lachen und sie ist irritiert. Sie weiß ja nichts von Hägar. Wenn sie irritiert ist, wird sie richtig fies streng. Wehe, ich bin zehn Sekunden zu spät, dann hält sie mir einen Vortrag über Pünktlichkeit und Respekt. Das kommt eigentlich jedes Mal vor. Beliebt sind auch Konzentration, Struktur, Disziplin. Mit einem leichten Kopfnicken folgt dann in säuselndem Ton: „Und daran müssen wir zwei noch ordentlich arbeiten.“
Dabei lächelt sie nach jedem zweiten Wort so künstlich, dass ich denke, da stimmt was nicht in der Mechanik. Ich nehme ihr das Lächeln nicht ab. Es ist definitiv verlogen. Und wenn jemand verlogen ist, dann geht bei mir gar nichts mehr, also konzentrationstechnisch, meine ich. Ich ärgere mich die ganze Zeit nur über diese Verlogenheit. Die muss doch merken, dass die anderen mitkriegen, wie unecht dieses Lächeln ist. Und wenn sie mir dann auch noch ihre Hand mit den roten Nägeln auf die Schulter legt, um mich zum Lernen zu bewegen, schüttelt es mich nur. Die zwei Stunden täglich sind Folter. Anders kann man gar nicht dazu sagen. Trotzdem gehe ich seit vier Wochen jeden Tag hin. Bleibt mir auch gar nichts anderes übrig. Ich hoffe nur, dass meine Mutter nun endlich zufrieden sein wird.
Das Wetter ist besser geworden, wir können wieder in den Skatepark. Wegen der Nachhilfestunden bin ich jetzt immer der Letzte. Die anderen, also Paul, Gregor und Jakob sind schon längst da. Als ich über den Parkplatz auf das Gelände zusteuere, sehe ich zwischen den noch leeren Ästen der Bäume, wie sie hin- und herfahren. Paul wird immer besser, bald hat er mich überholt, wenn ich weiterhin so wenig Zeit zum Trainieren habe. Gregor ist keine Gefahr, der murkst immer noch an den billigsten Tricks rum und Jakob, der sitzt auf der Bank und starrt auf sein Handy. Ein großer Biker war er noch nie, aber in der letzten Zeit ist er immer komischer geworden. Ich fahre erstmal zur Pipe. Hintern hoch, mit Kraft in die Pedale und schon rase ich die Transition hoch an Gregor vorbei. Oben angekommen habe ich noch genug Geschwindigkeit, hebe ab, drehe mich in der Luft, lande sicher zurück auf der Bahn, pumpe, um erneut Tempo aufzunehmen, die ansteigende Transition auf der anderen Seite zu nehmen, schieße über das Vert hinaus, Drehung, freier Fall, aufkommen, Fahrt gewinnen, abheben, fliegen, landen. Ist das geil. Ich fahre gut zehnmal hin und her. Dann ist mir warm, meine Knie und Hände zittern ein bisschen und ich bin völlig außer Atem. Ich lasse das Rad in Richtung Bank ausrollen. Paul schaut mich anerkennend an.
„Cool, Alter. Wie oft?“
„Hab nicht mitgezählt“, antworte ich lässig.
Gregor sitzt die ganze Zeit nickend und grinsend daneben. Sieht fast so aus, als ob er Paul oder mich verarschen wollte. Tut er aber nicht. Der wackelt immer so. Ist jetzt auch nicht der Angesagteste in der Klasse, genauso wie Paul, aber irgendwie kennen sie mich nur hier im Park, in der Schule machen wir nichts zusammen. Jakob fläzt auf der Bank und nimmt mich gar nicht wahr. Dann fangen seine Augen an zu flattern und flackern, die Mundwinkel kommen mit immer schneller werdenden Zuckungen hinzu. Während seine Daumen wie wild auf der Tastatur herumhämmern, breitet sich das Zucken über das gesamte Gesicht aus, und nimmt zuletzt auch den Oberkörper in Beschlag. Das ist der Moment, in dem die Augen starr werden. Völlig konzentriert schaut er auf das Spiel, wirkt ruhig, während Hals abwärts das Chaos ausgebrochen ist. Alles zuckt und wackelt, hektisch, panisch, fast spastisch. Kurz darauf sitzt er wieder völlig ruhig da. Das Spiel ist vorbei. Erst jetzt bemerkt er mich.
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