Sabine Schäfer - Nervensägen

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Für alle Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, für alle Menschen, die für andere da sind, für alle Menschen, die an das glauben, was sein kann und nicht an dem scheitern und verzweifeln, was vielleicht sein wird. Für die Unsicheren, die Zweifelnden, die Richtungslosen, die Ahnungslosen, die Interessierten, die Mitdenker und die Fragenden. Ein Versuch, all das in Worte zu fassen, was diese Erkrankung so unfassbar macht.
Für Betroffene und Angehörige, für Interessierte und Menschen, die hinter die Fassaden schauen wollen.
Manchmal bitter, manchmal traurig, aber auch zuckersüß und heiter.
Ein Buch ohne Happy End, aber mit viel Hoffnung und Humor.

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Den privaten Ausgleich fand ich im Erscheinen meines ersten Buches, ich war auf Lesungen und Märkten unterwegs und freute mich über die Erfüllung meines Traums, endlich ein Buch geschrieben zu haben. Das Buch empfing Anerkennung und damit ich auch, es war eine wirklich gute Zeit.

Inmitten dieser guten Zeit, erwischten mich immer häufiger diese Stiche, und bald gelang es mir nicht mehr, sie nach ihrem blitzartigen Erscheinen einfach zu vergessen. Immer häufiger blieb der Schmerz und erinnerte mich daran, dass da wohl etwas nicht stimmte in meinem stimmigen Leben.

Irgendwann dann wurde es wirklich unerträglich, und ich begab mich zu einem Hals-Nasen- und Ohrenarzt, um meinen Verdacht auf Mittelohrentzündung oder Ähnliches bestätigen zu lassen.

Dieser entzückende HNO schaute mir ins Ohr und in den Hals, um mir dann mitzuteilen, dass ich rein gar nichts hätte und mich, zusammen mit einem mittelmäßig bestandenen Hörtest, nach Hause zu schicken.

Die Schmerzen wurden mit den Tagen unerträglicher und ich war ohne jede Chance, etwas dagegen zu tun. Schmerztabletten aus dem heimischen Schrank halfen einfach nicht. So begab ich mich gequält zu meinem Hausarzt und erzählte ihm die Geschichte.

Mein Hausarzt sprach von Trigeminus-Neuralgie oder einer eventuellen Gürtelrose und gab mir Schmerzmittel in Elefantendosis mit. Beim nächsten Termin und vielen wirkungslosen Tabletten und Tropfen schien er hilflos und bat mich, ich solle mal zum Neurologen gehen.

Aha. Ich hielt also eine Überweisung zum Neurologen in den Händen.

In meinem bisherigen 40jährigen Leben war ich noch nie bei einem dieser Nervenärzte. Glaubte mein geschätzter Hausarzt etwa, ich bilde mir diese Stiche nur ein? Ich brauchte keinen Neuro-logen, ich brauchte etwas gegen diese Schmerzen.

Und eben diese erinnerten mich nach meinem ersten Überweisungsschock vehement daran, dass ich mir dringend Hilfe suchen müsse, ganz gleichgültig, wie der Arzt wohl heißen mag, der mir eventuell Erleichterung verschaffen könnte.

Also nahm ich mir mutig die Gelben Seiten hervor, um die Neurologen der Umgebung nach einem dringenden Termin zu fragen. Ganz gleich, wen ich auch anrief, dieses Quartal hatte ich einfach keine Chance. Entweder die Neurologentermine waren für dieses Jahr schon voll und man könne mir einen im Januar oder Februar anbieten, oder mir wurde, nachdem man die Frage nach der Krankenkasse gestellt hatte, gesagt, man würde keine neuen Patienten mehr annehmen.

Eine Adresse hatte ich noch und so begab ich mich an einem verzweifelten Morgen in die Praxis dieses Neurologen. Das Haus lag mitten in der Fußgängerzone und das Treppenhaus war dunkel und muffig. Mir war das nicht wichtig und so stellte ich mich mit einer älteren Türkin einfach vor die geschlossene Praxistüre und wartete.

Nach einer Weile kam die Arzthelferin und schloss die Praxis auf.

Die Türkin konnte sich ins Wartezimmer setzen, und ich war an der Reihe.

Ich bat um einen Termin beim Doktor und schilderte ihr kurz meine Probleme, dann kam der gewohnte Satz: “Es tut mir leid, wir können keine Patienten mehr annehmen!”. Zeitgleich mit diesem Satz öffneten sich bei mir alle Pforten, und ich stand dort als erwachsene Frau heulend vor der Rezeption und stammelte “Bitte, bitte, ich halte es nicht mehr aus!!”.

Die Arzthelferin packte wohl das geballte Mitleid, denn sofort sagte sie “Nun gut, beruhigen Sie sich doch, die Ärztin ist gleich da, setzen Sie sich mal ins Wartezimmer” und reichte mir einige Taschentücher über den Tresen.

Reichlich schniefend und mit geröteten Augen beruhigte ich mich langsam und setzte mich auf einen der alten Holzstühle. Das Wartezimmer war genauso muffig und alt, wie der Rest des Hauses. Die Wände zierte eine völlig verfärbte und ver-staubte alte Textiltapete, eine von der Sorte, die Anfang der 80er der letzte Schrei waren und nun anderwärtig stille Schreie des Entsetzen auslösen konnten. Alles war dunkel und muffig und passte hervorragend zu meiner inneren und äußeren Verfassung. Wie im Nebel wartete ich auf die Dinge, die nun kommen würden und horchte auf die Gespräche an Rezeption und Wartezimmer.

Nebenbei erfuhr ich so, dass der Doktor selbst nicht da wäre und die Vertretungsärztin gleich käme. Mir war alles egal, und so wartete ich sehnsüchtig auf Einlass.

Irgendwann wurde ich aufgerufen und ins Behandlungszimmer 2 geschickt. Einen Moment solle ich warten, die Ärztin käme dann.

Vor mir tat sich ein weiterer dunkler Raum mit einem riesigen dunklen Holzschreibtisch auf. Ich setzte mich auf den für Patienten vorgesehenen Stuhl und schaute mich ängstlich nach eventuellen Untersuchungsgeräten um. Ich konnte jedoch nichts dergleichen entdecken, und so beruhigte sich mein Puls langsam, aber deutlich.

Irgendwann öffnete sich die Tür und eine leicht gehetzt wirkende Frau in Daunenjacke wickelte sich langsam aus meterlangen Schals, um anschließend das gesamte Equipment in einem ebenfalls dunkelbraunen Holzschrank verschwinden zu lassen.

Sie kam auf mich zu und gab mir die Hand mit der ärztlichen Standardfrage: “Was treibt sie denn zu mir?”. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir beide noch nicht, dass uns alles Weitere über eine längere Zeit verbinden würde.

Ich erzählte unter weiteren Schmerzen kurz meine Beschwerden. Die von meinem Hausarzt angepeilte Trigeminus-Neuralgie kam für sie durchaus in Frage, und so schrieb sie mich nicht nur krank, sondern gab mir einige Tabletten mit, die ich ausnahmsweise noch nicht kannte. In drei Tagen sollte ich nochmals kommen, und dann würden wir weiter sehen.

Irgendwie grundlos eindeutig erleichtert fuhr ich nach Hause und ergab mich den neuen Tabletten und meinem Schicksal.

Beim zweiten Termin wurden ihre Blicke schon etwas besorgter und ihre vorherige Vermutung wurde über den Haufen geworfen. Zu meinen Schmerzen hatte sich ein brennender, juckender und kribbelnder unsichtbarer Ausschlag gesellt, der mich bald wahnsinnig machte, und das Ganze zog vermehrt in Richtung Hals und Schulter.

Ich erzählte ihr von den nicht existierenden Viechern, die ständig über diese Bereiche krabbelten und dieses Gefühl, dieses unbeschreiblich fiese Gefühl.

Meine Ärztin machte sich sichtbar Sorgen und vermutete eventuell eine Gürtelrose am Kopf. Schnell solle ich mein Blut auf Herpes zoster untersuchen lassen riet sie mir und gab mir etwas gegen neuralgische Schmerzen mit. Dieses Mittel sollte ich vorsichtig höher dosieren, Schritt für Schritt und Tag für Tag bis zu der genannten Tageshöchstdosis.

Eigentlich handelte es sich bei diesem Mittel um ein Anti- Epileptika, aber selbst dies konnte mich nicht mehr schocken. Wenn es half, waren mir alle Namen und Bezeichnungen recht. Mit den Blutwerten solle ich dann schnellstmöglich wieder bei ihr vorsprechen.

Nach drei Tagen warten und ohne wesentliche Besserung, saß ich wieder bei ihr an diesem dunklen Holzschreibtisch, diesmal wesentlich verzweifelter und sichtbar mutlos. Gürtelrose war ausgeschlossen worden, mein Blut zeigte keinerlei Hinweise und auch die restlichen Werte waren okay. Was um Himmels Willen quälte mich seit Wochen bloß so sehr, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen konnte.“ Ich mache mir Sorgen um Sie. Ich möchte, dass Sie zum MRT gehen, danach sehen wir weiter.”

Mittlerweile hatten sich die Schmerzen bis in den rechten Oberarm gezogen, und der Arm war wie mit Hemdsärmeln abgeschnürt und wurde langsam taubkribbelig.

Die Medikamente waren nun hoch dosiert und halfen mir etwas über den Tag.

Zum MRT also, sie hätte eventuell Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall und daher sollte sich die Halswirbelsäule mal angesehen werden.

Tunnelblick

Die vehemente Art meiner Neurologin bescherte mir einen unglaublich zeitnahen MRT-Termin in einer radiologischen Gemeinschaftspraxis.

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