C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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„Hey“, meinte sie, „bleib bei der Sache!“

Inzwischen war es nebenan endlich still. Auch wir lagen bald ruhig umschlungen da, und der ruhige Seegang der nächtlichen Nordsee, begleitet von den pulsierenden Vibrationen, die das Stampfen der Maschinen durch den Schiffsrumpf schickte, wiegte uns sanft in den Schlaf.

Der nächste Morgen begann eher düster. Das schwache Licht der Leselampe und das Rascheln mal zögernd, mal energischer beiseitegelegter Seiten zog mich Stück für Stück aus einem tiefen Traum ohne klare Konturen. Draußen vor dem Bullauge nichts als grauer Dunst. Martina hatte offenbar schon eine ganze Weile in meinem Manuskript geschmökert. So traf mich ihr erster kritischer Kommentar zu meinem Werk schon vor dem Frühstück: „So kannst du das doch nicht schreiben!“

„Wieso nicht? Und was überhaupt?“

„Na, das mit dem Kruzifix. Das ist doch makaber!“

„Aber genau das ist es doch auch.“

„Mag sein, aber das widerstrebt mir einfach, so wie du das ausdrückst.“

So ganz hat meine Martina ihre katholische Erziehung wohl doch noch nicht überwunden. Obwohl sie immer behauptet, dass sie einen direkten Draht zu ihrem Gott hat, das ganze Drumrum mit Jesus und der Jungfrau Maria nicht braucht, und ihr die Wiederauferstehung und letztlich auch die ewige Seligkeit herzlich egal sind, „weil über das Jenseits, wenn es das gibt, sowieso kein Mensch so richtig was wissen kann.“

„OK, dann mach einen Strich dran. Oder meinetwegen ein Kreuz. Überhaupt, streich einfach alles an, was dir auffällt. Auch Tippfehler oder wenn dir etwas nicht klar genug ausgedrückt ist. Ich gehe das alles sowieso nochmal durch.“

Ich drehte mich noch einmal auf die andere Seite. Jetzt war aber öfter das leise Klicken des Kugelschreibers zu hören und wie sie damit irgendetwas markierte oder an den Rand kritzelte. Das schien ihr regelrecht Spaß zu machen. Manchmal, finde ich, übertreibt Martina es ein wenig.

„Komm, wir gehen Frühstücken!“

Ansonsten ist so eine Kreuzfahrt ja doch ziemlich ereignislos. Wir hatten wohl auch nicht gerade die optimale Saison erwischt. Draußen goss es immer wieder in Strömen, und die Küste, an der wir entlangfuhren, hüllte sich die meiste Zeit in Wolken. Im Speisesaal vertrieben wir uns am Anfang noch die Zeit damit, zu raten, welches der Paare, die an den Tischen ringsum ihren Frühstückstoast oder Berge von Rührei und rosigem Lachs in sich hineinschaufelten oder am Abend ihre Schnitzel, Steaks oder Scholle mit Nordseekrabben mit reichlich Bier, Aquavit oder Rum – mit und ohne Cola (all inclusive...) – wohl in der Kabine neben uns wohnte. Wir hatten dort bisher nie jemanden hineingehen oder herauskommen sehen. Die Hauptverdächtigen waren natürlich die jungen Leute mit den Totenköpfen und dem Rum. Aber irgendwie passten die Gesichter nie so richtig zu den Geräuschen, die weiterhin mit einiger Regelmäßigkeit zu uns in die Koje drangen. Schließlich einigten wir uns darauf, dass die ihre Kabine nebenan wahrscheinlich überhaupt nie verließen und nur von Luft und Liebe lebten.

Immerhin aber war Martina unter diesen Umständen notgedrungen schon am dritten Tag durch, und ich erwartete gespannt ihr abschließendes Urteil: „Und?“

„Ja toll!“

„Echt jetzt?“

„Ja, wirklich nicht schlecht. Auch super geschrieben. Aber ehrlich gesagt: Ich fände es am besten, wenn du das Manuskript irgendwo im Keller verstecken und einfach vergessen würdest.“

„Wieso das denn?“

Normalerweise spreche ich nicht so laut.

„Weil ich möchte, dass wir unseren Ruhestand weiter in Ruhe genießen können. Du weißt doch, mit was für einem Shitstorm man in Deutschland rechnen muss, wenn man nur mal ein klein bisschen gegen irgendein Gebot der politischen Korrektheit verstößt. Und wenn es dann auch noch um religiöse Gefühle geht, wird es erst richtig ernst!“

„Was findest du denn hier drin“, ich zeigte auf das Manuskript, „nicht überzeugend? Nenn mir eine Feststellung, die ich nicht bestens begründet habe.“

„Kann ja sein, aber ich hatte gedacht, das mit dem Buch wäre nur ein harmloses Hobby von dir.“

„War es ja auch. Aber jetzt ist es nun mal fertig.“

„Das Leben ist aber kein Spiel und dieses Buch kein harmloser Diätratgeber. Du weißt doch, welchen Einfluss die Kirchen in Deutschland haben. Und die Evangelikalen sind sogar zu Gewalttaten fähig. In Amerika ermorden sie zum Beispiel Abtreibungsärzte!“

„Wir sind hier ja nicht in Amerika. Und Babys abtreiben will ich schon gar nicht!“

„Jetzt werd' nicht albern! Islamisten jedenfalls morden auch hier in Europa. Die erschießen sogar Karikaturisten. Und was du hier schreibst, ist noch viel schlimmer als Abtreibungen oder Karikaturen. Es ist pure Ketzerei.“

„Findest du es etwa normal, dass Leute heute noch glauben, dass man nach dem Tod wieder aufersteht, aber dann zur Strafe für seine Sünden in der Hölle landet, wenn man sich nicht rechtzeitig um Absolution gekümmert hat? Oder dass du als Katholikin daran glauben musst, dass sich bei der Abendmahlsfeier Wein des Jahrgangs 2017 real in das Blut eines Menschen wandelt, der ungefähr im Jahr 23 unserer Zeitrechnung gewaltsam zu Tode gekommen ist? Das sind doch nichts als kuriose Blüten, die ein altpersischer Sumpf hervorgetrieben hat. Ist es nicht Zeit, dass die Menschheit erwachsen wird und diesen Sumpf endlich trockenlegt? Du weißt was ich meine?“

Martina sah mich kopfschüttelnd an.

„Natürlich weiß ich, was du meinst. Ich habe dein Buch ja jetzt gelesen. Na und? Warum musst ausgerechnet du das alles plötzlich zu deinem persönlichen Problem machen? Du hast doch selber noch vor kurzem über ehemalige Kollegen gespottet, die meinen, im Ruhestand unbedingt ihre Memoiren oder sowas schreiben zu müssen, bloß weil sie auf einmal zu viel Zeit haben. Sei doch mal locker, und genieß einfach unsere Kreuzfahrt.“

Bali und Kigali

Unser Schiff kreuzte derweil durch den Trollfjord. Hieß es jedenfalls. Ich hockte an dem Tischchen unter dem Bullauge und blätterte in meinem Manuskript herum. Draußen war nichts als grauer Nebel zu sehen. Der Kapitän hatte behauptet, so eine ausgeprägte Schlechtwetterperiode hätte er hier oben Ende Juni noch nie erlebt. Die einmalige Landschaft des Fjords, die angeblich da draußen vorbeizog, war unter diesen Umständen jedenfalls kein Grund, es nicht doch noch einmal ernsthaft zu versuchen.

„Ich bin nur der Meinung, die Menschheit sollte sich nicht länger an der Nase herumführen lassen.“

Martina, die es sich inzwischen wieder in der Koje bequem gemacht hatte, blickte nur kurz von ihrem Schmöker auf. „Finde ich auch“, sagte sie. Das Schicksal der Menschheit schien sie nicht sonderlich zu interessieren.

„Ich muss gerade an unseren Urlaub in Bali denken, damals von Manila aus. Und dann heißt es immer, die Religionen wären eine Kraft des Friedens und nur sie könnten ein zivilisiertes Zusammenleben der Menschen garantieren. Uns hätte eine der einzig wahren Religionen damals fast das Leben gekostet.“

„Was erzählst du da?“

„Der Terroranschlag in Kuta Beach, 2002. Über zweihundert Tote! Ich weiß noch, wie entgeistert du mich angesehen hast, als wir, kaum wieder zu Hause in Manila, die Bilder im Fernsehen gesehen haben.“

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