Peter Schmidt - Das Veteranentreffen

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In einem abgelegenen Berliner Hotel treffen sich Geheimdienstveteranen, ausgemusterte Agenten verschiedener Dienste, eingeladen von Asch, einem ehemaligen Geheimdienst-As. Alle munkeln, dass Asch eine große Sache vorhabe, aber niemand weiß etwas Genaues. Asch will seine ehemaligen Kollegen dazu bringen, einen geheimen Veteranenclub zu gründen. Sie sollen ihr Wissen, ihre alten Kenntnisse und Beziehungen in die Waagschale werfen, um durch gezielte Informationen Politik machen. Mit viel Enthusiasmus entwirft Asch das Bild einer friedlichen Welt. Frank Sander, auch ein alter Profi, hält das alles für Spinnerei. Er vermutet, dass hinter der Sache etwas anderes stecken muss. Ein Mordanschlag auf ihn bestätigt seinen Verdacht …

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Ich bestellte Kaffee und Cognac, zündete mir einen ‚sauren Krümeltürken’ an und harrte der Dinge, die da kommen würden.

Ich versuchte, grobe Schätzungen darüber anzustellen, wer nach dieser Offenbarung politischen Schwachsinns sofort abreisen würde. Zwei Drittel? Die Hälfte? Oder nur lumpige zehn Prozent?

Ich wartete lange – und vergeblich. Im Haus schrillte eine Klingel zum Zeichen für das gemeinsame Mittagessen, als ich mich endlich erhob, gähnend ein paar alte Illustrierte in die eingesessenen Ledersessel beim Kamin zurückwarf und mich auf mein Zimmer begab.

2

Green hinterließ immer eine Spur feuchten Lehms vom Murellenberg – in gesunder Luft zu wandern war seine große Leidenschaft. Er sagte, im Niemandsland zwischen den Fronten – das war West-Berlin für ihn – sei die Atmosphäre von besonderer Spannung.

Wenn man seine innersten Regungen beobachte, fühle man die unüberbrückbaren Gegensätze. Niemand schien Aschs Ansinnen der Klubgründung als Anlass für seine unverzügliche Abreise anzusehen. Im Grunde ihres Herzens waren sie alle Rebellen. Die bestehende Ordnung zu stützen anstatt sie zu stürzen – bedeutete das nicht auch die Fortsetzung der Langeweile und des Überdrusses?

Man musste abwarten, was passieren würde, sich auf gar keinen Fall von der Quelle entfernen. Erst recht nicht, wenn der Aufenthalt – Zimmer, volle Verpflegung, Nebenkosten und Veranstaltungen – großzügig von einer Stiftung für ‚Ost-West-Verständigung’ getragen wurde. („Schon mal gehört den Namen?“ – „Nein, aber wer hat denn den ganzen Katalog privater und staatlicher Stiftungen im Kopf?“) Erholung und Kurzweil im Namen der Völkerverständigung. Kein Fragebogen, keine Eintragung in Anwesenheitslisten. Nicht mal Extrazuschläge für die Minibar.

Man hätte bis nach Japan telefonieren oder seiner schwerhörigen alten Tante in Neuseeland per Telegramm herzliche Grüße übermitteln lassen können, vorausgesetzt der Portier, der auch den Telefonisten spielte, war aus seinem komaähnlichen Tiefschlaf zu wecken.

Falkners chromglänzender Rollstuhl quietschte unablässig durch die Gänge und Laflöhr zog es vor, sein Mantra nur noch beim Gehen zu murmeln, anstatt draußen am Hotelportal ein Verkehrshindernis zu bilden.

Die Anwesenheit der beiden Amerikaner war eher dem Zufall zu verdanken. Asch hatte sie kurz vor ihrer endgültigen Rückkehr in die Staaten nach Portland an der Kneipe beim Flughafen aufgegabelt. Seine enthusiastische Einladung, ihre Wiedersehensfreude, vor allem aber die Aussicht, oben im Bundesstaate Washington nun den Rest ihres Lebens nichts anderes als dünnes saures Reisbier von der Sorte Budweiser trinken zu müssen, das eher Ähnlichkeit mit harntreibender Gesundheitslimonade als einem alkoholhaltigen Getränk auch nur mäßiger Rasse und Klasse besaß, war genügend Anlass gewesen, den Rückflug auf die nächste Woche umzubuchen.

Nun saßen sie an der Bartheke und nahmen sich ein Fass nach dem anderen vor. Sie tranken ausschließlich Schultheiss-Bier, und das Thema, das sie für das Wichtigste hielten, schien die Feinporigkeit des Schaums zu sein, die Zeit, die eine Pilsblume mindestens halten musste, wenn sie von einwandfreier Qualität war.

Man sah ihnen nicht an, dass die Klubgründung sie sonderlich beeindruckt hätte. Als ich vorüberging, fragte einer: „Sie sind doch früher schon mal in Langley , Virginia, gewesen? Oder täusche ich mich da?“

„Ja, wahrscheinlich“, sagte ich. „Sie müssen sich täuschen. Ich war noch nie in Virginia.“

Während ich weiterging, spürte ich seine Feindseligkeit im Rücken – den missbilligenden Blick, den enttäuschte Neugier hervorruft. Aber Fragen nach privaten Dingen waren mir schon immer suspekt gewesen.

Selbst wenn ich jemals dort gewesen wäre – vermutlich meinte er das Hauptquartier der CIA –‚ hätte ich keinen Grund gesehen, ihn darüber aufzuklären. Ich denke, die Vergangenheit ist es meist nicht wert, wie ein Haufen faulenden Unrats gewendet oder immer wieder auf- und zugedeckt zu werden.

Jemand, den ich nicht kannte und der sich breit lächelnd als Ronald vorstellte (ausgerechnet Ronald), versuchte mich in ein Gespräch zu verwickeln:

„Was halten Sie von der Annahme, dass Gorbatschows Pläne nur ein großes Ablenkungsmanöver sind?“

„Ein Ablenkungsmanöver? Wovon?“

Er lächelte sibyllinisch. „Von seinen wirklichen Motiven. Die alte Garde – Breschnew, Andropow, Tschernenko – war zu konservativ.

So kam man nicht weiter. Wirtschaftlicher Niedergang, Aufrüstung – eine Rüstungsspirale, bei der Mütterchen Russland über kurz oder lang den kürzeren ziehen musste.

Das Land war in latentem Protest. Schiebung statt Ideologie, Sander. Jetzt versucht man es einfach andersherum: Der Wolf hat Kreide gefressen …“

Ich ging achselzuckend weiter. Im ‚Blauen Zimmer’ konnte man einem Vortrag aus der Reihe ‚Weltanschauliche Gespräche’ lauschen, Titel: Unterlassene Hilfeleistung in der Politik.

Mir schien es, als sei das ein Gemeinplatz. Die Politik besteht aus nichts anderem, einmal davon abgesehen, dass die Politiker das große Spiel des gemeinschaftlichen Absahnens betreiben; aber die Veranstaltung war so gerammelt voll, als würden dort weltanschauliche Neuigkeiten verkündet.

Hinten stand man bereits auf zwei ausrangierten Kapellenbänken, die Bertrand in unermüdlichem Beschaffungsdrang aus der Sakristei einer nahe gelegenen Kirche besorgt hatte.

Ein smartes Kerlchen vom Politischen Seminar der hiesigen Universität – dunkelblauer Zweireiher, feinster Nadelstreif – zog Vergleiche zwischen unterlassener Hilfeleistung im privaten und politischen Bereich. Der Begriff, auf gesellschaftliche Verhältnisse angewendet, sei zwar ungewohnt, aber nichtsdestoweniger in der Sache zutreffend. Was unterscheide denjenigen, der einem Ertrinkenden im kalten winterlichen Fluss seine Hilfe versage, eigentlich von jemandem, dem es an politischem Verantwortungsgefühl mangele? Der seine Möglichkeiten zum Nutzen der Gesellschaft nicht voll wahrnehme?

Er vermied es, die Worte ‚alternde Agenten’ oder ‚pensionierte Geheimdienstler’ auch nur im Nebensatz zu streifen, aber jeder wusste, dass er nicht von irgendwelchen nebulösen Fähigkeiten, von Parteieintritten, Eingaben an Abgeordnete oder Protestkundgebungen sprach.

Asch hatte eine gute Wahl getroffen. Ich bewunderte die Geschicklichkeit, mit der er seinen neuen Verein zu indoktrinieren wusste.

Es gab praktisch keine Möglichkeit, seinen Ideen zu entgehen.

Selbst eine so harmlos erscheinende Nachmittagsveranstaltung wie „Wir spielen Schach mit lebenden Figuren im Gelben Salon“ geriet ihm schon nach wenigen Zügen zur politischen Werbeveranstaltung.

„Seht euch die Bauern an, das arbeitende Volk, Freunde. Vergleicht man ihre zahlenmäßige Stärke, so sind sie den Adeligen gegenüber keineswegs in der Minderheit – aber was bedeutet der herrschenden Klasse schon das Opfer eines Bauern?

Allein die Tatsache, dass es genug von ihnen gibt und dass ihre Kräfte und Einflussmöglichkeiten begrenzt sind, macht sie zu Figuren minderen Werts. Wir wollen Gleichberechtigung, Freunde, wahre Gleichberechtigung. Keine Lobby der Privilegierten. Das ist unsere verdammte Aufgabe in dieser Welt – wenn wir überhaupt noch etwas zu bestellen haben.“

„Klingt verdammt noch mal nach Sozialismus“, flüsterte Kuben in meinem Rücken.

„Ja, unser Sozialreformer redet sich langsam warm. Ist gerade dabei, die rhetorische Trickkiste zu öffnen. Sehen Sie sich nur seine fanatischen Augen an.“

„Und Sie wollen da wirklich mitmachen, Sander?“, fragte er skeptisch, aber mit verhaltener Stimme. „Die Versammlung hat Sie in den Vorstand gewählt.“

„So? Davon weiß ich noch gar nichts.“

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