Peter Spönlein - Dem Leben dienen

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Die globale Lebenskrise unserer Zeit hat alle Lebensbereiche erfasst und markiert einen epochalen Wandel der Menschheitsgeschichte. Es genügt heute nicht mehr, Appelle an die Mächtigen in Politik und Wirtschaft zu richten, um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung anzumahnen. Als arbeitende und konsumierende Mitglieder in der heutigen Wirtschaft und Gesellschaft sind wir selbst betroffen von der Krise und Krankheit unserer Zeit des materialistischen Fortschritts.
Die elementare Mystik und Ethik der «Ehrfurcht vor dem Leben», die Albert Schweitzer formuliert und praktisch vorgelebt hat, eröffnet uns eine neue geistige Richtung und praktische Wege, wie wir dem Leben von Mensch und Schöpfung zur Gesundung dienen können.
Eine neue, fruchtbare Menschheitskultur wird nur aus diesem allseitigen Dienst am Leben von Mensch und Schöpfung hervorgehen können. Auf diesem Weg wird die Entwicklungsgeschichte der menschlichen Kultur ihre gegenwärtige Pubertätskrise überwinden und sich zur Vollgestalt menschlicher Reife im Dienst am Leben von Mensch und Schöpfung entwickeln können.

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Ende und Überwindung der Aufklärung

Wenn die moderne Zivilisation bisher weltweit die Ungerechtigkeit, den Unfrieden und die Gefährdung allen Lebens vergrößert hat, worin besteht dann letztlich ihre Rechtfertigung und ihr Sinn? Oder anders ausgedrückt: Worin besteht die geistige Krankheit, die unsere gegenwärtige Epoche befallen hat? Die Frage nach der Diagnose ist von größter Wichtigkeit; denn ohne Antwort auf diese Frage können wir keine klare Position in unserer Zeit beziehen und keinen neuen Weg finden. Der einzige Sinn der globalen Lebenskrise kann nur darin bestehen, uns auf die Sinnlosigkeit des gegenwärtigen Weltgetriebes aufmerksam zu machen und uns zu veranlassen, mit Entschiedenheit nach einer neuen Orientierung des Lebens und der menschlichen Kultur zu fragen.

Die gefährliche und lebensbedrohliche Krankheit unserer modernen Zivilisation äußert sich in allen Lebensbereichen darin, daß nur das Sichtbare, das Zählbare, Meßbare und Wägbare, das Materielle als wirklich gilt, und nur, was rational erforschbar, beweisbar und machbar ist, gilt als wahr. Der geistigen Innenseite der Dinge und selbst des Menschen wird indessen mißtraut, oder sie wird als nicht existent geleugnet, weil sie quantitativ nicht faßbar ist. „Der Versuch, die formative Rolle des Geistes zu eliminieren“, so schreibt Lewis Mumford in seinem Werk über den Mythos der Maschine, „dem Artefakt größeres Gewicht zu geben als dem Artefaktor, reduziert das Mysterium auf eine Absurdität; und die Bejahung der Absurdität ist die Lebenshäresie der gegenwärtigen Generation.“

Die alleinige Verehrung des Materiellen hat in unserer gegenwärtigen Zivilisation die Form eines Götzendienstes angenommen. Bis in die letzten Details unseres Lebens werden wir alle in diesen Götzendienst hineingezogen und hinein verstrickt, weil wir in unserer Existenz völlig abhängig geworden sind von den Angeboten der Arbeit und des Konsums, die Wirtschaft und Technik für uns bereithalten. Es bleibt uns keine andere Wahl, als mitzumachen, weil es keine Alternative gibt. Das Verhängnisvolle daran ist, daß wir ja durch unsere Arbeit, mit der wir unseren Lebensunterhalt verdienen müssen, und durch unseren Konsum selbst noch zu aktiven Mitarbeitern werden an der gefährlichen Spirale eines Fortschritts, dessen destruktive Energie immer offensichtlicher wird. Das bedeutet, daß wir genötigt sind, als Sklaven eine aktive Rolle zu spielen bei der fortschreitenden Krankheit unserer Zivilisation.

Mit dem Fortschritt von Wissenschaft und Technik werden die Folgen der Eingriffe in das Naturgeschehen immer tiefgreifender, komplexer und schließlich immer weniger kontrollierbar. Als Beispiele für diese Entwicklung mögen drei Erfindungen dienen, die des Kunstdüngers, des Automobils und der Atomtechnik. Im 19. Jh. erfand der deutsche Chemiker Justus von Liebig (1803-1873) die künstliche Düngung für die Landwirtschaft. Man war damals fest davon überzeugt, den Hunger als Geißel der Menschheit endgültig besiegt zu haben. Der Kunstdünger erlaubte nun auch eine weitaus wirtschaftlichere Anbauweise der Feldfrüchte in riesigen Monokulturen. Aber über Jahrzehnte hinweg zeigte sich, dass die mit Kunstdünger behandelten Böden in ihrem Ertrag zurückgingen und zunehmend der Erosion ausgesetzt wurden. Diese Erfahrung war zu Beginn des 20. Jh. der Anlass dafür, dass die biologischen Bedingungen der Bodenfruchtbarkeit genauer erforscht wurden. Die Ergebnisse führten dann zur Entwicklung der organisch-biologischen Landwirtschaftsmethode. Sie verzichtet vollständig auf den Einsatz chemischer Mittel und erreicht die Fruchtbarkeit dadurch, dass das im Boden vorhandene organische Leben gefördert wird und dadurch die Nährstoffe für die Pflanzen auf natürlichem Wege zu Verfügung stehen. Nicht der Kunstdünger konnte den Hunger besiegen, sondern allein die Hinwendung zu den biologischen Gesetzmäßigkeiten des Lebens.

Auf eine ähnliche Weise konnten die Erfinder des Verbrennungsmotors und des Automobils, die beiden deutschen Ingenieure Karl Friedrich Benz (1844–1929) und Nikolaus Otto (1832–1891), die destruktiven Folgen ihrer Erfindung im 19. Jh. noch nicht voraussehen. Hundert Jahre später musste man feststellen, dass das Automobil durch seine Abgase maßgeblich daran beteiligt ist, eine globale Klimaerwärmung auszulösen und damit alles Leben auf diesem Planeten zu gefährden. Den Gipfel der Destruktivität menschlichen Fortschrittes erreicht die Atomtechnik: Wie entsetzlich unterentwickelt und dumm ist der hoch zivilisierte Mensch in seiner Menschlichkeit geblieben, wenn er nach Hiroshima (1945) und Tschernobyl (1986) noch einer weiteren atomaren Katastrophe in Fukushima (2011) bedarf, um zu begreifen, dass er hier an Naturgesetze rührt, von denen er die Hände lassen muß, wenn er Mensch bleiben und als Mensch überleben will. Wie erschütternd hilflos und bei aller Tragik des Anlasses in Fukushima doch geradezu lächerlich wirkte die Entschuldigung des Reaktorbetreibers vor der japanischen Bevölkerung. Diese Erfahrungen zeigen: Als superintelligenter Dinosaurier ist die species Mensch in der Evolution des Lebens nicht überlebensfähig. Denn seine hoch entwickelte technische Intelligenz hindert ihn keineswegs daran, in ethischer Hinsicht im selben Maße zu verkümmern, wie seine hoch spezialisierte Superintelligenz zunimmt. Schon allein aufgrund der Jahrmillionen fort dauernden Strahlung radioaktiver Abfälle bewegt sich die Atomtechnik bereits außerhalb jeder zuverlässigen und verantwortlichen Kontrolle und darum auch außerhalb jeder menschlichen Ethik.

An diesen destruktiven Folgen des Fortschrittes zeigt sich heute, daß der moderne Rationalismus und Materialismus nicht mehr die geistige Grundlage sein kann für eine neue, konstruktive Kulturepoche der Menschheit. Historisch ist er hervorgegangen aus einem durchaus gesunden und notwendigen Aufbegehren des menschlichen Geistes gegen den entmündigenden Geist des Mittelalters, der glaubte, den Geist Gottes für den Menschen verbindlich definieren und verwalten zu können. Die Epoche der Aufklärung im 17. / 18. Jahrhundert verbannte deshalb Gott zunächst einmal in den Bereich völlig jenseits der Schöpfung, damit der Mensch ungestört und nur noch geführt vom Licht seiner eigenen Vernunft die Welt entdecken und erobern könne. Das war eine durchaus wichtige Epoche geistiger Reifung und Emanzipation in der Entwicklung der Menschheitsgeschichte.

Aber seither hat keine geistige Kurskorrektur mehr stattgefunden. Seit zwei Jahrhunderten schwimmen wir bis heute noch immer kritiklos im Kielwasser der Aufklärung. Eine geistige Kurskorrektur wird aber in dem Augenblick dringend erforderlich, da es sich zeigt, welche lebensfeindlichen und destruktiven Wirkungen diese alte rationalistische und materialistische Weltanschauung heute in allen Bereichen des Lebens zeitigt. Mit aller Dringlichkeit stellt sich die Frage, ob und inwieweit wir diesem Geist unserer Zeit noch Folge leisten können, und welche neuen Wege sich uns eröffnen.

Durch die Folgen der Fehler unserer zivilisatorischen Entwicklung erkennen wir heute, daß es ein Irrtum ist zu meinen, die Substanz der Dinge sei Materie. Das Physikalische, das Greifbare und Sichtbare, eben das, was wir Stoff und Materie nennen, ist Gestalt gewordene Energie, die sich auf tausenderlei Weisen manifestiert. Wir kennen auf dieser Erde keine Materie an sich , sondern immer nur geistig geordnete, energetisch strukturierte und belebte Gestalt.

Sowohl durch die Erfahrung der Grenzen des Wachstums und des Fortschritts als auch durch die tieferen Einblicke der Naturwissenschaft in die Strukturen der Natur und der Materie erhalten wir in unserer Zeit einen vollkommen neuen Zugang zu der Tiefendimension aller Wirklichkeit, die man als Mysterium bezeichnen kann und die in der Kulturgeschichte der Menschheit „Gott“ genannt wurde. Der Physiker Albert Einstein (1879-1955) wurde kurz vor seinem Tod von einem Kollegen und Freund gefragt: „Ist das Weltall, wie Sie es kennen, ohne einen Schöpfergott denkbar?“ Albert Einstein antwortete: „Wenn dieses Universum in all seiner millionenfachen Ordnung und Präzision das Ergebnis eines blinden Zufalls sein sollte, so ist das so glaubwürdig wie wenn eine Druckerei in die Luft geht, worauf alle Druckbuchstaben wieder herunterfallen in der fertigen und fehlerlosen Form des Duden-Lexikons.“

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