Helge Hanerth - Lebensweisheiten eines ordentlichen Trinkers

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Das Buch handelt vom lockeren Umgang mit Alkohol eines glücklichen und erfolgreichen Menschen. Es beschreibt ein Leben, in dem Alkohol nur eine Zugabe zum Feierabend war. Trotzdem kam es zu dramatischen Wendungen bis hin zum Führerscheinverlust. Das hatte ich nie für möglich gehalten. Alkohol ist ein schleichendes Gift. Nur wer gegensteuert bevor es wehtut, hat es leicht. Nur ihm stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung. Ja, mein Ausstieg war locker. Aber auch mein Weg brauchte eine Strategie. Wie es geht, beschreibe ich ausführlich. Nachmachen kann das jeder. So sollen meine Erfahrungen Orientierung geben, auch durch die Wirren einer Medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Drei Mitschriften solcher MPU`s geben dem Leser umfangreiche Details an die Hand für den sicheren Weg zurück zum Führerschein.

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Alkohol hat mir den Feierabend gegeben. Aber davor, da war der Tag. Den werd ich niemals teilen mit heißer Luft, die nichts schafft. Dafür vermisse ich viel zu sehr den Sinn, den ich in beruflichen Herausforderungen, sportlichen Höchstleistungen und Reisen in unglaublich transzendale Naturräume dieser Welt suche. Nur Sinn kann uns Menschen ein Denkmal bauen!

Das Leben war schön

Das Leben war so schön. Es war so, wie ich es haben wollte. Alles was ich mir als Kind erträumt hatte, war Wirklichkeit geworden. Ich war im gutbürgerlichen Leben angekommen. Daran hatte ich lange und hart gearbeitet. Nichts war mir in den Schoß gefallen. Jeder Erfolg hatte seine eigene Geschichte und seinen eigenen Kampf. Ich glaube, das Leben war auch deshalb so schön, weil mir die volle Lebensenergie und mein ganzes Bewusstsein zur Gestaltung zur Verfügung standen. Es gab keine Grenzen, weil es auch keine Einschränkungen z.B. durch Alkohol gab. Alles was ich genoss, hatte ich mir durch Fleiß und Beharrlichkeit verdient. Zaubertrank zum Schönreden brauchte es nicht. Meine Welt war gerade nüchtern, also ganz pur und unbefleckt, besonders großartig. Jeden Rückschlag hatte ich mit doppelter Entschlossenheit kompensiert. Mein Ehrgeiz machte mir Spaß, weil er belohnt wurde, spätestens nach einigen Anläufen. So wurde er zu einer Leidenschaft, die ich genoss wie den Willen beim Sport zu gewinnen. Depressionen duldete ich nicht. Ich fand immer ein Rezept für meinen Traum vom Glück. Es war immer ein Glück im Tun. Deswegen ruhte ich mich auch im Beruf nicht auf Erfolge aus. Ich hatte so viele Ideen, von denen ich wenigstens einige in meiner beruflichen Entwicklung noch umsetzen wollte. Meine Beiträge sollten für die Geschäftsentwicklung wichtig sein.

Natürlich plante ich weitere Schritte in meiner Karriere im mittleren Management eines großen Konzerns. Am Anfang meiner beruflichen Entwicklung war ich noch skeptisch. War das wirklich erstrebenswert. Ich bekam Bedenken, weil alle Kollegen, die vor meinen Augen die Karriereleiter hinaufstiegen, sich veränderten. Sie wurden machtbewusster, ungeduldiger, autoritärer zu Untergebenen und Freunden und manchmal sogar arrogant. Würde ich auch so wie sie werden? Nein, mein Aufstieg wurde anders. Heute weiß ich, dass ich da keine Ausnahme war. Man muss kein sein oder werden, um beruflich erfolgreich zu sein. Diesen Eindruck konnte ich revidieren. Die Summe meiner Eindrücke von meinen Kollegen war eine zu kleine Stichprobe gewesen, um eine allgemein verbindliche Feststellung zu treffen. Meine Bedenken waren also eher ein Vorurteil. Auch wenn Karriere vielen den Charakter verdirbt, gibt es weiterhin andere Persönlichkeiten. Mittlerweile gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen (Vgl. Bargh, John A.: „When Psychologist try to understand“, S. 27, Scientific American, January 2014).

Ich erzähle von dieser Erkenntnis so ausführlich, weil ich sie mir später gegenüber psychologischen Gutachtern immer wieder einem gleich ins Bewusstsein schoss. Deren Ansichten verdichteten sich manchmal sehr schnell zu Überzeugungen, auch dann wenn die Informationsgrundlage dünn war. Wir neigen nun mal dazu wiederkehrende Eindrücke einer vorher gemachten Erfahrung als Bestätigung zu bewerten. Das gilt auch dann, wenn andere Ereignisse möglich wären. Mir sind solche Erfahrungen wichtig, weil für mich Leben nicht einfach passiert. Leben ist immer eine Herausforderung zum . Das haben wir alle nötig, denn auch als Erwachsene bleiben wir unfertig. Selbst der griechische Philosoph Sokrates, von dem gesagt wird, dass er der weiseste der Weisen sei, soll von sich gesagt haben: „Das einzige was ich weiß ist, dass ich nichts weiß.“ Mein Job bot also reichlich Terrain, auch für meine Persönlichkeitsentwicklung.

Nach Feierabend ging ich häufig Schwimmen. Im Verein schwamm ich immer ein Programm über etwa 3000 m in der Wettkampfgruppe der Senioren. Viele waren ehemalige Kaderschwimmer. Viele trainierten auch noch für Triathlon. An Wochenenden verbrachte ich viel Zeit beim Radfahren. Jede Tour war mir eine kleine Tour de France mit den ganz eigenen Königsetappen und . Ich brauchte die physische Erschöpfung. Gerade wenn sie wehtat befriedigte sie. Das ging mir schon als Teenager im Kadertraining so. Alles was wehtut macht bewusster und wirkt deshalb nachhaltiger. Gleichzeitig trainiert es meine Willensstärke. Die wiederum generiert im Vollzug ein starkes Gefühl von Souveränität. Da denkt man schon mal: ‚Die Kräfte, die ich rief, sie folgen mir‘. Nach solchen Sportereignissen würde ich dann gern mal eben den Mt. Everest besteigen.

Wenn der Wetterbericht gutes Flugwetter ankündigte, hatte ich dazu aber keine Lust. Bei gutem Wetter engagierte ich mich an den Wochenenden lieber im Flugclub für die Fliegerei am Gleitschirm und mit Flugdrachen. Wenn ich nicht gerade selber flog, half ich als Windenführer, um die Freunde in die Luft zu bringen. Abends ging ich gerne mit meiner Frau zum Salsa tanzen. Wir waren seit sechszehn Jahren glücklich verheiratet und kannten uns schon aus dem Studium.

Meine Frau hatte auch lange an ihrem beruflichen Erfolg gearbeitet, bis sie entschied, dass die Zeit für ein Kind gekommen sei. Bei mir schlug dieses Baby-Gen nicht an. Ich fand, wir hatten unser Leben gut eingerichtet. Das Lebensgefühl von gefiel mir. Meiner Frau war es mit ihrem Kinderwunsch sehr ernst. Überall, wo sie davon sprach, fingen Leute an auf mich einzureden, um sie so in ihrem Anliegen zu unterstützen. Nicht wenige Frauen sprachen zu mir aus eigener Erfahrung und betonten, ein Baby sei die ultimative Erfüllung als Frau. Selbst Karrierefrauen ohne Kind kamen ins Träumen, wenn sie davon hörten. Ich konnte alle Argumente für ein Kind weder logisch noch emotional nachvollziehen. Zumindest überwogen meiner Meinung nach ganz klar die Nachteile. Meine Bedenken zu äußern schaffte mir regelmäßig Feinde. Im Ton inbrünstiger Überzeugung stellten dann die Protagonisten für ein Baby fest: ‚Ich werde das schon anders sehen, wenn das Kind erst mal da ist. Das ist immer so‘. Je öfter diese Behauptung wiederholt wurde, umso stärker glaubte ich an deren statistische Relevanz.

Naja, wenn es meiner Frau so viel bedeutete, durfte ich diesem Wunsch dann im Wege stehen? Die Rahmenbedingungen waren schon okay. Ich rang mich nach gründlichen Überlegungen, die mir viel Bauchschmerzen verursachten, zu der Entscheidung durch: ‚Im Zweifelsfall für ein Kind‘.

Daraufhin haben wir uns ein Nest eingerichtet und ein Haus im Grünen in der Nähe einer Großstadt gebaut. Der Stress als Bauherr hielt sich in Grenzen. Die Situation war auch nicht schlimmer als in den Projekten, die ich im Job betreute. Ein wenig spießig fand ich meine neue Umgebung schon. Ans Rasenmähen samstags, musste ich mich gewöhnen. Ich fiel in der Nachbarschaft gleich auf, weil ich mich für einen Handrasenmäher entschieden hatte. Ich fand das sportlicher. Mein Nachbar fand mein Argument ehrenwert, um dann darauf hinzuweisen, dass Handgeräte keine ordentlichen Flächen produzierten. Ganz großzügig bot er mir seinen Zweitakter zum Testmähen an. Meine spätere Entscheidung für ein Elektrogerät konnte er akzeptieren.

Meine Frau war gerade erst offiziell schwanger. Damit meine ich, dass man noch gar nichts sah, aber die Schwangerschaft ärztlich diagnostiziert war, als ich spürte, dass ich mich mehr zu Hause, als auf dem Flugplatz engagieren sollte. Ich sollte einfach auch mehr Zeit mit meiner Frau verbringen. Also schlug ich vor, mit ihr zu den verschiedenen Babyausstattern in der Umgebung zu fahren, um das zu kaufen, was für Aufzucht und Pflege eines Neugeborenen gebraucht wurde. Das wurde zum Ritual und blieb auch so, als wir schon alles Notwendige gekauft hatten. Meine Frau war auch der Meinung, dass ich im Haushalt mehr Aufgaben übernehmen sollte. Besonders Putzen sei wichtig und zwar häufiger und gründlicher als bisher. Das Putzen ging schon im dritten Schwangerschaftsmonat so weit, dass ich die Fliesen nicht nur täglich saugte und zweimal wöchentlich wischte, sondern auch alle vierzehn Tage jede Fliese einzeln mit einer Handbürste schrubbte. Das war aufwendig, denn das ganze Haus war außer dem Parkett im Wohnzimmer gefliest. Teppichboden gab es nicht.

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