Katherina Ushachov - Der tote Prinz

Здесь есть возможность читать онлайн «Katherina Ushachov - Der tote Prinz» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der tote Prinz: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der tote Prinz»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein toter Jüngling.
Ein sprechender Spiegel.
Eine zerstörte Erde.
//
//
Verseuchte Luft, haushohe Müllberge und rivalisierende Warladys, von denen eine ihre Mutter ist: Das ist Elessas Welt. Jeder Schritt draußen kann den Tod bedeuten. Dennoch verlässt sie den Schutz des heimischen Palastes auf der Suche nach dem Mann, den sie eigentlich nie heiraten wollte. Die Alternative zu Dario jedoch, sein Stiefvater, wäre weit schlimmer. Der erschlich sich durch Mord seinen Platz als heimlicher Herrscher der rivalisierenden Familie und bedroht nun auch Elessas Heimat. Um ihm zu entgehen, folgt Elessa der einzigen Spur, die sie hat: den Worten eines mechanischen Spielzeugs aus längst vergangener Zeit.
Ist Dario wirklich tot und damit das nächste Opfer des ruchlosen Stiefvaters oder steckt wirklich Hoffnung in diesem einen Wort, das die Maschine für Elessa hat?
"Die tote Prinzessin und die sieben Recken" einmal anders. Katherina Ushachov versetzt Puschkins Märchen in eine düstere Zukunft und erzählt im 16. Buch der Märchenspinnerei die Geschichte eines mutigen Mädchens – in den Überresten einer Gesellschaft, erbaut aus unserem Müll.

Der tote Prinz — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der tote Prinz», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sie zog die Na­se hoch, leg­te Da­rio vor­sich­tig auf das Bett und wisch­te sich mit dem Arm über die Au­gen. »Es tut mir leid. Die­ser Aus­bruch … Ich hät­te nicht …«

»Es ist gut, Myla­dy. Sie geht sich bes­ser er­fri­schen, ich ha­be be­reits die Zo­fen ru­fen las­sen. Die Ze­re­mo­nie des Ab­schieds ist nach dem Mit­tags­mahl. Ich hät­te ger­ne mehr Zeit ge­las­sen, aber die Hit­ze … Myla­dy ver­steht.«

»Ja. Ich ver­ste­he.« Na­tür­lich. Sie hat­ten nur be­grenz­te Mög­lich­kei­ten, Ge­ros Kör­per zu küh­len. »Ich wer­de mich mei­nes Ran­ges ent­spre­chend ver­hal­ten.« Sie nahm ihr Kind wie­der an sich und ging hoch er­ho­be­nen Haup­tes in die an­gren­zen­den Räu­me – die, die sie mit Ge­ro ge­teilt hat­te. Die, in de­nen al­les sie an ihn er­in­nern wür­de, selbst die drei jun­gen Frau­en, die mit de­mü­tig ge­senk­ten Köp­fen dar­auf war­te­ten, sie nach der lan­gen Rei­se zu ver­sor­gen.

Sie muss­te stark sein. Ge­ros Rei­se war ei­ne viel län­ge­re, und sie hat­te ihn an ih­rem Be­ginn zu be­glei­ten.

So­bald die Son­ne end­gül­tig un­ter­ge­gan­gen war – ein Zeit­punkt, der schwer fest­zu­stel­len war in ei­ner Welt, in der der Him­mel seit Jah­ren nicht rich­tig auf­zu­kla­ren schi­en – er­tön­ten die ri­tu­el­len Trom­meln.

Ali­xe­na zog sich den Schlei­er aus hauch­dünn ge­walz­ten, ro­ten Plas­tik­strei­fen vor das Ge­sicht und trat mit Da­rio auf dem Arm und Fe­lix an ih­rer Sei­te lang­sam den Weg in den Kel­ler an, wo der rie­si­ge Bren­no­fen stand.

Skla­ven mit ge­scho­re­nen Köp­fen, nur mit ro­tem Len­den­schurz be­klei­det, stan­den bar­fuß ent­lang ih­res We­ges und schlu­gen die Trom­meln im Rhyth­mus ei­nes sehr lang­sa­men, na­he­zu ver­k­lun­ge­nen Herz­schlags.

Je­der Schlag vi­brier­te auch durch Ali­xen­as Adern, droh­te, auch ihr Herz zu ver­lang­sa­men. Sie zwang sich, ih­ren Atem nicht an die Trom­meln an­zu­pas­sen und mit Da­rio so zü­gig wie mög­lich in den Kel­ler zu schrei­ten.

Vor der ver­rie­gel­ten Kel­ler­tür war­te­ten drei Pries­te­rin­nen auf sie.

Ei­ne nahm ihr ih­ren Sohn ab, die an­de­re ih­ren Schlei­er und die Drit­te zeich­ne­te mit wei­ßer Far­be Punk­te auf ih­re Wan­gen, dann mit ro­ter Far­be einen lan­gen Strich von ih­rer Stirn über ih­re Na­se bis zu ih­rem Kinn.

»Lord Ge­ro Lue ist in das Haus der Nacht­kö­ni­gin ein­ge­zo­gen. Er sitzt an ih­rer Ta­fel, doch er kann ih­re Spei­sen nicht es­sen und ihr Was­ser nicht trin­ken.«

Die Trom­meln wur­den schnel­ler, be­glei­tet von Skla­ven, die mit Schel­len an den Fuß­knö­cheln tanz­ten.

»Ich ha­be mit mei­nen Ge­be­ten sei­nen Weg be­glei­tet, da­mit er an ih­rer Ta­fel sit­zen kann. Was muss ich tun, da­mit er von ih­rer Ta­fel spei­sen kann?«

»Er muss durch das Feu­er ge­hen. So­lan­ge er nicht be­reit ist, wer­den ihm kei­ne Spei­sen be­rei­tet.«

Ali­xe­na senk­te den Kopf. »So sei es.«

Im­mer noch tan­zend und mit den Fuß­schel­len klin­gelnd, öff­ne­ten die Skla­ven die Tür in den Kel­ler.

Vor dem Ofen lag Ge­ro auf sei­ner Glas­bah­re, die Blu­men auf sei­nem Kör­per schon leicht ver­welkt.

Der süß­li­che Ge­ruch nach Ver­we­sung misch­te sich mit dem Duft der Ro­sen, aber auch mit dem leicht fau­li­gen Ge­ruch der be­reits wel­ken Blät­ter. Die Hit­ze in dem klei­nen Raum ließ die Far­be auf ih­rem Ge­sicht schmel­zen. Sie muss­te all ih­re Wil­lens­kraft auf­brin­gen, um kei­ne Mie­ne nicht zu ver­zie­hen. Wenn sie einen Feh­ler mach­te, wür­de es Ge­ro bei der Nacht­kö­ni­gin schlecht ge­hen.

Ein Lä­cheln droh­te, ih­re Mund­win­kel zu rüh­ren. Ei­ne Trä­ne, ihr Au­ge beim Ge­dan­ken an ihn zu ver­las­sen. Sie wuss­te, welch ein Ge­schenk wah­re Lie­be war. Sie muss­te dank­bar sein, es über­haupt er­hal­ten zu ha­ben, statt dar­um zu trau­ern, dass es ihr wie­der ge­nom­men wor­den war. Aber wie­so tat ihr Herz da­bei so weh?

Man durf­te es ihr nicht an­mer­ken.

Im Rhyth­mus der Trom­meln schritt sie zur glä­ser­nen Bah­re.

Das Ra­scheln und Klin­geln der tan­zen­den Skla­ven, die Gerü­che und die Hit­ze um­ne­bel­ten in ih­ren Ver­stand, bis sie nur noch ver­schwom­men sah, fast wie in Tran­ce agier­te.

Ei­ne Pries­te­rin reich­te ihr ei­ne Scha­le mit ro­ter Far­be.

Ali­xe­na trug sie auf ih­re Lip­pen auf und drück­te einen Kuss auf Ge­ros Stirn. »Mit die­sem Kuss zeich­ne ich dich. Durch die­ses Zei­chen wer­de ich dich an der Ta­fel der Nacht­kö­ni­gin wie­der­fin­den, wenn ich einst selbst hin­ab­stei­ge.« Sie trat zu­rück und drück­te den He­bel her­un­ter, der die Bah­re aus schwar­zem Glas lang­sam ins In­ne­re des Ofens fah­ren ließ.

Die Trom­meln stei­ger­ten sich zu ei­nem schnel­len, fast ra­sen­dem Rhyth­mus. Ihr Herz droh­te, mit den Trom­meln aus ih­rer Brust zu sprin­gen. Das Ra­scheln und Klin­geln um sie her­um wob sie in die Schat­ten ein. Im­mer wil­der die Tän­ze, im­mer schnel­ler die Trom­meln, im­mer hei­ßer die Luft, bis sie es über Ge­ro flim­mern sah und die Ro­sen­blü­ten ver­glüh­ten, noch ehe sein Kör­per die Klap­pe er­reicht hat­te.

Zu­letzt sank sie zu Bo­den, ihr Kör­per zuck­te und als sie schrie, ver­band sich ihr Schrei mit dem Glü­hen der Welt um sie her­um.

Ge­ro war an­ge­kom­men.

Gegenwart

1. Elessa - 15 Jahre später

Wie lan­ge soll­te sie noch vor dem Spie­gel sit­zen und sich sämt­li­che Haa­re zie­hen las­sen? Sie war sich je­den­falls si­cher, dass sie mit je­dem Strich des Lo­cken­kamms et­li­che da­von ver­lor, und das woll­te sie ga­ran­tiert nicht: mit ei­ner Glat­ze zum Fest im Cl­an­schloss der Lue er­schei­nen. Glat­zen hat­ten nur al­te Men­schen. So alt, dass sie sich noch an die gan­ze Zeit der Gro­ßen Dun­kel­heit er­in­nern konn­ten. De­nen hat­ten da­mals der Re­gen die Haa­re di­rekt vom Kopf ge­spült. Was Eles­sa trotz des ner­vi­gen Un­ter­richts, den ih­re Mut­ter ihr auf­zwang, noch nicht ganz ver­stand. Nicht, dass es sie über­haupt in­ter­es­sier­te.

Sie bau­mel­te mit den Bei­nen und wünsch­te sich weit weg aus dem Palast der Do­tar. Zu den Stra­ßen­rat­ten, wo ih­re wirk­li­chen Freun­de wa­ren. Wo ih­re An­we­sen­heit et­was än­der­te. Wenn sie sich in die Lum­pen un­ter ih­rem Bett hüll­te, die Hän­de mit Bin­den um­wi­ckel­te und mit ih­nen in den Müll­ber­gen um Do­tar-Schloss nach Plas­tik, Glas und Me­tal­len such­te, fühl­te sie sich frei. Sie brauch­te das Geld nicht, aber sie war gut, und konn­te mit ih­rer Su­che zu­min­dest die Ar­men un­ter­stüt­zen. Hier je­doch, hier fühl­te sie sich nutz­los. Ih­re Mut­ter schenk­te ihr al­les, was sie woll­te – so­lan­ge es Din­ge wa­ren. Aber das, was sie wirk­lich woll­te, be­kam sie nicht: Frei­heit.

Schloss Do­tar war ein hüb­scher Kä­fig vol­ler Me­tall­fä­den und glit­zern­der Glas­s­tei­ne, vol­ler dünn ge­walz­ter Plas­tik­blät­ter mit hin­ein­ge­drück­ten Ge­schich­ten und mit Ge­wächs­häu­sern vol­ler nütz­li­cher und schö­ner Pflan­zen. In all­dem fühl­te sie sich die meis­te Zeit so sehr ein­ge­sperrt, dass sie nachts in ihr Kopf­kis­sen schrie, bis sie kei­ne Kraft mehr hat­te und vor Er­schöp­fung ein­sch­lief.

Die Zo­fen hör­ten end­lich auf, an ih­rem Haar her­um­zu­zup­fen – was sprach ge­gen prak­ti­sche Zöp­fe? – und zeich­ne­ten ihr statt­des­sen das tra­di­tio­nel­le Mus­ter der Do­tar aufs Ge­sicht. Den ge­rad­li­ni­gen dun­kel­ro­ten Strei­fen von Schlä­fe zu Schlä­fe, über ih­re ge­schlos­se­nen Au­gen­li­der hin­weg und über ih­ren Na­sen­rücken.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der tote Prinz»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der tote Prinz» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der tote Prinz»

Обсуждение, отзывы о книге «Der tote Prinz» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x