Katherina Ushachov - Der tote Prinz

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Ein toter Jüngling.
Ein sprechender Spiegel.
Eine zerstörte Erde.
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Verseuchte Luft, haushohe Müllberge und rivalisierende Warladys, von denen eine ihre Mutter ist: Das ist Elessas Welt. Jeder Schritt draußen kann den Tod bedeuten. Dennoch verlässt sie den Schutz des heimischen Palastes auf der Suche nach dem Mann, den sie eigentlich nie heiraten wollte. Die Alternative zu Dario jedoch, sein Stiefvater, wäre weit schlimmer. Der erschlich sich durch Mord seinen Platz als heimlicher Herrscher der rivalisierenden Familie und bedroht nun auch Elessas Heimat. Um ihm zu entgehen, folgt Elessa der einzigen Spur, die sie hat: den Worten eines mechanischen Spielzeugs aus längst vergangener Zeit.
Ist Dario wirklich tot und damit das nächste Opfer des ruchlosen Stiefvaters oder steckt wirklich Hoffnung in diesem einen Wort, das die Maschine für Elessa hat?
"Die tote Prinzessin und die sieben Recken" einmal anders. Katherina Ushachov versetzt Puschkins Märchen in eine düstere Zukunft und erzählt im 16. Buch der Märchenspinnerei die Geschichte eines mutigen Mädchens – in den Überresten einer Gesellschaft, erbaut aus unserem Müll.

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Im­mer­hin war ihr Ge­sicht nicht so bleich wie das ih­rer Mut­ter, bei der die­ser Strei­fen im­mer wirk­te, als hät­te sie Blut im Ge­sicht. Den­noch – die Be­ma­lung fühl­te sich un­an­ge­nehm an und sie war sich si­cher, dass die Far­be span­nen und brö­ckeln wür­de, be­vor sie ihr Ziel er­reicht hat­ten. Al­so wo­zu das Gan­ze, wenn es oh­ne­hin die nächs­ten Ta­ge über nie­mand se­hen konn­te?

Nach der Ant­wort brauch­te sie al­ler­dings gar nicht fra­gen, denn sie lau­tet stets gleich: Weil sie ei­ne Do­tar war und es sich so ge­hör­te. Da­rum.

Das war auch der Grund, aus dem sie sich in ih­re Klei­dung zwän­gen ließ – ein Groß­teil da­von be­stand aus ir­gend­wie zu­sam­men­ge­such­ten Stoff­res­ten, die je­mand ein­heit­lich dun­kel­blau ge­färbt hat­te, ge­mischt mit ei­nem Ge­we­be aus lang­ge­zo­ge­nen Plas­tik­fä­den. Fast so sta­bil wie ei­ne Rüs­tung und mit Si­cher­heit ge­nau­so einen­gend. Auch wenn Eles­sa noch kei­ne Rüs­tung tra­gen muss­te – sie leb­ten nicht mehr in der ver­gan­ge­nen Zeit, in der man so­gar für Kin­der wel­che an­ge­fer­tigt hat­te. Wenn sie ehr­lich war, war sie froh dar­über, über ih­ren Sa­chen nicht auch noch die­sen Me­tall­klotz tra­gen zu müs­sen.

Trotz­dem wür­de sie lie­ber ih­re Stra­ßen­rat­ten­klei­dung tra­gen. Al­les nur Lum­pen, aber im­mer­hin wei­che, ab­ge­tra­ge­ne Lum­pen, aus Stoff, fast oh­ne Plas­tik, mit aus Rat­ten­fel­len zu­sam­men­ge­näh­ten Legg­ins, in de­nen sie nicht an­nä­hernd so sehr schwitz­te wie in de­nen aus ei­nem glän­zen­den, schwar­zen Stoff, die sie an­zu­zie­hen hat­te.

»War­la­dy Ai­no Do­tar Do­tar«, ver­kün­de­te ei­ne ih­rer Zo­fen und trat zur Sei­te, um ih­re Mut­ter ein­zu­las­sen.

Die be­trat mit ei­nem lan­gen Schritt Eles­sas Räu­me und blick­te sich mit ei­nem leicht tri­um­phie­ren­den Lä­cheln um. Als wüss­te sie ganz ge­nau, dass ein Groß­teil der be­son­ders schö­nen Din­ge in die­sen Räu­men – Spiel­uh­ren aus Me­tall, Bü­cher vol­ler in dün­nes Plas­tik ein­ge­drück­ter Ge­schich­ten, be­mal­tes Glas – Be­ste­chun­gen wa­ren. Da­mit sie, Eles­sa, ihr ge­fü­gig blieb.

Eles­sa hass­te ih­re Mut­ter von den hell­gel­ben Spit­zen ih­rer Haa­re bis zu den schwar­zen Plas­tik­spit­zen an ih­ren prot­zi­gen Schu­hen. Ei­ne Mut­ter, de­ren Blick aus merk­wür­dig rostro­ten Au­gen sie bis in ih­re Alp­träu­me ver­folg­te.

»Komm, Eles­sa. Ge­hen wir zum Dampf­mo­bil. Wir wer­den auf dem Weg nach Ac­niv ei­ni­ges zu be­spre­chen ha­ben.«

Eles­sa schluck­te. Sie hat­te kei­ne Wahl. Sie hat­te mit­zu­kom­men und sich an­zu­hö­ren, was auch im­mer ih­re Mut­ter zu sa­gen hat­te.

Wenn sie ehr­lich war, freu­te sie sich zu­min­dest dar­auf, mit dem Dampf­mo­bil zu fah­ren. Selbst wenn sie da­für die Ge­sell­schaft ih­rer Mut­ter er­tra­gen muss­te, war es doch die ein­zi­ge Mög­lich­keit, Do­tar-Schloss zu ver­las­sen und Do­tar-Stadt zu er­bli­cken, oh­ne ihr Ge­sichts­feld durch Schutz­maß­nah­men ein­zu­schrän­ken oder auf das Ge­biet der Müll­ber­ge be­schränkt zu sein.

Sie konn­te sich die Stadt an­se­hen, die sie als Toch­ter ei­ner War­la­dy so nie be­tre­ten durf­te. Nicht, dass der An­blick son­der­lich schön wä­re.

Graue Be­ton­wüs­ten, die Fassa­den löch­rig vom sau­ren Re­gen. Aus ei­ni­gen rag­te das Me­tall her­aus und man­che wa­ren not­dürf­tig mit Schei­ben aus Si­cher­heits­glas ab­ge­deckt – die Häu­ser von Men­schen, die fast so reich wie ih­re Mut­ter wa­ren oder für das Über­le­ben al­ler so wich­tig wa­ren, dass sie nicht in sich zu­sam­men­fal­len durf­ten. Die Plas­ti­kraf­fi­ne­rie, die Re­cy­cling­an­la­ge aber auch die Ge­wächs­häu­ser mit den we­ni­gen Pflan­zen, die ih­nen zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Hal­len mit den klei­nen Be­stän­den an Nutz­tie­ren.

Selbst die, die reich wa­ren, hat­ten in die­ser Welt so gut wie nichts. Et­was, was Eles­sa sich im­mer wie­der be­wusst zu ma­chen ver­such­te, wenn sie die Ge­schen­ke ih­rer Mut­ter als Be­ste­chun­gen auf­fass­te. Und doch …

Sie warf ihr Sei­ten­bli­cke zu, wie sie, ob­wohl nie­mand sie se­hen konn­te, sehr ge­ra­de in den Sitz­kis­sen saß und sich kaum be­weg­te. Die sorg­fäl­tig fri­sier­ten Haa­re wipp­ten bei je­dem Schlag­loch, doch sie selbst zuck­te nicht ein­mal mit der Wim­per.

Dann wie­der war die Land­schaft in­ter­essan­ter als das alt­be­kann­te Ge­sicht der ei­ge­nen Mut­ter und Eles­sa starr­te nach drau­ßen. Dort trot­te­te ge­ra­de ei­ne Grup­pe Müll­samm­ler oh­ne Mund­schutz oder Helm, oh­ne Rüs­tung, hin­ter ei­ner Ober­samm­le­rin her, auf dem Weg zu ei­nem der vie­len Müll­ber­ge in und um Do­tar-Stadt.

Müll.

Das war das ein­zi­ge, was sie im Über­fluss be­sa­ßen. Das, wo­von sie leb­ten. Die Ab­fäl­le ih­rer Vor­fah­ren, über­schat­tet von ei­nem die­si­gen Ne­bel, der ei­ne Mi­schung aus sau­rem Tau und Asche auf den Ge­bäu­den hin­ter­ließ. Trotz­dem woll­te sie wei­ter aus dem Fens­ter schau­en. So viel wie mög­lich se­hen und ih­re Ge­dan­ken in die trost­lo­se Land­schaft schi­cken.

Ih­re Mut­ter dreh­te an der Kur­bel im In­ne­ren des Wa­gens und ver­dun­kel­te die Schei­be.

Eles­sa sah im mil­chig­trü­ben Licht des Mor­gens nur noch grauschwar­ze Sch­lie­ren. Sie zwang sich, nicht zu auf­fäl­lig zu seuf­zen und ih­re Mut­ter nicht zu gif­tig an­zu­se­hen. »Wor­über woll­test du mit mir spre­chen?«

»Zu­nächst ha­be ich ein Ge­schenk für dich.« Sie schenk­te Eles­sa ihr brei­tes­tes Lä­cheln, ehe sie ih­re Plas­tik­ta­sche öff­ne­te und Eles­sa ein klei­nes Käst­chen übergab.

Ein Be­ste­chungs­ver­such. Schon wie­der. Eles­sa wuss­te ge­nau, was die ver­gif­te­ten Ge­schen­ke ih­rer Mut­ter be­deu­te­ten. Nichts Gu­tes. Den­noch konn­te sie nicht wi­der­ste­hen und streck­te die Hand nach der küh­len Plas­tik­kis­te aus und öff­ne­te sie vor­sich­tig. »Ei­ne Bro­sche.«

Nicht ir­gend­ei­ne, son­dern die schöns­te, die Eles­sa je ge­se­hen hat­te. Im Licht der Au­to­lam­pen er­kann­te sie, dass das klei­ne Qua­drat aus per­fek­tem, durch­sich­ti­gen Re­sin war, oh­ne Far­ben, oh­ne Ein­trü­bung. Ein Stück Plas­tik, das in die­ser rei­nen Form ein Ver­mö­gen ge­kos­tet ha­ben muss­te. In sei­nem In­ne­ren schweb­te ein win­zi­ges Zahn­rad aus blank po­lier­tem Kup­fer, wie ei­ne Schnee­flo­cke aus Son­nen­schein.

»Steck es dir an. Oder war­te …« Ih­re Mut­ter stand auf, ging ei­ni­ge Schrit­te zu ihr hin und steck­te das Kunst­werk an ihr Haar­band.

»Dan­ke. Es ist wun­der­schön.« Sie hat­te es ge­sagt und da­mit an­ge­nom­men. Al­so muss­te sie tun, was ih­re Mut­ter im Aus­gleich for­dern wür­de.

»Du bist fünf­zehn Jah­re alt. Schon fast er­wach­sen. Da­mit kannst du in ei­nem ge­wis­sen Rah­men agie­ren und dich in den Dienst der Fa­mi­lie stel­len. Nun, ich brau­che dei­ne Hil­fe.« Sie setz­te sich wie­der an ih­ren Platz und schlug die Bei­ne über­ein­an­der.

»Wie kann ich dir zu Diens­ten sein?« Eles­sa hass­te die­sen Satz so sehr, dass es kör­per­lich schmerz­te, ihn aus­zu­spre­chen.

»Du wirst dich be­neh­men, so­lan­ge man mich sieht. Dich nicht bla­mie­ren. Nicht spre­chen, au­ßer du wirst ge­fragt.« Ein Fun­keln trat in die rostro­ten Au­gen ih­rer Mut­ter. »Aber du bist noch ein klei­nes, drah­ti­ges Mäd­chen und wenn du durch Lue-Schloss streifst, wird nie­mand sich et­was den­ken. Er­kun­de al­so das Schloss. Er­zähl mir al­les, was du her­aus­fin­dest.«

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