Helge Hanerth - Lebensweisheiten eines ordentlichen Trinkers

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Das Buch handelt vom lockeren Umgang mit Alkohol eines glücklichen und erfolgreichen Menschen. Es beschreibt ein Leben, in dem Alkohol nur eine Zugabe zum Feierabend war. Trotzdem kam es zu dramatischen Wendungen bis hin zum Führerscheinverlust. Das hatte ich nie für möglich gehalten. Alkohol ist ein schleichendes Gift. Nur wer gegensteuert bevor es wehtut, hat es leicht. Nur ihm stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung. Ja, mein Ausstieg war locker. Aber auch mein Weg brauchte eine Strategie. Wie es geht, beschreibe ich ausführlich. Nachmachen kann das jeder. So sollen meine Erfahrungen Orientierung geben, auch durch die Wirren einer Medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Drei Mitschriften solcher MPU`s geben dem Leser umfangreiche Details an die Hand für den sicheren Weg zurück zum Führerschein.

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Wem es gelingt, früh das Ruder rumzureißen, weil man noch alkoholfreie Leidenschaften zu schätzen weiß, hat leichtes Spiel. Wenn Alkohol erst mal seine Spuren ins Gehirn gebrannt hat, wird es ein lebenslanger Kampf. Meine Erzählung soll ein Plädoyer sein für die frühe Intervention. Auch das ist ein Grund, der das Nichttrinken leicht macht.

Mit Alkoholismus verhält es sich so ähnlich wie mit der anderen großen Volkskrankheit Diabetes. Der tut auch nicht weh. Im Gegenteil, lecker essen tut gut. Problematisch werden erst die Folgeerkrankungen, wenn die langsam gewachsene Insulinresistenz durchschlägt. Amputationen, Blindheit und Tod sind dann das natürliche Ergebnis für den Typ-2 Diabetiker, so wie das Leberversagen für den Alkoholiker.

Kann man überhaupt krank sein, ohne sich krank zu fühlen? Mir ging es doch blendend und an Tagen ohne Alkohol sogar noch blendender. Deswegen bevorzugte ich doch ganz überwiegend die drogenfreien Kicks. Da kann man doch zwischendurch mal mit Alkohol ein wenig pausieren. Es war mir unvorstellbar, dass man aktive Erlebnisse, die einem vollkommene Wachheit in jedem Detail schenkten, mit Alkohol toppen kann. Wenn ich zum Fallschirmspringen ging, waren meine Sinne so ausgelastet, das es unmöglich gewesen wäre, das Ereignis mit zusätzlichem Alkohol zu steigern. Alkohol lässt jedes großartige Gefühl kollabieren. Eine große Versuchung konnte Alkohol so nicht werden. Das aktive Tun ist immer mitreißender als bloßes Träumen. Zählen tut letztlich nur die Tat und die Erinnerung danach, die bei großartigen Abenteuern ein Leben lang andauern kann.

Wenn ich auf einen Gipfel will, zählt nur der Fuß, den ich darauf setze. Das machte mir Alkoholtage zu abgezählten Tagen. Das machte jede Flasche Wein vor dem Fernseher zu einer hinhaltenden Maßnahme. Das Trinken fütterte nur den Traum vom Glück. Finden kann man den erst nach dem Rausch.

Echte Glückseligkeit ist mir immer das Glück in Freiheit von allem, inklusive psychogener Substanzen wie Alkohol. Das erst macht Freiheit unbeschwert und unabhängig. Das ist mir das wichtigste im Leben, diese wache Freiheit, die bis in die Fingerspitzen sensibilisiert – ganz pur. Erst im Bewusstsein dieser Freiheit aller meiner Sinne zeigen die Zwischentöne meiner Wahrnehmung ihre Farben.

Wieder und wieder sollte ich erklären, wie ich mit typischen Alkoholiker-Situationen umging. Schon die Vorstellung solcher Situationen weckte Widerwillen. Besoffene berufliche Situationen gab es nicht. Fehltage waren so tabu wie jedes andere unentschuldigte Verhalten. Es konnte sie nicht geben, wenn ich mich dafür zuvor aufgeben musste. Und hätten sie angestanden, hätte es zuvor eine Krankmeldung gegeben. Ich kann doch nicht dem Arbeitgeber aufbürden, was nur ich zu verantworten habe. Da muss man doch registrieren, dass man selbst die Ursache für den herbeigeführten Zustand ist. Anders kann ich mich nicht verhalten, weil es an meinem Selbstverständnis rütteln würde. Es wäre ein Angriff auf meine psychische Homöostase, in der ich ruhe. Dies ist ein entscheidender Punkt in der Kommunikation mit mir selbst.

Mich machte diese Einstellung noch unglaubwürdiger. Deswegen wage ich als Laie gegenüber den Experten zu bedenken zu geben, dass Unglaubwürdigkeit immer auch eine Frage der Perspektive und der begrenzten Erfahrung ist. Wie sagt man landläufig dazu in Norddeutschland „Wat de Bur net kennt, dat fret hej net“ . Die Herausforderung war nicht nur von der Wahrheit zu überzeugen, sondern zu motivieren eine Entscheidung in frage zu stellen, die bereits feststand, die den allgemeinen Prinzipien einer MPU entsprach und auch der eigenen, wenn auch einseitigen Erfahrung des Experten. Als Laie hat man kaum Chancen, wenn nicht Argumente, sondern emotional verankerte Verhaltensmuster den Ausgang bestimmen.

Also begegnete meine Wahrheit nicht nur ungläubigem Staunen, sondern vor allem konsequenter Ablehnung. So lief das hier aber nicht. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich stimmte zu, oder ich akzeptierte den Vorwurf einer Unschuldsfantasie. Wo konnte ich reklamieren, wo mir doch jegliche pubertäre Prägung durch Alkohol fehlte? Gerade mein Ehrgeiz im Sport, der mich damals wie heute begleitet und Erlebnisse schenkte, die für Alkohol unerreichbar waren, machte es mir mental unmöglich an ein sinnloses, weil dauerhaft passives, Leben im Rausch zu denken.

So überraschte mich meine Entscheidung natürlich nicht, als sich nach meiner ersten Trinkphase die Chance auf ein Sektfrühstück ergab und ich sie nicht nutzte. Nein, ich mochte nicht trinken. Dabei hatte ich es mir oft genau für diesen Moment ausgemalt und auch vorgenommen. Nie passte es. Aber diesmal hatte ich frei. Es war ein Sonntag. Die Arbeit ruhte. Ich war auf einer Geschäftsreise und während ich unentschlossen vor dem Fenster meines Hotelzimmers stand und die Aussicht über die Metropole genoss, wägte ich zwei Möglichkeiten ab. Entweder mache ich ein Sektfrühstück mit Rollmops, Klavier und Champagner und setzte das Frühstück zum Brunch an der Minibar meines Hotelzimmers fort, um später erholsamen Schlaf im bereitstehenden Bett zu finden. So wäre ich am Montag katerfrei und ausgeruht. Oder ich schaute mir diese von Reiseführern wärmstens empfohlene Stadt näher an.

Und genau letzteres habe ich gemacht. Dabei war der Gedanke einmal ein Sektfrühstück zu erleben, sehr alt. Schon das erste Mal, als ich für eine Firma auf einer Dienstreise war und in einem sogenannten Grand-Hotel wohnte, war mir beim morgendlichen Frühstück der Gedanke gekommen, so etwas mal zu machen, halt irgendwann, wenn es sich mal so ergibt. Es ergab sich aber nie, weil es auf beruflich veranlassten Reisen immer so viel zu tun gab. Geschäftsreisen sind teuer, gerade deswegen konzentrieren sich die Arbeiten auf ein möglichst kleines, intensiv genutztes Zeitfenster. Da bleibt nur Zeit für offizielles Vergnügen. Und das endet bei einem Vertragsabschluss mit einem abgezählten Glas Prosecco. Contenance war dann angesagt. Trotzdem war mir an diesem freien Sonntag die Chance, mich gehen zu lassen, keine Versuchung.

Warum ich keine Chance hatte, das Sektfrühstück zu wählen, erklärt nicht nur mein Verstand, sondern auch gewachsene Intuition, die jeder lernen kann. Dazu lade ich herzlich ein. Meine fast einjährige Trinkerfahrung, mehrere Therapien und drei MPU’s bieten reichlich Raum zum Lernen und für Kritik.

Zum Schluss will ich noch anmerken, dass der Name des Autors natürlich ein Pseudonym ist. Alkoholismus ist eine Schande, damit gibt man nicht an. Außerdem will ich kein Gerede hinter meinem Rücken und schon gar nicht, wenn es berufsschädigend wird, weil sich Kollegen und Geschäftskunden daran beteiligen. Ich will gerade als leitender Angestellter nicht den Vorurteilen ausgesetzt sein, gegen die ich in diesem Buch angehe. Im Gegensatz zum Alkohol ist meine berufliche Karriere ein Angelpunkt, den ich pflegen will und mehren, weil sie mein Leben schön macht so wie Frau und Kinder und vieles mehr, das nur ungetrübt den Geist bis hin zum Anschlag kickt.

Zusammengefasst will ich mit dieser Vorrede folgendes sagen. Wenn es in der Pubertät keine regelmäßigen Erfahrungen durch Alkohol gibt, dann gibt es in dieser Phase verstärkter neuronaler Bahnung auch keine entsprechende Prägung die mit Craving zum Alkoholismus prädisponiert. Wenn in dieser Phase durch aktive Leidenschaften grundlegende Eigenschaften trainiert wurden, wie Ehrgeiz oder Leidensdruck um z.B. sportliche Ziele zu erreichen, dann werden die als Craving Ihnen lebenslang einen guten Dienst erweisen, um im Leben zu bestehen.

Ich kann gar nicht morgens, wenn ich aufwache, mich noch mal umdrehen und weiterschlafen. Es drängt mich in den Tag hinein. Alle meine Kräfte, die der Schlaf aufgetankt hat wollen wissen, wo der Hammer hängt. Ich will mich spüren in meiner Kraft und sie agieren sehen. Ich will jeden Tag gewinnen und nicht in virtuellen Drogenwelten, geblendet von Gefühlen, abgehoben jeder Realität, verblendet langsam untergehen. Deswegen bin ich Rationalist und skeptisch gegenüber jedem emotional geprägten Leben.

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