Sabine Schäfer - Nervensägen

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Für alle Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, für alle Menschen, die für andere da sind, für alle Menschen, die an das glauben, was sein kann und nicht an dem scheitern und verzweifeln, was vielleicht sein wird. Für die Unsicheren, die Zweifelnden, die Richtungslosen, die Ahnungslosen, die Interessierten, die Mitdenker und die Fragenden. Ein Versuch, all das in Worte zu fassen, was diese Erkrankung so unfassbar macht.
Für Betroffene und Angehörige, für Interessierte und Menschen, die hinter die Fassaden schauen wollen.
Manchmal bitter, manchmal traurig, aber auch zuckersüß und heiter.
Ein Buch ohne Happy End, aber mit viel Hoffnung und Humor.

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Ich sollte gleich am übernächsten Tag mit den Befunden zu ihr kommen.

Erst einmal erkundigte ich mich bis zum gesagten Termin über die Untersuchung im Internet. Ich fühlte mich dadurch einfach etwas sicherer, dachte ich zumindest. In Wirklichkeit wurde ich noch aufgeregter und begab mich zur Praxis.

Neben mir saß ein älterer Herr, der eine 2 l Mensur voller gelblicher Flüssigkeit in sich hinein füllen sollte, diese Trinkmenge aber einfach nicht zu schaffen schien. Erlöst hörte ich, dass es sich hierbei um eine Blasenuntersuchung handelte, also nicht meine nächste Aufgabe sein würde.

Irgendwann wurde mein Name aufgerufen und ich trabte hinter einer Sprechstundenhilfe her, um dann in einen Raum zu gelangen, der in meinen Vorstellungen das Equipment der NASA beinhaltete.

Unzählige Computer und Laufwerke, eine Art Raketenröhre, in die ich mich gleich begeben sollte. Zunächst einmal musste ich jedoch meinen Schmuck und meinen BH ablegen, dann wurde ich in den Röhrenraum gebeten und auf eine Art fahrbare Liege bugsiert. Irgendwann dann lag ich passend in einer Vorrichtung für den Kopf und mir wurde eine Art Gitterbügel vor das Gesicht montiert. Die Sprechstundenhilfe erklärte mir, dass die Untersuchung jetzt ungefähr 20 Minuten dauere und ich mich möglichst nicht bewegen dürfe. Sie drückte mir einen Alarmknopf in die Hand, falls ich Panik bekäme.

Ungeheuer beruhigend!

Ich wurde in die Raketenröhre gefahren. Unmittelbar über diesem Bügel war die Röhrenwand. Es war eng, aber nicht beunruhigend. Irgendwann ging es los. Nicht, dass man etwas spüren würde dabei, man hört nur, dass etwas geschieht. Diese Geräusche passten durchaus zu meiner NASA -Theorie und ließen mich an STAR WARS denken. Man hat keinerlei Zeitgefühl in dieser Röhre und so dachte ich “geschafft!”, als es deutlich leiser um mich wurde und die Liege mit mir langsam wieder aus ihrer Versenkung fuhr. Falsch gedacht, und so folgte der erste Versuch, mir das Kontrastmittel zu verabreichen. Meine Venen wollten nicht so, wie die Helferin wollte. Es lief etwas von dem Leuchtmittel daneben und man schaffte so eine bleibende Erinnerung in Form einer dunkelblauen Färbung meiner rechten Armbeuge.

Der zweite Versuch landete schmerzhaft, aber erfolgreich in der Hand, und so fuhr ich wieder ein in die laute Raketenröhre, um die zweite Hälfte meines Aufenthalts zu genießen.

Die Untersuchung wurde abgeschlossen, ich aus der Röhre und von der Verkabelung befreit. Ich durfte mich wieder anziehen und sollte wieder im Wartebereich Platz nehmen, ein Arzt würde mich gleich zu sich rufen.

Das hatte ich also geschafft, mal sehen, was der Arzt nun sagt, dachte ich unbedarft.

Leuchtender Fleck

Nach einer Weile wurde ich in ein weiteres Zimmer gerufen. Dunkel war es hier, bis auf eine beleuchtete Lichttafel und die Umrisse eines Arztes konnte ich nur ein ziemliches Papier- und Aktenchaos auf dem Schreibtisch erkennen.

Ich wurde aufgefordert, mich neben den Arzt vor die Lichtwand zu setzen, und er begann mit seinem Fachchinesisch. Dabei zeigte er mir einen leuchtenden Fleck in meiner Halswirbelsäule und beruhigte mich mit den Worten, dass es sich zumindest vermeintlich nicht um einen Tumor handele.

Dieses leuchtende Ei, das mir erbarmungslos entgegen schien, wäre ein entzündlicher Herd mit randständiger Kontrastmittelaufnahe. Meine Halswirbelsäule wäre ok. Ich bekam einen großen braunen Umschlag mit den Bildern, einen kurzen Arztbrief und einen schönen Tag gewünscht.

Also - ein Bandscheibenvorfall war ausgeschlossen, ein Tumor auch, was sollte mir jetzt noch passieren, war doch der Übeltäter meiner Pein gefunden und könnte jetzt sicher vernichtet werden, dachte ich mir und wartete auf das weitere Urteil meiner Neurologin in den kommenden Tagen.

Die Schmerzen waren zwar immer gegenwärtig und meine Arm war langsam aber sicher gänzlich taub und kribbelig, aber es schien nichts Sensationelles zu sein, was ich da hatte, denn der kurze Arztbrief gab mir wenig mehr an Information. Es handele sich um irgendeinen entzündlichen Herd im Rückenmark, 2,5 cm lang und so breit wie das Rückenmark und zwischen den Halswirbeln C2 und C3.

Das Übel war entdeckt und geortet.

Ich entschied mich, gegen meine üblichen Abläufe zu handeln und nicht im Internet zu “googlen” und zu suchen, um mich nicht weiter verrückt zu machen.

Ich kann im Nachhinein kaum erklären, in welchem Stadium meines Bewusstseins ich mich in diesen Zeiten befand, schon zwei Worte aus dem Arztbrief hätten mich todsicher auf die entsprechenden Seiten geführt.

Und ich ahnte zu diesem Zeitpunkt wirklich rein gar nichts.

Vielleicht war es auch eine unbewusste Vermeidungsstrategie meines lädierten Bewusstseins, keine Ahnung! Ich ging der Sache nicht weiter auf den Grund und wartete Tabletten schluckend und schmerzhaft verzerrt meinen Neurologentermin ab.

Mit meinem Arztbrief und den Bildern meiner Halswirbelsäule enterte ich später das Sprechzimmer und starrte erwartungsvoll auf meine mir mittlerweile vertraute Ärztin.

Ihr Gesicht verriet nicht viel, aber Erleichterung brachte mir ihre bemüht aussagelose Optik nun wirklich nicht.

“Ich möchte, dass Sie am Montag ein MRT vom Schädel machen lassen, und danach würde ich Sie gerne in die Neurologie des Krankenhauses einliefern lassen.”

Ich schluckte schwer.

Während meines Schwerschluckens rief sie wiederum in der Radiologischen Praxis an und verschaffte mir, wie von Zauberhand, einen Termin am Montagmorgen. Ebenso sprach sie wortkarg, aber irgendwie wissensschwanger mit einer Oberärztin der neurologischen Abteilung und kündigte mich für Montag an. Ich verstand nur ‚Bahnhof’ und ergab mich in meine erste Schockstarre, Krankenhaus, wie schrecklich!

Bisher hatte mich in meinem Leben nur die Geburt meiner beiden Kinder ins Krankenhaus bringen können. Selbst die schmerzhafte OP an meinem Fuß habe ich todesmutig ambulant vornehmen lassen.

Krankenhaus - nur im äußersten Notfall! Ich musste einsehen, dass dies wohl durchaus einer war.

Das tut nicht weh

Nachdem ich den Ernst der Lage und den Gesichtsausdruck meiner Neurologin nun auch erfasst hatte, fragte ich sie vorsichtig nach dem, was mich erwarten würde.

Man werde eine Lumbalpunktion bei mir vornehmen und Nervenwasser entnehmen, dann könne man noch einmal gezielt nach Gürtelrose und Co suchen, - eventuell sei es eine Gürtelrose im Kopf, meinte sie wenig überzeugend. Zwei Tage Krankenhaus, und man wüsste mehr.

Komisch war mir nur die Bemerkung, ich wäre doch noch so jung und sie würde sich mächtig Sorgen um mich machen. Und da sie nun Urlaub hätte, würde sie gerne meine Telefonnummer mitnehmen und mich zwischen den Weihnachts-tagen mal zuhause anrufen, dann wäre ich sicher wieder zuhause und könnte ihr berichten. Beruhigen konnte mich diese Aussage nicht, aber dennoch fand ich ihr Bestreben nett.

Ausgestattet mit den MRT-Bildern meiner Halswirbelsäule machte ich mich Montag auf zum Schädel- MRT.

Wieder Raketenröhre, wieder Lärm und Kontrastmittel. Ich war ja schon ein alter Hase in diesen Dingen.

Wortlos gaben sie mir nach kurzer Wartezeit einen weiteren Packen und einen Arztbrief mit und entließen mich in Richtung Krankenhaus.

Kaum aus der Praxis starrte ich gemeinsam mit meinem Mann noch auf der Straße auf die weiteren deutlichen weißen Flecken in meinem Gehirn.

Laienhaft konnte ich mindestens drei erkennen, davon einen wirklich Mächtigen. Um mich selbst und meinen Mann zu beruhigen witzelte ich etwas von, ich hätte eindeutig ein Hirn und das wäre nun bewiesen, -konnte dadurch aber die Stimmung nicht wirklich auflockern .

Mal wieder in Trance lieferte mich mein Mann im Krankenhaus ab.

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