C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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„Ich ziehe es vor, einfach meine neugewonnene Freiheit zu genießen“, sagte ich stattdessen. „Wie siehts denn bei dir aus? Allzu lange hast du ja auch nicht mehr.“ Walter gehörte mit zu den jüngsten in unserer Crew. Drei oder vier Jahr jünger als ich.

„Nächstes Jahr im Sommer geht's nochmal raus. Meine letzten drei Jahre will ich möglichst unter Palmen verbringen. Die neue Vakanzenliste ist gerade rausgekommen. Miami wird frei. Auch Antananarivo wäre nicht schlecht.“

„Jedem das Seine“, meinte ich großzügig. „Ich drück' dir die Daumen.“

Er blickte schon wieder unruhig zu seinem Bildschirm rüber.

„Wäre gern noch auf eine Tasse Tee mit dir in den Club rauf, aber...“ Er winkte mit dem Kopf vage in Richtung Leitungsbereich.

Ein wenig war ich schon enttäuscht. Aber, was hatte ich eigentlich erwartet? Das Leben ging weiter.

„Ich besuch' dich dann in Antananarivo.“

„Super“, rief er mir hinterher, im Gesicht einen leichten Ausdruck des Bedauerns. Oder war es eine Spur von Neid? Dass ich schon die Freiheit hatte, hier einfach so nach Belieben zu kommen und zu gehen? Vielleicht hätte es ihn ein wenig getröstet, wenn ich noch erwähnt hätte, dass auch die Freiheit eines Ruheständlers nicht grenzenlos ist...

Ich machte mich auf den Rückweg nach draußen. Inzwischen herrschte reger Betrieb auf dem Korridor. Die Nahostreferate hatten gerade eine nachmittägliche Koordinierungsbesprechung beendet. Alle paar Meter verwickelten mich alte Bekannte in den üblichen verbalen Was-machst-du-denn-jetzt-eigentlich-Ping Pong. Im Neubau geriet ich in eine Gruppe Kollegen, die gerade aus einem der dortigen Sitzungsräume herauskamen. Eine Planungsrunde des Arbeitsstabs ‚Friedensverantwortung der Religionen‘.

„Seit wann gibt's denn sowas?“, fragte ich die Kollegin, die gleich auf mich zukam, als sie mich entdeckte. In der Zeit meines letzten Einsatzes in der Zentrale hatte sie in den Abteilungsrunden immer so engagiert aus der Arbeit ihrer Arbeitsgruppe Islamdialog berichtet. Zum Glück hatte sie den ironischen Unterton meiner Frage gar nicht wahrgenommen.

„Sind gerade dabei, eine Riesenkonferenz zu dem Thema zu organisieren.“ Ihren offenbar unerschütterlichen Enthusiasmus hatte ich schon damals bewundert.

„Super“, meinte ich und musste plötzlich an mein Buch denken. „Ich hätte da etwas für euch“, hätte ich am liebsten hinzugefügt. Habe ich mir natürlich verkniffen. Hatte schon Mühe genug, ein aufkommendes Grinsen zu unterdrücken bei der Vorstellung, das Buch würde tatsächlich an alle Teilnehmer dieser Konferenz verteilt.

„Viel Erfolg, jedenfalls – Oh, ich muss los!“

Damit machte ich mich davon. Mit einem Gefühl der Erleichterung trat ich hinaus in den strömenden Regen.

Gerade noch rechtzeitig traf ich am Bundesplatz ein, wo ich mit Martina verabredet war. Auf dem Weg hinauf zur Wohnung unserer Freunde berichtete ich ihr kurz von meinem erfolgreichen Gespräch mit Michael Gräber und wie begeistert der von meinem Buch gewesen war. Sie blieb auf der Treppenstufe hinter mir stehen.

„Noch so ein Verrückter“, sagte sie leise, zog spontan meinen Kopf zu sich herunter und küsste mich auf die Stirn. „Hast hoffentlich nicht auch noch jemandem im Amt von dem Buch erzählt.“

„So verrückt bin ich nun auch wieder nicht“, konnte ich gerade noch klarstellen, da wurde über uns schon die Tür geöffnet und Klaus rief: „Da seid ihr ja!“

Der Unfall

Dann ging es Schlag auf Schlag. Nur wenige Tage später rief Michael an: „Gute Nachrichten: Das Exposé hat ihm schon mal gefallen.“

„Super. Übrigens, wer ist das eigentlich? Für welchen Verlag arbeitet der?“

„Verrate ich dir, wenn ihm auch das ganze Manuskript noch gefällt und er endgültig anbeißt. Aber du kannst ganz beruhigt sein. Der Verlag ist genau das, was du dir gewünscht hast. Solide, aber eher klein und nur in Fachkreisen bekannt. Wenn die das Buch rausbringen, wird es zunächst genau die Leute erreichen, um die es dir auch als erstes geht.“

„Hervorragend. Und wie geht es jetzt weiter?“

„Sobald mein Mann überzeugt ist, müssen wir bloß noch dafür sorgen, dass es dein Manuskript direkt auf den Schreibtisch des Verlegers schafft. Also ohne den üblichen Umweg über dessen Stellvertreter, einen gewissen Gregor Neumann. Der soll nämlich, wie ich erfahren habe, nicht so ganz koscher sein.“

„Doch nicht etwa Opus Dei?“

Michael lachte auf. „Wundert mich nicht, dass jemand, der solche Sachen schreibt wie du, anfängt, überall Gespenster zu sehen. Ich muss allerdings zugeben, dass der Vatikan tatsächlich an diesem Verlag beteiligt ist. Gerade deshalb wäre es ja genial, wenn die dein Buch herausbringen würden.“

„Da siehst du tatsächlich eine realistische Chance?“

„Aber sicher. Und zwar deshalb, weil der Chef des Verlages ungewöhnlich aufgeschlossen ist. Er hat sogar mal einen ziemlich kirchenkritischen Artikel von mir zur Veröffentlichung akzeptiert.“

„Also kennst du ihn auch persönlich?“

„Ja, einmal habe ich ihn auch persönlich getroffen. Bei der Gelegenheit hat er mich sogar selber vor seinem Vertreter gewarnt. Der hätte zu gute Verbindungen zu gewissen reaktionären Kreisen im Vatikan.“

„Erstaunlich, dass der so offen zu dir war.“

„Fand ich damals auch. Und noch etwas, was dich freuen wird: Der Altzinger hat vor seinem Theologiestudium Chinesisch in Peking studiert.“

„Na, klingt ja alles bestens! Übrigens: Das mit dem Opus war natürlich nur ein Witz von mir...“

Am darauffolgenden Wochenende schon wieder ein Anruf von Michael:

„Mein Mann ist tatsächlich dabei! Er will seinen Verleger jetzt so schnell wie möglich von deinem Manuskript überzeugen. Auf jeden Fall noch vor der Buchmesse. Er meint nämlich, bei so einem heiklen Projekt wäre es gut, wenn er dich bei dieser Gelegenheit auch noch direkt mit seinem obersten Chef zusammenbringen könnte. Rein zufällig.“

„Wieso zufällig?“

„Wenn wir förmlich um einen Termin bitten würden, würden wir garantiert erstmal bei Neumann landen. Was wir ja unbedingt vermeiden müssen.“

„Und was verspricht sich dein Mann von so einem Treffen zwischen mir und seinem obersten Chef?“

„Ziel wäre natürlich, den gleich persönlich davon zu überzeugen, dass hinter deinem Pseudonym ein seriöser Mensch steckt, mit dem man reden kann. Und dass du nichts Böses im Schilde führst.“

„Das heißt also, ich soll mit dir nach Frankfurt? OK, wenn's der Sache dient.“

„Gut“, meinte Michael, erfreut offenbar, „dann registriere ich uns beide als Fachbesucher. Dann haben wir die volle Messewoche für unseren Versuch, so eine Begegnung zustande zu bringen.“

„Ach so, wer ist denn dein geheimnisvoller Mann überhaupt?“

„Büchner heißt der. Lektor bei Wagenburg. Echt guter Mann. Ich kann dich übrigens gerne auch in meinem Auto mitnehmen. Der kleine Schlenker auf meinem Weg nach Frankfurt bei dir vorbei macht mir nichts aus.“

Bis zum Messetermin telefonierten wir noch zwei- oder dreimal. Wir wollten uns schon vorab eine möglichst überzeugende Argumentationslinie für das erhoffte Gespräch mit dem Verleger zurechtlegen. Es würde ja wahrscheinlich eine eher kurze Begegnung werden. Direkt auf der Messe oder bei einem der Empfänge am Rande. Wir mussten uns also in die Lage versetzen, den Mann in nur wenigen Sätzen davon zu überzeugen, dass es durchaus im Sinne der Verlagsphilosophie und natürlich auch im ureigensten Interesse der Kirche sein würde, mit einer kontrollierten Verbreitung meines Buches die letztlich ohnehin nicht zu vermeidende grundsätzliche Diskussion über die Zukunft der Religion anzustoßen. Die Spannung stieg, und schon drei Tage vor Messebeginn war selbst Martina genervt.

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