Angela Rommeiß - Emilie

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Diese Biografie meiner Großmutter ist gefühlvoll und packend erzählt, mit Einblicken in das harte Leben der deutschen Siedler in Bessarabien und die Wirren der beiden Weltkriege aus Sicht einer einfachen Frau.
Geboren an der Schwarzmeerküste, muss sie den Tod des Vaters erleben und wird wie ihre Geschwister zur Adoption freigegeben. Nun ist sie das einzige Kind eines reichen Tischlers, später heiratet sie und baut sich mit ihrem Mann ein glückliches Leben auf. Doch zu Beginn des 2. Weltkrieges müssen sie alles zurücklassen und mit ihren Kindern, von denen der Vater der Autorin das Jüngste war, in eine ungewisse Zukunft ziehen – nach Deutschland.

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„Leb wohl, Kleines!“, flüsterte sie. „Es geht nicht anders!“ Weinend hielten sie sich umfangen.

„Ich will aber bei dir bleiben Mama, ich hab dich doch lieb!“, schluchzte Emilie. Die Mutter schüttelte nur den Kopf. Nach einer Weile schob sie ihre Tochter entschlossen von sich.

„Du musst tapfer sein, Emilie! Das müssen wir alle. Auch die Kleinen, obwohl sie es noch nicht verstehen. Du aber bist schon groß. Mein großes Mädchen! Ich war immer so stolz auf dich! Versprich mir, dass du immer so fleißig und gut bleibst! Versprichst du mir das?“ Emilie nickte mit verweinten Augen. Wilhelmine lächelte.

„Wir müssen jetzt da durch - irgendwie! Sie haben freundliche Leute für dich ausgesucht, glaube ich. Du wirst es gut haben.“ Mit aller Kraft versuchte Wilhelmine ihrer Tochter Mut zuzureden - und sich selbst.

Jacob trat hinzu. Seine Mine war starr. Er hatte schon begriffen, worum es ging. Auch er umarmte und küsste die Mutter und nahm sein Bündel entgegen. Auch ihm sagte sie aufmunternde Worte. Jacob umarmte seine Schwester und ging ohne ein weiteres Wort mit gesenktem Kopf zu der Familie mit den fünf Töchtern hinüber, einem arbeitsreichen Leben entgegen.

Da kam Paula heulend angerannt. Sie hatte der dicken Frau auf den Fuß getreten, als die sie züchtigen wollte. Nun flüchtete sie zur Mutter. Es rächte sich jetzt, dass Wilhelmine in den letzten Wochen so nachsichtig mit Paula umgegangen war. Als sie hörte, dass sie mit der dicken Frau gehen sollte, warf sie sich schreiend auf den Boden. Emilie wünschte, sie wäre noch kleiner und könnte das auch machen. Aber ob es etwas nützte? Zusammen mit der Mutter beruhigte sie Paula nur mit Mühe. Während Wilhelmine mit der dicken Frau sprach und sich anschließend von ihren jüngsten Kindern verabschiedete, blieb Emilie wie betäubt am Wagenrad hocken. Das Ganze kam ihr so unwirklich vor wie ein böser Traum. Das Dorf, welches ihr vor zwei Stunden noch so gut gefallen hatte, erschien ihr jetzt trotz Sonnenschein grau und kalt. Als sie ihre von Tränen verschwollenen Augen hob, sah sie in einiger Entfernung den Mann stehen, dem sie vorgestellt worden war. Er stand einfach nur so da und wartete geduldig. Mochte er warten! Jetzt redete er mit dem Primar und nahm einige Papiere entgegen. Es waren immer noch etliche Schaulustige da. Scharen von Kindern drückten sich an den Hausecken herum und gafften. Jeder wollte alles ganz genau mitbekommen. Auch Emilie wurde angestarrt. Der Mann schaute ab und zu ihr hinüber. Er wirkte ruhig und freundlich. Wo war seine Frau? Sollte sie etwa allein bei einem älteren Mann leben? Emilie bekam es mit der Angst. Langsam stand sie auf. Ihre Beine waren schwach und zitterig. Jacob fuhr gerade auf einem Fuhrwerk an ihr vorüber und hob ein letztes Mal grüßend seine Hand. Der Bauer neben ihm wirkte hochzufrieden, als habe er gerade einen günstigen Handel gemacht. Endlich hatte er einen Sohn, der ihm bei der Arbeit im Stall und auf dem Feld zur Hand gehen konnte. Man musste auch nicht jahrelang warten, ehe er dafür groß genug war. Für einen Knecht fehlte ihm das Geld.

Selma und Eduard schienen es nicht schlecht getroffen zu haben. Die Leute waren sehr liebevoll zu den Kleinen. Aber als sie mit den Kindern wegfuhren, schrie Selma plötzlich:

„Mama!“ und streckte beide Ärmchen nach ihr aus. Auch Eduard fing zu weinen an und wollte sich loswinden. Sie riefen immer wieder nach ihrer Mama und ein ums andere mal auch nach Emilie. Die stand hilflos schluchzend am Straßenrand und musste mit ansehen, wie die kleinen Geschwister, um die sie sich seit ihrer Geburt liebevoll gekümmert hatte, von fremden Leuten weggefahren wurden.

Die Mutter war zusammengebrochen und musste von der Pfarrersfrau gestützt werden. Emilie wollte zu ihr hinübergehen, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Wo war eigentlich Paula? Die Schwester war schon weg. Emilie hatte sie gar nicht fortfahren sehen. Ihr kleines, freches Paulinchen! Sie war zwar frech, hatte aber ein gutes Herz. Abends wurde sie immer ganz verschmust und wollte Geschichten erzählt bekommen. Ob die dicke Frau das tun würde? Wenigstens sah es so aus, als sollte Paula bei ihr genug zu essen bekommen. Emilie seufzte. Das Stupsnäschen mit den Sommersprossen würde ihr fehlen! Na, Paula würde bestimmt mit der dicken Frau fertig werden, auch wenn sie dabei selbst einige Rüffel einstecken musste!

Emilie hielt es plötzlich nicht mehr unter den vielen Menschen aus. Der Kummer und die Verzweiflung saßen wie ein schmerzender Klumpen in ihrer Brust. Die Kirchentür stand ein Stück offen, davor drängten sich Leute. Hinter ihren Rücken quetschte sich Emilie durch den Spalt und fand sich in der dämmrigen, leeren Kirche wieder. Trotzdem sie an Gott glaubte und auch schon oft Trost im Gebet gefunden hatte, zog es sie nicht zum Altar. In einer dunklen Nische hinter einem Pfeiler hockte sich das Mädchen nieder und wollte weinen. Aber es kamen keine Tränen mehr. Und obgleich es sie in der Kühle fröstelte, schlief sie einen Augenblick später ein.

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