Ich harrte der Dinge, die auf mich zukommen würden. Doch zunächst geschah gar nichts. Ich wunderte mich über meine eigene Gelassenheit, während ich mich auf das Bett legte und auf die über mir befindliche Decke blickte. In ihrer Mitte waren acht Spiegelplatten eingesetzt. Der violette Samtüberwurf auf dem Bett vermittelte mir ein eigenartig prickelndes Gefühl. Es war ein Teil des fragwürdigen Vergnügens, dass ich noch vor mir haben sollte. An den Wänden hingen Poster von europäischen Großstädten und von exotischen Frauen.
Dettelmann hatte es keineswegs eilig. Er wartete gelassen ab, beobachtete mich, wie es ein Raubtier mit seinem Opfer tun würde. Erst nach einer Weile des Beobachtens, griff er hinter sich, wo ein Wandbrett stand, auf dem lag ein Kästchen, dass die Form einer Harfe hatte.
„Ach ja, meine Süße, ich habe da noch was für dich“, sagte er lüstern.
Er drückte mir das Kästchen in die Hand.
„Mach auf!“
Ich zögerte einen Augenblick, wusste nicht was ich davon halten sollte. Mein Gastgeber hinter der Dobermann Maske nahm mir das Kästchen wieder ab, öffnete es und entnahm ihm einen Gegenstand, der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hufeisen hatte. Ich staunte nicht schlecht. Was sollte das sein?
Er ließ das Ding zwischen seinen Fingern baumeln und gab mir durch ein Zeichen zu verstehen, was ich damit machen sollte. So langsam dämmerte mir, was es war. Zunächst zeigte ich jedoch keine Reaktion, sondern schaute Dettelmann mit einem etwas ratlosen Gesichtsausdruck an. Dabei spielte ich mein Spielchen. Er grinste, formte mit Daumen und Zeigefinger einen Ring und ließ den gabelförmigen Gegenstand hindurch gleiten. Jetzt musste ich ihm zu erkennen geben, dass ich wusste, was es war. Vorsichtig berührte ich die glatte Oberfläche.
„Oh...es ist kalt!“
Er grinste wieder.
„Natürlich, im Augenblick schon...“
„Das ist ein Doppel-Dildo“, nicht wahr?
Mit Befriedigung registrierte ich, dass meine Stimme völlig ruhig blieb. Mein Gastgeber grinste noch immer.
„Es wird dir gefallen, Schätzchen. Es ist außerordentlich interessant.“
„Wirklich?“
Ich war der Meinung, ich hätte bereits vieles kennengelernt, aber das hier...
Er gab mir keine Antwort, gab sich völlig entspannt. Offensichtlich wartete er auf eine Entscheidung, die nicht seine sein würde. Wieder sah ich ihn an, erkannte das Verlangen in seinen Augen - und setzte alles auf eine Karte. Ich zog meine Kleider aus und legte mich vor ihm hin. Mein Körper zitterte leicht, als ich die Beine spreizte und mir die kalte Spitze des Dildos einführte.
Das war verdammt starker Tobak. Mia rieb sich verblüfft die Augen. So langsam bekam sie eine Idee von dem, was ihre Tante Juana getrieben hat und was es mit dem schwarzen Schaf der Familie auf sich hatte. Insgeheim fürchtete sie sich davor, die ganze Wahrheit zu erfahren. Soldaten, Nazis und Doppeldildos waren überhaupt nicht ihr Fall. Trotzdem war sie weit davon entfernt Tante Juana zu verurteilen. Den Inhalt des ersten Notizbuchs hatte sie bereits verschlungen. Welche Offenbarungen würde das nächste für sie bereithalten? Sie beschloss Ruhe zu bewahren und zu versuchen ein paar Stunden zu schlafen, denn Morgen wollte sie hinaus zu Tante Juanas Grab nach la Falda fahren, wo sich vielleicht ein paar Dinge klären würden.
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