Manfred Lafrentz - Blutschwertzeit

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Von einem zauberkundigen Schmied wird der junge Folke gegen seinen Willen zu einem Blutschwertmann gemacht, zum Mitglied einer Gilde von gefürchteten Kriegern, deren einziger Lebensinhalt das Töten ist. Mit seinem Schwert muss Folke in den Krieg gegen die verrufenen Aelfen ziehen, deren Land von den Menschen begehrt wird. Aber seine härteste Prüfung wird der Kampf gegen den Rausch der Gewalt und gegen den Wahnsinn, dem sein Anführer Iri längst erlegen ist …

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Als er sich zurückziehen wollte, hielt Brokk ihn fest. Der Schmied liebte es, ihn anzufassen, während Folke es hasste. Er fühlte sich dann dem Mann ausgeliefert, seiner Größe, seiner Schwärze, seinem Gestank. Brokk stank immer nach Schweiß, aber immer anders. Mal war es der Geruch frischen Schweißes, der bei seiner Arbeit floss, mal der abgestandene Ziegengestank, der ahnen ließ, dass der Mann sich niemals wusch. Es war abstoßend, trotzdem lungerten oft zwei oder drei Frauen des Dorfes bei den Schmieden herum. Sie waren starke Männer, und alle anderen waren fort. Folke fragte sich, was er tun würde, wenn seine Mutter dabei wäre. Er schob den Gedanken von sich. Sie würde es nicht tun. Nicht die Frau eines Mannes, der es verschmerzen konnte, wenn ein Teil von ihm abgetrennt wurde und als sein Sohn herumlief.

„Ein Schwert, Junge!”, flüsterte Brokk ihm eindringlich ins Ohr und schüttelte ihn ein wenig.

Ein Schwert. Ein eigenes neues Schwert. Der Gedanke ließ Folke die Widerwärtigkeit des Schmieds vergessen. Ja, er wollte eines haben, ein Schwert, das ihn zum Mann machte. Man würde ihn nicht in den Krieg schicken - er hatte einen Sommer zu wenig -, aber mit dem Schwert wäre er wie ein Krieger, könnte das Dorf verteidigen, wenn es angegriffen wurde. Niemand wusste, ob die Aelfen nach Süden vorstoßen würden. Das Heer des Fürsten konnte nicht überall sein, und es galt, sich zu wehren.

Da war sie wieder, inzwischen fast vertraut, die Lust zu kämpfen, die von den Schwertern ausging.

Brokk ließ ihn los und beobachtete ihn aufmerksam, streichelte mit seiner großen Hand das Eisen, das er lockend vor sich hin hielt. Folke konnte den Blick nicht davon abwenden. Es waren Träume in dem grauen Klumpen verborgen, die das Feuer herausschmelzen konnte. Sie glitzerten in dem Eisen wie Sterne in der Nacht, waren zu einem einzigen strahlenden, unwiderstehlichen Traum verwoben, in dem Folkes Gedanken zu ertrinken drohten. Mühsam versuchte er sie festzuhalten. Der seltsame Geruch des Rauches verwirrte ihn, ließ den Traum wie Wirklichkeit aussehen.

„Warum Blut?”, fragte er mit schwerer Zunge. „Macht eines ohne Blut ...”

Brokk packte ihn wieder am Arm und zog ihn zum Ofen.

„Sei kein Narr, Junge!” Er spuckte ins Feuer. Es zischte wie in einem Schlangennest. „Denk daran, was du mit einem Blutschwert anfangen könntest! Es wird dich unbesiegbar machen. Du wirst ein großer Krieger sein. Deine Leute werden zu dir aufschauen. Der Fürst wird deine Dienste suchen. Du kannst dein Glück machen. Du wirst ein Anführer sein, wirst belohnt werden, eigene Ländereien besitzen. Dieses Dorf könnte dir gehören. Der Fürst wird es dir schenken, wenn du für ihn kämpfst. So eine Gelegenheit wird sich dir nie wieder bieten. Willst du dein ganzes Leben lang ein Bauer bleiben? Das Vieh hüten? Stroh dreschen? Abenteuer warten auf dich, Ruhm und Ehre. Du hast das Zeug dazu, Junge, ich seh´s dir an!”

Die Worte des Schmieds überschlugen sich, prasselten wie ein Sternregen auf Folke herab. Die Verheißungen zischten in seinen Gedanken wie Brokks Spucke im Feuer. Er sah alles, was der Schmied erzählte, sah es deutlich vor sich. Ein Krieger. Ein Anführer. Das Dorf würde ihm gehören. Er könnte den Vogt davonjagen. Alle würden ihm zujubeln, auch Biarki und die anderen Jungen. Sein Vater wäre stolz auf ihn. Es war ein erregender, fiebriger Traum, durchzogen von der Hitze des Feuers und vom Geruch des Eisens, der wie der Geruch von Blut war.

Blutschwert.

Es klang nach dunkler Zauberei.

Aber er wollte dieses Schwert, von dem Brokk redete. Er wollte es, wie er noch nie zuvor etwas gewollt hatte. Es würde sein Leben entscheidend verändern. Jedes Wort von Brokk fachte den Traum an, ließ ihn hell auflodern und alles verbrennen, was ihm im Weg stand bis er zum Greifen nah war. Folke wollte die Hände danach ausstrecken, aber er zögerte immer noch. Etwas war falsch. Das Blut. Er schüttelte den Kopf, um seine Gedanken zu klären, um die der süßliche Rauch sich wand wie eine Nebelschlange.

„Es ist Zauberei”, sagte er schwach.

Brokk lachte dröhnend und schlug ihm auf die Schulter. „Es ist das, was du willst, Junge! Die Welt liegt vor dir. Nimm sie dir!”

Das Lachen des Schmieds klang fröhlich, mitreißend. Folke musste selbst lachen.

Ja, er wollte es. Das Schwert. Die Welt. Alles, was er kriegen konnte. Er wollte alles haben. Der Traum leuchtete in seine Seele wie die Sonne, und es gab nichts, was einen Schatten warf.

Er lachte zusammen mit Brokk über die Welt, die man mit einem Schwert erobern konnte. Er lachte vor Freude über den Traum, der alles überstrahlte, der wie ein Wirbelsturm alles aufsog und mit sich riss.

Als Folke zu sich kam, stand er in der Dunkelheit unter der Eiche in der Mitte des Dorfes. Er konnte sich nicht erinnern, wie er dorthin gelangt war. Als er sich umblickte, glaubte er Gestalten zu sehen, aber es war nur Nebel. Oder vielleicht Gespenster.

Er hatte Kopfschmerzen, fühlte sich schwindlig und hielt sich am Stamm des Baumes fest. Die raue Borke kratzte seine Handfläche, die seltsam empfindlich war. Irgendwo war ein Schmerz. Erst allmählich konnte er die Stelle ausmachen. Sein rechter Unterarm brannte wie Feuer. Er zog ihn an sich, als wollte er ihn Flammen entreißen, die er nicht sehen konnte. Mit der linken Hand tastete er über den Arm, fühlte zwei klebrige Stellen. Erschrocken hielt er den Arm dicht vors Gesicht. Im Mondlicht konnte er zwei tiefe Schnitte erkennen, an deren Rändern dunkles Blut glänzte.

Er übergab sich, aber die Schmerzen in seinem Kopf ebbten kaum ab. Mühsam versuchte er, sich zu erinnern. Die Schmiede. Brokk. Ein Traum. Ein Traum von einem Schwert. Und ein Schmerz. Ein kurzer, scharfer Schmerz.

Es war Zauberei dabei gewesen. Ein dunkler, rhythmischer Gesang geisterte durch Folkes Gedanken, kurze, abgehackte Silben, immer wieder von vorne, hoch und runter, hoch und runter, wie das Pulsieren eines schwarzen Herzens. Brokk hatte gesungen, als er geschmiedet hatte. Die tiefe raue Stimme des Schmieds schlug wie eine Trommel durch Folkes Gedanken und trieb sie auseinander, sodass er Mühe hatte, sie wieder einzufangen. Dann endete der Gesang in einem lauten, triumphierenden Schrei, übertönt von dem Zischen des Stahls, als er ins Wasser getaucht wurde. Dampf stieg auf, wie eine Schlange, die Folke ersticken wollte. Er konnte kaum noch atmen und schrie mit schwacher Stimme vor Entsetzen auf, weil die Schlange in seinen Mund kroch und fest zubiss. Er wollte weglaufen, aber Brokk hielt ihn fest, mit hartem Griff, und er lachte dabei.

Benommen schüttelte Folke wieder den Kopf und starrte auf die Schnitte in seinem Arm.

Dunkles Blut.

Dunkle Vorahnungen.

5

Einige Tage später tauchte der Vogt wieder im Dorf auf. Die Leute wunderten sich, denn es gab keine Männer mehr, die er mitnehmen konnte. Sie fragten sich, was er ihnen nehmen wollte. Die Abgaben für den Krieg waren hoch gewesen. Wenn er noch mehr nahm, würden die Leute verhungern.

Die Frauen, Greise und Kinder versammelten sich unter der Eiche, Folke mitten unter ihnen. In den letzten Tagen war er für sich geblieben, hatte mit niemandem geredet und sich vor der Arbeit gedrückt. Egli war wütend gewesen und hatte ihm Vorwürfe gemacht, aber er hatte sich nicht rechtfertigen wollen, war einfach weggelaufen.

Der Schmiede war er fern geblieben. Er wollte Brokk nicht sehen, und der Schmied hatte auch nicht nach ihm gesucht.

Eine unbestimmte Scham bedrückte ihn, und er wusste nicht genau, weshalb. Es kam ihm vor, als hätte er etwas Unrechtes getan, etwas Verwerfliches, und die ganze Zeit fürchtete er, jemand könnte davon erfahren.

Die Wunden an seinem Arm heilten nur langsam und schmerzten immer noch. Er hatte ein Tuch um sie gewickelt und passte auf, dass niemand sie sah. Sogar seiner Mutter ging er aus dem Weg. Sie war eine große starke Frau, eine Frau, die zu einem Felsen passte, aber sie war nicht so hart wie Farli. In ihren grauen Augen hatte Folke immer lesen können. Wenn sie böse auf ihn war, konnte er sehen, dass sie sich verstellen musste, dass dahinter schon wieder die Verzeihung wartete und darum bettelte, hervorkommen zu dürfen. Diese Augen waren für Folke mehr als alles andere sein Zuhause. Was auch geschah, er war immer sicher gewesen, dorthin zurückkehren zu können. Doch nun wich er ihren Augen aus und wusste nicht, warum. Unruhe. Fragen. Verwunderung. Er konnte es in ihnen lesen, aber er konnte nichts sagen. Es war das erste Mal, dass er die Augen seiner Mutter floh, und es machte ihm mehr Angst als alles andere. Etwas war verloren gegangen.

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