Günter Voss - DIE KANARISCHE FIBEL

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Seit 500 Jahren reisen Deutsche nach den Kanarischen Inseln. Der Geologe Leopold von Buch kam mit einem englischen Segelschiff, der ehemalige Berliner Polizeipräsident Julius von Minutoli reiste – als preußischer Generalkonsul für Spanien – von Cadiz mit einem spanischem Dampfschiff nach Teneriffa. Ernst Haeckel wurde von dem preußischen Segelschulschiff Niobe mitgenommen, Catharina von Pommer-Esche fuhr von Hamburg mit einem Dampfer der Woermann-Linie nach Gran Canaria. Der Geologe suchte das Geheimnis der Caldera von La Palma zu ergründen, der Politiker suchte nach den Ursachen für den trostlosen Zustand der Bevölkerung, die kranke Pommer-Esche suchte Genesung von ihrer Tuberkulose.
Wie die anderen reisten und was sie beschäftigte, ist in diesem Buch zu lesen.
Das Buch enthält biografische Skizzen von über 40 Reisenden, die in eingestreuten Zitaten mit ihren Beobachtungen selbst zu Wort kommen. Hinzu gefügt wurden Angaben zu mehr als 250 bibliografischen Quellen.
Daraus ist ein Bild des Wandels der Gesellschaft und der Naturbeschreibung auf den kleinen atlantischen Inseln im Laufe von über 150 Jahren entstanden.

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Über den Weinanbau im sechzehnten Jahrhundert und bis Mitte des nächsten wird kaum berichtet. Kampf schreibt, dass im 16. Jahrhundert die Kanarienweine, vornehmlich Malvasier, Sekt und Vidueno, zu den besonderen Genüssen des schwelgenden Nordens gehörten und das ganze westliche und nördliche Europa sich damit auf dem Stapel von Antwerpen versah.

Mit dem Stapel von Antwerpen war es bald vorbei. Der Krieg Spaniens gegen die Niederlande dauerte von 1568 bis 1648 und verlagerte den Handel nach Amsterdam und London. Die Kanarischen Inseln mit ihrem fruchtbaren Boden waren auf Handel angewiesen, wollten sie gewinnbringend Landwirtschaft treiben. Dicht bei Afrika gelegen hatten sie dort keine Abnehmer für ihren Wein, ihre Zwiebeln, Orseille und Barilla. Ihr Handel musste immer weit geführt werden: Westeuropa, Ostindien, Nordamerika. Hatten sie eigene Schiffe zum Handel? Darüber flüstern die Quellen nur Unklares. Die Angabe Mac-Gregors „... alles größtenteils in Englischen Schiffen und für Englische Rechnung, da bis zum Ausbruche des Spanischen Erbfolgekrieges (1701) keine Kaufleute und Faktoren anderer Nationen auf den Inseln ansässig waren“, spricht nicht für eine kanarische Handelsflotte. Sicher hatten die Kanarier Schiffe, wie alle Bewohner einer freien Küste und trieben damit Handel, wie es alle Bewohner einer freien Küste tun, nur erscheinen diese Schiffe und ihr Handel in keiner amtlichen Studie. Es gibt eine Aussage, dass Spanien den Archipel um 1650 vollkommen vom Amerikahandel ausschloss und sonst nur eine geringe Menge amtlich zuließ. War das eine Strafe für ihren kreativen Handel?

Der Krieg Spaniens gegen die Niederlande wandelte die englischen und spanischen Flotten für Handel in Flotten für Krieg. 1588 wurde die erste Armada Spaniens in der Nordsee von den Engländern und vom Sturm zerstört, die letzte 1607 in der Bucht von Gibraltar von Holländern und Seeländern, das war das Ende der spanischen Seemacht. Spanien hatte noch Schiffe, aber keine Flotte.

Dem Weinhandel hat das wohl nicht geschadet, wie Mac-Gregor bemerkt, für spätere Zeit (1700) gibt er etwa 60 000 Hektoliter nach England, Holland, Hamburg, Schottland und Irland an. Dazu kam noch der Westindienhandel, von dem Kampf, schreibt: „Die unmittelbare Verbindung mit den spanischen Besitzungen in Amerika war seit 1611 , wo Philipp III. sie ganz untersagte, nachher aber wieder frei gab, stets unzuverlässig für die Inseln und gefesselt durch Beschränkungen auf gewisse Häfen, Zahl der Schiffe, Zeiten, Maße und Gewichte; eine Erlaubnis zur Teilnahme an demselben mit 600 -1000 Schiffstonnen war eine Vergünstigung, die nur von Zeit zu Zeit mit großer Mühe und unter steten Geldopfern bei dem Hofe zu Madrid zu erlangen war.“

1643 war ein bedeutendes Ereignis für ganz Europa. Ludwig XIV. bestieg den französischen Thron. Er war gerade vier Jahre alt und es dauerte dann bis 1661, als er Spanien zwang, seinen Vorrang in Europa anzuerkennen. Ein Jahr vorher hatte er Maria Theresia, die erbberechtigte Tochter des spanischen Königshauses geheiratet, die Erbberechtigung führte dann zum Spanischen Erbfolgekrieg, für den Handel der Kanaren mit Europa nicht günstig.

Der kanarische Wein, vorrangig Malvasia, feurig oder süß, musste seinen Vorrang unter den Weinen an den von Ludwig XIV. bevorzugten Geschmack abtreten.

Die britische Krone und das Parlament förderten den aktiven Handel der englischen Flotte durch Gesetze, z. B. durch die Navigationsakte von 1651, nach der die gesamte Einfuhr außereuropäischer Güter nach England der britischen Flagge vorbehalten wurde und damit den einträglichen holländische Zwischenhandel ausschalteten. Der kanarische Handel nach englischen Kolonien in und vor Amerika war davon betroffen.

Um 1660 wurde es richtig ernst mit dem Wein. Die Kanarier erhöhten wegen des guten Absatzes in England jedes Jahr den Preis und ließen sich ihn stets bar bezahlen, ohne englische Manufakturwaren mitzunehmen. Diese schlechte Handelsbilanz versuchten die Engländer 1665 durch Gründung einer Handelsmonopolgesellschaft zu verbessern. Aber da hatten sie sich bei der Municipalität von Teneriffa verrechnet, die „im folgenden Jahre sogar beschloß, die Faktoren aus dem Lande zu entfernen und den Landeigentümern zu untersagen, der Compagnie Wein zu verkaufen, welches zu einigen Unruhen Veranlagung gab.“ So MacGregor. Was aus dem Anbau und Export des Weines wurde schreibt er nicht, nur das diese Gesellschaft 1667 wieder aufgelöst wurde. Statt zu verhandeln wurde der wichtigste Abnehmer ausmanövriert.

Die Engländer schlossen dann als Folge des Spanischen Erbfolgekriegs 1703 einen Vertag mit Portugal, der den portugiesischen Wein billiger nach England fließen ließ, als den kanarischen. Aus! mit dem Weinhandel von den Kanaren nach England.

„Der Geschmack an Malvasier und andern süßen Weinen hatte sich schon zur Zeit des siebenjährigen Krieges, wo die Französischen anfingen bekannter zu werden, sehr in Europa vermindert und der unpolitische Methuen-Traktat (1703) den Verbrauch der Port- und Madeiraweine in England allgemein gemacht. Die Weinbauer auf den Canarien, mit Besorgnis die sich jährlich vermindernde Frage nach ihren Weinen wahrnehmend, begannen nun, sich mehr auf die Cultur der Viduena-Traube zu legen und brachten es bald dahin, einen Wein zu erzielen, der an Güte und Geschmack dem Madeira beinahe gleichkam. Von jetzt an öffneten sich diesem Weine allmählig vorteilhafte Märkte, sowohl in England wie in den kürzlich anerkannten vereinigten Staaten von Nord-Amerika, deren aufblühender Handel und schnell wachsende Bevölkerung die Insulaner die Aussicht zu einem erweiterten Verkehr erblicken ließ.“ Mac-Gregor.

Der schottische Händler George Glas meldet, dass man zu seiner Zeit von Teneriffa „jährlich nicht weniger als 15 000 Pipen (1 Pipe 477 Liter) Wein und Branntwein ausführt, die große Menge, die in der Insel selbst konsumiert wird, ungerechnet“.

Für Walter Kampf beginnt 1786 mit der Freigabe des Handels der Kanaren nach den westindischen Inseln und der Terra firma durch den Vizekönig von Neuspanien Galvez eine neue Periode des Handels. Die wohltätigen Folgen die Maßregel wurden durch den nordamerikanischen Freiheitskrieg unterbrochen, die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten wirkte belebend, die französische Revolution gab den Handel Schwungkraft und viel Geld in das Land. Nachdem Spanien gegen England in die Waffen getreten war, wurden die neutralen Amerikaner, Dänen, Schweden und Hamburger die Abnehmer des Weins. Der Handel mit der Costa firma lag bald danieder, Spanien verlor seine amerikanischen Besitzungen und auf der Halbinsel kämpften Parteien fortwährend gegeneinander. 1810 und 1811 verwüstete das gelbe Fieber den Archipel. Von Teneriffa gingen nach London zwischen 1812 - 20 nur noch 15 000 Hektoliter Wein.

Leopold von Buch bemerkt: „Seitdem aber das Cap der guten Hoffnung von den Engländern in Besitz genommen ist und die Eingangszölle der Cap-Weine bedeutend vermindert worden sind, dadurch aber die Weinkultur am Cap sich um vieles gehoben hat, ist die Weinausfuhr auf Teneriffa so sehr herabgekommen, daß viele und sehr bedeutende Häuser sie gar nicht mehr betreiben. Es ist daher leicht möglich, daß jetzt (1825) die Südseite der Insel zur Ausfuhr gar nichts mehr beiträgt. Gran Canaria hatte im Jahr 1815 ungefähr eine Ausfuhr von 900 Pipen eines nicht sehr geschätzten Weines. Auch diese wird wahrscheinlich aufgehört haben. Lancerote braucht von Teneriffa jährlich mehr als tausend Pipen. Was man auf der Insel selbst gewinnt, wird größtenteils zu Branntwein ,agua ardiente’ verwendet. Die große Insel Fuertaventura produziert im Ganzen nur 200 Pipen und bedarf auch der Zufuhr von Teneriffa. Dagegen ist der Wein von Hierro berühmt, allein kein Gegenstand der Ausfuhr und nirgends ist die Erzeugskraft der Natur größer, als im Tale del Golfo auf dieser kleinen Insel. Denn hier gibt eine Fanegada 9 bis 10 Pipen Wein; die beste auf Teneriffa dagegen kaum fünfe. Eine Fanegada enthält 400 Estadals, ein Estadal aber 4 Varas im Quadrat, daher 1600 Quadrat-Varas eine Fanegada ausmachen.“ Und auch dem Generalkonsul fiel auf: „Inzwischen hat die Weinkultur im Süden Spaniens große Fortschritte gemacht. In Andalusien ist es nicht mehr ausschließlich Xeres, welches mit seinem Gewächs die europäischen Märkte versieht. Von Alcala ab, den Guadalquivir hinauf und hinab und in dem breiten Talbette des Guadalete nimmt der Weinbau außerordentlich überhand und die dortigen Trauben haben den Canarienwein ersetzt und verdrängt. Dieser leichtere andalusische Wein ist nicht sowohl zum Zusetzen des schweren Xeres um 100 % besser als Wasser; er liefert aus seinen Träbern einen trefflichen Sprit und Branntwein und bildet zur Zeit den deutschen Weinfabrikanten das beste Mittel zum Fälschen oder Schneiden, oder wie man sonst diese künstliche Manipulation zu bezeichnen für gut befinden mag. So ist mit der verminderten Ausfuhr an Wein, die Weinkultur rückwärts gegangen.“

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