Günter Voss - DIE KANARISCHE FIBEL

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Seit 500 Jahren reisen Deutsche nach den Kanarischen Inseln. Der Geologe Leopold von Buch kam mit einem englischen Segelschiff, der ehemalige Berliner Polizeipräsident Julius von Minutoli reiste – als preußischer Generalkonsul für Spanien – von Cadiz mit einem spanischem Dampfschiff nach Teneriffa. Ernst Haeckel wurde von dem preußischen Segelschulschiff Niobe mitgenommen, Catharina von Pommer-Esche fuhr von Hamburg mit einem Dampfer der Woermann-Linie nach Gran Canaria. Der Geologe suchte das Geheimnis der Caldera von La Palma zu ergründen, der Politiker suchte nach den Ursachen für den trostlosen Zustand der Bevölkerung, die kranke Pommer-Esche suchte Genesung von ihrer Tuberkulose.
Wie die anderen reisten und was sie beschäftigte, ist in diesem Buch zu lesen.
Das Buch enthält biografische Skizzen von über 40 Reisenden, die in eingestreuten Zitaten mit ihren Beobachtungen selbst zu Wort kommen. Hinzu gefügt wurden Angaben zu mehr als 250 bibliografischen Quellen.
Daraus ist ein Bild des Wandels der Gesellschaft und der Naturbeschreibung auf den kleinen atlantischen Inseln im Laufe von über 150 Jahren entstanden.

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In der Provinz Posen lebten auf 29 000 km 2im Jahr 1831 1 040 712 Einwohner (Kanarische Inseln etwa 7 500 km2, 250 000 Einwohner). Posen war bis ins 18. Jahrhundert größtenteils fester Bestandteil des Königreichs Polen. Auf dem Wiener Kongress 1815 erhielt Preußen dieses Gebiet. Knapp zwei Drittel der Einwohner waren Polnischsprachige, über ein Drittel Deutschsprachige. Nach dem gescheiterten Novemberaufstand in Kongresspolen 1830 förderte Flottwell die Entwicklung der Provinz Posen und wollte die Bauern und das schwache polnische Bürgertum durch materielle Vorteile und Bildungsmöglichkeiten gewinnen und gleichzeitig den Einfluss des polnischen Adels und der katholischen Geistlichkeit eindämmen. Dabei sollte ihm Minutoli helfen.

Und er tat es. Er gründete einen Verein nach dem anderen. 1834 einen Verschönerungsverein, um Baumschulen zu gründen, auf denen Alleebäume gezogen werden konnten. 1836 den Posener Kunstverein, 1840 einen Philharmonischen Verein, Mäßigkeitsvereine, eine Beschäftigungsanstalt für Arbeitslose. Er organisierte 1839 das erste Pferderennen in Posen, veranstaltete Kunstausstellungen, Wohltätigkeitsfeste, organisierte 1845 eine Aussprache über wirtschaftliche Fragen.

Das waren die angenehmen Seiten seines Lebens in Posen. Angenehm war auch ein Reiseauftrag des preußischen Innenministerium zum Studium der Gefängnisse, der Besserungsanstalten und ihrer Verwaltung, der ihn 1842 nach Frankreich und Algier, auch zum ersten Male nach Spanien, dann nach Portugal, England und Holland führte.

Aber noch angenehmer war ihm die Heirat mit dem 22-jährigen Fräulein Mathilde Henriette Wilhelmine Karoline Marie Auguste Freiin von Rotenhan am 22. November 1834 in Berlin, Kochstraße 60; sie hatten einen Sohn und drei Töchter.

Unangenehme Probleme kamen 1845 auf ihn zu, die er behutsam, doch mit Nachdruck löste: die Entdeckung des großen polnischen Aufstandsversuches in Posen.

Antriebe für einen Aufstand gab es genug: deutscher Nationalismus wirkte gegen polnischen, statt christlicher Nächstenliebe entzweite man sich in katholisch-protestantischer Feindschaft, Liberte und Egalite statt arm und reich war immer noch eine gut zu gebrauchende Losung und es gab Revolutionäre aus Berufung mit internationalen Verbindungen. Als Dank für die Verhinderung des Aufstandes und der Vermeidung von Blutvergießen wurde Julius von Minutoli in den Johanniter-Orden aufgenommen.

Als die Phytophthora infestans, der Erreger der Kartoffelfäule, auch in Posen einen hungrigen Winter 1846 ankündigte, gründete er noch einen Suppenverein, einen Kranken- und einen Wöchnerinnenpflegeverein. Im März darauf wurde er auf ausdrücklichen Wunsch König Friedrich Wilhelm IV. zum Polizeipräsidenten in Berlin ernannt. In Posen bedauerte man den Weggang des sozial denkenden und sozial handelnden Mannes. Er hatte Belebungen in die Provinz gebracht.

Seiner Präsidentschaft in Berlin unterstanden unmittelbar die Abteilungen der Orts-, Feuer-, Bau-, Schul-, Kriminal- und Sittenpolizei, die Gewerbeaufsicht und das Gesundheits- und Sozialwesen. Dazu hatte er etwa im Haus 30 Untergebene, 20 Polizeiräte und -kommissare in den 27 Kommissarien, 40 Sergeanten und 110 Gendarmen im Außendienst mit einer Fläche von acht Quadratmeilen und einer Bevölkerung von 400 000 Seelen. Dazu kam ein immenser Fremdenverkehr, wie es sich für eine europäische Hauptstadt gehörte.

Der Polizeipräsident unterstand nicht der Stadt Berlin, sondern dem preußischen Innenminister, darüber kam schon Friedrich Wilhelm IV., der, selbst entscheidungsschwach, den zu entschlossenen Handeln befähigten Minutoli als Sicherheit für sich, seine Familie und das preußische Königtum nach Berlin geholt hatte.

Bis zum 18. März 1848 war es nicht mehr weit.

Nachdem am 18. März vor dem Hohenzollern-Schloss in Berlin auf des Königs Untertanen geschossen wurde, waren diese nicht mehr zu beruhigen. Das Militär war auf Einsätze gegen die Bevölkerung nicht vorbereitet, was den Thronfolger Prinz Wilhelm nicht störte, sich später als Kartätschenprinz bei den Berlinern unbeliebt zu machen, später aber als König Wilhelm I. beim Volke sehr populär wurde und nach seinem Tode wollte das Volke sogar seinen ,alten Kaiser Wilhelm wieder haben’. Aber am 18. war die Lage der Truppen mehr als bedenklich, der König zog sie aus Berlin ab. Die Ordnung in Berlin war aufgelöst. Die Bürger mussten sie wieder herstellen. Bürgerbewaffnung! Durch sein besonnenes und versöhnliches Verhalten im März hatte sich Minutoli Anerkennung in weiten Kreisen der Bevölkerung erworben. Der Polizeipräsident wurde am 19. zum Führer der Bürgerwehr gewählt. Als Anfang April das Militär wieder nach Berlin zurückkehrte, wurde es von den Berlinern und ihrer Bürgerwehr festlich empfangen. Minutoli hatte einen Teil seiner schwierigen Aufgabe, zwischen Königtum und den Aufständischen zu vermitteln, erfüllt und legte am 4. April sein Kommando der Bürgerwehr nieder.

In Berlin sammelten sich immer mehr Menschen, die den Aufruhr von einem berlinischen zu einer preußischen und deutschen Revolution machten wollten. In Berlin wurde das preußische Königtum angegriffen und verteidigt. Die sozialen Missstände wollten weder das Militär mit Prinz Wilhelm an der Spitze noch die von der Königin unterstützte konservative Hofpartei beenden. Man wollte wieder scharf durchgreifen. Der sozial handelnde Vermittler sollte weg.

Man ließ ihn wissen, sein Vertrauen nicht mehr zu haben. Auf seinen wiederholten Antrag entband ihn König Friedrich Wilhelm IV. am 27. Juni 1848 von seinem Amte als Polizeipräsident von Berlin.

Das war die merkwürdige Karriere eines Polizeipräsidenten, der von der Revolution nicht gehenkt wurde, sondern durch seine Vermittlung sowohl dem Volke als auch dem Könige diente und sich allseitig Achtung verschaffte. Dann aber wurde er außer Landes geschickt und zurückkehrend blieb er ohne Anstellung. Wer die Gründe dafür suchen will, wird sie bei dem missgünstigem preußischen Generalsadel finden.

Erst am 3. März 1851 geruhte seine Majestät König Friedrich Wilhelm ihn wieder anzustellen, weit weg, als Generalkonsul in Spanien und Portugal. Minutoli hatte in diesen Ländern die Konsuln zu betreuen, weitere Kaufleute für dieses Ehrenamt gewinnen und sie mit den erforderlichen Informationen über den Handel in Spanien, Portugal und im Gebiet des Deutschen Zollvereins versorgen. Dazu musste er viel herum reisen, um Land und Leute kennen zu lernen. Was er sehr gerne tat.

Seine Erfahrungen hielt er in SPANIEN UND SEINE FORTSCHREITENDE ENTWICKLUNG MIT BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DES JAHRES 1851 fest, das schon 1852 in Berlin erschien, der Königin Isabell II. gewidmet. Dieses Werk enthält eine statistische Übersicht, die spanische Verfassung von 1845, Beschreibungen der Ministerien - ein Nachschlagwerk für deutsche Kaufleute.

Seine nicht amtlichen Eindrücke und archivalische Funde hielt er in ALTES UND NEUES AUS SPANIEN, 1854 in Berlin in zwei Bänden, fest - ohne Widmung. Darin über Wirtshäuser in Spanien, Markgraf Johann von Brandenburg, den Königsmörder Merino und eine namentliche Auflistung der über 30 spanischen Ministerpräsidenten von 1833 bis 1853.

Über die Kanarischen Inseln erschien in Berlin 1854 ein gesondertes Werk: DIE CANARISCHEN INSELN, IHRE VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT.

Im Vorwort legt der ehemalige Polizeipräsident seine Grundhaltung zu den gesellschaftlichen Fragen seiner Zeit dar: „Möge nur eine wohlwollende und weise Regierung sich niemals über die in den obwaltenden Verhältnissen liegenden Übelstände täuschen. Möge sie nie vergessen, daß zu den Fragen des Jahrhunderts auch die sociale gehört und daß man jeder Erscheinung auf der Welt ihr gewisses Recht einräumen muß... Wahre sich die Regierung, daß es nicht zu einem Versuche der gewaltsamen Lösung komme, denn ein solcher muß notgedrungen durch gewaltsame, vernichtende Mittel unterdrückt und beseitigt werden.“ Seine Grundhaltung veranschaulicht er dann an vielen Erlebnissen und Erfahrungen auf den einzelnen Inseln.

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