Gabriele D`Amori - Der Lehrling

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Paul ist mitten im 2. Weltkrieg geboren. Er wächst während der Nachkriegszeit in Oggersheim, einem Vorort von Ludwigshafen
am Rhein, auf, dort wo auch der ehemalige Bundeskanzler Kohl
wohnt.
Es wird geschildert, wie ein Vierzehnjähriger bereits berufstätig
werden muss, was damals normal ist; wie sein Alltag aussieht,
wie er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt.
Die Lehre ist für ihn ein harter Lebensabschnitt, der schließlich,
infolge eines hoffnungslosen Liebeserlebnisses, in die Katastrophe
führt.

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In der Nachkriegszeit waren fehlende Pflanzenschutzmittel daran schuld, dass die Kartoffelernten durch Kartoffelkäfer enorm reduziert wurden. Paul half diese gestreiften Schädlinge und seine roten Larven einzusammeln. Waren die Kartoffel erntereif, wurden die Felder von sogenannten Feldschützen bewacht. Ein abgeernteter Kartoffelacker durfte aber betreten werden; und Paul suchte mit anderen oft nach den wenigen Kartoffeln, die beim Ernten übersehen wurden; ein mühsames Unterfangen. Interessant waren die zahlreichen Mohnfelder um Oggersheim herum, auf denen die reifen Mohnkapseln geerntet wurden. An sie war besonders schwer heran zu kommen. Da es in dieser Zeit öffentliche Spielplätze nicht gab, suchten sich die Kinder und Jugendlichen ihr eigenes Terrain. Ein solches war ein vauförmig eingeschnittener Graben, welcher sich vom westlichen Ortsrand von Oggersheim in Richtung Ruchheim erstreckte, etwa fünfhundert Meter lang war und Affengraben genannt wurde. Woher der Name kam, war unbekannt. Der Graben war mit Schlehensträuchern bewachsen, die herrliche Verstecke abgaben und deren fast schwarze Früchte im Herbst gepflückt wurden. Hier tummelten sich viele kleine Oggersheimer, so auch Paul mit einer Gruppe. Anführer war Hannes, ein kräftiger, aber einfallsloser Junge, der Paul für Spielideen brauchte. Eines bestimmten Nachmittags war auch Pauls jüngerer Bruder Gerhard zum Affengraben gekommen um Anschluss zu suchen. Hannes war aber nicht einverstanden und versuchte Gerhard mit gezielten Steinwürfen zu vertreiben. Als Paul Hannes aufforderte, das Steinwerfen einzustellen, sagte Hannes nur: „Wenn der jetzt nicht abhaut, kriegt er den nächsten Stein an den Kopf.“ Der nächste Stein verfehlte den näher gekommenen Gerhard nur haarscharf, worauf Paul die Wut ergriff, er dem überraschten Hannes die Faust ins Gesicht schlug und zu seinem Bruder hinüber rief: „Komm, zu zweit packen wir ihn!“ Bruder Gerhard rührte sich jedoch nicht von der Stelle, sondern sah zu, wie der nunmehr zornige Hannes auf Paul einschlug, bis dieser blutend am Boden lag. Paul konnte die Feigheit seines Bruders nie vergessen und hatte sie noch lange vor Augen.

Oggersheim war mit seinen Gaststätten, Bäckereien, Metzgereien, dem Milchhändler und den vielen anderen kleinen Läden, ein Ort, in welchem noch alle zu Fuß einkaufen konnten, ohne wie heutzutage, ein Auto benutzen zu müssen. Das größte Lebensmittelgeschäft war der Konsum in der Raiffeisenstraße, jedoch nicht mit einem heutigen Supermarkt zu vergleichen. Nachdem Lebensmittelmarken abgeschafft waren, nahm das Warenangebot in den Geschäften über Nacht zu. Leider hatte Mutter Anna sehr wenig Geld zur Verfügung, so dass sie dieses Angebot kaum nutzen konnte. Das meiste an Lebensmittel wurde im Konsum gekauft, da hier die Preise am niedrigsten waren. Paul begleitete seine Mutter oft zu dem Laden, um ihr beim Tragen zu helfen. Milch holte Paul mit der Kanne beim Milchhändler. Den Metzger konnte man nur selten aufsuchen, da Wurst und Fleisch teuer waren. Metzger Unangst hatte jedoch ein wöchentliches Sonderangebot parat; die sogenannte Metzelsuppe. Diese Brühe blieb beim Wurstkochen im großen Kessel übrig und wurde gegen einige Pfennige abgegeben. Heute siebzehn Uhr Wurstbrühe. Gefäß ist mitzubringen, stand an jedem Montag auf einem Schild im Schaufenster. Man musste sehr pünktlich sein, da dieses Angebot sehr gegrenzt, das heißt, schnell zu Ende war. Paul hatte oft Pech, da er in der Reihe zu weit hinten stand. Wenn er aber doch mal Glück hatte, eilte er mit der gefüllten Milchkanne stolz nach Hause, denn es war ein Festmahl angesagt. Mutter Anna gab reichlich Nudeln in die Brühe, löste einige Maggiwürfel darin auf , gab gehackte Petersilie dazu und stellte die Wurstsuppe, wie sie jetzt hieß, auf den Tisch. Metzger Unangst war entweder ein Menschenfreund oder ein schlechter Metzger. In seiner Metzelbrühe mussten nicht wenige Würste, meist Blutwürste, einem Gemetzel zum Opfer gefallen sein, da reichlich Wurstmasse und vor allem Grieben, das heißt die kleinen Speckwürfel von der Blutwurst, in der Brühe schwammen. Hatte er einige Würste mit Absicht angestochen oder waren sie doch nur einfach geplatzt? Egal, Paul träumte oft von der köstlichen Wurstsuppe, die es viel zu selten gab.

Zwei Jahre nach Kriegsende war Pauls kleine Familie vom Haus der Großeltern in der Dürkheimerstraße, da Großvater Alfred endlich wieder seine Praxisräume benutzen wollte, in eine kleine Wohnung unter dem Dach, in der Beethofenstraße in Oggersheim, umzogen. Ab und zu konnte Paul dort sogar etwas Geld verdienen. Ihr Hausherr, der alte Bohlander in der Beethovenstraße, trank aus Gesundheitsgründen gerne einen Cognac mit einem rohen Ei, alles in einem Wasserglas verrührt. Dazu schickte er Paul mit einem Schnapsglas und sechzig Pfennig zur nächsten Gastwirtschaft um die Ecke, Zum Goldenen Hirschen. Für fünfzig Pfennig wurde ihm dort das Schnapsgläschen mit Asbach Uralt gefüllt; die zehn Pfennig, welche übrig waren, durfte er als Botenlohn behalten. Von der Gastwirtschaft bis nach Hause balancierte er das Gläschen die hundert Schritte mit äußerster Vorsicht. Doch als er es einmal nicht schaffte, da auf dem unbefestigten Gehweg ein Stein im Weg lag und er darüber stolperte, war es mit diesem Verdienst zu Ende. Der alte Bohlander bevorzugte es fortan, den Schnaps in der Gaststätte selbst zu konsumieren, wobei es nicht nur ein Asbach sein konnte, denn wenn er zu Hause ankam, war er selten nüchtern. So kam es, dass er eines Abends trotz des geringen Verkehrs in Oggersheim vor ein Auto lief und tödlich verunglückte. Die Trauer im Haus an der Beethovenstraße war sehr verhalten, denn der Alte hatte nach seiner Trinkerei oft herumkrakelt und die Mitbewohner belästigt. Sein Tod wirkte, so schlimm sich das anhört, wie eine Befreiung.

Die Mitbewohner waren neun Personen, das heißt zu zehnt lebten sie vor dem Tod des Alten in dem kleinen Haus. Da waren die alte Frau Bohlander, ihr Sohn Josef mit seiner Frau Sonja und die beiden Töchter Zita und Hera, die alle in den drei Räumen mit Küche im Erdgeschoss wohnten. Ein Stockwerk höher unter dem Dach hausten Mutter Anna mit Paul und den zwei Geschwistern. Diese Dachwohnung erwies sich als sehr beengt und bestand im Grunde nur aus zwei bewohnbaren Räumen unter der Dachschräge mit je einem Fenster zur Straße. Diese Zimmer dienten als Schlafzimmer, während der dritte Raum, lediglich mit einem winzigen Dachfenster ausgestattet und früher als Mansarde genutzt, nunmehr Wohnraum und Küche war. Ein kohlebefeuerter Herd darin bildete die einzige Heizquelle der ganzen Wohnung, welche keinerlei Dachisolierung hatte und daher im Winter von Eiseskälte durchdrungen und in heißen Sommern zum Glutofen wurde. Das also war der Lebensraum der kleinen Familie. Für Paul und seine Geschwister bedeuteten die widrigen Umstände keine große Beeinträchtigung ihres jungen Lebens, während Mutter Anna sehr unter diesen Verhältnissen litt und dies vor ihren Kindern zu verbergen trachtete. Bohlanders sechsunddreißig jähriger Sohn Josef war schwerverletzt als Afrikakämpfer aus dem Krieg zurückgekehrt. Wegen der Verwundung konnte er nicht mehr, wie vor dem Krieg, in einer Gießerei arbeiten. Er war auf Arbeitssuche und noch nicht lange mit der vierzigjährigen Sonja verheiratet, die zuvor von einem Tanzlehrer geschieden worden war, der sich eine Jüngere genommen hatte. Aus dieser ersten Ehe entstammten die beiden Töchter, die zwanzigjährige Zita und die achtjährige Hera. Paul und Hera freundeten sich schnell an und waren fast unzertrennlich.

So waren sie auch beide in der Nähe, als der alte Bohlander zu Lebzeiten einige seiner Hühner schlachtete. Dazu muss gesagt werden, dass zu dem Wohnhaus ein Anbau mit Plumpsklo, ein Hof und ein Holzschuppen gehörten. Ein Teil des Hofes war mit Pflastersteinen befestigt und ein anderer Teil diente als Hühnergehege; der Holzschuppen war teilweise Hühnerstall und Abstellraum. Diesen Holzschuppen betrachtete Paul als unguten Ort, da er von einigen Wespenvölkern bewohnt wurde, die ihre Nester aus dem alten Holz des Schuppens gebaut hatten. Die Wespen waren äußerst aggressiv und stechfreudig, was Paul zu spüren bekam, als er einmal im Schuppen auftragsgemäß nach einer Schaufel suchte. Alle hatten sie im Haus Angst vor den Wespen und forderten den Alten immer wieder auf, etwas dagegen zu tun. Der wiegelte stets mit den Worten ab: „Wenn ich die ausräuchere, bringe ich den Schuppen in Gefahr. Der brennt mir glatt ab.“ Die Hühner von der Rasse der Friesenhühner, wurden offenbar nicht gestochen, jedoch einmal im Jahr dezimiert, indem drei von ihnen zur Kirmeszeit, hier Kerwe genannt, den Tod auf dem Hackklotz im Hof fanden. Paul und Hera sahen zu, wie der alte Bohlander ein Huhn an den Beinen fasste, es flatternd auf den Klotz bugsierte und schnell mit dem Beil den Kopf abhackte. Dann ließ er das getötete Tier los, worauf es kopflos und blutend eine gewisse Strecke über den Hof flatterte, ehe es zuckend liegenblieb. Ungerührt ergriff der alte Bohlander das nächste Tier und setzte das grausame Schauspiel fort. Währendessen hatte die alte Frau Bohlander einen großen Bottich mit heißem Wasser herangeschafft, in welchen nun die toten Tiere eingetaucht wurden und darin einige Zeit verblieben. Paul empfand den Geruch, welcher diesem Gefäß entstieg, als scheußlich, ihn zu beschreiben, als schwierig. Er nannte ihn den Geruch des Todes. Auch Hera fand das Geschehen widerlich, insbesondere die nachfolgende Prozedur des Federrupfens. Dazu wurde ein Huhn dem Bottich entnommen, im Sitzen zwischen die beschürzten Beine geklemmt und mit der Hand die Federn herausgerissen, ab und zu wieder eingetaucht und erneut an den Federn gezogen, bis schließlich das nackte Huhn ohne Kopf, aber mit den Beinen und Füßen dalag.

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