Katherina Ushachov - Der tote Prinz

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Ein toter Jüngling.
Ein sprechender Spiegel.
Eine zerstörte Erde.
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Verseuchte Luft, haushohe Müllberge und rivalisierende Warladys, von denen eine ihre Mutter ist: Das ist Elessas Welt. Jeder Schritt draußen kann den Tod bedeuten. Dennoch verlässt sie den Schutz des heimischen Palastes auf der Suche nach dem Mann, den sie eigentlich nie heiraten wollte. Die Alternative zu Dario jedoch, sein Stiefvater, wäre weit schlimmer. Der erschlich sich durch Mord seinen Platz als heimlicher Herrscher der rivalisierenden Familie und bedroht nun auch Elessas Heimat. Um ihm zu entgehen, folgt Elessa der einzigen Spur, die sie hat: den Worten eines mechanischen Spielzeugs aus längst vergangener Zeit.
Ist Dario wirklich tot und damit das nächste Opfer des ruchlosen Stiefvaters oder steckt wirklich Hoffnung in diesem einen Wort, das die Maschine für Elessa hat?
"Die tote Prinzessin und die sieben Recken" einmal anders. Katherina Ushachov versetzt Puschkins Märchen in eine düstere Zukunft und erzählt im 16. Buch der Märchenspinnerei die Geschichte eines mutigen Mädchens – in den Überresten einer Gesellschaft, erbaut aus unserem Müll.

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Wie aufs Stich­wort fuhr Ali­xen­as Dampf­mo­bil di­rekt in den um­zäun­ten und ab­ge­trenn­ten In­nen­hof ein und füll­te al­les mit ölig-ru­ßi­gem Dampf, der sich auf die oh­ne­hin schon ge­schwärz­ten Mau­ern leg­te. Fe­lix un­ter­drück­te ein Hus­ten und lob­te sich in­ner­lich für die Ent­schei­dung, an die­sem Tag sei­ne schwarz­blaue Uni­form und nicht die leuch­tend ro­ten Trau­er­klei­der zu tra­gen. Es wür­de rei­chen, sie für die Ze­re­mo­nie an­zu­le­gen.

Die War­la­dy ließ sich vom Fah­rer aus dem ho­hen Ge­fährt hel­fen und wirk­te da­bei schwach und zer­bro­chen. Als hät­te je­mand et­was sehr Hüb­sches ge­nom­men und ab­sicht­lich fal­len ge­las­sen. Und hübsch, das war sie. Das er­kann­te er in die­sem Au­gen­blick, in dem er sie zum ers­ten Mal oh­ne ei­ne ih­rer for­mel­len Rüs­tun­gen, oh­ne Helm und oh­ne Atem­schutz­mas­ke oder Schutz­bril­le sah. Gro­ße Au­gen, vol­le Lip­pen und ei­ne schma­le Tail­le. Ver­mut­lich war sie un­ter dem dun­kel­grü­nen Rei­se­an­zug mus­ku­lös, wie es sich für ei­ne Frau ge­hör­te, die an die drei­ßig Ein­hei­ten Me­tall an ih­rem Kör­per trug. Ei­ne wirk­lich wür­de­vol­le War­la­dy und ei­ne, an de­ren Sei­te sei­ne ei­ge­ne Schön­heit noch stär­ker strah­len wür­de.

Wenn er sich aus­rei­chend be­müh­te, konn­te er noch vor dem Ablauf der ge­setz­li­chen Trau­er­zeit der neue Lord Lue wer­den.

»Ich über­neh­me von hier an.« Er ver­beug­te sich vor Ali­xe­na und scheuch­te mit ei­ner klei­nen Hand­be­we­gung den Fah­rer von ihr fort.

So­fort nä­her­ten sich ei­ni­ge Jung­knech­te und mach­ten sich dar­an, den Wa­gen zu wa­schen und zu des­in­fi­zie­ren, ehe er in die Stal­lun­gen ge­fah­ren wer­den wür­de.

»Fe­lix, nicht wahr?« Sie nahm dank­bar sei­ne Hand und lehn­te sich leicht in sei­ne Rich­tung, als wä­re ihr nach der lan­gen Fahrt schwin­de­lig.

Vor­sich­tig hielt er sie am El­len­bo­gen fest – sie um die Hüf­te zu fas­sen, wag­te er noch nicht – und führ­te sie ins In­ne­re von Palast Lue. »Fe­lix M’nao. Ich war der obers­te Kam­mer­knecht von Lord Ge­ro und Ihr Ver­lust trifft mich tief. Schließ­lich stand ich ihm sehr na­he und war an sei­ner Sei­te, als er plötz­lich starb.«

Sie at­me­te tief durch, lehn­te ih­ren Kopf an ihn. »Wie ist er ge­stor­ben?«

»Ei­ne Un­ver­träg­lich­keit. Ha­ben La­dy Ali­xe­na ge­wusst, dass Lord Ge­ro kei­ne Nüs­se es­sen kann? Er hat von ei­ner Erd­nuss ge­nascht.« Von ei­ner, die er un­ter das fein­kör­ni­ge Tee­pul­ver ge­mischt hat­te. Aber na­tür­lich hat­te man ne­ben dem To­ten ei­ne Scha­le Erd­nüs­se ge­fun­den.

»Nein, das wuss­te ich nicht. Ich wuss­te, dass er kei­ne Boh­nen es­sen darf. Aber Erd­nüs­se? Das ist mir neu.« Sie droh­te fast zu stol­pern und Trä­nen schim­mer­ten in ih­ren Au­gen.

Fe­lix konn­te sich nicht vor­stel­len, wie die­se schwa­che Frau in der La­ge sein soll­te, Krieg zu füh­ren. So sen­ti­men­tal, wie sie auf den Tod ih­res Lords rea­gier­te, konn­te sie un­mög­lich hart ge­nug sein, um Men­schen zu tö­ten. Sie mach­te es ihm ge­ra­de­zu lä­cher­lich leicht.

»Ich ha­be mir die größ­te Mü­he ge­ge­ben, ihm einen Ab­schied zu ge­ben, der in Erin­ne­rung blei­ben wird. Wol­len La­dy Ali­xe­na ihn vor der Ze­re­mo­nie se­hen?«

La­dy Ali­xe­na rich­te­te sich ge­ra­de auf. »Ja. Aber zu­erst möch­te ich mei­nen Sohn se­hen. Wo ist er?«

»Er ist bei mir. Ge­hen wir.« Es war gut, dass sie in sein Zim­mer kom­men woll­te. So konn­te er ihr Ge­sicht un­auf­fäl­lig von Nar­zis­sa be­trach­ten las­sen. Wer wuss­te schon, wo­für das nütz­lich sein moch­te?

5. Alixena

Bei dem Ge­dan­ken an den An­blick des to­ten Ge­ro er­schau­er­te sie. So­lan­ge sie ihn nicht mit ih­ren ei­ge­nen Au­gen ge­se­hen und mit ih­ren ei­ge­nen Hän­den be­rührt hat­te, so­lan­ge sie nicht sei­ne Stirn ge­küsst und ih­re ei­si­ge Käl­te ge­schmeckt hat­te, so­lan­ge war er noch nicht wirk­lich ver­gan­gen, so lan­ge konn­te sie noch auf ein Wun­der hof­fen. Auf ei­ne Täu­schung. Ob­gleich ihr be­wusst war, dass es nicht pas­sie­ren wür­de, hoff­te sie, er wür­de zu ihr tre­ten und ge­ste­hen, dass ihr nur ein bö­ser Streich ge­spielt wor­den war.

Be­vor sie dem To­ten ge­gen­über­tre­ten konn­te, muss­te Ali­xe­na Da­rio se­hen, sich ver­ge­wis­sern, dass er un­ver­sehrt war.

Sie eil­te die al­ten Stu­fen des Schlos­ses hin­auf, Stu­fen aus grau­en Be­ton, an ei­ni­gen Stel­len not­dürf­tig mit Plas­tik aus­ge­bes­sert, so­dass man die ver­ros­te­ten Stahl­ge­rüs­te dar­un­ter er­ken­nen konn­te. Fast muss­te sie sich zwin­gen, sich zu­rück­zu­hal­ten, um Fe­lix’ Räu­me nicht vor ihm zu be­tre­ten. Das wä­re selbst für ei­ne War­la­dy un­ge­hö­rig ge­we­sen.

Ei­ne Ecke des Rau­mes war mit lan­gen Tü­chern ver­hängt. Ver­mut­lich zog es von dort.

Aus den Au­gen­win­keln sah sie et­was auf­blit­zen. Hor­te­te Fe­lix dort sei­nen Schmuck oder spar­te er auf ei­ne Rüs­tung? Sie könn­te es ihm nicht ver­den­ken.

Oh­ne ei­ne or­dent­li­che Rüs­tung war es schwer, sich au­ßer­halb von Be­hau­sun­gen oder Dampf­mo­bi­len auf­zu­hal­ten, aber Rüs­tun­gen wa­ren teu­er. Sie ver­schlan­gen Me­tall, Plas­tik, Dräh­te, Schmier­öl, Mem­bra­nen – Un­men­gen an Res­sour­cen, die be­grenzt wa­ren. So wie al­les auf der Er­de be­grenzt war seit der großen Dun­kel­heit. Ali­xe­na schloss die Au­gen für einen Au­gen­blick und sah wie­der die drücken­de Fins­ter­nis ih­rer Kind­heit, spür­te wie­der die aschen­graue Käl­te auf ih­rer Haut, wel­che Auf­ent­hal­te im Frei­en zu ei­ner Tor­tur ge­macht hat­te. Den Re­gen, der schmeck­te, als hät­te sie ei­ne Bat­te­rie ab­ge­leckt und von dem sie einen selt­sa­men Aus­schlag be­kam, als sie ein­mal heim­lich in den Pfüt­zen her­um­ge­sprun­gen war.

Manch­mal gab es so­gar Schnee, der Kin­der krank mach­te. So vie­le wa­ren ge­stor­ben.

Und nun hat­te sie auch Ge­ro ver­lo­ren. Ge­ro, mit dem zu­sam­men sie die­se Zeit über­lebt hat­te. Mit dem sie al­le Wi­d­rig­kei­ten ir­gend­wie über­ste­hen konn­te, weil al­lein sei­ne An­we­sen­heit al­les er­träg­lich mach­te. Die Krie­ge, den Hun­ger, die Käl­te. Spä­ter die Hit­ze und die Kämp­fe um al­les, was ge­gen die­se schütz­te.

Oh­ne ihn fühl­te sie sich un­voll­stän­dig und schutz­los. Aber sie hat­te im­mer noch einen win­zi­gen Teil von ihm: Da­rio.

Sie stol­per­te auf sei­ne Wie­ge zu, nahm ihn her­aus und brach ne­ben Fe­lix’ Bett zu­sam­men, den Säug­ling eng an sich ge­drückt. Ihr Kind war ihr ge­blie­ben, ihr ge­mein­sa­mes Kind. Ihr Sohn, der et­was von Ge­ro in sich trug, et­was von ih­rer Ver­gan­gen­heit. Sau­rer Re­gen auf Kin­der­haut. Ei­ne Ver­gan­gen­heit, die sich nie­mals wie­der­ho­len durf­te, so­lan­ge sie leb­te und dar­über hin­aus. Das war sie ihm schul­dig – und al­len an­de­ren Men­schen in ih­rem Ein­fluss­be­reich. Schluch­zer schüt­tel­ten ih­ren Kör­per und Ali­xe­na spür­te hei­ße Scham über ih­re Schwä­che. Sie war ei­ne War­la­dy. Sie muss­te die­se Emo­tio­nen im Zaum hal­ten. Ir­gend­wie. Aber sie konn­te nicht.

War­me Hän­de leg­ten sich auf ih­re Obe­r­ar­me und sie spür­te, wie je­mand sie vor­sich­tig fest­hielt. Fe­lix. Er gab ihr Halt.

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