Ihre Magd musste stundenlang damit beschäftigt gewesen sein, dass sie so hergerichtet worden war.
Drahomira und Bozena machten nicht so ein Aufhebens um ihr Äußeres. Adelgunde hatte ihre Haare meistens offen getragen und sich die Haare von Samo nach dem Waschen kämmen lassen.
Drahomira hatte ihn das – sofern er Zeit dazu gehabt hatte – auch machen lassen und Bozena’s Haare wurden nach dem Waschen einfach durchgeschüttelt und trockneten von selbst.
Samo kam es etwas komisch vor, dass sich diese Frau eine derartige Mühe machte, sollte sie auf Reisen sein, hätte sie diesen Aufwand sicherlich nicht machen können. Aber hier, in der Burg ihres Vaters, war das offenbar normal.
Er selbst dagegen war bisher noch nicht einmal dazu gekommen, sich zu waschen oder gar sich auszuruhen und dafür entschuldigte er sich rasch.
Rodźisława trat ins Zimmer ein und glich dabei einer Fredegunde, die gerade ein paar Todesurteile gefällt hatte. Der Diener verbeugte sich rasch, versicherte Samo, dass er sich um das Wasch- und Trinkwasser kümmern werde und verließ fluchtartig den Raum.
Die Verbeugung des Dieners gegenüber Rodźisława ähnelte eher der Bewegung eines Hasen, der sich vor einem hungrigen Wolfsrudel in Sicherheit bringen wollte. Hatte er so eine Angst vor der Tochter seines Herrn?
„Ich wollte Dich nicht stören und dachte nur, Du wärst froh über meine Gesellschaft“, entschuldigte sich Rodźisława schon fast demütig bei Samo, während der Diener von ihren Augen fast erdolcht worden wäre.
„Es ist schön, dass Du hier bist, nur hatte ich noch einige Arbeiten zu erledigen und wollte Dir einigermaßen sauber begegnen. Nun, da wir uns das erste Mal in Ruhe begegnen“, antwortete Samo, dem diese Wandlung in der Haltung seiner Frau nicht entgangen war.
„Es tut mir leid, dass wir uns nicht schon eher einmal in Ruhe unterhalten konnten. Ich darf Dich nun jedoch bitten, mich erst etwas essen zu lassen, bevor ich mich säubere und umziehe, um Dir in etwas zivilisierterer Kleidung zu begegnen?“ setzte er noch rasch hinzu.
„Ja selbstverständlich“, antwortete sie ihm. „Waren die Nachrichten, die die Boten überbracht haben gut?“
„Ja. Die Fallen schnappen besser zu, als ich bisher gedacht hatte.“
„Gut, dann will ich Dich nicht weiter stören und erwarte Dein Kommen.“
Damit verließ sie ihn und Samo beschloss nun hartnäckiger, nichts von Drahomiras Schwangerschaft verlauten zu lassen.
Irgend etwas stimmte mit dieser Frau nicht – darüber war sich Samo im Klaren.
+++
Samo aß die einfache, aber nahrhafte Suppe, die der Diener ihm gebracht hatte und trank dazu das etwas herbe Schöl.
In der Zwischenzeit hatten der Diener und eine Magd einen großen Bottich mit heißem Wasser hergerichtet, der im Waschhaus der Burg stand. Sie geleiteten ihn dahin und er tauchte in das warme Wasser ein, wusch sich gründlich und streckte sich in dem Bottich aus.
Die Magd, die ihn zum Waschhaus begleitet hatte, fing an, seinen Rücken durchzukneten, was ihm so gut tat, dass er kurz danach in der Wanne eingeschlafen war.
Als er wieder erwachte, lag er nackt in dem Bett, das in der Kammer stand, in der er den Tag verbracht und die Berichte der Boten erhalten und zusammengefasst hatte.
Er bemerkte, dass jemand neben ihm lag und als er die Augen aufschlug, erkannte er Rodźisława, die ebenfalls nackt war.
Wie war er hierher gekommen?
Er erinnerte sich an die wohltuende Massage, an das warme Wasser im Waschhaus und an seine Müdigkeit. Wahrscheinlich war er bei der Massage eingeschlafen und sie hatten ihn hierher gebracht.
Hatte sich dann Rodźisława neben ihn gelegt, um diese Nacht mit ihm zu verbringen, egal ob die Ehe nun tatsächlich vollzogen würde oder nicht?
Sie lag auf der Seite und schlief, er drehte sich so, dass er sie vor sich hatte. Wie schön sie war. Und dennoch hatte er bei ihr das Gefühl, dass in erster Linie ihr eigener Wille galt und der Wille anderer ihr egal war. Wenn jemand behauptet hätte, sie stammte aus dem Haus der Merowinger – er hätte es fast geglaubt.
Aber sie war seine Frau, sie lag neben ihm und er wollte sie jetzt haben.
Also berührte er sanft ihren Rücken und strich mit seinen Händen bis hinunter zu ihrem Hintern.
Sie bewegte sich leicht und gab ein wohliges Stöhnen von sich.
Er rutschte näher an sie heran, strich über ihre Taille wieder hinauf zu ihren Brüsten und streichelte diese.
Das Stöhnen wurde etwas lauter und sie strich mit ihren Händen nun über sein Becken.
Also griff er fester nach ihren Brüsten, teilte mit der anderen Hand ihre Backen, um für seine Lanze Platz zu haben und drang in sie ein.
Sie schrie leicht auf, denn damit hatte sie nicht gerechnet. Es gab ein paar Männer, bei denen sie schon gelegen hatte, aber das hatte noch keiner mir ihr gemacht.
„Ein bisschen weniger Arroganz gegenüber deinen Mitmenschen, täte Dir mal ganz gut. Meinst Du nicht?“ frage Samo sie, während er sie heftig von hinten nahm. Aber mehr als nicken konnte sie nicht, da sie so sehr ausgefüllt wurde, wie noch nie in ihrem Leben.
Ja, sie wollte diesem Mann gefallen und das was er gerade tat, sollte er jede Nacht mit ihr machen. Sie jedenfalls wollte alles dafür tun, dass es so kommen würde, egal wie viele Frauen er neben ihr noch hatte.
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