Peter Spönlein - Dem Leben dienen

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Die globale Lebenskrise unserer Zeit hat alle Lebensbereiche erfasst und markiert einen epochalen Wandel der Menschheitsgeschichte. Es genügt heute nicht mehr, Appelle an die Mächtigen in Politik und Wirtschaft zu richten, um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung anzumahnen. Als arbeitende und konsumierende Mitglieder in der heutigen Wirtschaft und Gesellschaft sind wir selbst betroffen von der Krise und Krankheit unserer Zeit des materialistischen Fortschritts.
Die elementare Mystik und Ethik der «Ehrfurcht vor dem Leben», die Albert Schweitzer formuliert und praktisch vorgelebt hat, eröffnet uns eine neue geistige Richtung und praktische Wege, wie wir dem Leben von Mensch und Schöpfung zur Gesundung dienen können.
Eine neue, fruchtbare Menschheitskultur wird nur aus diesem allseitigen Dienst am Leben von Mensch und Schöpfung hervorgehen können. Auf diesem Weg wird die Entwicklungsgeschichte der menschlichen Kultur ihre gegenwärtige Pubertätskrise überwinden und sich zur Vollgestalt menschlicher Reife im Dienst am Leben von Mensch und Schöpfung entwickeln können.

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Damit einher geht nun auch der Anspruch der Wirtschaft, alle Lebensbereiche dem ökonomischen Prinzip zu unterwerfen und damit das traditionelle Verständnis von Demokratie zu untergraben. In seinem Buch Die Machtwirtschaft schreibt Christian Nürnberger: „Den Sinn allen Wirtschaftens in höheren Dividenden und Aktienkursen aufgehen zu lassen, schon das allein ist inakzeptabel für eine Gesellschaft, die sich laut Verfassung als soziale Demokratie versteht. Vollends unzumutbar für demokratische Gesellschaften ist das Bestreben der Shareholder-value-Verfechter, ihre ökonomische Sichtweise auf andere gesellschaftliche Bereiche auszuweiten und zu verlangen, die Politik, das Bildungswesen, die Wissenschaft, der Sport, die Medien und sogar die Kultur hätten sich um der internationalen Wettbewerbsfähigkeit willen ökonomischen Prinzipien zu unterwerfen. Das wird zwar so von niemandem explizit gesagt, aber die Summe aller vorgetragenen öffentlichen Forderungen aus der Wirtschaft läuft genau auf diesen Ökonomismus hinaus.“

Das bedeutet nun auch, daß gleichzeitig die Menschen als Arbeitende, als Kunden und Konsumenten in eine völlige Abhängigkeit von der Ökonomie geraten und ihre Selbständigkeit und Freiheit verlieren. Denn der Herrschaft des modernen techno-ökonomischen Imperiums kann sich heute niemand mehr entziehen. So hat sich z.B. die Technologie der elektronischen Datenverarbeitung bereits über den ganzen Globus verbreitet. Prompt haben auch die europäischen Regierungschefs auf ihrer Gipfelkonferenz in Lissabon im Jahre 2000 vereinbart, in ihren Nationen die perfekt vernetzte „Informationsgesellschaft“ einzuführen: Jeder Bürger solle künftig durch eine entsprechende Ausbildung Anschluß ans Netz bekommen, und bereits die Kinder sollen in den Schulen mit der neuen Technologie vertraut gemacht werden. Inzwischen muß jeder Bürger um die Sicherheit seiner persönlichen Daten bangen, die in den Institutionen von Ökonomie und Bürokratie gespeichert werden. Gleichzeitig drängt auch die Gen-Technik überall unaufhaltsam auf den Markt. Ethische Bedenken vermögen den Vormarsch dieser Technologie nicht aufzuhalten. Das nüchterne Prinzip der neoliberalen Ökonomie und Technologie heißt: Zuwachs an Gewinn und Macht – um etwas anderes geht es schon längst nicht mehr!

Noch vor etwa vierzig Jahren wurde die zunehmende Automation gepriesen als ein Mittel zur Humanisierung der Arbeit: Eintönige Arbeit werde künftig von elektronischer Technologie übernommen, so hieß es, und die Menschheit gehe einem goldenen Zeitalter, der sogenannten Freizeitgesellschaft, entgegen. Heute ist davon nichts mehr übriggeblieben: Im Jahr 2001 gibt es 34 Millionen Arbeitslose allein in den reichen Nationen und weltweit zwei Milliarden Menschen, deren Einkommen unter zwei Dollar am Tag liegt. Wir haben uns bereits daran gewöhnt, dass unsere ständig wachsende „Volkswirtschaft“ jedes Jahr einige Millionen Menschen in die „Arbeitslosigkeit“ entlässt. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes als Reaktion auf die neue Computertechnologie war bereits seit Jahrzehnten vorauszusehen, aber es wurde nichts unternommen, um diesem sozialen Problem rechtzeitig gegenzusteuern. Bereits 1978 prognostizierte Dieter Balkhausen in seinem Buch Die dritte industrielle Revolution folgende Trends: „Weniger Arbeitsplätze, wo die Mechanik durch Elektronik ersetzt wird. Freisetzungen, wo die Automaten kontrollieren, messen, steuern und Arbeitsvorgänge einsparen. – Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze nimmt ab. – Die Zahl der weniger Qualifikationen erforderlichen Jobs nimmt besonders stark ab. – Traditionelle Facharbeiter- und Sachbearbeiterstellen werden ebenfalls weniger. – Vergleichbare Qualifikationen wachsen nur langsam nach. – Die Zahl der Hochqualifizierten steigt; die Anforderungen an die Höchstqualifizierten steigen ständig.“

Führende Wirtschaftskreise gehen bereits heute davon aus, daß noch in diesem Jahrhundert nur noch zwanzig Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung gebraucht werden, um die Wirtschaft in Gang zu halten. Auf einer internationalen Konferenz von Wirtschaftsführern, die im Jahre 1995 in den USA stattfand, antwortete ein Manager auf die Frage, was aus den übrigen achtzig Prozent werden soll, die keinen Job haben, es sei eben künftig die Frage, „to have lunch or be lunch“ – zu essen zu haben oder gefressen zu werden.

Ganz unabhängig davon, ob diese Perspektive realistisch ist oder nicht, mag diese beiläufige Bemerkung aus dem Munde eines Wirtschaftsstrategen illustrieren, zu welcher zynischen Menschenverachtung die künftige Zivilisation eines global vernetzten Planeten fähig sein wird, die eine einzige Dynamik antreibt: Tote Gewinne an Geld und Macht mit einer toten Technologie zu erzielen. Diese „Nekrophilie“, die „Liebe zum Toten“ im Unterschied zur „Biophilie“, der „Liebe zum Leben“, hat Erich Fromm als das charakteristische Merkmal unserer industriellen Zivilisation bezeichnet.

Gleichzeitig nimmt die Spaltung zwischen Reich und Arm in unserer Gesellschaft immer mehr zu. Die Informationstechnologie spielt bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Der amerikanische Soziologe Manuel Castells spricht von einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft: „Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. ... An die Stelle der Ausbeutung der Schwächeren, wie wir sie aus der industriellen Ära kennen, tritt heute eine viel schrecklichere Form der Ausschließung: Menschen, die nicht über die nötige Bildung und Technologie verfügen, werden ignoriert, weil sie weder als Produzenten noch als Konsumenten gebraucht werden, wenn sie nicht mit dem Netz verbunden werden können. Sie fallen in ein schwarzes Loch. ... Wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der die Chance, ohne hochgradige Ausbildung ein gutes Leben zu führen, sehr, sehr gering ist.“ In Deutschland ist diese Polarisierung der Gesellschaft bereits in der Form im Gange, daß sich eine Zwei-Drittel-Gesellschaft herausbildet: Ein Drittel der Bevölkerung lebt ständig in der Gefahr, in die Armut abzurutschen, während zwei Drittel im Wohlstand leben, wobei das oberste Drittel ca. 75 Prozent des gesamten privaten Geldvermögens auf sich vereinigt. Im Jahr 2006 sind in Deutschland 10,6 Millionen, im Jahr 2015 12,5 Millionen Menschen, das sind 13, bzw. 15 Prozent der Bevölkerung, unmittelbar von Armut bedroht; d.h. sie müssen monatlich mit 856 Euro und weniger auskommen, was 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens entspricht. Im Jahr 2008 ist jeder vierte Bundesbürger von Armut betroffen oder muß durch staatliche Leistungen vor ihr bewahrt werden. In den USA lebten im Jahr 2000 elf Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.

Auch auf globaler Ebene klafft die Schere zwischen Reich und Arm immer mehr auseinander. So hat sich z.B. von 1965–1990 der Welthandel verdreifacht, und der Austausch der Dienstleistungen stieg um mehr als das Vierzehnfache, aber das ärmste Fünftel der Weltbevölkerung hat kaum davon profitiert: Sein Anteil am Welthandel beträgt lediglich ein Prozent.

Während im Jahr 1999 der Weltclub der Milliardäre noch 450 Mitglieder zählte, sind es im Jahr 2006 bereits 793. Sie repräsentieren ein Vermögen, das wesentlich größer ist als die Summe der Bruttosozialprodukte aller armen Länder, die 56 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen.

Wenn Konzernmanager Millionen verdienen und gleichzeitig Tausende von Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen werden oder Löhne erhalten, von denen sie nicht leben können, dann ist das ein sozialer Skandal. Wir haben keinen Grund, auf unsere freiheitliche Demokratie stolz zu sein, solange die sozialen Verhältnisse sich zunehmend nach rückwärts entwickeln, etwa in die Zeit der ersten industriellen Revolution und des Proletariates oder des Mittelalters, als Könige und Fürsten ihre Untertanen nach Belieben ausgebeutet haben.

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