C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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Es war offensichtlich: Wir beide waren auf gleicher Wellenlänge. Wir hatten noch nicht mal eine Viertelstunde zusammengesessen, und schon schien alles Wesentliche geklärt.

„Ich telefoniere dann mal rum. Kenne da jemanden, der sich vielleicht da ran traut. Wenn wir Glück haben, können wir das sogar schon jetzt auf der Buchmesse eintüten.“

Dass es jetzt so schnell gehen sollte, hatte ich nicht erwartet. Die Buchmesse würde ja, wie ich wusste, in der ersten Oktoberhälfte stattfinden, also schon in gut einem Monat! Ich hatte mich offenbar zu früh ins Bockshorn jagen lassen, als ich mit meiner Verlagssuche am Anfang nicht so recht vorangekommen war. Trotzdem war ich froh, jetzt diesen Michael an meiner Seite zu wissen. Schließlich kannte ich mich auch mit den technischen Aspekten des Buchgeschäfts wie Autorenhonoraren oder sonstigen Fragen der Vertragsgestaltung überhaupt nicht aus. Ich verabschiedete mich dann bald. Ich hatte ja noch meine Verabredungen im Amt. An der Haustür fiel mir aber doch noch eine wichtige Frage ein.

„Du, wir haben überhaupt nicht über die vertragliche Seite gesprochen!“

Mein künftiger Agent winkte ab.

„So wie ich dich jetzt kennengelernt habe, werden wir uns da problemlos einig. Ich schicke dir einfach mal meinen Standard-Mustervertrag zu. Ganz die branchenüblichen Konditionen. Wenn du Fragen hast, ruf' kurz an oder schick' mir 'ne Mail. Sonst gib mir das einfach gelegentlich unterschrieben zurück.“

Als ich im Fahrstuhl nach unten fuhr, atmete ich tief durch. War also doch alles ganz einfach. Martina würde sich wundern...

Auch auf dem Weg durch den Nieselregen zur U-Bahn-Station Walter-Schreiber-Platz und während der halbstündigen Fahrt bis zum Hausvogteiplatz hielt meine leichte Euphorie an. Als ich das Amt erreichte, goss es in Strömen. Auch das konnte meine Hochstimmung nicht dämpfen. Ich durchquerte die große Vorhalle mit dem Glasdach, kramte meinen alten Dienstausweis aus der Tasche meines Jacketts und hielt ihn vor den Lichtpunkt neben der Drehtür. Die Plastikkarte hatte ihre Gültigkeit noch nicht verloren. Die Tür setzte sich wie gewohnt in Bewegung. Schlagartig fühlte ich mich in alte Zeiten zurückversetzt, lief automatisch durch die Halle des modernen Vorbaus und auf der anderen Seite wieder nach draußen in den offenen Innenhof, in den gerade eine kleine Kolonne schwarzer Limousinen einfuhr. Der erste Wagen hielt direkt gegenüber, vor dem Treppenaufgang zum Altbau. Dort kam schon einer der Kollegen aus der Protokollabteilung mit einem Schirm in der Hand die Stufen herabgeeilt, um dem Hauptgast den Wagenschlag zu öffnen. Der musste dem Stander des Wagens nach zu urteilen Repräsentanten eines kleineren afrikanischen Landes sein. Sicher nur ein Minister, denn für einen Präsidenten war die Kolonne nicht lang genug. Es war tatsächlich ein stattlicher Herr in einer der typischen Nationaltrachten Subsahara-Afrikas, der etwas behäbig der Limousine entstieg und dann gut beschirmt gemächlich die Stufen erklomm, während seine Begleiter nach kurzem Abwarten aus ihren Wagen sprangen und hinter ihm her die Treppe hinaufrannten, um nicht allzu nass zu werden in ihren dunklen, perfekt geschnittenen Anzügen. Ich wartete geschützt zwischen den Säulen des Vorbaus, bis der vertraute, heute wegen des Regens ein wenig gehetzt ablaufende Empfangsritus vorbei war, und lief dann selbst über den Innenhof der kleinen Delegation hinterher in den Hauptbau. Alles wie immer: Der rote Teppich auf den knapp zwanzig Stufen, die man innerhalb des Gebäudes weiter hinaufmusste, ehe sich automatisch eine der schweren Glastüren öffnete. Die große Vorhalle, die immer noch den Charme einer repräsentativen Großbank-Schalterhalle ausströmte, der grobgemusterte, überwiegend ochsenblutrote Marmor an den Wänden, der rasche Sprung in einen der aufwärtssteigenden Paternoster (schon früher hatte ich die stets den ordinären Fahrstühlen gegenüber vorgezogen), dann der ebenso gekonnte Absprung im richtigen Stockwerk, und schließlich erneut durch diverse schwere Glastüren und lange Gänge, bis man mit einer gewissen Erleichterung feststellte, dass man tatsächlich am Ziel war. Es konnte nämlich leicht passieren, dass man in diesen Kreuzgängen der deutschen Diplomatie an der falschen Stelle abbog. Die Abteilung AP (Asien und Pazifik) war erst kürzlich neu geschaffen worden, wie mir der Kollege am Telefon erzählt hatte. Auch dass der Organisationsplan des Amtes laufend neugestaltet wurde, ohne dass sich in der Sache groß etwas änderte oder gar verbesserte, war mir nur allzu vertraut. In diesem Fall war wenigstens eine neue Abteilungsleiterstelle dabei herausgekommen. Ich gönnte es der Kollegin. Die Poster mit touristischen Highlights dieser Weltregion, die den Flur zwischen den einzelnen Bürotüren zierten, waren jedenfalls noch dieselben wie früher. Die ganze Zeit war ich keiner Menschenseele begegnet. Aber gerade, als ich vor der gesuchten Tür stand, rief jemand laut meinen Namen. Eine Kollegin kam strahlend auf mich zu.

„Sieht man Sie auch mal wieder hier! Wie geht es Ihnen denn so als Pensionär?“

„Bestens“, rief ich und fragte schnell zurück, wo sie denn jetzt gelandet sei. So gewann ich Zeit, um in meinem Gedächtnis nach ihrem Namen zu kramen und mich zu erinnern, woher wir uns kannten.

„Mache hier gerade meine Abschiedsrunde“, erklärte sie freudestrahlend. „Diesmal geht es nach Rom. Botschaft beim Vatikan!“

„Na, herzlichen Glückwunsch“, sagte ich, und in dem Moment wusste ich es wieder: Monika Leistner. Sie hatte in meiner Zeit in der Wirtschaftsabteilung in der Zentrale als junge Legationssekretärin angefangen. Eine besonders nette und zupackende Kollegin. Ich hatte sie aber in den Jahren danach aus den Augen verloren. In dem Moment öffnete sich die Tür neben uns und ein Kollege, den ich nicht kannte, stürmte im Laufschritt grußlos an uns vorbei, den Gang hinunter.

„Ach, da sind sie ja! Herr Timmermann erwartet Sie schon“, rief eine tiefe Stimme aus dem Vorzimmer. Die schon etwas ältere Kollegin dort am Schreibtisch kannte ich auch. Aus Chicago. Lange her. Bevor ich die üblichen Fragen stellen konnte (Seit wann? Wo zuletzt? Wie lange noch?) rief Walter mich durch die offenstehende Tür in sein Büro, ohne von dem Bildschirm vor sich aufzublicken. „Sorry!“, meinte er schließlich und erhob sich halb aus seinem bequemen Drehstuhl, um mir über den Schreibtisch hinweg die Hand zu schütteln.

„Toll, dass du reinschaust. Bin nur etwas unter Druck. Das Ministerbüro hat gerade angerufen. Die wollen die Vorlage noch heute Abend. Dabei kommt der Minister, wie ich zufällig weiß, erst morgen Mittag aus Washington zurück und hat dann sicher erst mal wichtigeres zu tun...“

Auch in dieser Hinsicht hatte sich offenbar nichts geändert.

„Erzähl! Was machst du jetzt? Hast dir doch bestimmt einen dieser netten Berater-Jobs an Land gezogen.“

Ich grinste nur.

„Dann schreibst du sicher gerade an deinen Memoiren. Lass mich raten: ‚Die Welt, von innen gesehen‘. Oder: ‚Ich und der Kaiser von Japan‘ – ja, das wär‘s doch!“

Genau deshalb mochte ich meinen Crew-Kollegen Walter so. Er gehörte zu den wenigen, die sich manchmal deutlich anmerken ließen, dass sie diesen ganzen Laden oder zumindest viele der Akteure hier nicht so richtig ernst nehmen konnten. Wahrscheinlich hatte er es auch deshalb immer noch nicht weiter als bis zum Referatsleiter gebracht. Trotzdem fand ich es besser, ihm lieber nicht zu gestehen, dass ich inzwischen schon etwas ganz anderes geschrieben hatte.

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