Die ENTDECKUNGSREISE IN DIE SÜDSEE, 1821 in Weimar erschienen, enthält im dritten Bande Chamissos Bemerkungen und Ansichten. Sollte sie enthalten! Fast zwanzig Jahre nach der Reise schreibt er: „Der einzige Vorteil, den ich mir von meinen Bemühungen während und nach der Reise als Naturforscher und Schriftsteller versprechen durfte, war, diese von mir geforderten Denkschriften vor dem Publikum, für welches sie bestimmt waren, in reinem Abdruck und würdiger Gestalt erscheinen zu sehen. Der Erfolg entsprach nicht meiner Erwartung. Was ich geschrieben, war von unzähligen sinnzerstörenden Druckfehlern an vielen Stellen verfälscht und unverständlich und dieselben in einem Errata anzuzeigen, wurde mir bestimmt abgeschlagen. In einer eigenen Abhandlung, die mir zugeschrieben werden konnte und zugeschrieben worden ist, trug Eschscholtz über die Koralleninseln hergebrachte Meinungen wieder vor, die widerlegt zu haben ich mir zu einem Hauptverdienst anrechnete.“ Und so gibt Chamisso seinen Reisebericht 1836 noch einmal selbst heraus. Er enthält auch umfangreiche Sammlungen zu den Sprachen der Bewohner der Südsee. 1837 übergibt er der Akademie der Wissenschaften in Berlin eine vergleichende Grammatik der hawaiianischen Sprache. Das Lexikon dazu blieb unvollendet. Adelbert von Chamisso starb am 21. August 1838.
An der Expedition nahmen außer Chamisso auch die beiden Naturforscher Eschscholtz und Wormskiold teil. Wormskiold hatte eine „eifersüchtelnde Nebenbuhlerschaft, die leider unter den Gelehrten nicht unerhört ist“. Noch in Berlin plagte sich Chamisso damit. Chamissos Serapions-Bruder E. T. A. Hoffmann gestaltet den Erfolgsneid und tödlichen Streit zweier missgünstiger Wissenschaftler in der Erzählung HAIMATOCHARE. Auch für Hoffmanns DATURA FASTUOSA gab Chamisso die Idee für die Erzählung.
Nach seiner Rückkehr von der Weltreise wurde Chamisso Kustos am Botanischen Garten in Berlin. Seine mitgebrachten Sammlungen bekamen die Museen der Stadt.
Chamisso, von Geburt Franzose, sprach und schrieb ein vorzügliches Deutsch. Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm schrieb ihm 1836: „Wo haben Sie das Goethesche Deutsch her? Manche Franzosen haben wohl ein Herz für Deutschland und seine Sprache gewonnen, aber nie hat irgend einer es dem Besten gleich und darüber hinaus getan in der Sprache, wie dies von Ihnen geschehen.“ Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis werden seit 1985 in Deutschland Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache ausgezeichnet.
AUTOREN
Chamisso, Adelbert von
Die Entdeckungsreise in die Südsee und nach der Beringsstrasse zur Erforschung einer nordöstlichen Durchfahrt, unternommen in den Jahren 1815 -1818 auf Kosten sr. Erlaucht des Herrn Reichskanzlers Grafen Rumanzoff auf dem Schiffe Rurik; Weimar 1821
Reise um die Welt mit der Romanzoffischen EntdeckungsExpedition; in den Jahren 1815 - 1818; Berlin 1836
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